Sonntag, 16. Mai 2021

Die Krise. Die Gastronomie ist zurück.

  • Ich hatte es ja bereits bei den letzten #12von12 [klick!] gezeigt: überall bereitete sich die Außengastronomie auf's Öffnen vor, Tische wurden aufgestellt, Blumenkübel, große Schirme. Am Freitag war dann tatsächlich der Innenhof vom Bürgerspital geöffnet. Wir waren natürlich gleich am ersten Tag dort, es war kühl, aber wir blieben vom Regen verschont. 
  • Eigentlich unvorstellbar, wir waren über sieben Monate nicht mehr in einem Lokal!
  • Die 7-Tage-Inzidenz in Würzburg ging weiter zurück, so hatten wir am Montag rund 88, am heutigen Sonntag knapp 70 So kann (und sollte) es weiter gehen.
  • Auch die Karte mit den 7-Tage-Inzidenzen zeigt mehr helle Flecken - je heller desto besser. Die Grafik wurde abgerufen von der Seite https://npgeo-corona-npgeo-de.hub.arcgis.com/ am 16.05.2021.

Mittwoch, 12. Mai 2021

#12von12. Mai 2021.

Ein Mittwoch im Mai, am Tag drauf ist Feiertag. Es war ein ziemlich trüber Tag, aber kaum Regen. Für mich gab es einige Kleinigkeiten zu erledigen bzw. zu besorgen.
Doch es begann mit einem Kontrollblick zu den Kräutern auf dem Balkon. Der Thymian links neben dem Schnittlauch ist der neue Lieblingsplatz einer Taube, daher sind die Zweige auch ein wenig gedrückt. Wir haben versucht sie durch Stäbe im Topf daran zu hindern, doch sie quetscht sich dazwischen. Mistviecher!
Der Rosmarin (hinten Mitte) blüht, und der Salbei auch (unten). 
Die Außengastronomie in der Stadt  rüstet sich. Zwar war heute der achte Tag hintereinander mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100, aber wann die Gastronomie öffnen darf, war bisher nicht bekannt. 
Auch ein Stückchen weiter wäre man startklar.
Im Innenhof vom Bürgerspital wurde gewerkelt, die gelben Zeltdächer stehen.
Die Küche hat Ware bekommen, also bereiten sie sich auf's Öffnen vor. 
Nichts los am Testzelt in der Fußgängerzone, am Samstag waren dort lange Schlangen.
Blümchen vor dem Häckerbrunnen.
Das Gerüst vor dem Theateranbau ist seit Tagen teilweise abgebaut, allerdings ist die Sanierung noch lange nicht fertig.
Nun aber zu meinem Termin, zum Friseur.
Im Asialaden um die Ecke noch ein paar Sachen gekauft, die laut meinem neuen Kochbuch zur Grundausstattung gehören. Und nein, ein Buddha war nicht dabei.
Morgen gibt's Spargel! Und was Leckeres vom Metzger dazu.

Das war mein Einblick in den Alltag am 12. Mai. Weitere #12von12 vom Mai findet ihr bei Draußen nur Kännchen. Wie #12von12 funktioniert, lest ihr hier.

Samstag, 8. Mai 2021

Die Krise. Warten auf öffnen.

  • Die Infektionszahlen gehen zurück, ganz langsam. Am Mittwoch lagen wir in Würzburg zum ersten Mal seit fast einem Monat wieder unter der 7-Tage-Inzidenz von 100. Auch die weiteren vier Tage in Folge war der Wert unter 100, und einiges wird wieder einfacher, z.B. könnte die Außengastronomie ab Dienstag öffnen, oder der Schnelltest vor dem Besuch beim Friseur kann entfallen.
  • So wie das Cafe oben im Bild warten viele Wirte in der Stadt nur darauf, endlich loslegen zu dürfen. Andere sind zögerlich, weil nicht klar ist, wie lange sie öffnen können, denn wenn die Werte wieder ansteigen sollten, müsste wieder geschlossen werden. Die Unsicherheit ist groß, die Wirte können nicht planen. 
  • Die Stadt war voll die Woche, bereits unter der Woche lange Schlangen vor dem Testzelt. Am Samstag waren die Schlangen drei Mal so lang.
  • Vollständig Geimpfte oder Corona-Genesene werden Personen mit einem negativen Schnelltest gleichgestellt, d.h. sie müssen sich nicht testen lassen. Der illegale Handel mit gefälschten Impfpässen scheint zu blühen. 
  • Zu wenig Impfstoff bleibt ein Thema. Schon wieder hat die Firma AstraZeneca erheblich weniger geliefert als vertraglich vereinbart wurde.
  • Der Impfstoff von AstraZeneca ist sehr unbeliebt, viele - zu viele - wollen sich damit nicht impfen lassen, obwohl sie nicht der Gruppe mit erhöhtem Risiko angehören. Daher wurde die Impfreihenfolge für diesen Impfstoff aufgehoben, d.h. jede(r) kann sich damit impfen lassen, der dies möchte. In manchen Städten sind mobile Impfteams unterwegs, die jeden Impfwilligen mit AstraZeneca impfen, solange der Vorrat reicht.
  • Der Rückgang der Inzidenzen zeigt sich auch auf der Karte, die hellen Flecken nehmen zu. Die Grafik wurde abgerufen von der Seite https://npgeo-corona-npgeo-de.hub.arcgis.com/ am 9.05.2021.

7-Tage-Inzidenz/100.000 Einwohner Stand 9.05.2021

 

Sonntag, 2. Mai 2021

Die Krise. Ganz langsam runter.

  
  • Die Zahl der Schnellteststellen in der Stadt hat stark zugenommen, so steht nun seit letzter Woche ein Zelt am Beginn der Fußgängerzone, in dem man sich testen lassen kann. 
  • Die Zahl der Impfungen ist weiter gestiegen, allerdings ist der Fortschritt in den Landkreisen sehr unterschiedlich. So wird hier in Würzburg immer noch Gruppe 2 (über 70-Jährige) geimpft, weil sie zahlenmäßig überdurchschnittlich groß ist, so ist im Umland schon länger Gruppe 3 (über 60-Jährige) an der Reihe. Und in Passau kann sich bereits jede(r) impfen lassen. Ob da wirklich der Impfstoff gleichmäßig gerecht verteilt wurde?
  • Allerdings weiß ich nicht, wie wir von der hohen Inzidenz runter kommen wollen (heute: 127), wenn jeden Nachmittag und Abend Horden von jungen Leute am Mainkai dicht an dicht ohne Masken feiern. Die Ordnungskräfte greifen nicht ein. Die Inzidenz in dieser Gruppe (15-34-Jährige) liegt mit 141 noch weit höher als der Durchschnitt der Stadt.
  • Auch die nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr wird von den Ordnungskräften nicht kontrolliert, so hat es unsere Zeitung recherchiert. Momentan verhindern nur die kühlen Temperaturen nächtliche Parties im Freien bis tief in die Nacht.
  • Die Inzidenzen sind in dieser Woche leicht gesunken, aber weiter auf hohem Niveau. Ganz langsam nehmen die helleren Flecken auf der Karte zu. Die Grafik wurde abgerufen von der Seite https://npgeo-corona-npgeo-de.hub.arcgis.com/ am 2.05.2021.
7-Tage-Inzidenz/100.000 Einwohner Stand 2.05.2021

 

Freitag, 30. April 2021

Essen. Rückblick April.

Der April war was das Essen betraf von den ersten frischen Gemüsen geprägt, das war vor allem Spinat, den es hier aus regionalem Anbau in hervorragender Qualität gibt. Nicht ganz so regional die neuen Karotten, sie kommen momentan noch aus Italien. Aber im April will frau möglichst kein Lagergemüse mehr.
Die Ofenkartoffeln hatte ich bereits mit dem Rezept [klick!] vorgestellt.
Asiatischer Glasnudelsalat mit Schweinehack, Karotten und Brokkoli.
Ofenkarotten mit einem Stück vom Kalbskotelett, Spontankauf beim Metzger, weil die immer so gut sind, und es gibt sie so selten.
Ganz klassisch: Blattspinat in Rahm, Kartoffelbrei mit Spiegelei und Speck.
Und nochmal Spinat, diesmal in einer Frittata. Das Rezept (mit Zucchini statt Spinat) habe ich hier [klick!] schon aufgeschrieben.

Sonntag, 25. April 2021

Die Krise. Auf der Welle.

 

  • Solche Plakate sieht man leider inzwischen häufig in der Stadt. Der Einzelhandel schließt nach und nach, die Hoffnungen sind verschwunden.
  • In der Woche wurde die Bundesnotbremse im Eiltempo verabschiedet, das ist eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes, bei der ab bestimmten Inzidenzwerten automatisch einheitliche Regelungen gelten. So müssen Schulen in den Distanzunterricht, wenn die Inzidenz von 165 überschritten wird, bei über 200 gilt eine Ausgangsbeschränkung von 22 bis 5 Uhr. Diese Maßnahme ist besonders umstritten. Allein joggen oder mit dem Hund raus darf man aber noch bis 24 Uhr.
  • Die nächste sehr gefährliche Virusmutation gibt es in Indien, mehr als 350.000 Infizierte täglich. Ob die Impfungen auch gegen dieses Virus wirken, gilt unter den Virologen als noch nicht gesichert. Ich werde den nächsten Podcast von Herrn Drosten am Dienstag abwarten, vielleicht weiß er dann schon mehr. Aus Indien dürfen nur noch Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit oder einer bereits bestehenden Aufenthaltserlaubnis einreisen, 14 Tage Quarantäne und mehrere Tests sind erforderlich. Trotzdem ist nach den bisherigen Erfahrungen damit zu rechnen, dass wir das Virus auch bekommen werden - vermutlich ist es schon da.
  • Durch neue Auswertungsmöglichkeiten des RKI (Robert Koch Institut) kann man nun pro Landkreis die Inzidenz einzelner Altersgruppen abfragen. Als Beispiel Stadtkreis Würzburg, gestern:
    • 167 für Altersgruppe 0 bis 4 Jahre
    • 279 für Altersgruppe 5 bis 14 Jahre
    • 175 für Altersgruppe 15 bis 34 Jahre
    • 109 für Altersgruppe 35 bis 59 Jahre
    • 101 für Altersgruppe 60 bis 79 Jahre
    • 33 für die über 80-Jährigen
    • 139 für alle Altersgruppen insgesamt
  • Diese Verteilung mit Schwerpunkt auf Kinder und junge Leute ist momentan im ganzen Land anzutreffen, die ganz Alten sind geimpft und vielleicht eher vorsichtig.
  • Die Inzidenzwerte sind in dieser Woche auf sehr hohem Niveau geblieben, weder rauf noch runter. Zum Abschluss noch die Grafik mit den Inzidenzen. Die Grafik wurde abgerufen von der Seite https://npgeo-corona-npgeo-de.hub.arcgis.com/ am 25.04.2021.
7-Tage-Inzidenz/100.000 Einwohner Stand 25.04.2021

 

Sonntag, 18. April 2021

Die Krise. Verantwortungslos.

  • Zu Beginn der dritten Pandemie-Welle habe ich mir notiert, wieviele Tote die Seuche bis dahin gefordert hatte, es waren rund 73.000. Inzwischen sind wir bei 79.900 angelangt, 7.000 mehr, und es interessiert sich niemand dafür. Wenn man bedenkt, dass nach einem Flugzeugabsturz mit 150 - 200 Toten die Zeitungen tagelang voll sind, ist das in meinen Augen eine erstaunliche Verdrängung der Wirklichkeit. Einfach ignorieren, dann ist auch nichts geschehen.
  • Es gibt keine Konferenzen der Ministerpräsident:innen mit der Kanzlerin mehr, man ist sich nicht einig, und ich habe den Eindruck, Frau Merkel hat keine Lust mehr, Lebenszeit mit diesem Haufen uneinsichtiger, besserwisserischer und gleichzeitig nichts unternehmender Menschen in verantwortlichen Positionen zu verschwenden.
  • Gleichzeitig steigen die Infektionszahlen stark an, nun, zwei Wochen nach Ostern, ist die Meldedelle über die Feiertage wieder ausgeglichen. Fast alle Land- und Stadtkreise haben Inzidenzwerte über 100, die bundesweite Inzidenz liegt heute bei 162.
  • Die Mehrheit der Politiker:innen im Bund, in den Ländern, in Städten und Landkreisen ist nicht bereit, die vereinbarten strengen Maßnahmen bei sich vor Ort durchzusetzen, sie lassen es einfach laufen. Das ist verantwortungslos.
  • Viele Städte bereiten sich nach dem Tübinger Modell auf Öffnungen vor, dabei soll ein negativer Schnelltest der Schlüssel sein. Auch in Würzburg sind zahlreiche Schnelltest-Stationen entstanden, auch in der Innenstadt. Da kommt die schlechte Meldung der Wissenschaft: Schnelltests sind nicht geeignet zur Zugangserlaubnis. Sie zeigen die Infektion mit dem Corona-Virus zu spät, im Fall einer Infektion sind die Tests zu Beginn noch vier bis fünf Tage negativ, während die infizierte Person bereits infektiös ist und andere anstecken kann. Die Schnelltests sollten für regelmäßige Massentests genutzt werden, um infektiöse Gruppen (Cluster) in Betrieben, Schulen usw. zu erkennen. 
  • Seit voriger Woche dürfen auch die Hausärzte impfen. Gleich zu Anfang gab es eine Verzögerung, weil auf Grund der Osterfeiertage die Impfdosen nicht am Osterdienstag ausgeliefert werden konnte. Hallo????
  • Es gab dann am Donnerstag nach Ostern einen Impfrekord, fast doppelt so viele Impfungen. Der Rückschlag kam dann prompt. Für die Folgewoche wurde die den Hausärzten zugesagte Menge flugs halbiert. Nun können sie sehen, dass sie den einbestellten Patienten wieder absagen. Warum muss alles wieder kurzfristig über den Haufen geworfen werden? Offensichtlich haben diejenigen, die so etwas anordnen, NULL Erfahrung in Organisation. Einem Haufen unfähiger Laien hat die Politik hier die Zuständigkeit und damit auch die Verantwortung übertragen. 
  • Je zögerlicher wir handeln desto länger dauert es und umso mehr Schäden treten auf, auch in der Wirtschaft, die man ja eigentlich nicht beeinträchtigen will.
  • Die Grafik zeigt den schlechten Zustand, in dem wir uns befinden, fast alle Kreise sind rot oder dunkelrot (rot >50, dunkelrot >100, noch dunkler >250). Die Grafik wurde abgerufen von der Seite https://npgeo-corona-npgeo-de.hub.arcgis.com/ am 18.04.2021.

7-Tage-Inzidenz/100.000 Einwohner Stand 18.04.2021

Montag, 12. April 2021

#12von12. April 2021.

Ein Montag in Pandemiezeiten, nichts los, langweiliges Wetter, wieder kalt.
Nach dem Aufstehen gilt: erst mal Kaffee!
Später dann Frühstück.
Momentan liebe ich Blümchen, sie hellen meine Stimmung auf.
Der Hibiskus hängt voll mit Blüten und Knospen.
Los zum einzigen Auswärtstermin des Tages, wir sind umgeben von Baustellen, mindestens bis Jahresende.
Noch ein Abstecher zum Bäcker,
dann ein Check: die Magnolien im Kaisergärtchen blühen die Magnolien! Und das bei der Kälte.
Das waren meine - zugegeben wenig spannenden - #12von12 im April. Weitere #12von12 vom April findet ihr bei Draußen nur Kännchen. Wie #12von12 funktioniert, lest ihr hier.

Sonntag, 11. April 2021

Die Krise. Ich streike.

Es ist mir momentan nicht möglich, einigermaßen sachlich über die Pandemie und die ergriffenen Maßnahmen zu berichten. Ich bin fassungs- und sprachlos.

Dienstag, 6. April 2021

Rezept. Ofenkartoffeln mit Spinat-Gorgonzola.

Dies ist ein weiteres Rezept aus dem Kochbuch Simple, das Ende letzten Jahres bei mir eingezogen ist. Momentan gibt es wunderbaren frischen Blattspinat, der zusammen mit Gorgonzola und dem Inneren der Kartoffeln eine schmackhafte Füllung ergibt. Röstet man einige Walnusskerne und gibt sie obenauf, hat man ein vegetarisches Hauptgericht für zwei. Bei uns gab es einige Scheibchen Roastbeef dazu.
Zutaten:
2 große Kartoffeln (~700 g)
25 g Butter
3 El Sahne
60 g Gorgonzola
200 g Spinat (Original: Babyspinat)
Salz
schwarzer Pfeffer
Muskat (nicht im Original, würde ich beim nächsten Mal dazugeben)

Zubereitung:
  1. Backofen auf 220°C Umluft vorheizen.
  2. Die Kartoffeln mehrfach mit dem Messer einstechen. Auf ein Backblech mit Backpapier legen und ca. 1 Stunde im Ofen backen bis sie innen weich sind. 
  3. Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, längs halbieren (evtl. eine Zange zu Hilfe nehmen).
  4. Mit Hilfe eines scharfen Löffels das Innere der Kartoffeln in eine Schüssel geben, bei den Schalen ca. 1/2 cm Rand lassen. 
  5. 5 g Butter auf den Kartoffelschalen verteilen, kräftig mit Salz würzen, für 8 Minuten im Ofen überbacken, damit sie knusprig werden.
  6. Für den Spinat in einen Topf Wasser geben, salzen, zum Kochen bringen. Den Spinat hineingeben, 10 (Babyspinat) bis 30 Sekunden (Blattspinat) zusammenfallen lassen. In ein Sieb schütten, kaltes Wasser darübergeben. Abtropfen lassen und so viel Wasser wie möglich herausdrücken. Blattspinat grob durchhacken.
  7. Die Kartoffelmasse entweder mit einer Wiegepresse (wunderbares Küchengerät!) oder einer Gabel zerdrücken. Mit 20 g Butter, Gorgonzola, 1/2 Tl Salz, reichlich Pfeffer und Muskat mischen. Den ausgedrückten, grob gehackten Spinat untermischen. 
  8. Die Masse in die leeren Kartoffelschalen füllen, ca. 15 Minuten im Ofen backen, bis die Füllung oben knusprig und braun ist.
Guten Appetit!
Ofen-TV der gefüllten Kartoffeln:
Durch den Hinweis auf ein Kochbuch und auf die Bezugsquelle der Wiegepresse ist der Beitrag als #Werbung zu kennzeichnen. Ich hatte weder einen Auftrag dazu noch habe ich eine Vergütung o.ä. dafür bekommen, beide - Buch und Küchengerät - sind in meinen Augen super.

Sonntag, 4. April 2021

Die Krise. Sechs Monate.

 
Eine Grafik über sechs Monate, ein halbes Jahr, 182 Tage. Es begann im Oktober 2020 mit einem rasanten Anstieg der Infektionszahlen, und die Politik wartete erstmal ab. Dann kam ein leichter Rückgang, die geringen Einschränkungen wurden als Lockdown Light bezeichnet, die Zahlen gingen ein wenig zurück, um dann - wir hatten Advent, man wollte sich treffen, shoppen - wieder steil anzusteigen. Die etwas schärferen Maßnahmen ab Mitte Dezember hatten erstmal keine Wirkung, der Höhepunkt war genau an Weihnachten. Die Delle danach ist den Feiertagen geschuldet, weniger Arztbesuche, weniger Tests. Im Januar dann weiterer Rückgang, bis im Februar die ansteckendere britische Virusvariante die Oberhand bekam. Anfang März wurde trotzdem gelockert, und siehe da, es steigt wieder an, wir nennen es nun dritte Welle
Zeit für Öffnungen? Die Infektionszahlen sprechen für sich, siehe Grafik.

Mittwoch, 31. März 2021

Essen. Rückblick März.

Wir haben viele altbewährte Rezepte gekocht, doch zwei Neuentdeckungen waren auch dabei.
Geschmorter Chicorée mit Burrata war eine der Neuentdeckungen in diesem Winter, wir haben das mehrfach zubereitet. Das Rezept steht hier [klick!].
Gibts jedes Jahr im Winter mindestens ein Mal, das Kartoffelgulasch nach Österreich Vegetarisch. Das Rezept [klick!]. In diesem Jahr mit Wienerle, also nicht vegetarisch, sondern wienerisch.

Auch Quiche Lorraine macht sich im Winter gut. Das Rezept [klick!]
Der erste Spinat kommt immer zusammen mit Ricotta in Conchiglioni. Das Rezept [klick!]. Sooo gut!
Winterlicher Salat, eine Vielfalt der Aromen. Das Rezept [klick!].
Roastbeef mit geschmorten Zwiebeln und Kartoffelpüree. Diesmal direkt nach dem Originalrezept [klick!], nicht nach der Variation von mir [klick!].

In diesem Beitrag verlinke ich auf einen anderen Blog und nenne ein Kochbuch, daher #Werbung 
#öveg

Sonntag, 28. März 2021

Die Krise. Politiker im Chaos.

  • Die Woche startete chaotisch. Am Montag tagten die Ministerpräsident:innen mit der Kanzlerin, und es hatte sich vorher schon abgezeichnet, dass es Streit geben würde. Die Infektionszahlen sind schlecht, die dritte Welle hat deutlich Fahrt aufgenommen, aber die Politiker:innen denken lieber über Lockerungen nach. Sie tagten bis weit in die Nacht, und in der Nacht einigte man sich auf den Vorschlag der Kanzlerin, über Ostern für fünf Tage Ruhe einkehren zu lassen. Dazu schufen sie den Begriff des Ruhetags für Gründonnerstag und Karsamstag, gedacht war an eine Art Feiertag - arbeitsfreier Tag mit geschlossenen Läden.
    Dienstag früh verkündet (die Pressekonferenz war nachts um halb drei), Mittwoch wieder zurück genommen, weil rechtlich nicht zu realisieren. Außerdem hatte die Industrie heftig protestiert, weil das für sie so kurzfristig nicht umsetzbar sei. Auch stellte sich die Frage, wer "arbeitsfrei" bezahlt.
    Die Kanzlerin nahm die alleinige Schuld auf sich, was ihr zumindest Respekt einbrachte.
  • Einmal mehr wurde deutlich, dass die meisten Politiker:innen nicht an sachgerechten Maßnahmen interessiert sind, auch können sie offensichtlich weder Voraussetzungen noch Auswirkungen ihrer Vorschläge absehen. Es ist erschreckend. 
  • Die Kirchen wurden GEBETEN, die Gottesdienste über Ostern virtuell anzubieten. Die Reaktion ist auch erschreckend: auf keinen Fall, kommt nicht in Frage, es ist ja schließlich Ostern! Nach über einem Jahr Pandemie glauben sie immer noch, man könne mit dem Virus verhandeln.
  • Über den Modellversuch in Tübingen mit Geschäftsöffnungen bei gleichzeitigen kostenlosen Schnelltests hatte ich bereits berichtet [klick!]. Nun wollen viele Modellstadt werden, auch in Bayern. Allerdings hat Bayern da wohl was missverstanden. Im Gespräch sind nur Städte, die eine Inzidenz von über 100 haben, Tübingen hat seit Wochen stabil UNTER 35. Es ist ein Versuch, das Leben in einer Stadt wieder zu normalisieren, ohne dass die Inzidenz wieder steigt. Es ist nicht dazu gedacht, die Inzidenzen zu senken, dazu muss man Kontakte so weit es irgend möglich ist beschränken. 
  • Tübingen wird förmlich überrannt, aus ganz Süddeutschland kommen Besucher. Die Stadt forderte Auswärtige auf, zu Hause zu bleiben und NICHT nach Tübingen zu kommen. Die Zahl der kostenlosen Schnelltests zum Erhalt eines Tagestickets wird für Auswärtige am Wochenende auf 3.000 beschränkt. 
  • Der Modellversuch soll bis 18. April weiter laufen, die Inzidenz ist jetzt, etwa 10 Tage nach Beginn, weiter unter 35.
  • Zum Abschluss noch die Inzidenzgrafik, sie zeigt rot, roter, ... Die Grafik wurde abgerufen von der Seite https://npgeo-corona-npgeo-de.hub.arcgis.com/ am 28.03.2021.
7-Tage-Inzidenz/100.000 Einwohner Stand 28.03.2021

 

Samstag, 27. März 2021

Rezept. Winterlicher Salat.

Über einige Blog-Umwege (Empfehlung gelesen, Ursprungsblog genannt, dort gesucht und gefunden) bin ich auf das Rezept für diesen Salat [klick!] gestoßen, das Rezept wurde bereits 2009 veröffentlicht, und bevor die Saison dafür ganz beendet ist, möchte ich es in meiner leicht abgewandelten Version noch veröffentlichen.
Es ist ein fruchtig-leichter Salat mit leicht bitteren Komponenten, und die Vielfalt der Zutaten ist Programm. Dazu eine Sauce aus körnigem Senf, Condimiento Bianco und Olivenöl mit Süße aus kleingehackten Datteln, wunderbar frisch und geschmackvoll zugleich. Im Originalrezept wird noch Honig und mehr Orangensaft verwendet, ich fand die Mischung hier süß genug.
Die genannten Mengen reichen für zwei als Vorspeise oder für Wenigesser auch als Hauptgang.
Zutaten:
1 Handvoll Feldsalat
1/2 - 1/3 Fenchelknolle mit Grün
1 kleine Chicorée
3 Datteln
1/2 rosa Grapefruit
1 Orange (Bio!)
1/2 Zitrone (auch Bio)
1 kleine Hass-Avocado
2 El Schnittlauch
2 El Mandelstifte (ich hatte ganze geröstete Mandeln, habe sie ganz gelassen, war gut)

1 El Condimiento Bianco ("weißer Balsamico")
1 El grober Senf aus ganzen Körnern
Salz, schwarzer Pfeffer
3 El Olivenöl

Zubereitung:
  1. Feldsalat waschen, putzen, trocknen lassen oder schleudern.
  2. Vom Fenchel den Strunk herausschneiden, in sehr dünne Scheiben schneiden, Fenchelgrün fein hacken.
  3. Chicorée waschen, die Blätter einzeln abbrechen.
  4. Datteln längs halbieren, Kern entfernen, klein schneiden.
  5. Von der Orange und Zitrone die Schale abreiben.
  6. Grapefruit und Orange schälen, das Weiße entfernen, in Stücke teilen, den Saft auffangen.
  7. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten.
  8. Avocado halbieren, den Kern entfernen, in Spalten schneiden.
  9. Schnittlauch in Röllchen schneiden.
  10. Den Salat auf Tellern anrichten, unten die Chicoréeblätter, dann Fenchelscheiben, Orangen- und Grapefruitstücke, Avocadospalten. Schnittlauchröllchen und Fenchelgrün drüberstreuen, zum Schluß oben mit dem Feldsalat abschließen.
  11. Für das Dressing 1/2 Zitrone auspressen, mit Orangen- und Grapefruitsaft und -abrieb mischen, Datteln, Senf, Essig, Salz, Pfeffer zugeben und mit dem Olivenöl zu einer Vinaigrette aufschlagen. Das Dressing über den Salat träufeln, und die Mandeln drüberstreuen.
Hat man sich durch den Feldsalat gegessen, sieht man die anderen Komponenten besser. Guten Appetit!