Sonntag, 3. Oktober 2021

Die Krise. Die vierte Welle, Zwischenstand.

Wo stehen wir bei der vierten Welle? Die Grafik zeigt den Verlauf von Juli mit dem niedrigsten Wert bis Ende September. Da hat sich die Welle wieder abgeschwächt, aber die letzten Tag gingen die Infektionszahlen bundesweit (die grüne Linie) nicht mehr eindeutig zurück, sondern schwankten hin und her. Geht es weiter abwärts, oder wird Schwung zu neuen Höchstwerten geholt?

Die Lage stellt sich momentan so dar:
  • Nach wie vor sind viel zu wenig Menschen in Deutschland geimpft, obwohl seit Monaten genug Impfstoff zur Verfügung steht und massiv für Impfungen geworben wird. Dabei ist gerade  die Altersgruppe von 35 bis 59 Jahren ("Elterngeneration") besonders nachlässig oder unwillig.
    Jugendliche ab 12 können inzwischen auch geimpft werden, das Angebot ist wohl recht gut angenommen worden. 
  • Für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens gilt nun seit etwa einem Monat für den Zugang die 3G-Regel, also genesen, geimpft oder getestet. Für Geimpfte ist das relativ einfach, man zeigt das Handy mit dem entsprechenden Zertifikat vor. Für Impfunwillige wird es so langsam umständlich, der Schnelltest gilt nur für 24 Stunden, da muss man evtl. mehrfach in der Woche einen Test machen lassen. Zudem werden immer mehr Teststellen abgebaut, und ab 11. Oktober muss der Test für Ungeimpfte bezahlt werden.
  • Auch für den Zugang zur Universität soll im kommenden Wintersemester die 3G-Regel gelten. Wie man hört, ist die Impfbereitschaft bei den Studierenden zufriedenstellend.
  • Die Deutschen reisen wie verrückt, in allen Urlaubsgebieten ist es voll, auch außerhalb der Ferien. Der Nachholbedarf scheint unendlich groß zu sein.
  • Auch wir waren drei Tage im Schwarzwald, die erste Reise seit Beginn der Pandemie. Sehr positiv empfand ich den Umgang des Hotels mit den Hygieneregeln. Überall standen Spender zur Handdesinfektion, überall wurde auf die Regeln hingewiesen. Auch unser Impfnachweis wurde beim Einchecken sorgfältig kontrolliert, was mich sehr gefreut und auch beruhigt hat. Außerhalb des Hotelzimmers war Maskenpflicht, erst am Tisch im Restaurant durfte sie abgenommen werden. Beim Frühstücksbuffet mussten Einweghandschuhe getragen werden. Leider mussten auch viele Dinge verpackt angeboten werden, die sonst offen zur Verfügung stehen, angefangen bei Zucker, Salz, Pfeffer über Butter und Marmelade zu angemachtem Quark oder Kaffeesahne, nur als Beispiel. Die Müllberge nehmen pandemiebedingt zu. 
  • Die Einschätzung der Wissenschaftler zum Verlauf der Pandemie in Deutschland ist negativ, sie sehen bereits im Oktober einen deutlichen Anstieg der vierten Welle, weil viel zu wenige Leute in Deutschland geimpft sind, momentan liegen wir bei 64%. Länder wie Dänemark oder England haben viel höhere Impfquoten und können sich weitere Lockerungen erlauben, ohne dass die Infektionszahlen steigen. Jede(r) von uns kann dazu beitragen, dass auch bei uns weiter gelockert werden kann und wir schneller wieder ein "normales" Leben führen können.
  • Mal sehen, wie es sich entwickelt, ich werde berichten.

Donnerstag, 30. September 2021

Essen. Rückblick September.

Nach dem von vielen als zu kalt empfundenen Sommer verwöhnte uns der September in diesem Jahr mit bestem Spätsommerwetter. Dem entsprechend fiel auch unser Speiseplan aus: Sommergerichte. Und nicht zu vergessen: in dieser Jahreszeit schmecken Tomaten, Paprika und Auberginen am besten.
Wir begannen aber noch mal mit geschmorten Artischocken [klick führt zum Rezept] aus einheimischer Ernte, sie waren in diesem Jahr besonders lange verfügbar, von Mitte Juni bis Mitte September.
Das war meine Umsetzung eines von zwei Rezepten aus Simple von Ottolenghi. Beide Male werden Linsen, Auberginen und Kirschtomaten kombiniert, und dennoch schmecken sie recht unterschiedlich. Das zweite Rezept haben wir auch noch ausprobiert (s. weiter unten), beide Rezepte sind noch nicht auf dem Blog veröffentlicht.
Bei den sommerlichen Temperaturen durfte der Brotsalat aus der Toskana Panzanella [klick führt zum Rezept] nicht fehlen.
Ich hatte schon seit langem vor, mal Hummus zu machen, jetzt habe ich es endlich realisiert. War sehr gut, mit einigen gerösteten Kichererbsen als Knusper oben drauf, und einigen Roastbeef-Scheibchen aus einem Rest.
Das ist das zweite Rezept mit den Zutaten Linsen, Aubergine und Tomaten aus Simple. Rezept folgt noch.
Nach einer längeren Pause gab es mal wieder frischen Mangold auf dem Markt. Wir verarbeiteten ihn zum bevorzugten Rezept, geschmort mit wenig Tomate, dazu Büffelmozzarella.

Dienstag, 28. September 2021

Ganz nah. Die Papiermühle in Homburg.

Papiermühle
Das war das zweite Ziel unseres Ausflugs an einem Spätsommertag wie aus dem Bilderbuch. Wir besichtigten die Papiermühle in Homburg am Main, dort wurde von 1807 bis 1975 Papier bzw. Pappe produziert. Seit 1997 befindet sich in dem historischen Gebäude ein Museum, das die Herstellung von Spezial-Pappe zum Stand der Stilllegung zeigt.
Auf diesem Foto kann man oben die beiden Dachböden erkennen, auf denen das Papier getrocknet wurde, die Läden aus Holz lassen sich öffnen.
Papiermühle
Von innen sieht das dann so aus:
Papiermühle Luke Papiermühle Trockenboden
Die getrocknete Pappe ist ziemlich wellig, um sie zu glätten, werden zuerst Stapel sortiert und gelegt und dann gepresst. 
Papiermühle Pappen
Papiermühle Pressen
Zur endgültigen Glättung werden die Bögen durch diese Walze geschoben, ganz ähnlich wie Wäsche durch eine Bügelmaschine.
Papiermühle Glätten
Interessant ist auch, dass das Haus nicht nur Produktionsstätte war, sondern auch Wohnung der Familie. So kann man die typische Einrichtung aus den 1920-er und 1950-er Jahren bestaunen und sich zurück versetzen. Viele von uns haben solche Einrichtung noch erlebt oder bei den Großeltern gesehen.
 
Auch wir waren vorher schon mal hier, zum Beitrag im Blog kommt man durch [klick].

Montag, 27. September 2021

Ganz nah. Die Wehrkirche in Urphar.

Bei schönstem Spätsommerwetter machten wir einen Ausflug, der uns zuerst nach Urphar am Main führte. Urphar ist heute ein Stadtteil von Wertheim, der Main macht hier eine Schleife, und es gab in grauer Vorzeit hier einen Übergang über den Fluss, per Furt oder auch per Fähre. Wir besichtigten die Wehrkirche, die hoch oben über dem Dorf liegt. Von dort hat man einen guten Blick über den Main, und konnte rechtzeitig erkennen, wer sich dem Dorf näherte.
Wehrkirche
Der älteste Teil der Kirche ist der Turm aus dem 10. Jahrhundert, unten für Gottesdienst, oben Ausguck und Verteidigung. Die Kirche (St. Jakob) lag an einem Jakobsweg-Zubringer und war im Mittelalter ein Ziel für Pilger, so dass mehr Platz benötigt wurde. Das Langhaus wurde 1296/97 angebaut, Ende des 15. Jahrhunderts wurde für die Pilger eine Beichtkapelle an der Nordwand gebaut, die heute als Sakristei und Eingangsbereich dient. Das Gebiet um Urphar wurde nach der Reformation sehr früh evangelisch, so dass es mit den Pilgern vorbei war, und die Kirche für Urphar und weitere Dörfer der Umgebung als Pfarrkirche diente.
Die ursprüngliche Eingangstür samt Beschlägen stammt aus dem 13. Jahrhundert. 
mittelalterliche Tür
Im Kirchenschiff stehen noch die Kirchenbänke aus dem 13. Jahrhundert. Damit man heutzutage etwas bequemer sitzen konnte, wurde eine zusätzliche Rücklehne und einen breitere Sitzfläche auf der vorhandenen angebracht.
Kirchenbänke
Detail im Langhaus, hölzerner Pfeiler.
Pfeiler
Die beiden Emporen wurden im 16. und 18. Jahrhundert eingebaut, zur ersten gab es früher auch einen dirketen Zugang von außen.
Empore
Die ursprüngliche Treppe hoch zur ersten Empore ist eng und sehr schmal, eine richtige Hühnerleiter.
steile Treppe
 Die Orgel wurde ab 1780 eingebaut und 1952 renoviert.
Orgel
An den Wänden in der Apsis, im Chor und im Langhaus viele Fresken, die 1949 bis 1953 freigelegt wurden. 

Fresko Apsis Fresko Fresko 

Wir waren früher schon einmal hier, zum damaligen Bericht im Blog kommt man durch [klick].

Sonntag, 12. September 2021

#12von12. September 2021.

Diesen Monat traf es sich gut, dass der zwölfte auf einen Sonntag fiel und wir zusammen mit Freunden einen Ausflug geplant hatten. Es ging ins schöne Ochsenfurt, gut 20 Kilometer von Würzburg entfernt. Das Wetter verwöhnte uns mit schönstem Spätsommer.
Zuerst schipperten wir eine halbe Stunde auf dem Main mit der Nixe. Dieses Schiff diente als Fähre für Fußgänger und Radfahrer zwischen Ochsenfurt und dem auf der anderen Mainseite gelegenen Stadtteil Kleinochsenfurt, währen die Alte Mainbrücke saniert wurde und das Mittelteil monatelang fehlte. Während wir auf die Nixe warteten, konnten wir weiteren Schiffsverkehr beobachten.Nun kam sie endlich.
So langsam verschwanden die Türme von Ochsenfurt aus dem Blickfeld.
Bei Frickenhausen wendete das Schiff.
Wieder in Ochsenfurt gingen wir auf die Alte Mainbrücke zwecks der Aussicht. Zum einen auf die Stadt.
Zum anderen auf ein Puppentheater mit Corona-gerechter Bestuhlung.
Einen Brückenheiligen hat die Brücke auch, ganz traditionsbewusst den Hl. Nepomuk.
Immer wieder Blickfang im Stadtzentrum, das neue Rathaus.
Schöne Fachwerkhäuser gibt es reichlich.
Auch Ochsenfurt hatte im Mittelalter ein Spital für Arme und Kranke, nicht zu verwechseln mit einem Krankenhaus, Ärzte gab es nicht. Zu einem Spital gehörte natürlich auch eine Kirche, und diese hat einen hübsch geschmückten Nebeneingang.
An der ehemaligen Friedhofskapelle ein beachtenswertes Tympanon.

Weitere #12von12 vom September findet ihr bei Draußen nur Kännchen. Wie #12von12 funktioniert, lest ihr hier

Montag, 30. August 2021

Essen. Rückblick August.

Es wird viel gejammert über den diesjährigen August, dabei war er endlich mal ein ganz normaler mitteleuropäischer Sommermonat. Wir hatten heiße Tage, wir hatten Regen, manchmal war es im Vergleich zu den letzten Jahren ungewohnt kühl. Bei uns gab es Sommergerichte, diese Jahreszeit muss ausgenutzt werden. 
Aus Spanien stammt das Rezept für gebratene Artischocken mit Rosmarinkartoffeln, die Artischocken wuchsen im heimischen Unterfranken.
Verschiedene Tomatensorten und Kräuter sind auf der Tomatentarte vereint.
Nachdem ich den Vorrat an weißen Bohnen aufgefüllt hatte, kamen diese Bohnenküchle mit Schnittlauchdip gerade recht. Dazu ein gemischter Sommersalat.
Sommergemüsegratin habe ich dies Gericht aus Frankreich getauft, dort heißt es tian de légumes.
Das Püree aus weißen Bohnen  mit Paprikapüree war so lecker, das musste gleich wiederholt werden.

Samstag, 28. August 2021

Rezept. Weiße Bohnen mit Paprikapüree.

Das Rezept heißt eigentlich Weiße-Bohnen-Püree mit Muhammara und stammt wie so vieles momentan aus dem Kochbuch Simple von Yotam Ottolenghi. Das war #Werbung (ohne Auftrag bzw. Vergütung).
Wer kennt schon Muhammara? Mir zumindest war das fremd, es ist ein Püree bzw. ein Dip aus roten Paprikaschoten und Walnüssen. Und es ist sehr sehr lecker, auch weil jetzt die Paprika besonders gut schmecken. Sommer!


Da es sich gut aufbewahren lässt, habe ich gleich das ganze Rezept (für 4 Personen) gemacht. 
Zutaten:
5 rote Paprikaschoten
8 Knoblauchzehen
1 El Thymianblätter
3/4 Tl Pimenton de la Vera (mildes geräuchertes Paprikapulver)
1 Tl scharfes Paprikapulver 
2 Tl Balsamicoessig
60 g Walnusskerne geröstet, grob gehackt
Olivenöl
Salz

480 g weiße Bohnen, gekocht (das entspricht der Einwaage von 2 Glas Weißen Bohnen)
1 Knoblauchzehe
3 Zweige Thymian
Salz

Zubereitung:
  1. Backofen auf 220°C Umluft vorheizen.
  2. Paprikaschoten vierteln und entkernen, mit etwas Olivenöl (in einer Schüssel) mischen. Auf einem Backblech mit Backpapier verteilen und im Ofen 15 Minuten rösten. Den Knoblauch schälen und für weitere 15 Minuten mit den Paprikaschoten rösten. Der Paprika sollte weich und dunkel sein.
  3. Paprikaschoten mit 2 feuchten Küchentüchern bedecken und etwas abkühlen lassen, anschließend die Haut der Paprika entfernen.
  4. Paprikaschoten, Knoblauch und Walnüsse mit Thymianblättern, Paprikapulver, Essig und 1/2 Tl Salz im Mixer grob pürieren.
  5. Für das Bohnenpüree das Öl in einem kleinen Topf o.ä. auf mittlere Temperatur erhitzen. Thymian und die geschälte, angedrückte Knoblauchzehe darin einige Minuten braten, bis der Knoblauch zu karamellisieren beginnt. Den Knoblauch entsorgen.
  6. Die weißen Bohnen mit dem Bratöl (die Thymianzweige und 2 Tl Öl zurückbehalten) in den Mixer geben, 1/2 Tl Salz, 1-2 El Wasser zufügen und glatt pürieren, evtl. noch etwas Wasser zugeben.
  7. Püree auf einer großen Platte oder auf Portionstellern verstreichen, rundum einen Rand stehen lassen. Das Paprikapüree in die Mitte geben, mit dem restlichen Bratöl beträufeln und die Thymianzweige drauflegen. Mit gehackten Walnusskernen bestreuen.


Donnerstag, 26. August 2021

Ganz nah. Immer gerne Volkach.

Diesen Sommer sind die wirklich schönen Tage rar und man mus sie ausnutzen. Das haben wir getan und haben seit langem mal wieder Halt in Volkach gemacht. Die Baustellen vom letzten Mal sind verschwunden, dafür gibt es neue. Das Städtchen war richtig voll, viele viele Radfahrer.
Auffallend war, dass man nur E-Bikes zu sehen bekam, und es waren wirklich viele.
Wir zogen uns in eine Art Oase ein Stückchen weiter zurück, immer wieder Entspannung pur und Genuss.

Montag, 16. August 2021

Neu. Seite Rezepte.

Neu auf dem Blog ist eine separat aufrufbare Seite, direkt neben der Startseite, mit einer Übersicht über die Rezepte, die im Blog zu finden sind. 
Sollte ein Link nicht funktionieren bin ich für eine kurze Nachricht dankbar.
Viel Spaß beim Stöbern!

Sonntag, 15. August 2021

Rezept. Glasnudelsalat mit Hähnchen und dreierlei Kräutern.

Ein Foto von diesem Salat gab es bereits im Monatsrückblick Mai zu sehen. Es stammt aus dem Kochbuch Shiok Singapur von Nicole Stich*, hier folgt das Rezept für zwei Personen:
Zutaten:
120 - 150 g gegartes Hähnchenfleisch, wir hatten es von einem pochierten Hähnchenschenkel (ich versuche den Kauf von Hähnchenbrust zu vermeiden)
100 g Glasnudeln
1 kleine Gurke (Minigurke)
1 Karotte
80 g Sojabohnensprossen
Koriandergrün
Thai-Basilikum, einige Blättchen zum Garnieren beiseite legen
Minze
1 El Limettensat
1 El Sesamöl
frittierte Zwiebeln (Asialaden)

25 g Erdnusskerne geröstet
Chili
1 große Knoblauchzehe
1 El Agavendicksaft
1 El Reisessig
1 El Fischsauce
evtl. etwas Meersalz

Zubereitung:
  1. Die Glasnudeln nach Packungsanweisung zubereiten (meist werden sie mit kochendem Wasser übergossen und ziehen eine Weile), in ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abbrausen. Gut abtropfen lassen.
  2. Die Gurke waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. 
  3. Die Karotte schälen und mit dem Sparschäler in lange Streifen schneiden.
  4. Die Sprossen mit heißem Wasser abbrausen, abtropfen lassen.
  5. Alles in einer Schüssel mischen und die gewaschenen, abgetrockneten Kräuter untermischen.
  6. Für das Dressing den Knoblauch schälen und grob zerteilen, zusammen mit den Erdnüssen, dem Agavendicksaft mit dem Zauberstab (o.ä.) fein mahlen. Chili, Reisessig und Fischsauce untermixen und so viel Wasser unterrühren, bis das Dressing sämig vom Löffel fließt. Evtl. mit Salz abschmecken.
  7. Das Dressing über die Salatzutaten geben und untermischen, Limettensaft und Sesamöl darüber träufeln. Die frittierten Zwiebeln und einige Blätter Thai-Basilikum drüber streuen.
* Dieser Beitrag ist als #Werbung zu kennzeichnen, weil das Kochbuch genannt wurde. Ich habe es selbst gekauft und bezahlt, der Beitrag erfolgte ohne Auftrag oder Vergütung.

Donnerstag, 12. August 2021

Die Krise. Die vierte Welle läuft an.

Dieser Ausschnitt der Neuinfektionen mit Covid-19 (die grüne Linie) und der Inzidenzwerte von Würzburg startet am 1. Juni, da ebbte die dritte Welle gerade ab. Am 1. Juli war der niedrigste Wert mit knapp 600 Neuinfektionen (im 7-Tage-Durchschnitt) erreicht. Seitdem steigen die Neuinfektionen wieder an, jeden Tag mehr, und die Anstiege sind inzwischen deutlich. 
Nicht ganz so eindeutig zeigt sich die Lage in Würzburg (die rote Linie), zuerst ließ der Rückgang lange auf sich warten, dann eierten die Werte so hin und her, doch nun haben auch wir einen eindeutigen Anstieg.
Es gibt inzwischen mehr als genug Impfstoff, doch leider immer mehr Leute, die sich nicht impfen lassen wollen.
Die Ministerpräsident:innen und die Bundeskanzlerin haben Anfang der Woche erneut beraten, man spricht viel von den drei G, das steht für geimpft, genesen, getestet. Die Länder sind sich jedoch nicht einig in den Auswirkungen auf die Bevölkerung. Bayern möchte nur zwei G die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen (geimpft oder genesen), Baden-Württemberg erlaubt alles für drei G, allerdings muss der Test für Theater, Bars, Clubs, Restaurants (innen) ein PCR-Test sein. Der muss persönlich bezahlt werden, und da dieser Test mindestens einen Tag dauert, bis ein Ergebnis vorliegt, sind spontane Unternehmungen für Ungeimpfte nicht möglich. 
Für alle Bundesländer gilt, dass die Schnelltests ab Mitte Oktober für Ungeimpfte kostenpflichtig werden. Bis dahin kann man sich noch vollständig impfen lassen, das dauert acht Wochen (1. Impfung - 6 Wochen warten bis zur 2. Impfung - 2 Wochen warten bis zur Immunität).
Die Delta-Mutante hat in Deutschland die Oberhand gewonnen, über 90% Anteil am Infektionsgeschehen. Sie ist viel ansteckender und die Impfstoffe wirken nicht ganz so gut.

Montag, 2. August 2021

Rezept. Couscous-Salat mit Kirschtomaten und Kräutern.

Der Salat passt perfekt zu Gegrilltem, eine leckere Beilage mit Talent zum Hauptdarsteller. Das Rezept stammt aus meinem Neuzugang im Kochbuchregal, Simple von Yotam Ottolenghi
Und schon ist es #Werbung (ohne Auftrag bzw. Vergütung, Buch selbst gekauft).

Zutaten für 2 Personen: 
125 g Couscous
1-2 Tl Ras el-Hanout
150 g Kirschtomaten
1 Zwiebel (bevorzugt eine rote)
15 g Rosinen
1 Tl Kreuzkümmelsamen, frisch aus der Mühle
25 g geröstete Mandeln
Korianderblätter
Minzeblätter
1 Tl Zitronensaft
Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:
  1. Couscous in einer Schüssel mit 1 El Olivenöl beträufeln, mit 1/2 - 1 Tl Ras el-Hanout, Salz, und reichlich Pfeffer würzen, mit 200 ml kochendem Wasser übergießen und umrühren. Abgedeckt 20 Minuten quellen lassen, dann mit einer Gabel auflockern.
  2. Die Zwiebel schälen, halbieren, in dünne Streifen schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln hineingeben, mit Salz und 1/2 - 1 Tl Ras el-Hanout würzen und 10 - 12 Minuten unter Rühren braten bis sie weich und gebräunt sind. Mit den Rosinen mischen und abkühlen lassen.
  3. Die Kirschtomaten in der Pfanne mit Olivenöl braten bis sie Farbe bekommen und aufplatzen. Mit etwas Salz bestreuen. Abkühlen lassen.
  4. Mandeln, Koriander und Minze grob hacken.
  5. Couscous in eine größere Schüssel geben, die Zwiebel-Rosinen-Mischung zugeben, ebenso Kreuzkümmel, Mandeln, Koriander und Minze. Zitronensaft zugeben und alles gut vermischen. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.
  6. Die Tomaten auf den Couscous-Salat geben. Fertig. Guten Appetit.
Der Salat hat uns super gut geschmeckt, er wurde bereits wiederholt, große Klasse!