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Sonntag, 1. März 2026

Kommunalwahl.

In einer Woche ist in Bayern Kommunalwahl, und es ist klar, dass wir wählen. Wir wählen nämlich immer, sehen das als staatsbürgerliche Pflicht. Denn hat man schon mal die Möglichkeit mitzubestimmen, gibt es keine Ausrede zu schwänzen.
Meistens wählen wir im Wahllokal, ich mag es, dahin zu gehen, meine Wahl zu dokumentieren und dann - ganz wichtig - den Stimmzettel in die Urne zu stecken. Nur bei der Kommunalwahl wähle ich zu Hause, per Briefwahl. Hier bei uns hat man 50 Stimmen, die man auf 11 Listen verteilen kann (Stand 2026). Man kann kumulieren, d.h. bis zu drei Stimmen für eine Person vergeben und panaschieren, d.h. Personen verschiedener Listen wählen. Das ist ganz in meinem Sinn, und daher brauche ich für die Wahl ein wenig mehr Zeit als man im Wahllokal so hat. In der Vorbereitung war ich ganz dankbar, dass es auf der Internetseite der Stadt einen Probe-Stimmzettel gibt, mit dem man kumulieren und panaschieren und streichen einzelner Personen üben kann, so dass der Stimmzettel nicht ungültig wird.
Der Stimmzettel im Jahr 2026, groß.
Kommunalwahl 2026
Das ist fast wie in die Wahlurne stecken, der Briefkasten speziell für Wahlbriefe am Rathaus. Danke.
Kommunalwahl 2026

Dienstag, 8. Juli 2025

20 Jahre Blog. Hello World.

Heute vor 20 Jahren, am 8. Juli 2005, startete dieses Blog ein wenig im Stil von "hello world", und - oh Wunder - es ist immer noch aktiv. Vor zehn Jahren habe ich einen Rückblick auf die Anfänge geschrieben, dass ich das Blog in erster Linie für Freunde gestartet habe. Inzwischen hat es sich zu einem wertvollen Archiv für mich entwickelt, so viele Dinge kann man dort ganz schnell nachsehen: wann waren wir denn in xyz? Und welche Fotos haben wir da gemacht und gepostet? Oder: was könnte ich denn morgen Gutes passend zur Jahreszeit kochen???

Ein klein wenig Statistik sollte sein zum Zwanzigjährigen: bisher wurden hier knapp 1.700 Beiträge veröffentlicht, das ist für 20 Jahre nicht besonders viel, aber auch nicht wenig. Spitzenreiter war das Jahr 2012 mit 157 Posts, da sind wir nach Würzburg umgezogen, und der neue Lebensabschnitt Unruhestand hat begonnen. Auch das erste Corona-Jahr 2020 hatte mit 113 überdurchschnittlich viele Beiträge, damals habe ich einige Wochen lang täglich gebloggt. Es war die erste (und hoffentlich einzige) Pandemie, die ich erlebt habe, und da galt es festzuhalten, wie man selbst und wie das Umfeld auf so eine besondere Situation reagiert.

Dieses Blog war immer werbefrei und wird es bleiben, und ich schreibe weiterhin in erster Linie für mich, nicht um irgendwelchen Gruppen zu gefallen und Follower zu generieren. Aber ich freue mich über alle Leserinnen und Leser, zumal aus meiner ursprünglichen Zielgruppe leider zu viele nicht mehr mitlesen können.

Ein herzliches Winke-Winke "ins Internet"!

 

Samstag, 15. Februar 2025

Stöckchen. Blogfragen.

Durch Zufall bzw. durch andere Blogs bin ich auf "Jansens Pott" aufmerksam geworden, und dort wird zur Zeit zu einer Blogparade aufgerufen. Ich habe mir die Fragen angesehen, und die meisten kann - und möchte - ich beantworten. Also dann:
 
Warum hast Du ursprünglich mit dem Bloggen angefangen?
Es hat sich irgendwie in einem Urlaub ergeben, im Hotel stand im Keller ein PC für die Gäste, den man gegen eine kräftige Gebühr nutzen konnte. Ich schrieb unseren Freunden von unseren Urlaubserlebnissen und dachte so bei mir: wenn Du das in ein Blog schreibst, können sie es alle lesen, und ich verteile nur noch den Link zum Blog bzw. den Beiträgen. Zur zeitlichen Einordnung: Mein Blog wird später in diesem Jahr 20.
 
Welche Plattform nutzt Du für Deinen Blog und warum hast Du Dich dafür entschieden? 
Das erste Blog-System, das mir über den Weg lief, war Blogger, und dabei bin ich geblieben.

Hast Du schon auf anderen Plattformen gebloggt? 
Nein.

Wie schreibst Du Deine Blogposts? Nutzt Du ein lokales Bearbeitungstool oder eine Panel/Dashboard-Funktion Deines Blogs? 
Ich nutze den Editor, den Blogger mir bietet.

Wann fühlst Du Dich am meisten inspiriert zu schreiben? 
Meine liebste und produktivste Arbeitszeit ist am Nachmittag, und meistens blogge ich da auch.

Veröffentlichst Du Deine Texte sofort oder lässt Du sie erst eine Weile als Entwurf liegen? 
Meist veröffentliche ich sofort. 
Da ich selbst ungern lange Texte lese, sind meine eigenen Texte kurz. Da muss ich nicht lange entwerfen und dann lange überlegen, wenn ich mich entschlossen habe, über ein Thema (kurz) zu schreiben, setze ich es um, und kann dann auch gleich veröffentlichen.

Über welche Themen schreibst Du generell? 
Ich schreibe über die Dinge, die ich so erlebe und die ich mit anderen teilen möchte. Das sind meist Reisen oder Ausflüge und was man da so sieht. Seit ungefähr 15 Jahren schreibe ich auch über Essen bzw. Kochen, veröffentliche Rezepte, die ich festhalten möchte, bzw. was bei uns so auf den Tisch kam. 
Vieles, das mir zu privat ist, behalte ich für mich, das gehört für mich nicht in mein Blog.

Für wen schreibst Du? 
Ursprünglich für Freunde (siehe erste Frage), da das Blog ja zu diesem Zweck begonnen wurde. Inzwischen bin ich mir aber gar nicht mehr sicher, wer von denen noch regelmäßig mitliest. Ich habe dann die Erfahrung gemacht, wenn man lange genug schreibt, ist das Blog eine Art persönliches Archiv, und damit schreibe ich inzwischen in erster Linie für mich. Wer mitlesen möchte, ist willkommen, es ist mir jedoch egal, wie viele das sind.

Was ist Dein Lieblingsbeitrag auf Deinem Blog? 
Keine Ahnung.

Hast Du schon Blogpausen eingelegt oder Blogs ganz aufgegeben? 
Blogpausen ergeben sich bei mir durch Ereignislosigkeit, oder weil man einfach keine Lust hat. Das hat aber nie mehr als einige Wochen bei mir angehalten. 

Was empfiehlst Du Menschen, die mit dem Bloggen anfangen wollen? 
Einfach anfangen!

Hast Du Zukunftspläne für Deinen Blog? Vielleicht ein Redesign, ein Wechsel der Plattform oder neue Features? 
Im Lauf der Zeit habe ich schon mitbekommen, dass Blogger nicht so doll ist, die meisten Blogs sind vermutlich auf Wordpress. Da ich aber vermute, dass man da nicht einfach so losschreiben kann, sondern
sich mit dem System auseinandersetzen muss, scheue ich davor zurück. Und wenn ich wechseln wollte, dann sollte das alte Blog natürlich umziehen, das dürfte schwierig sein, oder gar unmöglich. So bleibe ich halt bei Blogger.

Das "Stöckchen" gab es unter Fragen zu deinem Blog, dort werden auch alle anderen Beiträge zu diesem Thema veröffentlicht.

Sonntag, 26. März 2023

Auszeit. Abruptes Ende.

... und raus bist du!
Manchmal kommt es anders als gedacht, und das auch noch plötzlich. Uns wurde mitgeteilt, dass in der Klinik ein massiver Corona-Ausbruch stattgefunden hat, der bisher nicht gestoppt werden konnte. Daher sollten alle getestet werden. Wir machten uns keine Sorgen, weil wir außerhalb unseres Zimmers immer Maske getragen hatten, als fast einzige, wohlgemerkt. Doch leider war meine Begleitung positiv, und wir mussten den Ort der Auszeit verlassen. Vielleicht kann ich die fehlende Woche irgendwann nachholen, das ist momentan unklar.
Nun da allgemein die Meinung vorherrscht, dass Corona kein Thema mehr ist, und man sich daher wie vor vier Jahren frei bewegen kann, sitzen wir mit einem positiven Testergebnis zu Hause. Der Verlauf ist bisher absolut leicht (auch im nicht-medizinischen Sinn), und ich hoffe, wir sind bald durch.


Dienstag, 21. März 2023

Auszeit. Trainieren!

Am Ort meiner Auszeit versuchen Leute nach Operationen wieder auf die Füße zu kommen, gerade auch im Wortsinn. Die Bandbreite der Bewegungsfähigkeit reicht vom Rollstuhl ( = darf nicht belastet werden) über verschiedene Rollator-Typen ( je nachdem mit wieviel Gewicht belastet werden darf) zu Gehhilfen ( = darf voll belastet werden). Bei den Gehhilfen (auch: Krücken) variiert die Intensität der Belastung und man sieht nach und nach Fortschritte.
Alle, auch die im Rollstuhl, haben ein Trainingsprogramm, das sich mit den Fortschritten steigert.
Der Trainingsraum mit den Geräten.

Die Ergometerflotte.
Und das preiswerteste Trainingsgerät überhaupt, dabei fast überall verfügbar.

Sonntag, 19. März 2023

Auszeit. Ein Frühlingstag.

Am Wochenende war dann endlich ein Frühlingstag, und ich konnte mal einige Schritte in die Innenstadt und zu den Kuranlagen wagen. Wieder war ich erstaunt wie gut ich auch draußen bereits gehen kann.
Die Läden in der Fußgängerzone bieten nicht die übliche Mischung, sondern sind hochwertiger. Es beginnt mit einem großen Juweliergeschäft, gleich daneben ein Edelsteinladen. Teure Mode und Schuhe, jedoch kein Geschäft für Mobiltelefone oder 1-Euro-Laden, wie sonst so in den Innenstädten.

An die Fußgängerzone schließt sich flussabwärts der Kurbereich an. Der große Platz mit den vielen Bänken nennt sich Kurgarten, begrenzt durch die Wandelhalle. Ein außergewöhnliches Gebäude, das einen eigenen Beitrag bekommen wird.
Weiter kam ich an diesem Tag noch nicht, das kommt noch, bin ich überzeugt.

Mittwoch, 15. März 2023

Auszeit. Gelandet im Winter.

Der Winter verhält sich auch in diesem Jahr wie in den vergangenen zu warmen Jahren. Erst will er sich nicht zeigen, im Dezember ist es auf den Weihnachtsmärkten für Glühwein viel zu warm. Januar und Februar zeigen gelegentlich eine winterliche Seite. Und im März, wenn die Primeln bei den Blumenhändlern in Massen angeboten werden, dann, ja dann schneit es noch mal und noch mal. Wird es einen Tag mal warm,  kommt die Kälte doch schnell wieder zurück.
So auch in diesem März. Noch ist der Frühling nicht in Sicht.
Und dann heute früh das:
Wir sind nicht im Gebirge, sondern auf ca 200 Meter Meereshöhe.
Am Wochenende war es mal kurz freundlich.


Dienstag, 14. März 2023

Auszeit eins.

Oder ich bin dann mal weg.
Seit Corona zu unserem Alltag gehört und ich die Veränderungen nicht mehr wöchentlich oder wie am Anfang gar täglich festhalte ist es hier auf dem Blog ruhig geworden. Aber es gab gelegentlich ein neues Rezept zu notieren, und der Monatsrückblick auf leckeres Essen erschien regelmäßig. Nun aber ist Pause, den ganzen März.
Ein medizinisches Ersatzteil musste eingebaut werden und nun bin ich beschäftigt, wieder möglichst ohne Einschränkungen auf die Füße zu kommen.
Mit zunehmender Reichweite gibt es sicher das eine oder andere zu fotografieren, das will ich im Blog festhalten.
Die neue Aussicht.
Und die jetzt täglichen Utensilien

Samstag, 31. Dezember 2022

Die Krise. Dezember 2022.

  • Wenn es einigermaßen gut läuft, wird dies einer der letzten Beiträge zur Corona-Pandemie. Die führenden Virologen haben sich jedenfalls geäußert, dass wir momentan in der ersten endemischen Welle stecken. Das bedeutet, Corona ist noch nicht vorbei, wird aber vermutlich nicht mehr so hoch schwappen.
  • Ein erhöhtes Risiko geht von China aus, dort wurden die besonders strengen Vorsichtsmaßnahmen von heute auf morgen gestrichen, die Infektionszahlen steigen in ungeahnte Höhen, die Krankenhäuser und die Krematorien sind überfüllt. Die ältere Bevölkerung ist wohl gar nicht geimpft, die anderen mit dem chinesischen Impfstoff, der jedoch gegen die aktuellen Varianten kaum wirkt. Nun wird befürchtet, dass sich in China neue Virusvarianten entwickeln, die dann auch bei uns wieder neue Wellen hervorrufen könnten.
  • Bei uns ist der Krankenstand nach wie vor sehr hoch, aber eben auch durch Grippe bzw. andere Atemwegserkrankungen. 
  • Bei den Todesfällen durch Corona haben wir 161.000 überschritten, die tägliche Zahl der Todesfälle bleibt hoch.
  • Auch in unserem Freundeskreis hat es einen Todesfall durch Corona gegeben, bei einem längeren Krankenhausaufenthalt hat sich unsere Freundin angesteckt, als sie ins Pflegeheim verlegt werden sollte, war der Coronatest positiv, drei Tage später war sie tot. 
  • Die Grafik zeigt die Infektionszahlen durch Corona in Deutschland im Jahr 2022.


 

Freitag, 2. Dezember 2022

Die Krise. November 2022.

  • Die Situation vom Oktober [klick führt zum entsprechenden Beitrag] setzte sich im November fort. 
  • Also: keine (oder nur minimale) Schutzmaßnahmen, die Herbstwelle schwächte sich weiter ab, der Boden der Welle lag diesmal tiefer als bei allen vorherigen Wellen in diesem Jahr.
  • Nach wie vor gibt es Nachwirkungen der Corona-Infektion vom Sommer, aber auch sie werden, wenn auch nur langsam, weniger.
  • Die Grafik zeigt die beiden letzten Wellen und damit die Infektionszahlen der letzten sechs Monate und die Inzidenzen für Würzburg.


 

Dienstag, 1. November 2022

Die Krise. Die Sommer-Wellen.

Nein, ich schreibe hier nicht über Wasserwellen am Meer oder einem See. Hier geht es leider immer noch um die Corona-Pandemie. Es will einfach nicht in meinen Kopf, dass wir als (überwiegend) aufgeklärte Gesellschaft, die gute Wissenschaftler in ihren Reihen hat, es nicht schaffen, in zweieinhalb Jahren diese Pandemie wirklich unter Kontrolle zu bekommen.
  • In Deutschland wurde die Zahl von 150.000 Corona-Todesfällen bereits vor einigen Wochen überschritten, und die werktäglichen Meldungen von Corona-Todesfällen liegen immer zwischen 150 und leicht über 200. 
  • Vorsichtsmaßnahmen wurden fast alle eingestellt, in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt noch Maskenpflicht, und auch seit Oktober wieder in Arztpraxen. 
  • Wir tragen nach wie vor Maske in geschlossenen Räumen, und wir meiden Veranstaltungen mit vielen Leuten. Meist wird man blöd angeschaut, aber das ist uns egal.
  • Leider mussten wir auch feststellen, dass auch nach einer gut überstandenen Corona-Infektion [klick führt zum entsprechenden Beitrag] später sehr unangenehme Nachwirkungen auftreten können. Sie sind noch nicht überwunden.
  • Durch die fehlenden Schutzmaßnahmen haben wir uns in diesem Jahr eine Sommerwelle geleistet. Und eine Herbstwelle bedingt durch die diversen Volksfeste (Wiesn in München, Wasen in Stuttgart, um nur die beiden größten zu nennen). 
  • Auch hier in und um Würzburg gab es jede Menge Weinfeste, dazu Stramu (Straßenmusikfestival) und Stadtfest, alle waren sehr gut besucht.
  • In den letzten beiden Jahren waren die jeweiligen Infektionswellen immer an Weihnachten auf dem Höhepunkt. Ich bin gespannt, wo wir dieses Jahr landen.
Die letzten sechs Monate mit den Infektionszahlen für Deutschland und Würzburg zeigt die Grafik:


Sonntag, 6. März 2022

Die Krise. Die Politk erklärt die Pandemie für beendet.

  • Seit zwei Jahren haben wir nun mit der Pandemie zu kämpfen, sie ist keineswegs beendet, man muss sich nur die Grafik mit den Infektionszahlen unten ansehen. Aber die Politik interessiert sich nicht mehr dafür. Fast am höchsten Stand der fünften Welle wurden weitreichende Lockerungen der infektionseindämmenden Maßnahmen beschlossen, noch zwei Wochen und es gibt fast gar keine Einschränkungen mehr.
  • Man lässt es jetzt laufen, und wer nicht geimpft ist und deshalb schwer erkrankt, ist selbst schuld. Das sagt natürlich niemand offen, aber sie handeln so.
  • Es ist inzwischen ein weiterer Impfstoff verfügbar, Novavax, kein mRNA-Impfstoff, sondern ein traditionell hergestellter. Bisher redeten sich viele, die sich nicht impfen lassen wollten, heraus, sie würden einen traditionellen Impfstoff nehmen. Nun ist er da, und es besteht kein Interesse. 
  • Die Impfpflicht, die man vor wenigen Wochen unbedingt beschließen wollte, fällt unter den Tisch, wird nicht mehr erwähnt.
  • Wir selbst haben uns diese Woche den zweiten Booster geholt, das sollte auch den Infektionsschutz für einige Wochen wieder erhöhen. Für alte Leute wie uns wird das von Seiten der STIKO (Ständige Impfkommission) empfohlen. 
  • Wir sind weiterhin sehr vorsichtig, halten persönliche Kontakte auf das Notwendigste beschränkt und hoffen, dass man sich bald wieder draußen treffen kann.
  • Die Wissenschaftler:innen rechnen mit einem Sommer mit viel mehr Infektionen als im letzten Jahr. Und wo das Virus im Herbst sein wird, ob es einen angepassten Impfstoff geben wird bzw. ob dieser überhaupt Sinn macht, können sie momentan noch nicht einschätzen. Es bleibt spannend.
  • Wichtig zu wissen: die FFP2-Maske bleibt unverzichtbar in geschlossenen Räumen, ihr guter Schutz gegen eine Infektion mit dem Coronavirus wird von allen Wissenschaftlern gelobt, ein Aerosol-Forscher meinte sogar, dass er nicht geglaubt habe, wie gut die Masken gegen Viren sind.
  • Nun abschließend noch die Grafik, man sieht, dass wir einen langsamen Abstieg hinter uns haben und es bereits wieder hoch geht. 

Inzwischen haben wir eine zweite heftige Krise mit einem heißen Krieg mitten in Europa. Ich werde diese neue Krise weder dokumentieren noch kommentieren.

Zwei Jahre Berichterstattung über eine Pandemie sind genug, obwohl das Virus noch nicht genug hat. Vielleicht melde ich mich in Bezug auf Corona in unregelmäßigen Abständen noch mal hier, ansonsten hoffe ich auf die Gelegenheit, viele angenehme und positive Beiträge posten zu können. 

Bleibt gesund!


Dienstag, 1. Februar 2022

Die Krise. Fünfte Welle.

  • Wie im Dezember schon zu ahnen war, hat die fünfte Welle der Corona-Infektionen mit Wucht begonnen, wir erfahren jeden Tag von einem neuen Höchststand der Neuinfektionen, für den 18. Januar wurden erstmals mehr als 100.000 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet, am 22. Januar lag dann der Sieben-Tage-Durchschnitt bereits über 100.000. Momentan ist kein Ende in Sicht. Die Anzahl der nicht erkannten Infektionen (Dunkelziffer) wird auf mindestens genau so hoch geschätzt.
  • Allerdings scheint diese Virus-Variante (Omikron) nicht so schlimme Krankheitsverläufe zu verursachen, die Lage auf den Intensivstationen entspannt sich so langsam.
  • Trotz aller Höchststände ist ein Teil der Politiker:innen vom Team "Vorsicht" ins Team "Öffnen" umgeschwenkt, auch der bayerische (Söder). Mein Eindruck ist, sie wollen jetzt die Infektionen laufen lassen, die Gesellschaft "durchseuchen" in der Hoffnung, dann die Pandemie hinter sich gelassen zu haben. Jedoch die Virologen warnen, und die Erfahrung aus jetzt zwei Jahren Pandemie hat gezeigt, dass die vorsichtigen Virologen bisher immer Recht behalten haben.
  • Wir haben für uns die maximal mögliche Reduzierung von Kontakten beschlossen, bisher klappt das gut.
  • Für unsere Stadt Würzburg habe ich einmal kurz überschlagen, wie viele Personen, denen ich begegne, rein statistisch infiziert sind, und ich bin auf ca. 25 gekommen. D.h. jeder 25. hat das Virus und kann mich damit anstecken. Das ist ganz schön viel, denn allein bei einem Gang zum Markt begegne ich mehrfach 25 anderen Personen.
  • Grafischer Rückblick auf die letzten vier Monate mit Wellen vier und fünf

Freitag, 7. Januar 2022

Die Krise. Jahreswechsel.

  • Ich mag das nicht mehr schreiben müssen, aber ich denke auch, jetzt aufgeben die Chronistinenpflicht zu erfüllen, das gilt nicht. Ich bin es so leid, sowohl die Pandemie als auch unseren Umgang damit. Ich bin es leid, dass wir als Gesellschaft nicht das Vernünftige tun, sondern das Bequeme. Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass ist immer noch das vorherrschende Motto. So bekommen wir diese Pandemie nie zu einem Ende, sondern taumeln von Welle zu Welle, und es wird für uns alle immer unerträglicher.
  • Wir haben nun vier Corona-Wellen hinter uns und stehen am Beginn der fünften. Dazu einige wenige Zahlen zur Orientierung. Es handelt sich dabei immer um den 7-Tage-Durchschnitt der bundesweiten Neuinfektionen, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet wurden.
    Zwischen Welle 1 und Welle 2 betrug das Wellental etwas mehr als 300 Neuinfektionen. Das war im Juli 2020.
    Zwischen Welle 2 und Welle 3 betrug das Wellental etwas mehr als 7.200 Neuinfektionen. Das war im Februar 2021.
    Zwischen Welle 3 und Welle 4 betrug das Wellental knapp 600 Neuinfektionen. Das war Anfang Juli 2021.
    Das Wellental zwischen Welle 4 und Welle 5 lag bei knapp 27.000 Neuinfektionen. Das war Ende Dezember 2021.
    Nun erleben wir Welle 5 mit der Omikron-Variante und erschreckender Zunahme der Neuinfektionen.
  • Die Ministerpräsident:innen haben heute wieder getagt und eine bundesweite 2G-Plus-Regelung für die Gastronomie beschlossen, d.h. man muss genesen oder geimpft sein und zusätzlich einen negativen Test vorweisen. Für Leute mit dritter Impfung (Booster) entfällt der Test. Außerdem müssen Leute mit Booster nicht mehr in Quarantäne, wenn sie Kontakt mit Infizierten hatten. Man fürchtet, dass sonst viele Betriebe, auch sogenannte kritische Infrastruktur, sonst durch fehlende Mitarbeiter lahmgelegt werden könnten.
  • Zum Abschluss wünsche ich mir vom neuen Jahr, dass es in Bezug auf Corona all das erfüllt, was sich viele bereits von 2021 erwünscht hatten: das Ende der Pandemie und die Rückkehr zu einem (einigermaßen) normalen Leben.
  • Grafischer Rückblick auf Welle 4

 

Donnerstag, 23. Dezember 2021

Die Krise. Schöne Bescherung.

  • Nun haben wir es alle zusammen geschafft, dass auch dieses Jahr die Weihnachtstage von einer hohen Coronawelle überschattet werden. 
  • Ursache ist laut der Wissenschaftler in Deutschland die große Impflücke. Zwar wird momentan wieder geimpft, was das Zeug hält, aber es sind hauptsächlich Drittimpfungen (Booster) und Kinder, für die der Impfstoff in einer geringeren Dosis seit gut einer Woche auch zugelassen ist.
  • Wir sind momentan in Welle Vier, die sich inzwischen wieder abschwächt, aber Welle Fünf ist bereits in Sicht, verursacht durch Omikron, die neue, noch gefährlichere und ansteckendere Variante.
  • Allenthalben werden Zusagen der Politiker zurückgenommen, die sie mit vollster Überzeugung vorgetragen haben.
  • In Deutschland denkt man offiziell auf vielen Ebenen über eine Impfpflicht nach. Sie wird wohl im nächsten Monat beschlossen werden.
  • Österreich hat einen zweiwöchigen Lockdown für ALLE hinter sich, für Ungeimpfte besteht er weiter.
  • Die Niederlande machen ab 20.12. total dicht, Dauer bis (mindestens) Mitte Januar.
  • Reisende aus Großbritannien müssen ab 20.12. in jedem Fall in eine 14-tägige Quarantäne.
  • Bei uns in Deutschland zögert man mal wieder, Beschränkungen in kleinerem Umfang sollten erst ab 28.12. in Kraft treten. Der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach, der in den vergangenen 19 Monaten als stetiger Mahner vor all den Gefahren der Pandemie hervorgetreten ist, hat sich nun total zurück genommen. Weihnachten mit Reisen und so weiter ist seiner Meinung nach in Ordnung. So ändert sich der Standpunkt, wenn man nicht mehr Experte, sondern Minister ist.

 

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Die Krise. Immer schlimmer.

  • Zur Erinnerung, am 25.11.2021 haben wir in Deutschland die Marke von 100.000 Toten durch Corona überschritten.
  • Die Zahl der Infizierten steigt von Tag zu Tag, keine Verlangsamung in Sicht.
  • Und weil das alles noch nicht reicht, ist nun eine neue variance of concern aus Südafrika aufgetaucht, B.1.1.529 oder Omikron. Noch viel ansteckender als Delta, mit Veränderungen an viel mehr Stellen. Die Virologen prüfen nun, ob die Impfstoffe auch gegen diese Mutante wirken.
  • Die Politik hat dies Mal schnell reagiert, es dürfen nur noch deutsche Bürger aus Südafrika und den umliegenden Staaten einreisen, und alle müssen in eine 14-tägige Quarantäne, aus der man sich nicht freitesten kann. Ähnliche Regelungen gibt es in weiteren europäischen Ländern. Vermutlich ist die neue Mutante jedoch bereits im Land, zumindest ist sie in Europa angekommen. 
  • Ich selbst musste diese Woche den ersten Schnelltest machen, weil der Zutritt zu meinem (medizinisch erforderlichen) Training nur mit 2G-plus möglich ist, d.h. Schnelltest ist zusätzlich zur Impfung erforderlich. So richtig überzeugend war das Erlebnis nicht. Ich hatte mir eine Teststelle mit Drive-through ausgesucht, als ich dort ankam, standen Leute auf dem Parkplatz herum, nicht möglich im Auto zu bleiben. Immerhin wurde die Reihenfolge durch Ziehen einer Nummer festgelegt, so dass ich den Großteil der Wartezeit im Auto verbringen konnte. Die nächste Enttäuschung war dann, dass ich zwar ein (negatives) Ergebnis per PDF zugeschickt bekam, aber es gab keine Möglichkeit, den Test in die Corona-App zu importieren. Was für ein Chaos allenthalben!
  • Immer mehr Politiker:innen können sich die Einführung einer Impfpflicht vorstellen, das würde aber erst gegen eine fünfte Welle helfen. 

Corona-Inzidenzen der Land- und Stadtkreise, abgerufen am 1.12.2021

 


Sonntag, 21. November 2021

Die Krise. Wir stecken in der Sch...

  • Angesichts der Infektionslage, angefangen von Inzidenzen über eintausendfünfhundert, über volle Kranken- und Intensivstationen, die kein Bett mehr frei haben, hat die aktuelle vierte Corona-Welle seit dieser Woche die volle mediale Aufmerksamkeit. Und da die Medien in Dauerschleife berichten, sind nun auch die Politiker:innen aufgewacht. 
  • Die drei Parteien (Ampel-Parteien), die voraussichtlich die nächste Bundesregierung stellen werden, haben das Infektionsschutzgesetz geändert, das einerseits den Ländern Spielraum geben soll, aber andererseits allgemeine Schließungen von Schulen, Kitas und Geschäften aller Art nicht mehr erlauben soll. Nach Parteiengezerfe wurde das Gesetz aber doch wie vorgesehen verabschiedet, auch vom Bundesrat.
  • In Österreich gibt es ab nächsten Montag einen allgemeinen Lockdown für zwei Wochen, vermutlich soll damit Weihnachten gerettet werden. Ich glaube nicht, dass die Zeit für einen signifikanten Rückgang reicht, die Inzidenzen liegen dort weit über eintausend, es muss bereits Triage (ich wollte, ich hätte die Bedeutung dieses Worts nie lernen müssen) angewendet werden.
  • Aber auch bei uns gilt momentan: bitte nicht krank werden, mit gar nichts. Sie bekommen keinen Intensivplatz.
  • Es zeigt sich jetzt, dass die neuen Werte zur Beurteilung der Lage wie Krankenhausampel oder Hospitalisierungen die Warnbotschaft zu spät anzeigen. Hinzu kommt, dass man in Bayern die Werte der Krankenhausampel so hoch gelegt hat, dass die Stufe gelb nur für einen Tag angezeigt wurde, dann sprang sie gleich auf rot. Und dann folgte das große Erstaunen der Politik über die nicht vorhersagbare Entwicklung. Für wie blöd halten die uns?
  • Alle Weihnachtsmärkte in Bayern sind nun abgesagt und es gelten wieder verschärfte Regeln wie FFP2-Maskenpflicht, 2G, Testpflicht in Betrieben, ab Mitte nächster Woche werden Bars und Clubs wieder geschlossen. 
  • Aber Fußballspiele finden nach wie vor statt, mit vollen Stadien und ohne Maskenpflicht.

Corona-Inzidenzen der Land- und Stadtkreise, abgerufen am 21.11.2021


 

Sonntag, 14. November 2021

Die Krise. Verkackt.

Es tut mir leid, aber ich muss so ein Unwort benutzen. Denn die Pandemie läuft in Deutschland so schlecht wie nie zuvor, und inzwischen sind auch einige Politiker:innen aufgewacht und fordern "die Welle muss unbedingt gebrochen werden"
Nun, die Lage kommt ja nicht plötzlich innerhalb weniger Tage oder Wochen. Zur Verdeutlichung die Grafik des 7-Tage-Durchschnitts der Neuinfektionen in Deutschland, ganz ohne regionalen Bezug.
  • Im Juli waren die Zahlen am besten, stiegen aber bereits wieder stetig bis zu einem ersten Höhepunkt, der im September nach Ende aller Schulferien erreicht wurde. Da waren es bereits über 10.000 Neuinfektionen täglich. Diese Welle schwächte sich dann etwas ab, und anstatt sie weiter zu drücken, überbot sich die Politik mit Lockerungen. 
  • Gegen den Rat der Fachleute wurden die Beschränkungen fast alle auf ein Mal fallen gelassen, anstatt eine Maßnahme zu beenden und zwei Wochen abzuwarten, wie sich die Lockerung auswirkt. 
  • Wach geworden ist die Politik aber erst jetzt, als weit über 30.000 Neuinfektionen gemeldet wurden, in der Zwischenzeit geschah nichts was geeignet gewesen wäre, die Pandemie einzudämmen.
  • Zum Ende der dritten Welle im Juni hatten wir 90.000 Todesfälle, inzwischen sind wir bei 98.000 angelangt. 8.000 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid innerhalb von vier Monaten gestorben, und wir tun so als seien das Peanuts???
  • Es wird immer deutlicher, dass die Politiker:innen nicht am Wohlergehen der Bevölkerung interessiert sind, das ist ihnen völlig egal. Für mich bleibt nur die Schlussfolgerung, jede(r) muss sich selbst um sein Wohlergehen kümmern und sich schützen. Dass man damit auch andere schützt, vor allem die der unmittelbaren Umgebung, ist ein angenehmer Begleiteffekt.
  • Wir haben das gleich umgesetzt und uns die Booster-Impfung abgeholt. Sechs Monate nach der Zweitimpfung waren vorbei, wir hatten uns bereits vor Wochen bei unserem Hausarzt angemeldet.
  • In der Hausarztpraxis ging es zu wie in einem Bienenstock. Sie haben einen Impftag in der Woche (weil die Impfdosen nicht einzeln verpackt sind, können sie nicht individuell impfen), an dem jeweils 80 Personen geimpft werden. Die Terminvergabe dazu steht momentan im Februar 2022.
  • Das macht auch klar, dass die Hausärzte allein überfordert sind, alle zu impfen, sie brauchen schnell professionelle Unterstützung mit hoher Kapazität. Also doch wieder Impfzentren, vielleicht besser Impfbusse, die flexibel und mobil eingesetzt werden können.
  • Nun zu Weihnachten: seit Monaten unke ich, dass wir es auch in diesem Jahr schaffen werden, genau zu Weihnachten einen so hohen Infektionsstand zu erreichen, dass die Politiker:innen dem öffentlichen Druck nicht mehr standhalten und wir doch eine Art Lockdown bekommen werden. Also ist nichts mit Weihnachten in der erweiterten Familie oder mit Freunden. Und die Oma wird im Pflegeheim wieder allein sein.
  • Übrigens: wer sich jetzt zum ersten Mal impfen lässt, kann sich kurz vor Weihnachten die zweite Spritze holen und ist dann am Ende der Weihnachtsferien vollständig geimpft.
  • Ein kurzer Aufenthalt im Schwarzwald war für uns auch noch drin. Das Hotel setzt inzwischen auf 2G, d.h. nur Genesene und Geimpfte dürfen rein. Es wurde gründlich kontrolliert, das finde ich immer sehr beruhigend. Nach wie vor wird sehr auf Hygiene und Abstand geachtet. Hier war alles gut.

Zum Abschluss die Karte der Inzidenzen nach Landkreisen plus Legende.




Freitag, 5. November 2021

Die Krise. Totale Ignoranz.

  • Wie bereits im letzten Pandemie-Status befürchtet, hat sich sie vierte Welle nur zeitweise abgeschwächt, um dann im Oktober steil anzusteigen. Inzwischen - Anfang November - wurden so viele Neuinfektionen gemeldet wie noch nie. NOCH NIE!
  • Man könnte denken, dass wir inzwischen wissen, wie die Infektionen bekämpft bzw. ihre Anzahl klein gehalten werden kann. Die Regeln vom vergangenen Jahr gelten weiterhin: Abstand, Hygiene, Maske, Lüften. Und inzwischen auch IMPFEN. 
  • Leider stockt die Kampagne seit vielen Wochen, obwohl seit Mai genügend Impfstoff vorhanden ist. Momentan sind etwa 2/3 der Bevölkerung geimpft, und das ist laut Einschätzung der Fachleute viel zu wenig.
  • Neu ist, dass nun auch die "Booster"-Impfung empfohlen wird, also eine dritte Impfdosis sechs Monate nach der zweiten. Da die Älteren Anfang des Jahres zuerst geimpft wurden, sind sie jetzt wieder dran bzw. bereits überfällig.
  • Ganz schlecht präsentiert sich die Politik. Die Bundestagswahl ist vorbei, die Minister:innen und die Kanzlerin sind nur noch geschäftsführend im Amt. Aber auch in den Ländern, die (eigentlich) für die Gesundheitspolitik und deren Umsetzung zuständig sind, geschieht nichts. Corona interessiert die Damen und Herren der Politik nicht mehr, das Thema ist nur noch lästig. Und so lassen sie die Pandemie laufen.
  • Die Hoffnung der Politik, dass alles nicht so schlimm kommen wird, wie Fachleute vorhersagen, hat sich in den bisherigen drei Wellen nicht erfüllt, und es ist absehbar, dass es erneut schlimm kommen wird. Die Politiker:innen werden dann ganz erstaunt von nicht vorhersehbar sprechen. Es ist lächerlich, wenn es nicht so schlimm wäre. Diese Ignoranz, dabei haben sie alle mal einen Eid abgelegt zum Wohl des deutschen Volkes zu arbeiten. 
  • Im Oktober wurden die letzten Impfzentren geschlossen bzw. abgebaut. Es war nichts mehr los. Nun, nur wenige Wochen später und in Folge von nie gekannten Infektionszahlen, fordert der noch amtierende Gesundheitsminister (des Bundes) ihre Wiedereröffnung. Der Mann stellt sich offensichtlich vor, dass man nur den Schlüssel rumdrehen und das Licht anmachen müsste. Auch das ist Ignoranz, in dem Fall gegenüber Arbeit und Organisation.
  • Aus Baden-Württemberg wurde berichtet, dass der Ansturm auf Impfbusse, also mobile Angebote z.B. in der Stuttgarter Königstraße, sehr groß war. Die Leute haben stundenlang geduldig gewartet. Immerhin. Wenige Wochen zuvor hätten sie das im Impfzentrum wesentlich schneller haben können.
  • Nochmal Baden-Württemberg: in der Gastronomie wird zunehmend die 2G-Regel angewendet, also Zutritt im Innenbereich nur für Geimpfte und Genesene. Wenn der Status dann auch noch verantwortungsvoll und gründlich geprüft wird, ist das eine gute Sache.
  • Leider wählen auch viele den Ausweg, sich einen gefälschten Impfnachweis zu beschaffen, in Bayern spricht man von Tausenden. Die Verwendung ist auch nur strafbar, wenn die Fälschung gegenüber Behörden gezeigt wird, im Restaurant, Kino oder Theater ist das nicht strafbar. Das wollen sie jetzt wohl doch ändern.
  • Aus anderen Ländern hört man Positives, so sind in den früheren Problemländern Italien und Spanien die Inzidenzen niedrig (<50) und die Impfquoten (>89%) hoch. In Israel wurde die vierte Welle durch die Booster-Impfung von über 50% der Bevölkerung gebrochen.
  • Die Aussichten für uns in Deutschland sind momentan alles andere als gut. Ich werde weiter berichten.

 

Sonntag, 3. Oktober 2021

Die Krise. Die vierte Welle, Zwischenstand.

Wo stehen wir bei der vierten Welle? Die Grafik zeigt den Verlauf von Juli mit dem niedrigsten Wert bis Ende September. Da hat sich die Welle wieder abgeschwächt, aber die letzten Tag gingen die Infektionszahlen bundesweit (die grüne Linie) nicht mehr eindeutig zurück, sondern schwankten hin und her. Geht es weiter abwärts, oder wird Schwung zu neuen Höchstwerten geholt?

Die Lage stellt sich momentan so dar:
  • Nach wie vor sind viel zu wenig Menschen in Deutschland geimpft, obwohl seit Monaten genug Impfstoff zur Verfügung steht und massiv für Impfungen geworben wird. Dabei ist gerade  die Altersgruppe von 35 bis 59 Jahren ("Elterngeneration") besonders nachlässig oder unwillig.
    Jugendliche ab 12 können inzwischen auch geimpft werden, das Angebot ist wohl recht gut angenommen worden. 
  • Für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens gilt nun seit etwa einem Monat für den Zugang die 3G-Regel, also genesen, geimpft oder getestet. Für Geimpfte ist das relativ einfach, man zeigt das Handy mit dem entsprechenden Zertifikat vor. Für Impfunwillige wird es so langsam umständlich, der Schnelltest gilt nur für 24 Stunden, da muss man evtl. mehrfach in der Woche einen Test machen lassen. Zudem werden immer mehr Teststellen abgebaut, und ab 11. Oktober muss der Test für Ungeimpfte bezahlt werden.
  • Auch für den Zugang zur Universität soll im kommenden Wintersemester die 3G-Regel gelten. Wie man hört, ist die Impfbereitschaft bei den Studierenden zufriedenstellend.
  • Die Deutschen reisen wie verrückt, in allen Urlaubsgebieten ist es voll, auch außerhalb der Ferien. Der Nachholbedarf scheint unendlich groß zu sein.
  • Auch wir waren drei Tage im Schwarzwald, die erste Reise seit Beginn der Pandemie. Sehr positiv empfand ich den Umgang des Hotels mit den Hygieneregeln. Überall standen Spender zur Handdesinfektion, überall wurde auf die Regeln hingewiesen. Auch unser Impfnachweis wurde beim Einchecken sorgfältig kontrolliert, was mich sehr gefreut und auch beruhigt hat. Außerhalb des Hotelzimmers war Maskenpflicht, erst am Tisch im Restaurant durfte sie abgenommen werden. Beim Frühstücksbuffet mussten Einweghandschuhe getragen werden. Leider mussten auch viele Dinge verpackt angeboten werden, die sonst offen zur Verfügung stehen, angefangen bei Zucker, Salz, Pfeffer über Butter und Marmelade zu angemachtem Quark oder Kaffeesahne, nur als Beispiel. Die Müllberge nehmen pandemiebedingt zu. 
  • Die Einschätzung der Wissenschaftler zum Verlauf der Pandemie in Deutschland ist negativ, sie sehen bereits im Oktober einen deutlichen Anstieg der vierten Welle, weil viel zu wenige Leute in Deutschland geimpft sind, momentan liegen wir bei 64%. Länder wie Dänemark oder England haben viel höhere Impfquoten und können sich weitere Lockerungen erlauben, ohne dass die Infektionszahlen steigen. Jede(r) von uns kann dazu beitragen, dass auch bei uns weiter gelockert werden kann und wir schneller wieder ein "normales" Leben führen können.
  • Mal sehen, wie es sich entwickelt, ich werde berichten.