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Samstag, 13. Juni 2020

Die Krise. Hinterhofkonzert.

Das Mozartfest ist trotz Coronakrise nicht abgesagt, es findet nur anders statt. Eine der neuen Formen sind Hinterhofkonzerte, da kommt ein Team mit einem Pritschenwagen, dem Blauen Eumel, angefahren, Plane hoch, eine kleine Bühne davorgestellt, und Aufbau. Auf der Pritsche ist immerhin ein Konzertflügel fest montiert.
Eine Nachbarin hatte sich mit "unserem" Innenhof beworben, und wir wurden genommen. Das Wetter spielte auch mit, es war (wettermäßig) der schönste Tag der Woche. Wie viele Nachbarn auch hatten wir noch Freunde eingeladen, um gemeinsam zuzuhören, zu jubeln und zu klatschen. Mit einem Glas Wein, klaro.
Eine Stunde vor Beginn war der Blaue Eumel da, der Aufbau begann.
Der Hof hatte sich gefüllt, es konnte losgehen.
Und dann spielten sie.
Auch die Balkone der anderen Hofseite waren gut besetzt.
Zum Abschluss zwei kurze Ausschnitte, um einen Eindruck vom Klang zu bekommen.
Ganz ungarisch temperamentvoll.
Besonders gefallen hat mir, dass nach Ende der Musik die Balkone besetzt blieben, der Hof belebt war wie nie. Es war ein kleines Sommerfest.

Sonntag, 31. Mai 2020

Die Krise. Woche der Restaurant- und Brückenschoppen-Öffnung.

  • Seit Montag dürfen nun auch Restaurants mit Einschränkungen wieder öffnen (Abstand, Erfassung von Kontaktdaten, nur Personen aus zwei Haushalten am Tisch, ...).
  • Mit den Restaurants durfte auch der Brückenschoppen wieder starten, allerdings nur feste Plätze an Stehtischen auf der rechten Seite, weit auseinander. Beim zweiten Bild sieht man wie voll es unten am Mainkai ist, wo die jungen Leute immer sitzen. Die Fotos stammen von meiner besseren Hälfte, danke dafür!
  • Igor Levit spielte ein Hauskonzert zum Sonntag Abend, Choralvorspiele von Johann Sebastian Bach, bearbeitet von Ferruccio Busoni. Link zur Aufzeichnung [klick].
    Am Samstag drauf ab 14 Uhr spielte er für das Gilmore-Festival remote aus Berlin Eric Satie: Vexations. Das Stück besteht aus einem Thema mit zwei Variationen, die Noten passen auf eine Seite. Aber - die Variationen werden 840 Mal wiederholt, was insgesamt etwa 20 Stunden dauern sollte. Igor Levit spielte das am Stück nur mit kurzen (biologischen) Unterbrechungen, insgesamt dauerte es fünfzehneinhalb Stunden. Zu Anfang lag ein beeindruckend hoher Papierstapel auf dem Flügel, auch der Notenständer war gut gefüllt. So wurden die 840 Wiederholungen gezählt: gespielt, Blatt auf den Boden, nächstes Blatt, bis zum Schluss alle auf dem Boden lagen. Link zur Aufzeichnung [klick].
    Nach dem Konzert twitterte er:
  • Wir nutzten die Möglichkeit ins Restaurant gehen zu können NICHT, trafen uns aber mit zwei Freunden im Hof einer Weinstube, was allen gut gefallen hat. Vom Wirt wurden die Kontaktdaten der Gäste erfasst, jeder "Haushalt" erhielt ein Formular zum Ausfüllen. 
  • Nachdem die Gefährlichkeit der Ansteckung mit dem Virus durch Aerosole immer wieder betont wird, werden wir jetzt im Sommer geschlossene Räume meiden. Ein Artikel aus der FAZ zeigt den aktuellen Wissensstand.
  • Höfe werden momentan wichtig. Das Mozartfest bietet Konzerte für Hinterhöfe auf einem LKW an, eine Ahnung davon liefert diese Pressenotiz. Die Zuhörer und Zuschauer bleiben an den Fenstern bzw. auf den Balkonen. Eine Nachbarin hat sich mit unserem Hinterhof dafür beworben und es sieht so aus, als würde es klappen. Ich werde weiter berichten.
  • Wir machten wieder einen Sonntagsspaziergang, gleiche Route wie letzten Sonntag:
Aus dem Bahnhof kamen Gruppen von Radfahrern und sammelten sich zur Pfingstradtour.
Die Festung mal aus etwas anderer Perspektive.
Der Außenbereich vieler Gaststätten wurde erheblich erweitert, auch hier am Mainkai.
Seit gestern dürfen die Ausflugsschiffe wieder nach Veitshöchheim starten. Kurz vor 11 noch mäßig besetzt.
Am Mainufer erste Seerosen.
#Werbung - unbezahlt und ohne Auftrag, weil verschiedene externe Links im Post enthalten sind.
Schöne Pfingsten und eine gute Woche!

Mittwoch, 6. Mai 2020

Die Krise. Auf zu einer anderen Normalität.

Mittwoch 6. Mai, Tag 52 im Katastrophenmodus.
  • Dies wird der vorläufig letzte Post mit täglicher Berichterstattung sein, ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich 52 tägliche Posts nacheinander schreiben werde! Wir erleben momentan zwar wieder viele Veränderungen und den Versuch, die Einschränkungen zurückzunehmen. So wie vorher wird es noch lange nicht sein, wir entwickeln andere Routinen im Alltag, und davon will ich ab jetzt in größeren Intervallen berichten. Ob es ein Wochenbericht sein wird? Ich weiß es noch nicht, und wie meist lasse ich mich überraschen.
  • Dann kann ich auch die beiden ausstehenden Rezepte leichter unterbringen.
  • Es war schön sonnig, in der Sonne zu warm, und entsprechend voll war die Stadt.
Man kann das Anstehen vor den Läden ganz gut erkennen.
  • Die Ministerpräsident:innen und die Kanzlerin tagten per Video-Konferenz über weitergehnde Lockerungen bzw. den Weg zurück zu einer Art Normalität. Die Lockerungen werden ab jetzt von den Bundesländern entschieden (de facto war das schon bisher so), aber es gibt ein Regulativ: die Zahl der Infizierten muss pro Landkreis bzw. kreisfreier Stadt unter 50 pro 100 Tausend Einwohner liegen, und das für 7 Tage in Folge. Liegt sie drüber müssen regional entsprechende Beschränkungen in Kraft treten. Ich werde beobachten, wie sich das entwickelt. 
  • Ich bin ein wenig traurig, weil es nun keine Klaviermusik mit Igor Levit mehr gibt. Gestern Abend hat er für das Gilmore Keyboard Festival in Michigan von Berlin aus gespielt, drei Beethoven-Klaviersonaten, Nr. 10 (ein fröhliches Juwel) und die beiden letzten, Nr. 31 und Nr. 32. Und der Stream ist auch heute noch abrufbar (die ersten fast 3 Minuten ist es still, nicht verzagen!). Hier klicken für wunderbare Musik! Das als Service für klassikbegeisterte Leser:innen.
  • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
#wirbleibenzuhause #stayhome #Maskeauf

Montag, 4. Mai 2020

Die Krise. Montag und volle Läden.

Montag 4. Mai, Tag 50 im Katastrophenmodus.
  • Gemischtes Wetter, sogar ein wenig Regen (hurra).
  • Die Zahl der Neuinfizierten im 7-Tagesdurchschnitt lag heute bei 1.115, gestern bei 1.198.
  • Meine bessere Hälfte machte eine Besorgung auf dem Markt und berichtete vom heutigen Montag wie schon vom Samstag, dass es sehr sehr voll war, lange Schlangen vor den Geschäften. 
  • Gekocht und gegessen haben wir Coq au Vin, es gibt kein Foto, da das Gericht per se nicht fotogen ist, geschmeckt hat es wieder ausgezeichnet. Es sind noch Reste für eine weitere Mahlzeit vorhanden.
  • Igor Levit kündigte an, dass er heute das (vorläufig) letzte Hauskonzert spielt. Nr. 52, alle Achtung, Hut ab, und allerherzlichsten Dank für so viel Freude für alle seine Zuhörer! Wir hörten die Klaviersonate Nr. 10 op. 14 Nr. 2 und die Klaviersonate Nr. 27 op 90, beide von Ludwig van Beethoven. Link zur Aufzeichnung [klick].
  • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
#wirbleibenzuhause #stayhome #Maskeauf

Sonntag, 3. Mai 2020

Die Krise. Im Hofgarten.

Sonntag 3. Mai, Tag 49 im Katastrophenmodus.
  • Sonne, Wolken im Wechsel, wir erreichten 18 Grad.
  • Die Zahl der Neuinfizierten sinkt weiter, heute 1.198 pro Tag im 7-Tagesdurchschnitt, gestern 1.318. 
  • Wir machten einen Sonntagsspaziergang, durch den nahen Park zum Hofgarten. Die Kastanien blühten, man sieht aber auch, dass die Bäume in der Mitte und rechts abgestorben sind, zu trocken. Bereits vor einem Jahr mussten einige Bäume im Park gefällt werden, weil sie das trockene Jahr 2018 nicht überlebt hatten. Und jetzt schon wieder.
Im Hofgarten konnte man gut mit Abstand flanieren.
Die Rosen haben schon Knospen.
Kastanien sind in voller Blüte.
Der Frankoniabrunnen vor der Residenz ist immer noch eingerüstet, aber die Planen, die ihn den ganzen Winter über verhüllten, sind abgenommen.
 Im Schaufenster einer Änderungsschneiderei ums Eck gesehen.
  • Gegessen haben wir die Reste vom Freitag aus dem italienischen Restaurant, dazu gab's Salat.
  • Igor Levit spielte zum 51. Hauskonzert Sechs Choralvorspiele von Johannes Brahms in Bearbeitung von Ferruccio Busoni. Link zur Aufzeichnung [klick].
  • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
#wirbleibenzuhause #stayhome #Maskeauf

Samstag, 2. Mai 2020

Die Krise. Und wieder Wochenende.

Samstag 2. Mai, Tag 48 im Katastrophenmodus.
  • Das Wetter war wechselhaft, Sonne, Wind, die Temperatur blieb unter 20 Grad. Ein, zwei Mal ein wenig Regen, so im Stil der letzten Tage
  • Die Zahl der Neuinfizierten im 7-Tagesdurchschnitt mit Covid-19 geht (zum Glück) weiter zurück. Gestern 1.433, heute 1.318, der Reproduktionsfaktor betrug 0,79.
  • Wir waren beide draußen für Besorgungen, aber getrennt. Besonders voll war es auf dem Markt bzw. in der ganzen Innenstadt. Lange Schlangen vor den Geschäften, viel Security, die darauf achteten, dass nicht mehr Leute als erlaubt die Läden betraten. Sicherheitsabstand war schwierig, weil zu voll. 
  • Wir machten zum ersten Mal in dieser Saison den genialen Kohlrabi-Radieschen-Slaw, dazu ein Schweinehals-Steak. Bei uns werden die besonders leckeren Gerichte jahreszeitlich passend immer wiederholt. Es war wieder soooo gut, gerade beim ersten Mal.
#wirbleibenzuhause #stayhome #Maskeauf

Freitag, 1. Mai 2020

Die Krise. Statistiken.

Freitag 1. Mai, Tag 47 im Katastrophenmodus.
  • Es war Aprilwetter am 1. Mai, Sonne, Wolken, einige Tropfen Regen. Nasser als auf dem folgenden Bild ist es die letzten Tage nicht gewesen.
  • Am Monatsersten erstelle ich immer die Wetterstatistik mit Daten des DWD für meinen Wohnort. Seit Tagen jammere ich ja nun schon rum, dass wir dringend Regen brauchen. An der Niederschlagsstatistik kann man gut erkennen, dass wir kaum Wasser von oben bekommen haben. In der Summe ganze 11 Liter für den ganzen Monat.
  • Die Zahl der Neuinfizierten mit Covid-19 (7-Tagesdurchschnitt) geht weiter zurück, heute 1.433, gestern 1.577. Der Reproduktionsfaktor des Virus lag bei 0,8 (zu 0,76 gestern). Auch dazu gibts heute eine Grafik.
  • Wir haben heute unser Essen in einem italienischen Lokal bestellt und abgeholt, um die örtliche Gastronomie zu unterstützen. Es war gut, und wie letzte Woche auch schon, wir waren lange nicht mehr dort, weil es uns sonst zu voll war. 
  • Igor Levit war heute in Hannover zur Feier des 70. Geburtstags der NDR Radiophilharmonie. Konzerte im großen Rahmen sind ja momentan nicht möglich, aber sie spielten Mozarts Klavierkonzert in A-Dur KV414 in einer kammermusikalischen Version ein. Außer dem Klavier spielte EINE Erste Geige, EINE Zweite Geige, EIN Cello, EINE Bratsche und ein Dirigent. Link zur Aufzeichnung [klick], verfügbar bis 30.5. Und als eine Art Zugabe spielte Igor Levit noch die Aria aus den Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach. Auch diese Aufzeichnung ist laut Webseite des NDR bis zum 30.5. verfügbar.
  • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
#wirbleibenzuhause #stayhome #Maskeauf

Donnerstag, 30. April 2020

Die Krise. Wo bleibt der Regen?

Donnerstag 30. April, Tag 46 im Katastrophenmodus.
  • Es war morgens ein wenig nass, doch der Blick in die Wetter-App zeigte, dass nur 0,1 Millimeter Regen pro Quadratmeter gefallen war, das ist so gut wie nichts. Ein kurzer Schauer am Nachmittag (1,8 Liter), das war's bisher. Wir sind froh um jeden Tropfen. 18 Grad erreichten wir trotzdem.
  • Die Zahl der Neuinfizierten sank zum Glück wieder, heute 1.577, gestern 1.652, beides im 7-Tagesdurchschnitt. Der Reproduktionsfaktor des Virus ist bei 0,76.
  • Ich war zu Fuß raus, Einkauf im Drogeriemarkt. Auch dort gab es kein Mehl 1050, andere Sorten schon, aber es gab Desinfektionsmittel! Mein Reisefläschchen hat noch wenige Tropfen Inhalt, also eine Punktlandung.
  • Mich regen die ständig verwendeten Amerikanismen mehr und mehr auf. Nun haben wir Lockdown und Homeschooling, Take-away oder To-go sind ja schon länger üblich, so wie auch Handy. Die meisten dieser Wörter sind noch nicht mal in Amerika entstanden. Warum verwenden wir so einen Schrott?
  • Es gibt erste Untersuchungen aus der Berliner Charité unter Prof. Drosten, dass Kinder genau so ansteckend sind wie Erwachsene. Also gibt es (leider) keinen Grund, die Kitas und Grundschulen schneller zu öffnen.
  • Gegessen haben wir geröstete Maultaschen, mit ein wenig selbst eingekochter Tomaten-Paprika-Sauce (vom letzten Herbst) und einen Salat. Vorräte sind so toll!
  • Igor Levit spielte einen Ländler mit 16 Takten von Beethoven und danach die Klaviersonate Nr. 30 ebenfalls von Beethoven. Den Schluss bildete Scherzo Nr. 3 von Chopin. Link zur Aufzeichnung [klick].
  • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
#wirbleibenzuhause #stayhome #Maskeauf

Mittwoch, 29. April 2020

Die Krise. Der Regen macht Pause.

Mittwoch 29. April, Tag 45 im Katastrophenmodus.
  • Es war überwiegend bewölkt, ab Mittags kam nach und nach die Sonne raus, wir erreichten 20 Grad. Regen? Nur einige Tropfen. Gestern kamen immerhin knapp 4 Liter zusammen. Soooo viel!
  • Die Zahl der Neuinfizierten im 7-Tagesdurchschnitt ist leicht von 1.670 (gestern) auf 1.682 (heute) gestiegen.
  • Den wöchentlichen Supermarkteinkauf hatte ich um einen Tag vorgezogen wegen des Feiertags am Freitag. Ich brauchte unter anderem Mehl und Hefe. Mehl 405 in Massen vorhanden, 550-er auch, ich brauchte aber auch 1050-er, Fehlanzeige. Ebenso bei Hefe. Dann gibt es eben weiterhin Brot und Brötchen vom Bäcker.
  • Es waren deutlich mehr Autos unterwegs als die letzten Wochen.
  • Zum Abendessen gab es wieder Spargel aus der Pfanne mit Flädle und Schinken.Soooo gut!
  • Igor Levit widmete das 48. Hauskonzert heute den Überlebenden des Holocausts und ihrem Beitrag zu demokratischen Werten. Heute vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager Dachau befreit. Er spielte aus den Liedern ohne Worte von Mendelsohn, Six Epigraphes antiques von Debussy und den zweiten Satz der Sonate in A für Klavier D 664 von Schubert. Link zur Aufzeichnung [klick].
  • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
#wirbleibenzuhause #stayhome #Maskeauf

Dienstag, 28. April 2020

Die Krise. Ein wenig Regen.

Dienstag 28. April, Tag 44 im Katastrophenmodus.
  • Es war bewölkt, gegen 11 Uhr begann es zu nieseln, machte aber kaum die Platten nass. Am Nachmittag dann wiederholt kurze Regenfälle. Der Wetterbericht vom Morgen machte Hoffnung auf etwas größere Mengen über die nächsten Tage bis zum Freitag.
  • Die Zahlen sind nach wie vor ganz gut, 1.670 Neuinfizierte pro Tag im 7-Tagesdurchschnitt, gestern 1.798. Aber das Robert-Koch-Institut meldet einen Anstieg des Reproduktionsfaktors von 0,9 auf 1,0, dieser sagt aus, wie viel Menschen ein Infizierter ansteckt, und er sollte möglichst niedrig sein, so was wie 0,5, damit das Virus verschwindet.
  • Wir waren zum Markteinkauf, es war voller in den Straßen als die letzten Wochen, auch mehr Autoverkehr Richtung Innenstadt-Parkhäuser. Auf dem Markt war die Situation wie gewohnt.
  • Der bayerische Ministerpräsident sagte in einer Pressekonferenz (unter anderem), dass wir lernen müssen mit dem Virus zu leben. Ich fürchte, er hat Recht, es wird nicht (bald) verschwinden.
  • Der wissenschaftliche Leiter des Hamburger Umwelt Instituts (HUI) warnte vor dem massiven Gebrauch von Desinfektionsmitteln, weil viele Inhaltsstoffe massiv gesundheitsschädlich sind, besonders für die Haut. Waschen mit Kernseife ist vorzuziehen. Quelle: https://t.co/eer5gNgV9a
  • Zum Abendessen hatten wir Omelett, Champignons (Duxelles) und einen Rest Kartoffeln.
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Montag, 27. April 2020

Die Krise. Monday, monday.

Montag 27. April, Tag 43 im Katastrophenmodus.
  • Es war wieder sonnig, wir erreichten 24 Grad. Ab morgen könnte es regnen, hoffentlich tut es das auch. In den letzten sechs Wochen hat es nur ein Mal ein wenig geregnet, vor zwei Wochen.
  • Die Zahlen sind gut, 1.798 Neuinfizierte pro Tag im 7-Tagesdurchschnitt, gestern 1.882. Ich hoffe nur, es geht so weiter.
  • Heute durften kleinere Läden wieder öffnen, ich bin nicht raus gegangen. Morgen und übermorgen sollten wieder Einkäufe erledigt werden, das reicht. 
  • Sehr enttäuscht bin ich schon seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen von den öffentlich rechtlichen Sendern, speziell ARD und ZDF. Anstatt (abwechselnd) jeden Abend nach der Tagesschau einen Straßenfeger zu senden, wird das langweilige Programm Abend für Abend fortgesetzt. Auch über Ostern war es zum Einschlafen langweilig. Seit Wochen müssen alle zu Hause sitzen und könnten vom Fernsehen unterhalten werden, und was macht das Fernsehen? Es spart. 
  • Dagegen bieten ganz viele Kulturschaffende "umsonst" ihr Können / ihre Werke / ihre Kunst mit den Mitteln des Internet an, und da können die gut finanzierten Sender (angeblich) nicht mithalten? Erzählt mir nix!
  • Gegessen haben wir Lammrücken mit Bratkartoffeln, dazu Salat.
  • Igor Levit spielte zum 46. Hauskonzert Variationen und Fuge über ein Thema von J.S. Bach Op. 81 von Max Reger. Link zur Aufzeichnung [klick].
  • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
#wirbleibenzuhause #stayhome #Maskeauf

    Sonntag, 26. April 2020

    Die Krise. Sonntagsspaziergang.


    Sonntag 26. April, Tag 42 im Katastrophenmodus.
    • Es war schön sonnig, kaum Wind, angenehme Temperatur für einen Spaziergang. Knapp 21 Grad war die Höchsttemperatur.
    • Wir wollten einen Sonntagsspaziergang machen in der Hoffnung, dass nicht viele Leute unterwegs sein werden. Wir gingen zum Main, es war weniger los als an einem Sonntag Vormittag in Vor-Corona-Zeiten. Die Beete sind bepflanzt, die Bänke vorschriftsmäßig nur mit einer Person besetzt, nur die beiden Mädels rechts sitzen dicht beisammen. Aber die jungen Leute, Sie wissen schon.
    • Die Zahlen sind nach wie vor gut, 1.882 Neuinfizierte pro Tag im 7-Tagesdurchschnitt, im Vergleich zu 1.943 gestern. 
    • Man kann recht gut das Bemühen von Politikern erkennen, die momentan nicht so in den Schlagzeilen auftauchen, dies durch meist sehr abwegige Vorschläge und Äußerungen zu ändern. 
    • Heute gab es nochmal Resteessen, Thunfisch-Sellerie-Salat als Vorspeise, Spargel mit Flädle als Hauptgang. 
    • Igor Levit spielte zum 45. Hauskonzert Geistervariationen von Robert Schumann und Palais de Mari von Morton Feldman. Link zur Aufzeichnung [klick].
    • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
    #wirbleibenzuhause #stayhome #Maskeauf

    Samstag, 25. April 2020

    Die Krise. Lange Woche.

    Samstag 25. April, Tag 41 im Katastrophenmodus.
    • Es war wieder sonnig, ein wenig Wind, wir erreichten knapp 19 Grad.
    • Die Zahlen sind gut, 1.943 Neuinfizierte pro Tag im 7-Tagesdurchschnitt, zu 2.204 gestern. Ich habe heute gelesen, dass die Zahlen das Geschehen vor 14 Tagen widerspiegeln, ich hatte das auf weniger geschätzt. Damit sind wir jetzt beim Osterwochenende.
    • Unser Theater hat gemeldet, dass sie die Spielzeit 2019/20 jetzt beendet haben. Das Theater ist seit Monaten im Bau, der Rohbau des Erweiterungsbaus ist beendet. Nun kann das Große Haus saniert werden. 
    • Diese Woche kam mir so lang vor, seit ich am Montag festgestellt habe, dass die Läden in Bayern noch eine Woche länger geschlossen bleiben müssen, schleichen die Tage nur so vor sich hin. Dabei wollte ich gar nichts einkaufen und wir waren sogar mal raus. Komische Reaktion meinerseits.
    • In den letzten Tagen haben wir Reste produziert, heute gab es Quinoa-Broccoli-Möhren-Salat mit Bratwurst. Ein Mal fränkische Bratwurst pro Woche muss sein.
    • Igor Levit spielte das 44. Hauskonzert mit Stücken von Wagner/Liszt (Transkription von Walhall aus dem Ring des Nibelungen) und Prokofjew (Klaviersonate Nr. 9). Link zur Aufzeichnung [klick].
    • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
    #wirbleibenzuhause #stayhome #Maskeauf

    Die Krise. Zu Hause bleiben.

    Freitag 24. April, Tag 40 im Katastrophenmodus.
    • Es war leicht bewölkt, wieder mehr Wind, knapp 24 Grad. Omega gibt noch nicht auf.
    • Die Zahl der durchschnittlich in den letzten 7 Tagen Neuinfizierten mit Covid-19 lag bei 2.204, gestern 2.271. Das ist erst mal ganz gut, aber:
    • Der Rückgang der Zahlen ist gut, es gibt jedoch an allen Ecken und Enden Anzeichen, dass eine Mehrheit von Leuten glaubt, dass die Krise nun vorbei sei und sie zum normalen Verhalten zurück kehren könnten. DAS IST NICHT RICHTIG. Wenn wir eine zweite Infektionswelle riskieren, riskieren wir auch strengste Ausgangsbeschränkungen mit noch viel schlimmeren Folgen für unsere Wirtschaft. Ich kann nur an unser aller Vernunft appellieren, nicht alles wieder aufs Spiel zu setzen.
    • Wir waren nur ganz kurz draußen, um mit dem Auto eine hervorragende Pizza abzuholen. Sie war so verlockend, dass es noch nicht mal für ein Foto gereicht hat, schon war sie weg. Nicht dass wir nicht selbst Pizza machen könnten, aber wir wollen die lokale Gastronomie unterstützen, die Take-away anbietet.
    • Der Laden heute und der, den wir für die nächste Abholung ausgewählt haben, haben uns durch die Krise und die Möglichkeit, nur noch per Take-away zu bestellen, als Kunden zurückgewonnen. Wir sind nicht mehr hingegangen, weil beide Läden unendlich voll waren und es schon schwierig war, überhaupt zu reservieren, Zudem saß man dann eng, und sollte auch möglichst bald wieder gehen, weil ja schon die nächsten im Anmarsch waren. Das ist vielleicht auch mal ein Aspekt, dass nicht (nur) die treue Stammkundschaft, sondern ganz andere Leute den Betrieb aufrecht erhalten. Das hat man nicht von Anfang an so auf dem Schirm.
    • Igor Levit spielte das 43. Hauskonzert mit Stücken von Wagner/Liszt (Transkription von O mein holder Abendstern aus dem Tannhäuser) und Prokofjew (Klaviersonate Nr. 4). Link zur Aufzeichnung [klick].
    • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
    #wirbleibenzuhause #stayhome #Maskeauf

    Donnerstag, 23. April 2020

    Die Krise. Angespargelt.

    Donnerstag 23. April, Tag 39 im Katastrophenmodus.
    • Sonnig, weniger Wind, 24 Grad, Omega hält durch.
    • Die durchschnittliche Zahl der Neuinfizierten mit Covid-19 ging im 7-Tagesdurchschnitt von 2.419 auf 2.271 pro Tag zurück. 
    • Es war der Tag des Wocheneinkaufs im Supermarkt, ich besorgte dann noch Spargel und Schinken, für unser Abendessen, denn heute haben wir was zu feiern, was schon eine ganze Zeit zurück liegt. Üblicherweise würden wir uns an diesem Tag ein gutes Essen leisten, aber da der Laden, bei dem wir das nächste Take-away bestellen wollen, heute Ruhetag hat, kochen wir selber, und für einen Festtag ist der erste Spargel gerade recht.
    • Wir machten unsere Lieblingszubereitung, kurze Spargel als Spargelragout aus der Pfanne, mit Wein und Spargelsud abgelöscht, dann Sahne. Gewürzt mit Orangenschalenabrieb, Piment d'Espelette, Pfeffer, Kerbel. Dazu natürlich Flädle und Schinken.
    #wirbleibenzuhause #stayhome #Maskeauf

    Mittwoch, 22. April 2020

    Die Krise. Mainaufwärts.


    Mittwoch 22. April, Tag 38 im Katastrophenmodus.
    • Wieder sehr sonnig und windig, gleiche Wetterlage wie gestern, 22 Grad.
    • Die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 ging nur ganz gering (um 9) auf 2.419 pro Tag zurück.
    • Wir waren mit dem Auto unterwegs ins nächste Städtchen, Anlass war ein Arztbesuch. Von dort stammt das Foto oben. In der Praxis sind momentan keine Begleitpersonen (ich bin Fahrerin) erlaubt, so wartete ich auf dem Parkplatz, es ließ sich bei einem Buch in der Sonne gut aushalten.
    • Die anderen Bundesländer haben inwischen auch alle eine Maskenpflicht eingeführt.
    • Unsere Beschäftigung für die nächsten drei Monate, das Seniorenstudium, findet dieses Semester nicht statt. Die meisten von uns könnten durchaus an Online-Vorlesungen teilnehmen. Aber vermutlich wird das momentan alles mit ganz heißer Nadel gestrickt, und da fallen wir einfach hinten runter.
    • Gegessen haben wir Spinat, Spiegelei und Kartoffel-Petersilienwurzel-Stampf.
    #wirbleibenzuhause #stayhome #Maskeauf

    Dienstag, 21. April 2020

    Die Krise. Omega-Wetterlage.

    Dienstag 21. April, Tag 37 im Katastrophenmodus.
    • Sehr sonnig, sehr windig, wir liegen im Zentrum eines sehr großen und kräftigen Hochdruckgebiets, die Tiefdruckgebiete weit außen im Osten wie im Westen. Das nennen die Meteorologen Omegalage. Und typisch dafür ist auch, dass sie uns lange erhalten bleiben wird.
    • Die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 ging weiter leicht zurück, der Durchschnittswert lag bei 2.428 Neuinfizierten pro Tag, gestern bei 2.476. 
    • Aus Köln wurden von gestern Menschenmassen in der Stadt berichtet wie in der Vorweihnachtszeit oder früher beim Schlussverkauf. 
    • Bei uns ist's ja überwiegend noch zu, und so lief der Markteinkauf entspannt. 
    • Und das Regal mit Toilettenpapier im Drogeriemarkt war seit über 5 Wochen zum ersten Mal wieder gut gefüllt und nicht gähnend leer. Die letzte Packung hatte ich ja im Supermarkt bekommen
    • Auch Baden-Württemberg führt ab nächster Woche eine Maskenpflicht für Einkäufe und den ÖPNV ein. Wie hier in Bayern ist ein Schal oder Tuch auch möglich. Ich finde es schon recht bedenklich, wie Politiker:innen uns Bürgern die Nützlichkeit bzw. Verpflichtung oder "das braucht man nicht" nach Verfügbarkeit und nicht nach objektiv nachvollziehbaren Kriterien erklären. Die Ausstattung mit Schutzausrüstung einschließlich Desinfektionsmitteln und Medikamenten muss die Politik auf vielen Ebenen leisten, im Bund, in den Ländern bis zu Landkreisen und Gemeinden. Und das ist in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt worden. Schutzausrüstung müsste vorhanden sein, es gab und gibt Pläne dazu, die nicht umgesetzt wurden. So waren vor 5 Wochen Atemmasken "nicht notwendig", jetzt werden sie verlangt, und weil immer noch keine ausreichende Menge vorhanden ist, können wir eben auch Schals nehmen. (In der FAZ von gestern gab es einen Artikel dazu, allerdings (momentan noch?) hinter der Bezahlschranke)
    • Gegessen haben wir Nudeln mit Schinken und Broccoli in Sahnesauce mit ein wenig Gorgonzola drin für die Würze. Und den ersten Freilandsalat.
    #wirbleibenzuhause #stayhome 

    Montag, 20. April 2020

    Die Krise. Lockerungen?

    Montag 20. April, Tag 36 im Katastrophenmodus.
    • Sehr sonnig bei gleichzeitig sehr kaltem, heftigen Ostwind. Wir erreichten knapp 22 Grad.
    • Die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 ging weiter zurück, der Durchschnittswert lag bei 2.476 Neuinfizierten pro Tag, gestern bei 2.633. Gut.
    • Ich war beim Bäcker und erstaunt, dass die anderen Läden weiterhin zu sind. Ich lernte, dass in Bayern die kleinen Läden erst in einer Woche, am 27. April geöffnet werden dürfen.
    • Dazu passt, dass ab nächster Woche eine Maskenpflicht (ein Schal oder Tuch wird auch akzeptiert) in Läden und im ÖPNV gilt. Das erklärte der bayerische Ministerpräsident heute im Landtag.
    • Gegessen haben wir den Thunfisch-Sellerie-Salat, er hat uns beim ersten Mal so gut geschmeckt, dass wir ihn schon wieder gemacht haben. Das größte Kompliment für den Salat war wohl, als wir besprachen, wie wir den Rest der selbst gemachten Mayonnaise verbrauchen wollen: Laß uns einfach den Salat nächste Woche noch mal machen. Diesmal lag er auf einem Bett vom letzten Feldsalat, mit Kresse aus eigener Ernte obendrauf, und hartem Ei.

    • Igor Levit spielte zum 39. Hauskonzert die Passacaglia von Ronald Stevenson. Das Stück dauert rund 90 Minuten, Link zur Aufzeichnung [klick].
    • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
    #wirbleibenzuhause #stayhome

    Sonntag, 19. April 2020

    Die Krise. Fauler Sonntag.

    Sonntag 19. April, Tag 35 im Katastrophenmodus.
    • Es war wolkig, teilweise sonnig, windig, nicht so warm wie die Tage davor, wir erreichten 21 Grad.
    • Die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 ging (wochenendbedingt?) zurück, aber zum Ausgleich dieser Ungenauigkeit bilden wir ja einen 7-Tage-Durchschnitt. Der lag heute bei 2.633 Neuinfizierten pro Tag, gestern bei 2.747. Noch stimmt die Richtung.
    • Wir blieben zu Hause und verlebten einen faulen Sonntag.
    • Gegessen haben wir Gulasch, Kartoffel-Petersilienwurzel-Stampf und einen Salat. Das Gulasch hatten wir vor knapp vier Wochen gekocht und mehrere Portionen eingefroren, somit war das schnelle Küche.
    #wirbleibenzuhause #stayhome 

    Samstag, 18. April 2020

    Die Krise. Genervt.

    Samstag 18. April, Tag 34 im Katastrophenmodus.
    • Morgens noch Wolken, dann wieder ein Sommertag, wir erreichten (unglaubliche) 29 Grad. Die als möglich erwähnten Schauer erreichten uns nicht, und wir bräuchten dringend, ganz dringend Regen.
    • Gestern wurden wieder mehr Neuinfektionen gemeldet, der Schnitt pro Tag lag bei 2.747, gestern bei 2.788, also geht es immer noch leicht nach unten. Ich bin extrem gespannt auf die Entwicklung in der nächsten Woche, Richtung Wochenende müsste man dann erkennen können, wie der Trend nach den ersten Öffnungen und Erleichterungen läuft. 
    • Für Anfang Mai hatten wir Theaterkarten, die ich gegen einen Gutschein getauscht habe. Ich hoffe sehr, dass die Stücke, die wir jetzt nicht sehen konnten, in der nächsten Saison wieder gespielt werden, aber ich weiß nicht, ob das geht: alte Verträge, neue Verpflichtungen der Künstler?
    • Relativ spät zum Markt gegangen, es war so nervig, weil so viele Leute auf der Straße waren, die auf nichts achteten, schon gar nicht auf Abstand. Ich trug die Maske, empfand es auch als nervig, weil warm, und die Brille beschlug. Die Besorgungen mit dem Auto sind mir momentan deutlich lieber, my Auto my Castle - sozusagen.
    • Gekocht und gegessen haben wir einen Rostbraten "vom Grill" mit Quinoa-Broccoli-Möhren-Salat. Der Salat war ein wenig abgewandelt, ohne Mandeln bzw. Pistazien, weil wir ihn ja als Beilage zu Fleisch gegessen haben.
    Das ist "der Grill", eine Grillpfanne auf einer Induktionsplatte, draußen auf der Terrasse.
    #wirbleibenzuhause #stayhome