Sonntag, 14. November 2021

Die Krise. Verkackt.

Es tut mir leid, aber ich muss so ein Unwort benutzen. Denn die Pandemie läuft in Deutschland so schlecht wie nie zuvor, und inzwischen sind auch einige Politiker:innen aufgewacht und fordern "die Welle muss unbedingt gebrochen werden"
Nun, die Lage kommt ja nicht plötzlich innerhalb weniger Tage oder Wochen. Zur Verdeutlichung die Grafik des 7-Tage-Durchschnitts der Neuinfektionen in Deutschland, ganz ohne regionalen Bezug.
  • Im Juli waren die Zahlen am besten, stiegen aber bereits wieder stetig bis zu einem ersten Höhepunkt, der im September nach Ende aller Schulferien erreicht wurde. Da waren es bereits über 10.000 Neuinfektionen täglich. Diese Welle schwächte sich dann etwas ab, und anstatt sie weiter zu drücken, überbot sich die Politik mit Lockerungen. 
  • Gegen den Rat der Fachleute wurden die Beschränkungen fast alle auf ein Mal fallen gelassen, anstatt eine Maßnahme zu beenden und zwei Wochen abzuwarten, wie sich die Lockerung auswirkt. 
  • Wach geworden ist die Politik aber erst jetzt, als weit über 30.000 Neuinfektionen gemeldet wurden, in der Zwischenzeit geschah nichts was geeignet gewesen wäre, die Pandemie einzudämmen.
  • Zum Ende der dritten Welle im Juni hatten wir 90.000 Todesfälle, inzwischen sind wir bei 98.000 angelangt. 8.000 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid innerhalb von vier Monaten gestorben, und wir tun so als seien das Peanuts???
  • Es wird immer deutlicher, dass die Politiker:innen nicht am Wohlergehen der Bevölkerung interessiert sind, das ist ihnen völlig egal. Für mich bleibt nur die Schlussfolgerung, jede(r) muss sich selbst um sein Wohlergehen kümmern und sich schützen. Dass man damit auch andere schützt, vor allem die der unmittelbaren Umgebung, ist ein angenehmer Begleiteffekt.
  • Wir haben das gleich umgesetzt und uns die Booster-Impfung abgeholt. Sechs Monate nach der Zweitimpfung waren vorbei, wir hatten uns bereits vor Wochen bei unserem Hausarzt angemeldet.
  • In der Hausarztpraxis ging es zu wie in einem Bienenstock. Sie haben einen Impftag in der Woche (weil die Impfdosen nicht einzeln verpackt sind, können sie nicht individuell impfen), an dem jeweils 80 Personen geimpft werden. Die Terminvergabe dazu steht momentan im Februar 2022.
  • Das macht auch klar, dass die Hausärzte allein überfordert sind, alle zu impfen, sie brauchen schnell professionelle Unterstützung mit hoher Kapazität. Also doch wieder Impfzentren, vielleicht besser Impfbusse, die flexibel und mobil eingesetzt werden können.
  • Nun zu Weihnachten: seit Monaten unke ich, dass wir es auch in diesem Jahr schaffen werden, genau zu Weihnachten einen so hohen Infektionsstand zu erreichen, dass die Politiker:innen dem öffentlichen Druck nicht mehr standhalten und wir doch eine Art Lockdown bekommen werden. Also ist nichts mit Weihnachten in der erweiterten Familie oder mit Freunden. Und die Oma wird im Pflegeheim wieder allein sein.
  • Übrigens: wer sich jetzt zum ersten Mal impfen lässt, kann sich kurz vor Weihnachten die zweite Spritze holen und ist dann am Ende der Weihnachtsferien vollständig geimpft.
  • Ein kurzer Aufenthalt im Schwarzwald war für uns auch noch drin. Das Hotel setzt inzwischen auf 2G, d.h. nur Genesene und Geimpfte dürfen rein. Es wurde gründlich kontrolliert, das finde ich immer sehr beruhigend. Nach wie vor wird sehr auf Hygiene und Abstand geachtet. Hier war alles gut.

Zum Abschluss die Karte der Inzidenzen nach Landkreisen plus Legende.




Freitag, 12. November 2021

#12von12. November 2021.

Freitag der zwölfte, im November, und wir wachten nicht zu Hause auf. Beim Blick aus dem Fenster sahen wir, dass der Wasserfall noch im Schlafmodus war. 
Wir wandten uns den Dampfsignalen zu, Schwimmbad war angesagt.
Dann Frühstück, bei mir wie immer erstmal Kaffee.
Meine Begleitung genoss das Obstangebot.
Später war der Wasserfall dann in Betrieb.
Leider mussten wir den angenehmen Ort verlassen, also die Koffer packen.
Als wir die Autobahn nach Norden erreichten, verschwand die angenehme Sonne, stattdessen kamen Nebel und Hochnebel, abwechselnd, keine Sonne mehr bis zu Hause, und dort auch nicht. Normalerweise sieht man über den Hausdächern Weinberge, die momentan noch schön bunt gefärbt sind. Wenn man sie denn sieht.
Gefreut habe ich mich, dass die Christrose wie jedes Jahr im November zu blühen beginnt und auch ein wenig zugelegt hat, während wir weg waren.

Damit endet die Fotoserie meiner #12von12 nach Bild 8, der Alltag hatte uns wieder. Koffer auspacken, das Nötigste einkaufen, das Übliche halt. Und ein wenig Frust auch über den Hochnebel, der hier sehr hartnäckig sein kann.

Weitere #12von12 vom November findet ihr bei Draußen nur Kännchen. Wie #12von12 funktioniert, lest ihr hier.


Freitag, 5. November 2021

Die Krise. Totale Ignoranz.

  • Wie bereits im letzten Pandemie-Status befürchtet, hat sich sie vierte Welle nur zeitweise abgeschwächt, um dann im Oktober steil anzusteigen. Inzwischen - Anfang November - wurden so viele Neuinfektionen gemeldet wie noch nie. NOCH NIE!
  • Man könnte denken, dass wir inzwischen wissen, wie die Infektionen bekämpft bzw. ihre Anzahl klein gehalten werden kann. Die Regeln vom vergangenen Jahr gelten weiterhin: Abstand, Hygiene, Maske, Lüften. Und inzwischen auch IMPFEN. 
  • Leider stockt die Kampagne seit vielen Wochen, obwohl seit Mai genügend Impfstoff vorhanden ist. Momentan sind etwa 2/3 der Bevölkerung geimpft, und das ist laut Einschätzung der Fachleute viel zu wenig.
  • Neu ist, dass nun auch die "Booster"-Impfung empfohlen wird, also eine dritte Impfdosis sechs Monate nach der zweiten. Da die Älteren Anfang des Jahres zuerst geimpft wurden, sind sie jetzt wieder dran bzw. bereits überfällig.
  • Ganz schlecht präsentiert sich die Politik. Die Bundestagswahl ist vorbei, die Minister:innen und die Kanzlerin sind nur noch geschäftsführend im Amt. Aber auch in den Ländern, die (eigentlich) für die Gesundheitspolitik und deren Umsetzung zuständig sind, geschieht nichts. Corona interessiert die Damen und Herren der Politik nicht mehr, das Thema ist nur noch lästig. Und so lassen sie die Pandemie laufen.
  • Die Hoffnung der Politik, dass alles nicht so schlimm kommen wird, wie Fachleute vorhersagen, hat sich in den bisherigen drei Wellen nicht erfüllt, und es ist absehbar, dass es erneut schlimm kommen wird. Die Politiker:innen werden dann ganz erstaunt von nicht vorhersehbar sprechen. Es ist lächerlich, wenn es nicht so schlimm wäre. Diese Ignoranz, dabei haben sie alle mal einen Eid abgelegt zum Wohl des deutschen Volkes zu arbeiten. 
  • Im Oktober wurden die letzten Impfzentren geschlossen bzw. abgebaut. Es war nichts mehr los. Nun, nur wenige Wochen später und in Folge von nie gekannten Infektionszahlen, fordert der noch amtierende Gesundheitsminister (des Bundes) ihre Wiedereröffnung. Der Mann stellt sich offensichtlich vor, dass man nur den Schlüssel rumdrehen und das Licht anmachen müsste. Auch das ist Ignoranz, in dem Fall gegenüber Arbeit und Organisation.
  • Aus Baden-Württemberg wurde berichtet, dass der Ansturm auf Impfbusse, also mobile Angebote z.B. in der Stuttgarter Königstraße, sehr groß war. Die Leute haben stundenlang geduldig gewartet. Immerhin. Wenige Wochen zuvor hätten sie das im Impfzentrum wesentlich schneller haben können.
  • Nochmal Baden-Württemberg: in der Gastronomie wird zunehmend die 2G-Regel angewendet, also Zutritt im Innenbereich nur für Geimpfte und Genesene. Wenn der Status dann auch noch verantwortungsvoll und gründlich geprüft wird, ist das eine gute Sache.
  • Leider wählen auch viele den Ausweg, sich einen gefälschten Impfnachweis zu beschaffen, in Bayern spricht man von Tausenden. Die Verwendung ist auch nur strafbar, wenn die Fälschung gegenüber Behörden gezeigt wird, im Restaurant, Kino oder Theater ist das nicht strafbar. Das wollen sie jetzt wohl doch ändern.
  • Aus anderen Ländern hört man Positives, so sind in den früheren Problemländern Italien und Spanien die Inzidenzen niedrig (<50) und die Impfquoten (>89%) hoch. In Israel wurde die vierte Welle durch die Booster-Impfung von über 50% der Bevölkerung gebrochen.
  • Die Aussichten für uns in Deutschland sind momentan alles andere als gut. Ich werde weiter berichten.

 

Samstag, 30. Oktober 2021

Essen. Rückblick Oktober.

Viel Fotografiertes ist diesen Monat nicht zusammen gekommen. Deutlich wird jedoch der Übergang vom Spätsommer in den Herbst. Diese Pappardelle mit Harissa-Tomaten, Oliven und Kapern habe ich bereits vorgestellt [klick führt zum Rezept]. Nun haben wir sie nochmals gekocht, diesmal mit sommerlich frischen, aromatischen Kirschtomaten.
Lauchgemüse auf Kartoffelpüree bringt den Übergang in den Herbst, dazu ein kleines Stück Fleisch.
Nochmals Lauch, diesmal als Lauchkuchen. Das Rezept entspricht dem von meiner Quiche Lorraine, nur ohne den dort verwendeten Käse [klick führt zum Rezept].
Es folgen nun bald wieder Gerichte mit Spinat, den gibt es momentan mal wieder frisch in super Qualität.

Sonntag, 3. Oktober 2021

Die Krise. Die vierte Welle, Zwischenstand.

Wo stehen wir bei der vierten Welle? Die Grafik zeigt den Verlauf von Juli mit dem niedrigsten Wert bis Ende September. Da hat sich die Welle wieder abgeschwächt, aber die letzten Tag gingen die Infektionszahlen bundesweit (die grüne Linie) nicht mehr eindeutig zurück, sondern schwankten hin und her. Geht es weiter abwärts, oder wird Schwung zu neuen Höchstwerten geholt?

Die Lage stellt sich momentan so dar:
  • Nach wie vor sind viel zu wenig Menschen in Deutschland geimpft, obwohl seit Monaten genug Impfstoff zur Verfügung steht und massiv für Impfungen geworben wird. Dabei ist gerade  die Altersgruppe von 35 bis 59 Jahren ("Elterngeneration") besonders nachlässig oder unwillig.
    Jugendliche ab 12 können inzwischen auch geimpft werden, das Angebot ist wohl recht gut angenommen worden. 
  • Für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens gilt nun seit etwa einem Monat für den Zugang die 3G-Regel, also genesen, geimpft oder getestet. Für Geimpfte ist das relativ einfach, man zeigt das Handy mit dem entsprechenden Zertifikat vor. Für Impfunwillige wird es so langsam umständlich, der Schnelltest gilt nur für 24 Stunden, da muss man evtl. mehrfach in der Woche einen Test machen lassen. Zudem werden immer mehr Teststellen abgebaut, und ab 11. Oktober muss der Test für Ungeimpfte bezahlt werden.
  • Auch für den Zugang zur Universität soll im kommenden Wintersemester die 3G-Regel gelten. Wie man hört, ist die Impfbereitschaft bei den Studierenden zufriedenstellend.
  • Die Deutschen reisen wie verrückt, in allen Urlaubsgebieten ist es voll, auch außerhalb der Ferien. Der Nachholbedarf scheint unendlich groß zu sein.
  • Auch wir waren drei Tage im Schwarzwald, die erste Reise seit Beginn der Pandemie. Sehr positiv empfand ich den Umgang des Hotels mit den Hygieneregeln. Überall standen Spender zur Handdesinfektion, überall wurde auf die Regeln hingewiesen. Auch unser Impfnachweis wurde beim Einchecken sorgfältig kontrolliert, was mich sehr gefreut und auch beruhigt hat. Außerhalb des Hotelzimmers war Maskenpflicht, erst am Tisch im Restaurant durfte sie abgenommen werden. Beim Frühstücksbuffet mussten Einweghandschuhe getragen werden. Leider mussten auch viele Dinge verpackt angeboten werden, die sonst offen zur Verfügung stehen, angefangen bei Zucker, Salz, Pfeffer über Butter und Marmelade zu angemachtem Quark oder Kaffeesahne, nur als Beispiel. Die Müllberge nehmen pandemiebedingt zu. 
  • Die Einschätzung der Wissenschaftler zum Verlauf der Pandemie in Deutschland ist negativ, sie sehen bereits im Oktober einen deutlichen Anstieg der vierten Welle, weil viel zu wenige Leute in Deutschland geimpft sind, momentan liegen wir bei 64%. Länder wie Dänemark oder England haben viel höhere Impfquoten und können sich weitere Lockerungen erlauben, ohne dass die Infektionszahlen steigen. Jede(r) von uns kann dazu beitragen, dass auch bei uns weiter gelockert werden kann und wir schneller wieder ein "normales" Leben führen können.
  • Mal sehen, wie es sich entwickelt, ich werde berichten.

Donnerstag, 30. September 2021

Essen. Rückblick September.

Nach dem von vielen als zu kalt empfundenen Sommer verwöhnte uns der September in diesem Jahr mit bestem Spätsommerwetter. Dem entsprechend fiel auch unser Speiseplan aus: Sommergerichte. Und nicht zu vergessen: in dieser Jahreszeit schmecken Tomaten, Paprika und Auberginen am besten.
Wir begannen aber noch mal mit geschmorten Artischocken [klick führt zum Rezept] aus einheimischer Ernte, sie waren in diesem Jahr besonders lange verfügbar, von Mitte Juni bis Mitte September.
Das war meine Umsetzung eines von zwei Rezepten aus Simple von Ottolenghi. Beide Male werden Linsen, Auberginen und Kirschtomaten kombiniert, und dennoch schmecken sie recht unterschiedlich. Das zweite Rezept haben wir auch noch ausprobiert (s. weiter unten), beide Rezepte sind noch nicht auf dem Blog veröffentlicht.
Bei den sommerlichen Temperaturen durfte der Brotsalat aus der Toskana Panzanella [klick führt zum Rezept] nicht fehlen.
Ich hatte schon seit langem vor, mal Hummus zu machen, jetzt habe ich es endlich realisiert. War sehr gut, mit einigen gerösteten Kichererbsen als Knusper oben drauf, und einigen Roastbeef-Scheibchen aus einem Rest.
Das ist das zweite Rezept mit den Zutaten Linsen, Aubergine und Tomaten aus Simple. Rezept folgt noch.
Nach einer längeren Pause gab es mal wieder frischen Mangold auf dem Markt. Wir verarbeiteten ihn zum bevorzugten Rezept, geschmort mit wenig Tomate, dazu Büffelmozzarella.

Dienstag, 28. September 2021

Ganz nah. Die Papiermühle in Homburg.

Papiermühle
Das war das zweite Ziel unseres Ausflugs an einem Spätsommertag wie aus dem Bilderbuch. Wir besichtigten die Papiermühle in Homburg am Main, dort wurde von 1807 bis 1975 Papier bzw. Pappe produziert. Seit 1997 befindet sich in dem historischen Gebäude ein Museum, das die Herstellung von Spezial-Pappe zum Stand der Stilllegung zeigt.
Auf diesem Foto kann man oben die beiden Dachböden erkennen, auf denen das Papier getrocknet wurde, die Läden aus Holz lassen sich öffnen.
Papiermühle
Von innen sieht das dann so aus:
Papiermühle Luke Papiermühle Trockenboden
Die getrocknete Pappe ist ziemlich wellig, um sie zu glätten, werden zuerst Stapel sortiert und gelegt und dann gepresst. 
Papiermühle Pappen
Papiermühle Pressen
Zur endgültigen Glättung werden die Bögen durch diese Walze geschoben, ganz ähnlich wie Wäsche durch eine Bügelmaschine.
Papiermühle Glätten
Interessant ist auch, dass das Haus nicht nur Produktionsstätte war, sondern auch Wohnung der Familie. So kann man die typische Einrichtung aus den 1920-er und 1950-er Jahren bestaunen und sich zurück versetzen. Viele von uns haben solche Einrichtung noch erlebt oder bei den Großeltern gesehen.
 
Auch wir waren vorher schon mal hier, zum Beitrag im Blog kommt man durch [klick].

Montag, 27. September 2021

Ganz nah. Die Wehrkirche in Urphar.

Bei schönstem Spätsommerwetter machten wir einen Ausflug, der uns zuerst nach Urphar am Main führte. Urphar ist heute ein Stadtteil von Wertheim, der Main macht hier eine Schleife, und es gab in grauer Vorzeit hier einen Übergang über den Fluss, per Furt oder auch per Fähre. Wir besichtigten die Wehrkirche, die hoch oben über dem Dorf liegt. Von dort hat man einen guten Blick über den Main, und konnte rechtzeitig erkennen, wer sich dem Dorf näherte.
Wehrkirche
Der älteste Teil der Kirche ist der Turm aus dem 10. Jahrhundert, unten für Gottesdienst, oben Ausguck und Verteidigung. Die Kirche (St. Jakob) lag an einem Jakobsweg-Zubringer und war im Mittelalter ein Ziel für Pilger, so dass mehr Platz benötigt wurde. Das Langhaus wurde 1296/97 angebaut, Ende des 15. Jahrhunderts wurde für die Pilger eine Beichtkapelle an der Nordwand gebaut, die heute als Sakristei und Eingangsbereich dient. Das Gebiet um Urphar wurde nach der Reformation sehr früh evangelisch, so dass es mit den Pilgern vorbei war, und die Kirche für Urphar und weitere Dörfer der Umgebung als Pfarrkirche diente.
Die ursprüngliche Eingangstür samt Beschlägen stammt aus dem 13. Jahrhundert. 
mittelalterliche Tür
Im Kirchenschiff stehen noch die Kirchenbänke aus dem 13. Jahrhundert. Damit man heutzutage etwas bequemer sitzen konnte, wurde eine zusätzliche Rücklehne und einen breitere Sitzfläche auf der vorhandenen angebracht.
Kirchenbänke
Detail im Langhaus, hölzerner Pfeiler.
Pfeiler
Die beiden Emporen wurden im 16. und 18. Jahrhundert eingebaut, zur ersten gab es früher auch einen dirketen Zugang von außen.
Empore
Die ursprüngliche Treppe hoch zur ersten Empore ist eng und sehr schmal, eine richtige Hühnerleiter.
steile Treppe
 Die Orgel wurde ab 1780 eingebaut und 1952 renoviert.
Orgel
An den Wänden in der Apsis, im Chor und im Langhaus viele Fresken, die 1949 bis 1953 freigelegt wurden. 

Fresko Apsis Fresko Fresko 

Wir waren früher schon einmal hier, zum damaligen Bericht im Blog kommt man durch [klick].

Sonntag, 12. September 2021

#12von12. September 2021.

Diesen Monat traf es sich gut, dass der zwölfte auf einen Sonntag fiel und wir zusammen mit Freunden einen Ausflug geplant hatten. Es ging ins schöne Ochsenfurt, gut 20 Kilometer von Würzburg entfernt. Das Wetter verwöhnte uns mit schönstem Spätsommer.
Zuerst schipperten wir eine halbe Stunde auf dem Main mit der Nixe. Dieses Schiff diente als Fähre für Fußgänger und Radfahrer zwischen Ochsenfurt und dem auf der anderen Mainseite gelegenen Stadtteil Kleinochsenfurt, währen die Alte Mainbrücke saniert wurde und das Mittelteil monatelang fehlte. Während wir auf die Nixe warteten, konnten wir weiteren Schiffsverkehr beobachten.Nun kam sie endlich.
So langsam verschwanden die Türme von Ochsenfurt aus dem Blickfeld.
Bei Frickenhausen wendete das Schiff.
Wieder in Ochsenfurt gingen wir auf die Alte Mainbrücke zwecks der Aussicht. Zum einen auf die Stadt.
Zum anderen auf ein Puppentheater mit Corona-gerechter Bestuhlung.
Einen Brückenheiligen hat die Brücke auch, ganz traditionsbewusst den Hl. Nepomuk.
Immer wieder Blickfang im Stadtzentrum, das neue Rathaus.
Schöne Fachwerkhäuser gibt es reichlich.
Auch Ochsenfurt hatte im Mittelalter ein Spital für Arme und Kranke, nicht zu verwechseln mit einem Krankenhaus, Ärzte gab es nicht. Zu einem Spital gehörte natürlich auch eine Kirche, und diese hat einen hübsch geschmückten Nebeneingang.
An der ehemaligen Friedhofskapelle ein beachtenswertes Tympanon.

Weitere #12von12 vom September findet ihr bei Draußen nur Kännchen. Wie #12von12 funktioniert, lest ihr hier