Freitag, 10. April 2020

Die Krise. Feiertag eins von vier.

Freitag 10. April, Tag 26 im Katastrophenmodus.
  • Am Vorabend hatten wir unser erstes Videotreffen mit Freunden über Zoom, es waren auch Leute dabei, die normalerweise unseren Stammtisch nicht besuchen, weil sie nicht vor Ort sind. Ich hatte für uns das Tablet aufgestellt, mein Eindruck war aber, dass man auf einem Laptop mehr sieht und auch mehr Möglichkeiten der Einstellung hat. Zudem musste ich mich immer vorbeugen um etwas einzustellen oder zu verändern, beim Tablet "patscht" man halt auf den Bildschirm und hat keine etwas weiter entfernte Maus zur Verfügung. Wenn wir diese Art Stammtisch wiederholen, werde ich den Laptop verwenden.
  • Das 29. Hauskonzert mit Igor Levit (Link zur Aufzeichnung [klick]) hörten wir diesmal nicht live, wir waren ja beim Stammtisch. Er spielte mehrere kurze Stücke, begann mit Original Rags, Maple Leaf Rag und Peacherine Rag von Scott Joplin, später kam dann Ungarische Melodie von Franz Schubert und Weiteres. 
  • Das Wetter war wieder traumhaft schön, wir erreichten 26 Grad.
  • Wir blieben trotz des schönen Wetters zu Hause.
  • In der Pandemie haben wir in Deutschland immer noch sehr viele Neuinfektionen, über fünftausend mehr seit gestern. Das sind verdammt viele. Die Verdopplung der Infektionen benötigt Stand heute in Deutschland 16,8 Tage (gestern 16,1).
  • Zubereitet und gegessen haben wir einen Thunfisch-Sellerie-Salat mit selbstgemachter Mayonnaise nach dem Blog esskultur.at von Katharina Seiser. Für uns hat das halbe Rezept gut gereicht. 
  •  Igor Levit spielte politische Stücke, seine Ankündigung lautete: "Linke, politischste Musik. Musik des Zusammenhaltes, des Kampfes, des Schmerzes und des Aufstandes. Musik von Paul Dessau, Cornelius Cardew & Frederic Rzewski." (Link zur Aufzeichnung [klick]) 
  • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
#wirbleibenzuhause #stayhome

Donnerstag, 9. April 2020

Die Krise. Grüner Donnerstag.

Donnerstag 9. April, Tag 25 im Katastrophenmodus.
  • Morgens einige Wolken, dann sonnig und warm, wir erreichten 27 Grad.
  • Ich war froh, dass alle Einkäufe erledigt waren und ich nicht mehr raus musste. Auch auf einen Spaziergang haben wir verzichtet, wir sind lieber vorsichtig. 
  • Am Gründonnerstag wird ja tradtionell etwas Grünes gegessen, für im Schwäbischen sozialisierte Leute sind das meistens Maultaschen. In diesem Jahr ist vieles anders, daher machte ich ein Omelett und Blattspinat dazu, den gibt es momentan wieder frisch vom Markt und wie immer in ausgezeichneter Qualität.
  • Die Verdoppelungszeit der Infizierten betrug heute 16,1 Tage (gestern 14,5).
  • Das abendliche Hauskonzert mit Igor Levit mussten wir wegen eines anderen Termins verschieben und werden morgen die Aufzeichnung anhören. Wir gehen auf einen virtuellen Stammtisch, den Freunde von uns, die in der IT-Branche arbeiten, für uns und weitere Freunde veranstalten. Mal sehen wie gut das klappt und wer alles dabei ist.

Mittwoch, 8. April 2020

Die Krise. Mittwoch, einkaufen zum zweiten.

Mittwoch 8. April, Tag 24 im Katastrophenmodus.
  • Sonnig und warm, das Thermometer zeigte tatsächlich 28 Grad.
  • Gemeinsam sind wir zur Autowerkstatt gefahren, ich bekam mein Autochen wieder, mit dem ich dann den wöchentlichen Supermarkteinkauf erledigte. Sonst ist das meist am Donnerstag, aber an Gründonnerstag ist der Andrang auch in anderen Jahren sehr stark, so habe ich den Einkauf einen Tag vorgezogen. Der Parkplatz war schon voller als letzte Woche, und eine lange, auseinandergezogene Schlange wartete vor dem Eingang. Es ging dann aber besser als befürchtet, denn als ich das Ende der Schlange erreicht hatte, ließ der Wachmann viele Leute nacheinander rein, und ich war dabei. Auch an der Kasse war die Wartezeit erträglich, gut gemacht und Glück gehabt.
  • Nun können wir die ganzen Tage zu Hause bleiben, vielleicht fahre ich noch mal zum Metzger, mal sehen.
  • Die Infektionszahlen steigen weiterhin weniger stark an, heute braucht es 14,5 Tage zur Verdoppelung der Fälle (gestern 12,3).
  • Gegessen haben wir die zweite Hälfte der Quiche Lorraine.
#wirbleibenzuhause #stayhome

Dienstag, 7. April 2020

Die Krise. Dienstag, einkaufen zum ersten.

Dienstag, 7. April, Tag 23 im Katastrophenmodus.
  • Das wunderschöne Frühlingswetter hält an, wir erreichten 27 Grad.
  • Gemeinsam den ersten Teil der Einkäufe vor Ostern auf dem Markt erledigt, mit Absicht relativ früh, um nicht Teil von Menschenmassen zu werden. Es hat gut geklappt. Vor den beiden Wagen, die Geflügel und Fleisch verkaufen bildeten sich lange Schlangen, aber mit viel Abstand, siehe Foto der beiden "Schlangen".
  • Nicht ganz so gut hat die Abholung des gestern telefonisch bestellten Buchs geklappt, ich habe dann angerufen und meine Bestellung wurde gefunden und konnte übergeben werden. Die Art von Roman wollte ich mir zwar nicht mehr als physisches Buch ins Haus holen wg. Platzmangel, aber die Buchhandlung ist froh, ihre vorhandenen Bestände verkaufen zu können. Und ich möchte, dass sie uns erhalten bleibt.
  • Die Abholung von Büchern erfolgt kontaktlos in einer Bücherkiste in der Apotheke gegenüber. Die Kiste steht weit weg von den Apothekenmitarbeitern, in einer Tüte mit Namenszettel befindet sich das bestellte Buch mit Rechnung. Eine gute Nachbarschaftshilfe der Apotheke und Dank an beide, Buchhandlung und Apotheke, für die kreative Idee!
  • Die Infektionszahlen zeigen in die richtige Richtung, die Verdoppelung der Fälle braucht Stand heute 12,3 Tage (gestern 10,4).
  • Gekocht und gegessen haben wir Penne mit Champignon-Gorgonzola-Sahnesauce, dazu Chicoreesalat mit Orange. Gut war's. Neu war mir die Form des Gorgonzolas, ein hoher Zylinder mit ca. 30 cm Durchmesser, daraus wird der Käse geschöpft und in kleine Döschen umgefüllt. Das kannte ich noch nicht, und es war Klasse.
  • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
#wirbleibenzuhause #stayhome

Montag, 6. April 2020

Die Krise. Fauler Montag.

Montag, 6. April, Tag 22 im Katastrophenmodus.
  • Wunderschönes Frühlingswetter, den ganzen Tag schien die Sonne, wir erreichten über 23 Grad.
  • Gemeinsam draußen gewesen, um ein Auto zum Reifenwechsel und zur Inspektion zu bringen, gemeinsam im zweiten Auto zurück gefahren. Sonst nicht draußen, maximal nur auf dem Balkon gewesen.
  • Die Infektionszahlen in Deutschland steigen noch immer, aber zum Glück langsamer. Die Verdopplung der Fälle dauert jetzt 10,4 Tage (gestern 9,6). 
  • Österreich hat die Maßnahmen zur allmählichen Lockerung der Beschränkungen ab nächster Woche skizziert, unsere Politiker halten sich noch zurück und wollen über konkrete Maßnahmen erst nach Ostern, d.h. nächste Woche nachdenken.
  • Bei dem schönen Wetter haben wir "angegrillt", das heißt bei uns, dass die Grillpfanne auf dem Balkon auf einer Induktionsplatte aktiviert wird. Einen richtigen Grill werden wir uns nicht mehr anschaffen. Es gab Lammrücken, eine kleine Bratwurst zum Kosten und Nudelsalat mit Zucchini.

  • Igor Levit spielte das 26. Hauskonzert, Tschaikowky September aus Die Jahreszeiten op. 37b, das Stück hatte er im gestern gespielten Zyklus vergessen. Und dann die Klaviersonate Nr. 8 von Ludwig van Beethoven, vom Komponisten selbst als Grande Sonate Pathétique bezeichnet. Link zur Aufzeichnung [klick].
  • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!
#wirbleibenzuhause #stayhome

Sonntag, 5. April 2020

Die Krise. Sonniger Palmsonntag.

Sonntag, 5. April, Tag 21 im Katastrophenmodus.
  • Ende der dritten Woche, nachdem für Bayern der Katastrophenmodus erklärt wurde (siehe hier [klick]), puuhhh, das zieht sich.
  • Wunderschönes Wetter, den ganzen Tag Sonne, wir erreichten knapp 20 Grad.
  • Nicht draußen gewesen.
  • In der WhatsApp-Gruppe für unser Haus (siehe hier [klick]) wurde Trockenhefe gesucht und über den Briefkasten weitergegeben. Die erste Interaktion seit Gründung der Gruppe.
  • Die Infektionszahlen in Deutschland entwickeln sich ganz gut, wir haben jetzt eine Verdoppelung der Fälle in 9,6 Tagen (gestern 9,0). Aber es muss noch viel besser werden. Geduld!
  • Gegessen haben wir eine schnelle Variante, da früher mal gekocht und dann eingefroren. Bratwurst (ohne Haut) mit Fenchelsaat in Tomatensauce zu Pasta. Dazu ein Salat.
  • Igor Levit spielte das 25. Hauskonzert, Tschaikowky Die Jahreszeiten op. 37b. Link zur Aufzeichnung [klick].
  • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!

#wirbleibenzuhause #stayhome

Samstag, 4. April 2020

Die Krise. Frühling und 16 Grad.

Samstag, 4. April, Tag 20 im Katastrophenmodus.
  • Kein Nachtfrost, den ganzen Tag war es sonnig, 16 Grad wurden erreicht.
  • Ich war doch noch draußen, wir hatten die Essensplanung für die nächste Woche am Vorabend verfeinert, und so war ein Besuch beim Metzger erforderlich. Fahrt dorthin allein im Auto, ich musste nur kurz vor dem Laden warten, es sollen nicht mehr als fünf Kunden gleichzeitig im Laden sein. Ich habe alles bekommen was ich wollte, und es war reichlich da.
  • Der Rest des Wochenendes sollte nun trotz des Superwetters, das angesagt ist, drinnen bzw. auf Balkonien stattfinden.
  • Beim Anblick des Abendessens spontan "Ja ist denn heut' scho' Weihnachten?" denken, denn Tatar gibt es auf jeden Fall bei uns am 24. Dezember. Und eben heute auch.

#wirbleibenzuhause #stayhome

Freitag, 3. April 2020

Die Krise. Trüber Tag.

Freitag, 3. April, Tag 19 im Katastrophenmodus.
  • Wieder leichter Nachtfrost, aber trüb und wolkenverhangen, wärmer. 
  • Den wöchentlichen Einkauf auf dem Markt erledigt, es war schon voller als am Mittwoch, da ist es schwieriger, den nötigen Abstand zu den anderen Menschen einzuhalten.
    Am wenigsten halten die jungen Leute Abstand, sie interessiert das offensichtlich nicht, und das Wort Rücksicht haben sie leider nicht in ihrem Wortschatz. Auch problematisch ist das Verhalten der Alten, damit meine ich die über siebzigjährigen. Viele von Ihnen sind wohl so in ihren Gewohnheiten, dass sie auf Weiteres nicht achten können oder wollen. 
  • Vermehrt sieht man Leute mit Mundschutz. Bei manchen hat sich aber nicht rumgesprochen, dass wenn schon, dann Mund UND AUCH Nase bedeckt sein sollten. Einige hatten das Teil zwar um, aber unters Kinn geschoben. Man schwitzt wohl drunter?
  • Die Maßnahmen scheinen zu wirken, die Kurve der Infektionen flacht ab, allerdings haben wir die Spitze noch nicht erreicht, es gibt jeden Tag mehr Infektionen als am Vortag. Und mehr Tote. Momentan verdoppelt sich die Zahl der Infizierten in Deutschland alle 9 Tage. 
  • Es gibt auch schlechte Nachrichten, unsere "amerikanischen Freunde" gelangen mit Wild-West-Methoden an Schutzmasken, sie kapern sie einfach, oder bieten für bereits bezahlte Ware einen höheren Preis, damit sie die Ware bekommen. 
  • Gekocht bzw. gebacken haben wir eine Quiche Lorraine. Ein Vorteil ist, dass sich Quiche wunderbar aufwärmen lässt und wir dann wieder einmal Fast Food auf unsere Art haben.
  • Igor Levit spielte zum heutigen Hauskonzert Lieder und Songs auf dem Klavier, gesungen wurde nicht. Link zur Aufzeichnung [klick]
  • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!

#wirbleibenzuhause #stayhome 

Donnerstag, 2. April 2020

Die Krise. Der Frühling schleicht sich an.

Donnerstag, 2. April, Tag 18 im Katastrophenmodus.
  • Nachtfrost, Sonne, tagsüber wärmer, wir erwarten erst am Wochende 20 Grad zu überschreiten.
  • Der wöchentliche Einkauf im Supermarkt, er war gut besucht, die Regale voll bzw. an vielen Stellen wurde nachgefüllt. Ich habe nicht kontrolliert, ob Mehl oder Hefe zu bekommen waren. Die einzelnen Kassen sind durch eine Plastikplane abgetrennt, rote Bänder markieren 1,5 Meter Abstand, die eingehalten werden sollen, was geklappt hat. Mehr Leute mit Mundschutz als letzte Woche, das ist das Thema, das jetzt so langsam hoch kocht.
  • Auf dem Weg zum Supermarkt habe ich gesehen, dass die Spargelbuden aufgestellt und bereits geöffnet sind. Die Stände sind über das ganze Stadtgebiet verteilt, sie verkaufen Spargel und später auch Erdbeeren. 
  • Gegessen haben wir die zweite Portion der Conchiglioni, also große Muschelnudeln gefüllt mit Ricotta und Spinat. Sie sind in diesem Blog so oft abgebildet, dass ich mir das Foto schenke. Letzte Abbildung hier [klick].
  • Igor Levit spielte das abendliche Hauskonzert auf Einladung des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue, wir waren gespannt.Er spielte die Waldstein-Sonate von Ludwig van Beethoven (Klaviersonate Nr. 21 op. 53). Link zur Aufzeichnung (fraglich wie lange sie zur Verfügung steht, aber zumindest einige Tage, also schnell [klick]).
  • Bleibt nach Möglichkeit zu Hause und gesund!

#wirbleibenzuhause #stayhome 

Mittwoch, 1. April 2020

Die Krise. Neuer Monat, alles beim Alten.

Mittwoch 1. April, Tag 17 im Katastrophenmodus.
  • Nachtfrost, Sonne, der Wind ist weg, es wird langsam wärmer.
  • Wir haben einen Spaziergang durch den Park mit Einkauf am Markt und Apothekenbesuch verbunden. Immer wieder schön, unser Park, und nur wenig los, auch das ist schön in Zeiten des "social distancing".
Die Bänke im Hofgarten leer.
Sehr geschätzte Aussicht.
  • Je näher wir uns der Innenstadt näherten, desto undisziplinierter verhielten sich die Passanten, es wurde nicht mehr auf Abstand geachtet. An den Marktständen dann wieder Disziplin, Abstand mindestens zwei Meter, es wurde höflich gefragt "stehen Sie hier an?", um auch die richtige Schlange zu erwischen. 
  • An einer Haustür neben einem geschlossenen Fischladen gesehen: 


#wirbleibenzuhause #stayhome