Donnerstag, 13. Oktober 2005

Katzen II

Drei der hier zumeist bedauernswerten Geschöpfe haben wir vor 2 Tagen innerhalb kurzer Zeit getroffen, alle drei bekamen ein wenig zu fressen. Die erste, kleinste und bedauernswerteste der drei lag neben dem Sonnenuntergangsplatz, einen Meter nach dem Geländer, und schlief. Ich holte vom Vorrat aus dem Auto, N warf ihr Stückchen davon zu, sie nahm sie, aber relativ uninteressiert. Wir vermuten, sie war krank, wahrscheinlich auch dehydriert, und eine Wasserschüssel hatten wir nicht dabei. Schließlich hat sie doch alles gefressen.

Auf dem Weg zum Restaurant, nur wenige Meter weiter, sahen wir eine größere weiße Katze, nur Haut und Knochen. Sie bekam das zweite Futter, das wir dabei hatten, nachdem wir aus dem Restaurant wieder herauskamen.

Die dritte und schönste, mit durchaus glänzendem, schwarzen Fell, war die Restaurantkatze. Sie maunzte jeden Tisch an, der etwas zu essen darauf hatte, und wurde bei uns natürlich fündig. Wir gaben ihr Fisch und ein wenig Fleisch von Vitello Tonnato (ohne Tonnato), die ganze Zeit maunzte sie weiter. Taktisch unklug. Danach jedoch war sie ruhig, da offensichtlich gesättigt.

Einen Tag später haben wir die Kleine, getigerte wieder am selben Platz getroffen. Sie kam fast angerannt, als ob sie uns wiedererkannt hätte. Sie hat wieder etwas gefressen, und N hat ihr Wasser hingestellt. Dem Ingenieur ist bekanntlich nichts zu schwör, den Boden einer Plastikwasserflasche kann man wenige Zentimeter hoch abschneiden, dann hat man ein Trinkgefäß. Eine Plastikwasserflasche behält man übrig für den Wassertransport. Jetzt müssen wir nur noch genügend Wasser trinken, damit wir genügend leere Flaschen haben. Das sind Aufgaben!

Noch einen Tag später kann ich der kleinen Graugetigerten schon zusagen, dass wir leckeren Fisch für sie dabeihaben, so sie sich nur zeigt. (2 Stunden später ...) Inzwischen hat sie ihn gemampft, und das Wasserschälchen ist auch wieder aufgefüllt.

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