Donnerstag, 6. November 2014

Fotos. Umbrien. Spoleto.

Spoleto war schon zur Zeit der Römer ein wichtiger Stützpunkt an der Via Flaminia, der Straße, die von Rom fast direkt nach Norden, über den Apennin an die Adria führte. Spoleto beherrscht auf einem Hügel das Tal des Tessino, in dem die Straße lang führt. Entsprechend viel römische Bausubstanz findet man noch in den Gebäuden der Stadt. Im 6. Jahrhundert eroberten die Langobarden Spoleto und errichteten ein Herzogtum, das nach dem Sieg von Karl dem Großen über die Langobarden von den Franken übernommen wurde. Spoleto war auch unter den Karolingern und viele weitere Jahrhunderte ein wichtiger Stützpunkt auf dem Weg nach Rom.
Diese beherrschende Festung, Rocca Albornoz, wurde Ende des 14. Jahrhunderts zur Sicherung von Spoleto für den Kirchenstaat errichtet.
Spoleto - Rocca
Das enge Tal des Tessino, Blick vom Viadukt.
Spoleto - Flußtal
Das Viadukt Ponte delle Torri, der Übergang.
Spoleto - Ponte delle Torri
Ein Brunnen mit Satyrmaske aus dem 17. Jahrhundert.
Spoleto - Fontana del Mascherone
Der Triumphbogen stammt aus römischer Zeit und wurde 23 n.Chr. für Drusus und Germanicus, den Sohn und Adoptivsohn von Kaiser Tiberius errichtet. Die linke Seite ist voll in die Hausmauer integriert. Rechts unten sieht man, auf welcher Höhe das Straßenniveau zu römischer Zeit lag.
Spoleto - Dusus-Bogen
Fonte di Piazza, ein Brunnen, der mit einer Palastfassade verbunden ist.
Spoleto - Fonte di Piazza
Der Dom mit seiner Westfassade.
Spoleto - Dom
Die Apsis des Doms ist mit Fresken von Filippo Lippi ausgemalt, der in Spoleto 1469 verstarb, ohne das Werk vollständig beendet zu haben. Die Fresken stellen Szenen aus dem Leben von Maria dar, hier die Verkündigung. Die Würzburg-Kenner werden sich an die Szene über dem Nordportal der Marienkapelle erinnern und Halbrelief und Fresko vergleichen.
Spoleto - Dom - Verkündigung
Das Motiv kennt doch fast jeder. Ochs und Esel in einem Stall betrachten einen Säugling: Christi Geburt.
Spoleto - Dom - Christi Geburt
In der Kuppel und damit über allem anderen die Krönung Mariens.
Spoleto - Dom - Krönung Mariens
Der Fußboden stammt wohl noch aus der Zeit des Kirchenbaus Ende des 12. Jahrhunderts.
Spoleto -Dom - Fußboden
Auf dem Domvorplatz eine weitere Kirche (rechts), Santa Maria della Manna d'Oro, links davon ein Palazzo, der heute als Theater genutzt wird.
Spoleto - S.Maria della Manna
Die Unterstadt von Spoleto.
Spoleto

Hinweis: Die kunstgeschichtlichen und geschichtlichen Angaben stammen meist aus dem Dumont Kunst-Reiseführer Umbrien von Klaus Zimmermann.

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Montag, 3. November 2014

Fotos. Umbrien. Todi.

Todi - Stadtansicht1
Auch Todi liegt wie die anderen alten umbrischen Städte auf einem steil abfallenden Hügel. Diese Städte haben sich etwas einfallen lassen und mechanische Aufstiegshilfen installiert. In Gubbio haben wir die Aufzüge von Etage zu Etage noch ignoriert und sind selbst hochgestiegen. In Todi werden die (Touristen-)Autos vom Stadtzentrum ferngehalten. An einem großen Parkplatz kann man einen Schrägaufzug besteigen und nach oben fahren. Die Runde durch die Stadt enthält dann nur noch geringe Steigungen. Leider haben die Einheimischen Ausnahmegenemigungen, so dass die Städte alles andere als autofrei sind.
Auf dem Weg zum Zentrum kommt man zuerst an der Kirche San Fortunato vorbei. Nur der untere Teil der Fassade wurde ausgeführt (1415-58).

Todi - San Fortunato
Das Innere, eine Hallenkirche ohne Querhaus, die drei Schiffe sind gleich hoch.
Todi - S.Fortunato innen
Details der Türeinfassung.
Todi - S.Fortunato Tür
An der Piazza del Popolo stehen bedeutende mittelalterliche Stadtpaläste und der Dom.
Palazzo dei Priori, erbaut im späten 13. Jahrhundert.
Todi - Palazzo dei Priori
Palazzo del Popolo, erbaut ab 1213
Todi - Palazzo del Popolo
Der Dom Santa Maria, erbaut im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts.
Todi - Dom
An der Piazza Garibaldi, die Figur auf dem Podest stellt den Namenspatron dar.
Todi - Piazza Garibaldi
Das grüne, hügelige Umbrien.
Todi - Blick ins Land2
Kleine Gassen.
Todi - Stadtansicht3
Türme von Todi.
Todi - Stadtansicht2
Blick ins Land, im Tal noch Nebelschwaden.
Todi - Blick ins Land2

Hinweis: Die kunstgeschichtlichen und geschichtlichen Angaben stammen meist aus dem Dumont Kunst-Reiseführer Umbrien von Klaus Zimmermann.

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Sonntag, 2. November 2014

Fotos.Umbrien. Gubbio.

Die erste Stadt in Umbrien, die wir besichtigten. Sehr mittelalterlich, das Stadtbild der Innenstadt hat sich seit dem 15. Jahrhundert wenig verändert. Die umbrischen Städte waren im Mittelalter meist selbständig als Stadtrepublik organisiert, wie die berühmten Nachbarn Florenz oder Siena, jedoch konnten sie die Selbständigkeit nicht aufrecht erhalten. Früher oder später wurden sie Teil des Kirchenstaats, der sich in einem breiten Streifen von Rom quer durch den italienischen Stiefelschaft bis hoch nach Ravenna zog. Die umbrischen Städte blieben bis zur Gründung des italienischen Staates (1861) beim Kirchenstaat.
In Italien gilt jedoch nicht nur "Überall ist Mittelalter", sondern auch "Überall ist IMPERIUM ROMANUM", hier die Reste des römischen Theaters in Gubbio, in der Ebene gelegen. Die mittelalterliche Stadt zieht sich dann den Hang hinauf.
Gubbio - röm. Theater
Eine Etage höher um den größten Platz, Piazza Grande genannt, finden sich die beeindruckensten und größten Bauten, hier der Palazzo dei Consoli, heute als Museum genutzt.
Gubbio - Palazzo dei Consoli
An der Seite der Palazzo Ranghiasci-Brancaleoni.
Gubbio - Piazza Grande
Noch eine Etage höher der Palazzo Ducale.
Gubbio - Palazzo Ducale
Die gewaltigen Durchgänge des Palazzo Ducale.
Gubbio - Palazzo Ducale - Durchgang
Nun folgen einige Stadtansichten.
Gubbio - Stadtansicht1

Nach einer Sage kann man Einheimischer von Gubbio werden, wenn man mit und um den Brunnen bestimmte Zeremonien aufführt und sich wie ein Narr verhält.
Gubbio - Stadtansicht3
Unten auf der Ebene liegt die Kirche San Francesco, hier erhielt der Heilige seine Kutte vom Wollkaufmann Spadalonga, der den Franziskanern auch ein Grundstück für den Bau ihres Konvents überließ.
Gubbio - San Francesco

Hinweis: Die kunstgeschichtlichen und geschichtlichen Angaben stammen meist aus dem Dumont Kunst-Reiseführer Umbrien von Klaus Zimmermann.

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Todi, Spoleto, Perugia ganz allgemein, Perugia Palazzi, Perugia Fontana Maggiore, Perugia Dom, Assisi, Orvieto.

Samstag, 1. November 2014

Foto. Umbrien. Über den Appenin.

Von der Po-Ebene aus steuerten wir Umbrien über den Appenin an. Bei einer weiteren Rast hatten wir diesen Ausblick.

Appenin

Freitag, 31. Oktober 2014

Fotos. Comacchio.

Ein weiterer Halt auf dem Weg nach Umbrien war Comacchio, eine Stadt im Po-Mündungsdelta, etwa 30 Kilometer nördlich von Ravenna. Früher eine Stadt auf Inseln in der Lagune, wie Venedig auch. Nach Trockenlegungen im 19. und 20. Jahrhundert liegt sie heute einige Kilometer im Landesinnern. In der ganzen Poebene herrschte an diesem Morgen dichter Nebel, ein Vorausblick auf das Wetter im Winter.
An der Verbindung von drei Kanälen liegt die Brücke Trepponti.

Comacchio_Trepponti_1
Comacchio_Trepponti_2

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Fotos. Bassano del Grappa.

Ende des Monats stand noch eine Reise nach Mittelitalien, nach Umbrien, an. Auf dem Weg dorthin machten wir Rast in Bassano del Grappa, einem Ort am Fluss Brenta, dort, wo die letzten Berge der Alpen langsam in die Poebene übergehen. Der Ort ist nach dem Monte Grappa benannt, der die Stadt überragt. Dort fanden im Ersten Weltkrieg heftige Kämpfe zwischen Italienern und Österreichern statt. Obwohl der Zusatz "del Grappa" nichts mit dem Schnaps zu tun hat, gibt es in Bassano zahlreiche Grappa-Destillerien. Und einen Brückenschoppen gibt es auch. Am stadtseitigen Ende der Ponte degli Alpini, einer überdachten Holzbrücke, wird Grappa ausgeschenkt. Der Andrang ist eher noch größer als auf der Alten Mainbrücke in Würzburg, und das Handyfoto ist leider unscharf, so dass es nur einen Eindruck gibt:
.
Auf der Brücke.

Bassano_Brücke
Stadtansicht, Fluss Brenta, im Hintergrund der Monte Grappa.
Bassano_Ufer
Der zentrale Platz, Piazza della Liberta.
Bassano_Platz
Seit 1404 stand Bassano unter venezianischer Herrschaft. Würde mich sehr wundern, wenn der Löwe auf der Säule nicht darauf Bezug hätte.
Bassano_Löwe

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Rezept. Steinpilz-Kartoffel-Gratin.

Bevor es auf dem Blog mit neuen Beiträgen aus dem Bereich Reise und Fotos weitergeht, hier noch ein Rezept aus der Übergangszeit vom Sommer zum Herbst, aus der Steinpilzzeit. Andere Pilze können natürlich auch verwendet werden, aber mit frischen Steinpilzen wird das Gratin besonders köstlich. Es stammt ursprünglich aus essen & trinken, wir machen es schon über zwanzig Jahre regelmäßig, so dass es bei uns schon ein Traditionsrezept geworden ist.

Für zwei Personen nehme ich etwa 400 g Kartoffeln, 200 g Steinpilze und 150 g Crème fraiche. Die Kartoffeln waschen, schälen und in möglichst gleichmäßige dünne Scheiben schneiden. Die Steinpilze putzen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Eine Gratinform ausbuttern, dabei einige Tropfen Knoblauchöl dünn verteilen oder mit einer durchgeschnittenen Knoblauchzehe ausreiben.
Kartoffel- und Steinpilzscheiben dicht an dicht in die Form schichten, mit Salz und Pfeffer würzen. 1/2 Bund Petersilie grob hacken, über Kartoffeln und Pilzen verteilen. Die Crème fraiche darüber verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad etwa 40 Minuten backen, evtl. mit Alufolie abdecken, bevor die Oberfläche zu dunkel wird.
Und weil das bei uns das Lieblingsrezept für Kartoffeln im Herbst ist, macht es bei der Blogparade rund um die Kartoffel mit.

Sonntag, 5. Oktober 2014

fotos. genussbloggertreffen in würzburg.

es war mal wieder soweit, das jährliche genussbloggertreffen in würzburg stand an. rund 20 blogger aus nah und fern fanden sich bei schönstem sonnenschein am nachmittag in würzburg ein. altbekannte und neue gesichter. erste kontaktaufnahme im café "wunschlos glücklich", dann spazierten wir gemeinsam zu dem restaurant, das uns den ganzen abend verwöhnen sollte. im "il castello" wurden wir dann mit sechs gängen italienischer küche aus apulien verwöhnt.

zur einstimmung: dreierlei crostini, vorne links z.b. mit (selbst gemachter) oliven-trüffel-creme.

die vorspeise: crostini mit lachs-tatar, schwertfisch-carpaccio, miesmuscheln gratiniert, auberginenröllchen gefüllt mit mozzarella, darüber ein trombino.

pasta als zweite vorspeise: lasagnette mit sugo, salciccia,fleischbällchen und gefüllte teigtaschen.

der fischgang: steinbutt, schwertfisch vom grill, rotgarnelen.

der fleischgang: kalb in tomatensauce, wildschweinragout, salciccia, fleischbällchen. da waren wir eigentlich alle schon lange satt.

das dessert: apfelkuchen, vanilletörtchen und weisse schokoladenmousse.

zum abschluss dann ein caffè.

berichte vom genussbloggertreffen gibt es bereits von
carmen und harald: cahama
lisa: blogschokolade und butterpost
noémi: sammelhamster
barbara: barbaras spielwiese
werner: cucina e piu
susanne: corumblog
yushka: sugarprincess

(liste wird bei gelegenheit aktualisiert)

Samstag, 4. Oktober 2014

rezept. laubfrösche.

keine angst, niemand muss den tierschutz benachrichtigen! es handelt sich um ein rezept aus "deutschland vegetarisch", die laubfrösche sind gefüllte mangoldrollen, mit brösel überbacken und mit meerrettich gewürzt (im buch mit einer meerrettichsauce).

zutaten (4 portionen):
8 große mangoldblätter mit stiel
ca. 100 g mangoldblätter
1 zwiebel
1 knoblauchzehe (konfiert)
ca. 70 g butter
100 ml milch
50 ml sahne
salz, pfeffer
200 g weißbrot
100 g roggenbrot
majoran, petersilie
muskat
2 eier
150 ml gemüsebrühe
80 g semmelbrösel

zubereitung:

  1. die stiele der 8 großen mangoldblätter entfernen, die blätter in einem topf mit kochendem wasser blanchieren, anschließend kalt abspülen und auf küchentüchern abtrocknen lassen. 
  2. mangoldstiele und restliche mangoldblätter fein hacken, mit der fein gewürfelten zwiebel und der knoblauchzehe in 20 g butter glasig dünsten. 
  3. mit milch und sahne auffüllen, aufkochen und mit salz und pfeffer würzen.
  4. weiß- und roggenbrot würfeln und im mixer fein häckseln. mit dem mangoldgemüse vermengen. kräuter hacken und zugeben, mit salz, pfeffer, muskatnuss kräftig würzen. etwas abkühlen lassen.
  5. die eier trennen, eigelbe unter die füllung rühren. eiweiße mit einer prise salz steif schlagen und unter die füllung heben.
  6. füllung mittig auf die mangoldblätter verteilen, seiten einschlagen und blätter zusammenrollen. 
  7. eine auflaufform ausbuttern und die laubfrösche einsetzen. mit kochender gemüsebrühe angießen.
  8. im ofen bei 200 grad 8 minuten garen, dabei einmal wenden.
  9. semmelbrösel mit 40 g butter verkneten, zerreiben, mit salz würzen und über die rouladen verteilen (es sind reichlich semmelbrösel!). weitere 12-15 minuten im ofen garen bis die brösel goldbraun sind.
  10. laubfrösche mit frischem meerrettich servieren.