Winterzeit ist Kulturzeit, jetzt finden die Veranstaltungen in geschlossenen Räumen statt, und niemand will sich stattdessen im Freien aufhalten. Und im Winter blüht er, der spezielle Konzerthusten. Nie gehört? Bestimmt doch! So bezeichne ich die leisen Räusperer bis kräftigen Beller, die da kurz vor Beginn der Musik, in den kleinen Pausen zwischen zwei Sätzen, mehr oder weniger verschämt losgelassen werden. Keine noch so kleine Musikpause ohne Konzerthusten.
Ich gehöre zu den Leuten, die im Konzert husten, und mir graut davor. Bei mir blüht der Husten nicht nur zur Winter-Erkältungszeit, sondern auch im Sommer, wenn ich außerhalb von Konzertsälen gar keinen Husten habe. Psychisch halt, gestört. Nur ist er im Sommer nicht so schlimm. Da ich schon ahne, was kommen wird, präpariere ich vor jedem Konzertbesuch meine Handtasche, die bestimmten Bonbons müssen griffbereit liegen. Und in ausreichender Anzahl. Zu wenige könnten den ersten Anfall von Konzerthusten bereits viel zu früh auslösen, schon im 1. Satz, und wie soll ich dann mit zu wenig Bonbons den Rest des Konzerts überstehen? Nun besteht die Kunst darin, die Bonbons richtig zu dosieren, nicht zu früh, aber bevor der kleine Reiz im Hals sich schon zum Reizhusten gesteigert hat. Ich huste nie in den kleinen Musikpausen. Ich huste sowieso nie, ES hustet, meist völlig unkontrollierbar. Außer durch Bonbons. Und tiefes Durchatmen.
Schlimm sind die zweiten Sätze, die Adagios und Andantes, ruhiges, schönes Musizieren, die Instrumente singen. Jeden noch so kleinen Räusperer hört man da. Mal eben kurz husten? Völlig unmöglich! Ruhig atmen, aufs Atmen konzentrieren, nicht an den Husten denken.
Da lobe ich mir die großen Orchesterwerke, Mahler zum Beispiel. In so einer Sinfonie wie der zweiten, mit etwa 90 Minuten Aufführungsdauer, sind viele Passagen, in denen Orchester einschließlich Schlagwerk einen solchen Höllenlärm veranstaltet, dass die Gewerbeaufsicht einschreiten würde, wenn es sich nicht um Kunst handeln würde. In diesen Passagen kann man ungeniert husten, wenn es jemand merkt, dann höchstens der unmittelbare Nachbar.
Doch zurück zur Kammermusik. Dritte Sätze sind meist fesch und fegen vorbei, keinen Anlass zum Husten finden! Dann Satz Nr. 4, meist schnell, damit die Musiker ihr Können zeigen können, viel Bewegung, gute Lautstärke. Also, nochmal atmen, nicht husten, und geschafft. Pause.
Donnerstag, 15. Januar 2009
Samstag, 10. Januar 2009
Eistage
Heute ist nun schon der 8. Tag in Folge, an dem die Tageshöchsttemperatur nicht null Grad erreicht, sondern deutlich darunter bleibt. Diese Tage nennen die Meterologen Eistage. Heute haben wir die deutlichen Folgen der Kälte gesehen, der Neckar oberhalb von Esslingen hatte eine Eisschicht. Ich konnte weder sehen, wie dick sie war, noch ob das Wasser ganz durchgehend von Eis bedeckt war. Aber Eis auf dem Fluss habe ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen.
Sooooo kalt!
Sooooo kalt!
Dienstag, 6. Januar 2009
Weltweihnachtszirkus
Kaum eine Veranstaltung besuchen wir so regelmäßig wie den Weltweihnachtszirkus, der diese Saison einen ganzen Monat lang die Zuschauer in und um Stuttgart erfreut. Zwei Vorstellungen täglich, über die Feiertag auch drei, alle Artisten sind Weltklasse, viele haben bereits Auszeichnungen in Monte Carlo oder bei anderen Festivals gewonnen, viele fahren direkt von Stuttgart zum Festival nach Monte Carlo.
Alle Nummern waren sehr schön, und man kann nur die Leistung aller Athleten bewundern. Ganz witzig der Anfang, ein Mann mit einem riesengroßen Luftballon auf dem Kopf. Er zieht ihn über den Kopf, verschwindet schließlich ganz darin, Kopf und Körperteile tauchen hin und wieder auf, bis dem Ballon zuletzt die Luft ausgeht und er sozusagen verdampft.
Es gab natürlich wieder eine große Bandbreite, russische Schaukel mit Reck, Schleuderbrett, Jongleure, Löwen, Dromedare und Pferde, Mädchen auf Fahrrädern, Umkleidekünstler, ikarische Spiele und nicht zuletzt der Clown Fumagalli.
Besonders gut gefallen haben mir die Vertikalseilnummern, zuerst das russische Paar, dann die große Gruppe der Chinesen.
Auch die Pferdenummer mit Geraldine Katharina Knie war super. Besonders schwierig erschien mir die Schlappseilnummer, sich auf diesem wackelingen Seil nicht nur zu halten, sondern sogar auf einer Leiter zu balanzieren bzw. mit einem Rad zu fahren ist extra Klasse.
Donnerstag, 1. Januar 2009
Entspannung
Die freien Tage zu Weihnachten und zum Jahreswechsel laden regelrecht zur Entspannung ein. Bald geht die Arbeit weiter, und die wöchentliche Tretmühle beginnt wieder, sich zu drehen. Entspannen kann man wie hier zu sehen durch leichtes Schaukeln mit diesem Stuhl. Auch die Katze weiß dies zu schätzen und schaukelt mit.
Mittwoch, 31. Dezember 2008
2008 - Blick zurück ins Blog
Was haben wir im vergangenen Jahr alles gesehen? Wohin sind wir gereist? All das lässt sich mit einem Rückblick ins Blog beantworten. Die Links unter den Monatsnamen führen zurück auf die entsprechenden Beiträge im Archiv.
Im Januar waren wir für zwei intensive Tage in Berlin.
Im Februar genossen wir die Sonne und die ersten wärmeren Tage in Rota an der spanischen Atlantikküste. Wind und Sturm gab es auch, die Sonne überwog jedoch.
Im März hatten wir weiße Ostern zu Hause.
Im April erlebten wir schöne und sonnige Tage in Berlin, einige Beiträge sind in den Mai verrutscht.
Im Mai verbrachten wir fünf wunderschöne und sonnige Tage am Bodensee. Durch Freunde lernten wir an einem Wochenende einen Teil der Lahn zwischen Diez und Balduinstein kennen.
Im Juli waren wir zusammen mit Freunden bei einem Ausflug in Rothenburg ob der Tauber und beim Riemenschneideraltar in Creglingen.
Dann wurden die Reisen spärlicher, weil wir durch ein frisch operiertes und anschließend nicht belastbares Knie an Klinik, zu Hause, Reha und entsprechende Behandlungen gebunden waren.
Im Oktober machten wir Urlaub in Stuttgart und Umgebung. Und in Südtirol. Diese Tage waren ganz besonders schön, und wir erinnern uns besonders gern daran.
Wir hatten einen frühen Winter, seit dem 26. Dezember ist es ganz bitter kalt. Heute und morgen kann es Eisregen geben. Und dann steht ein neues Jahr vor der Tür, über das in diesem Blog zu berichten sein wird.
Im Januar waren wir für zwei intensive Tage in Berlin.
Im Februar genossen wir die Sonne und die ersten wärmeren Tage in Rota an der spanischen Atlantikküste. Wind und Sturm gab es auch, die Sonne überwog jedoch.
Im März hatten wir weiße Ostern zu Hause.
Im April erlebten wir schöne und sonnige Tage in Berlin, einige Beiträge sind in den Mai verrutscht.
Im Mai verbrachten wir fünf wunderschöne und sonnige Tage am Bodensee. Durch Freunde lernten wir an einem Wochenende einen Teil der Lahn zwischen Diez und Balduinstein kennen.
Im Juli waren wir zusammen mit Freunden bei einem Ausflug in Rothenburg ob der Tauber und beim Riemenschneideraltar in Creglingen.
Dann wurden die Reisen spärlicher, weil wir durch ein frisch operiertes und anschließend nicht belastbares Knie an Klinik, zu Hause, Reha und entsprechende Behandlungen gebunden waren.
Im Oktober machten wir Urlaub in Stuttgart und Umgebung. Und in Südtirol. Diese Tage waren ganz besonders schön, und wir erinnern uns besonders gern daran.
Wir hatten einen frühen Winter, seit dem 26. Dezember ist es ganz bitter kalt. Heute und morgen kann es Eisregen geben. Und dann steht ein neues Jahr vor der Tür, über das in diesem Blog zu berichten sein wird.
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Sonntag, 28. Dezember 2008
Donnerstag, 25. Dezember 2008
Weihnachtsbier mit Oscar
Es ist eine schöne Tradition, wenn wir am 24. Dezember alle Einkäufe erledigt haben, der Baum schon steht, und alle relativ erschöpft von den Vorbereitungen und dem Trubel der letzen Tage sind, zu einem kleinen Umtrunk zusammenzusitzen, bevor dann jeder auf seine Art Weihnachten feiert. Oscar war natürlich auch dabei.
Sonntag, 14. Dezember 2008
Wintereindrücke
Sonntag, 7. Dezember 2008
2. Sinfoniekonzert
Das 2. Sinfoniekonzert wurde fast völlig von Mahlers 2. Sinfonie ausgefüllt. Die Uraufführung "Gesang des gesegneten Lebens op. 18" von DANIEL HENSEL dauerte nur gute 15 Minuten, GUSTAV MAHLERs 2. Sinfonie fast 90 Minuten. Schon allein vom Musikerbedarf ist sie herausfordernd. Das Orchester umfasste etwa 100 Personen, davon 10 Kontrabässe (ich habs mit den Kontrabässen!), 6 Hörner, 7 am umfangreichen Schlagwerk, 2 Konzertharfen. viele Streicher und ein Fernorchester, von dem sich kurz vor Schluss noch 4 Hörner zum Orchester hinzugesellten. Dazu kam ein Chor mit 85 Personen und 2 Solistinnen. Unter der Leitung des Generalmusikdirektors Manfred Honeck lieferten Staatsorchester und Staatsopernchor eine beeindruckende Aufführung ab, die das Publikum anschließend begeistert beklatschte.
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