Sonntag, 30. März 2008

La clemenza di Tito

Es war ein Auftragswerk der böhmischen Stände zur Krönung Leopolds II zum König von Böhmen und ist Mozarts vorletzte Oper. Der Stoff war dem damaligen Publikum wohlbekannt, war vor Mozart schon mehrere Male vertont worden. Wir sahen gestern die 46. Vorstellung der Staatsoper Stuttgart, eine Wiederaufnahme, Premiere war am 16. April 1994. Nähere Hinweise zur Oper gibt es hier, zur Handlung hier. Um es kurz zusammenzufassen, es war eine sehr schöne Aufführung. Das begann schon mit einem schönen Bühnenbild. Die Handlung spielt im 1. Jahrhundert n.Chr. in Rom, die Kostüme waren im Stil des ausgehenden 18. Jahrhunderts, der Zeit der Entstehung der Oper, bis auf den modernen Anzug, den Tito im 2. Akt trägt und auf die zweckmäßige heutige Kleidung der Näherinnen des Hochzeitskleids.
Endlich mal wieder hörte man auch schöne Stimmen. Besonders zu erwähnen sind die beiden "Hosenrollen", Tina Hörhold als Sesto und mit einer besonders schönen Stimme Ezgi Kutlu als Annio. Auch die anderen Sänger waren gut und sollen erwähnt werden, Michaela Schneider als Vitellia, Marita Solberg als Servilia, Jeffrey Francis als Tito und Mark Munkittrick als Publio. Das Orchester war manchmal etwas zu laut, aber insgesamt kann ich die Aufführung nur loben. Sie war besser als manche, die wir vorher gesehen hatten.

Sonntag, 23. März 2008

Weiße Ostern

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Heute ist Ostern, und wir assoziieren damit meist Frühling und Wärme. In diesem Jahr hat das Wetter eine besondere Überraschung für uns bereit. Weiße Ostern. Die Fotos sind heute früh aufgenommen, und jetzt nach Mittag ist es draußen immer noch weiß. Weiße Weihnachten gibt es ja kaum noch, aber weiße Ostern sind kein Problem. Es ist jetzt schon einige Tage sehr kalt für die Jahreszeit, und eine Änderung der Wetterlage ist nicht in Sicht. Es wird kalt bleiben.
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Die kleinen Piepmatze haben schon einige Tage lang diese Futterstelle mit Sonnenblumenkernen für sich entdeckt. Bis zu 20 Finken versammeln sich, zwei sitzen an den Öffnungen und holen die Kerne heraus. Die meisten werfen sie auf den Boden, die sind für die Kumpels, die unten im Gras sitzen und auf das Gute von oben warten. Gelegentlich öffnen die oben selbst einen Kern nur mit dem Schnabel, ohne ihn mit den Füßen festzuhalten. Dann wird wieder rausgeholt und runterfallen lassen.
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Samstag, 1. März 2008

Zonta Club mit Tango Five

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Am 24. Februar 2008 veranstaltete der Zonta Club Stuttgart ein Benefizkonzert mit Tango Five. Es wurde das Konzert €uroflott gespielt, das wir bereits gesehen und gehört hatten. Obwohl wir alles noch gut in Erinnerung hatten, war es doch wieder ein sehr schönes Erlebnis.
Der Weiße Saal im Neuen Schloss von Stuttgart bietet einen perfekten Rahmen für Veranstaltungen einer gewissen Größenordnung, das Wetter draußen war frühlingshaft warm und lud zu einem Spaziergang nach dem Konzert ein.
Die Einnahmen werden traditionell für soziale Projekte des Clubs verwendet, das sind meist Stipendien für Studentinnen aus der russischen Stadt Samara, die ein Jahr an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg studieren können.

Montag, 25. Februar 2008

Urlaubsende

Hiermit zeige ich das Ende der Blog-Beiträge über einige schöne Tage in Andalusien an. Das Foto zeigt das Flugzeug, das uns sicher und angenehm nach Hause brachte.
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Anziehungspunkt El Puerto

Die Stadt heißt El Puerto de Santa Maria, dieser lange Name wird jedoch mit El Puerto abgekürzt. Die Stadt mit ca. 80.000 Einwohnern liegt an der Bucht von Cádiz. Da hier auch viele Sherry-Bodegas sind, u.a. Osborne, ist El Puerto ein Eckpunkt des Sherry-Dreiecks, das die Orte Jérez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa Maria bilden.
PlazaToros
Kommt man mit dem Bus, steigt man an der Plaza de Toros aus. Die Stierkampfarena ist ein riesiges Gebäude, errichtet 1880 in einer Monumentalarchitektur, die bei uns zu dieser Zeit ebenfalls üblich war, und die mich immer an Heinz Rühmann erinnert, der in einem Film immer "hübsch-hässlich habt ihr's hier" zu sagen pflegte.
SanMarcos
Die ehemals maurische Burg San Marcos ist das nächste große und auffällige Gebäude der Stadt. Ansonsten fällt sie durch nette kleine Straßen auf. Es gibt viele Bars und Verkaufsstellen für gekochte oder fritierte Meeresfrüchte.
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Auf der Kirche gab es gleich mehrere Storchennester, die alle belegt waren. Fast wie in Kastilien!
Storch

Sonntag, 24. Februar 2008

Tapas!

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Tapas nennt man in Spanien kleine Portionen meist ganz leckeren Essens. Durch die kleine Menge erlauben sie einem, eine größere Anzahl von Zubereitungen zu kosten. Tapas werden meist in Bars serviert. Über die Rundumversorgung, die eine spanische Bar bietet, hatte ich bereits geschrieben. Meist steht an der Theke eine gekühlte Auslage, in der sechs bis acht Schalen Platz haben. So kann man sehen, was im Angebot ist, auch fragen, worum es sich handelt, oder durch einen Fingerzeig bestellen ("das da!"). Oder an der Wand hängt eine Karte wie oben abgebildet.
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Die Portiönchen sehen dann z.B. so aus. Links handelt es sich um Kartoffelsalat mit Gambas, rechts um Salpicón de Mariscos, einen Meeresfrüchtesalat. Lecker!

Samstag, 23. Februar 2008

Eindrücke vom Nahverkehr

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Von Rota nach Cádiz verkehrt als schnellste und kürzeste Verbindung ein kleiner Katamaran, auf dem Foto zu sehen im Gewirr der Masten an der Anlegestelle in Rota. Außerhalb der Häfen legt er richtig los, die meiste Zeit vertut er in Cádiz, wo er im Hafen nur langsam fahren darf, und es bis zur Anlegestelle richtig weit ist.
Katamaran_1
Eine Fahrt kostet 3,95 €, nicht sehr billig, aber die Strecke ist über 20 km weit, das ist auch nicht wenig. Als Fahrplan bekommt man ein Kärtchen, auf dem man die Abfahrtszeiten ersehen kann. Fahrtdauer ist etwa 25 Minuten.
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Mit dem Bus waren wir auch unterwegs. Die Haltestelle für die Abfahrt des Busses in El Puerto war mir nicht klar, wir waren zwar dort ausgestiegen, aber an der anderen Haltestelle hielt bereits ein Bus, und ich hatte den Eindruck, dass der Fahrer deshalb die andere Haltestelle benutzt hatte. Die Beschriftungen waren nicht eindeutig, und sofern Zeiten angegeben waren, stimmten sie nicht mit dem Plan überein, den man uns in der Touristeninformation gegeben hatte. Ich fragte eine etwa gleichaltrige spanische Dame, die zusammen mit anderen wartete, ob hier auch der Bus nach Rota hielte. Sie fragte wiederum eine Bekannte, die das bestätigte, aber gleichzeitig auch darauf hinwies, dass man bei Einfahrt des Busses aktiv Zeichen geben solle, wenn man mitfahren wolle, die würden sonst oft durchstarten. Die Damen fuhren nach Cádiz, und ihr Bus langte als erster an den Haltestellen an. Der Busfahrer wollte schon losfahren, da stieg die Dame, die ich gefragt hatte, nochmals aus, um mir zu sagen, die richtige Haltestelle für den Bus nach Rota sei doch die andere. Sie hatte den Busfahrer gefragt. Ich kann kaum beschreiben, wie nett ich das von beiden fand, von der spanischen Dame und auch vom Busfahrer.
Wir warteten etwa eine halbe Stunde länger, als uns der Plan angab und waren froh, dass schließlich überhaupt ein Bus kam. Er hielt übrigens nicht an der Haltestelle, die der Kollege Busfahrer angegeben hatte, aber er startete auch nicht einfach durch.
Die Kosten für eine Busfahrt von Rota nach El Puerto (über den Ausflug wird noch zu lesen sein), betragen übrigens 1,30 €. Auch das sind über 20 km, und ich finde es unschlagbar billig. Nur könnten die Informationen und Fahrpläne besser sein, bzw. kommuniziert werden.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Fischerboote

Heute Morgen war Ebbe, kaum Wind, kaum Brandung. Das obligatorische Kriegsschiff war heute kleiner als üblich, und es fuhr erst später aus. Dafür waren viele Fischerboote draußen, von dieser Art, auch die kleineren.
Fischerboote
Schon weit vor elf Uhr kehrten die ersten zurück, wohl ganz erfolgreich. Nun ist wieder Netze sortieren angesagt, was Stunden in Anspruch nimmt.
Netze sortieren

Dienstag, 19. Februar 2008

Wo sind wir?

Mit Google Maps kann man sich die Welt anzeigen lassen. Momentan sind wir in Rota, etwa in der Bildmitte. Und die Bucht, über die ich schreibe, ist nach der Stadt am südlichen Ende benannt, Cádiz.


Größere Kartenansicht


Montag, 18. Februar 2008

Wer kreuzt hier in der Bucht?

Schaut man morgens aus dem Fenster aufs Wasser der Bucht von Cádiz sieht man meist mehrere große Schiffe. Große Containerschiffe manchmal oder Fähren, aber immer sind auch mehrere Kriegsschiffe dabei. Große und kleine, die kleinen sind Landungsboote, die direkt an den Strand fahren können. Außerhalb des Hafens von Rota gibt es auch eine Anlegestelle, an der man sie liegen sieht.
Kriegsschiff
Wir sind ja hier nicht allzuweit von der Meerenge von Gibraltar entfernt, und es interessiert offensichtlich, wer ins Mittelmeer hinein oder vom Mittelmeer zum Atlantik hinaus fährt.

Friedlicher ist es da schon, den Kitesurfern zuzusehen, die auch bei dem momentan sehr starken Wind ihre Touren über die Bucht ziehen. Abgesehen von der generellen Schwierigkeit, auf einem kleinen Brett zu balancieren, dabei einen Drachen zu steuern, der ein Eigenleben entwickelt, das alles wird bei Windgeschwindigkeiten von über 40 km/h und heftigen Böen sicher noch viel schwieriger. Die Surfer hier scheinen ihr Metier perfekt zu beherrschen. Wenden, kreuzen gegen den Wind, hochspringen und sicher landen, für die Jungs alles kein Problem. Unsere Hochachtung war ihnen gewiss.
Kite-Surfer