Mittwoch, 5. März 2014

So war das Wintersemester 2013/14 - jede Menge Frühe Neuzeit.

Die Idee zu dieser Zusammenfassung war ja schon lange da, aber eine massive Schreib-Unlust hatte mich nach Ende der Vorlesungen gepackt. Schreibblockade hört man schon mal öfter, aber das ist mir zu sehr Psycho-Ecke. Ich sehe mich nicht auf der Couch. Nun, schreiben macht nun wieder Spaß, und somit folgt jetzt die Zusammenfassung meiner Uni-Aktivitäten im Winter.
Es war mein bisher eifrigstes Semester. Allein fünf Vorlesungen habe ich besucht, dazu kamen Ringvorlesungen aus der Antike und der Literatur.
Der Ausflug in die Physik hat sich als enttäuschend herausgestellt, je länger, desto mehr. In den ersten Terminen war es noch interessant, ich habe ja auch versucht, darüber zu schreiben, aber dann setzte sich beim Vortragenden ein Stil durch, der nicht nur mir immer mehr missfiel. Man steht, gerade als erfahrener Vortragender, nicht mit dem Rücken zum Publikum, und im Zusammenhang mit Nuscheln nervt es ganz gewaltig. Abgehakt.
Die Geschichte der Habsburger Dynastie in der frühen Neuzeit behandelte Vorlesung Nummer zwei. Von den Anfängen im Mittelalter über die größte (theoretische) Machtfülle im 16. Jahrhundert, als im Habsburger Reich sprichwörtlich die Sonne nicht unterging. Und wir endeten tatsächlich nach Abhandeln der diversen Linien, vielen Kaisern und fast unzähligen Hochzeiten unter Verwandten mit dem letzten Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation im Jahr 1806, dem Habsburger Franz II. Hier wird es im Sommersemester weitergehen mit den Grundzügen der Geschichte der Habsburger Monarchie 1792 bis 1918, ein wenig Überlappung eingeschlossen.
Ausreißer im zeitlichen Kontext war die Mediengeschichte der Moderne, von der Fotografie bis zum Internetzeitalter. Klar, man kennt vieles, jeder hat schon mal ein Plakat gesehen. Aber die doch unterschiedliche Verwendung im Zeitenlauf fand ich sehr interessant. Zumal die Medien meist nicht völlig verschwinden, sondern nebeneinander existieren. Die "Neuen" nehmen den "Alten" zwar einige Nutzer weg, aber sie bringen sie nicht völlig zum Verschwinden. Die Vorlesung war exzellent vorbereitet, die Unterlagen enthielten jede Menge Links zu Archiven für alles mögliche (Zeitungen, Zeitschriften, Plakate, Wochenschauen, ...), was immer noch mal nützlich sein kann.
Wieder voll im Zeitrahmen der frühen Neuzeit war Handelsexpansion, Agrarreformen, Industrielle Revolution und ökonomische Theorien. Zur Geschichte der Globalisierung in der Frühen Neuzeit. Das war mein Liebling im Semester. Besonders gefallen hat mir der Ausflug in die Wirtschaftsgeschichte und das Aufzeigen der Gründe, warum z.B. Antwerpen im 16. Jahrhundert eine wahre Blütezeit erlebte, diesen Status aber nur einhundert Jahre später an Amsterdam abgeben musste. Auch glaubte ich schon vor Hören dieser Vorlesung, dass wirtschaftliches Handeln den Lauf der Geschichte mindestens genau so bestimmt wie ein Herrscher X oder ein Krieg Y, und dieser Glauben hat sich nicht geändert. Ich kenne jetzt nur ein paar Tatsachen mehr als vor einigen Monaten. Über diese Vorlesung und das Sub-Thema Kolonialisierung habe ich hier im Blog drei Beiträge geschrieben, was auch meine Begeisterung für diese Vorlesung belegt.
Der Abschluss der Woche kam aus der fränkischen Landesgeschichte. Die Bauern und 'ihr' Krieg? Ursachen, Verlauf und Folgen der Ereignisse von 1525 in Franken. Die Betrachtung von Ereignissen, die 1525 nur wenige Monate gedauert hatten, war wirklich gründlich. Vorgeschichte und Umfeld, tiefe Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Leute damals, die Anforderungen, die an sie von Kirche und Herrschaft gestellt wurden, auch und gerade in so einem Fleckenteppich von Herrschaft wie im damaligen Franken. Auch die schrecklichen Folgen der Ereignisse wurden nicht ausgespart. Ein detaillierter Einblick in frühere Zeiten, gerade wenn man in Würzburg und Umgebung zu Hause ist.
Die erste Ringvorlesung befasste sich mit Astrologie und Astronomie in der Antike. Auch hier hatte ich über einzelne Themen bereits berichtet. Eine Gemeinsamkeit haben die Forscher der Antike: sie haben meist zu wenig Material, und oft können sie keine wissenschaftlich fundierte Aussage machen, wie oder wofür das Material verwendet wurde. Als Beispiel die Himmelsscheibe von Nebra. Man sieht Sonne, Mond und Sterne, es könnte das Sternbild der Plejaden sein. Es gibt anscheinend jede Menge Theorien, wie diese Scheibe verwendet wurde, viele davon sind noch nicht mal in sich schlüssig, und alle zusammen sind nur Spekulationen. Man weiß nur, dass die Scheibe etwa 1600 v.Chr. zusammen mit Schwertern in Erde vergraben wurde. In diesem Rahmen durfte ich auch lernen, dass die vorgeschichtlichen Kalender keineswegs unseren heutigen Vorstellungen von Daten auf den Tag genau entsprachen. "Vermutlich" ist ein häufiges und passendes Wort in der Vorgeschichte.
Die zweite Ringvorlesung über WahnSinn in Literatur und Künsten besuchte ich nur für die Beiträge über Don Quijote und Madame Bovary. Interessant für einen Abend, aber mir wurde dadurch bewusst, dass mich inzwischen die Geschichtswissenschaften weitaus mehr interessieren als die Philologie. Irgendwann mal war das noch anders.
Wie geht es nun weiter? Das Vorlesungsverzeichnis ist veröffentlicht, ich glaube meine Wahl getroffen zu haben. Im Sommersemester erwarten mich sehr viel 19. Jahrhundert und der Erste Weltkrieg.

Montag, 3. März 2014

Kolonialisierung in der Frühen Neuzeit #3.

Anmerkung: Diesen Beitrag habe ich bereits gestern Abend veröffentlicht. In Kleinschrift, ein Versuch der letzten Wochen. Kleinschrift hatte mir bisher gut gefallen. Ich fand jedoch den Beitrag (viel mehr Text) heute völlig unleserlich und habe den Text nun in normale Groß- und Kleinschreibung abgeändert, der Inhalt ist der Gleiche. 

Bereits mit zwei Artikeln hatte ich über den beginn der Kolonialisierung erzählt, im ersten Teil über die Portugiesen mit ihren Stützpunkten in Afrika und Asien, und Spanier mit Landbesitznahme in mittel- und Südamerika. Im zweiten Teil kam dann die Herrschaft in Asien durch die ostindischen Kompanien hinzu, das waren Handelsgesellschaften, am bedeutendsten die der Briten und Niederländer. Sie unterhielten Stützpunkte mit Häfen, von denen aus sie den Handel Europa - Asien abwickelten. In den Stützpunkten übten sie staatliche Funktionen wie z.b. die Gerichtsbarkeit aus, das gehörte zu ihren Privilegien.
Im dritten Teil nun geht es um den Übergang zur nächsten Stufe der Kolonialisierung, die wieder vor allem von den Briten, aber auch von Franzosen und Niederländern bestimmt wurde. Gehen wir nochmal zurück. In Asien (und Afrika) gab es keine Herrschaft der Kolonisten in der Fläche, dort wurde mit den bestehenden Reichen und Herrschern zusammen gearbeitet. In Amerika war es anders. Die Spanier lebten mit den Einheimischen zusammen und unterdrückten sie. Die Franzosen teilten den Lebensraum mit den Einheimischen, so lange die Gebiete dünn besiedelt waren. Die Franzosen waren in Nordamerika nur bis 1763, siehe weiter unten. Niederländer und Briten unterdrückten und verdrängten die einheimische Bevölkerung ab Ende des 18. Jahrhunderts. Das Land wurde europäisiert und damit radikal verändert. Pflanzen und Tiere wurden eingeführt, Städte gegründet und ausgebaut. Kultur, Literatur, Kleidung, Sitten und Gebräuche waren europäisch, die Kolonien waren ein erweiterter Markt für das Mutterland. Von den Kolonien bezog man Rohstoffe, in die Kolonien lieferte man alles, was die ausgewanderte Bevölkerung benötigte. Diese wuchs zudem stark an. Hungersnöte und Überbevölkerung führten zur Massenauswanderung, aber auch so mancher Glücksritter suchte neue Chancen in Amerika, ebenso wie so mancher, der sich besser vor dem Zugriff seines Landesherrn nach Übersee in Sicherheit brachte.
Mit dem Ende des Siebenjährigen Krieges 1763 verloren die Franzosen die Kolonien in Nordamerika, Menorca, Senegal, Sambia und alle französischen Niederlassungen in Indien wurden britisch. Sie behielten in Amerika nur einige Karibikinseln.
Die Briten verloren zwar 1776 einen Großteil ihrer Kolonien in Nordamerika durch die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten (USA), die beiden Länder blieben einander jedoch verbunden. Die Briten sicherten sich die Kontrolle über das Kap der Guten Hoffnung, Ceylon, Seychellen, Mauritius usw. zur Sicherung des Seewegs nach Indien. In Indien zerfiel das herrschende Mogulreich im 18. Jahrhundert, die East India Company (EIC) drang zunehmend in die Fläche, indem sie das entstandene Machtvakuum nutzte bzw. ihr wohlgesonnene Konkurrenten unterstützte und im eigenen Sinne zu steuern versuchte. Damit war die EIC jedoch auf Dauer überfordert und rief den Staat zu Hilfe. Großbritannien übernahm die Hilfe für die EIC und reduzierte gleichzeitig deren Privilegien. Damit beherrschte der britische Staat die Kolonien und dehnte sie im 19. Jahrhundert immer weiter aus.

Samstag, 1. März 2014

esprit montmartre. die ausstellung.


diese ausstellung in der frankfurter schirn kunsthalle zeigt die bohème in paris um 1900. einige fotos aus der zeit illustrieren im ersten raum sehr eindrücklich, dass montmartre um 1900 teilweise aussah, wie heutzutage eine brasilianische favela, ein viertel von irgendwie zusammengezimmerten hütten, bewohnt von armen. unter ihnen waren viele maler, die sich noch keinen namen gemacht hatten.
die werke der bekanntesten von ihnen werden heutzutage für millionen euro oder dollar versteigert: van gogh, picasso, degas, toulouse-lautrec. andere sind nur wirklichen kennern bekannt, wie steinlein, van dongen, rusiñol, casas und die malerinnen suzanne valadon und marie laurencin. von allen genannten sieht man bilder oder zeichnungen in der ausstellung, insgesamt von 26 künstlern.
sie malten ihre umgebung, van gogh zum beispiel gärten und häuser am montmartre, sie malten das leben in den kneipen und vergnügungslokalen, wie dem moulin rouge, sie malten werbeplakate für diese lokale oder für künstler wie den chansonnier aristide bruant, sie malten die künstler, die dadurch unsterblich wurden, wie valentin le désossé oder la goulue, die malten die traurige wirklichkeit in den bordellen und die leichten mädchen nach der arbeit, aber auch, wie sie aufgedonnert und geschminkt in der öffentlichkeit auftraten. sie malten die tänzerinnen beim cancan, sie malten männer wie frauen beim absinth oder auch dessen üble folgen. hier wird das pralle leben gezeigt, in all seinen facetten.
in der den ausstellungsräumen angeschlossenen rotunde kann man die lebensläufe der ausgestellten maler nachlesen oder auf einem wandhohen stadtplan die wohnstätten der künstler und der lokale ausfindig machen.
wer die malerei des ausgehenden 19. jahrhunderts mag, dem kann ich diese ausstellung nur empfehlen. Sie läuft noch bis zum 1. Juni 2014.
Links: schirn kunsthalle ausstellung esprit montmartre
montmartre (in wikipedia)
verlässt man die kunsthalle, steht man mitten in frankfurts guter stube, dem römer.

Freitag, 28. Februar 2014

zwischenbemerkung.

hier wurde in den letzten wochen überwiegend über essen und kochen geschrieben. dabei sind andere themen zumindest vorläufig unter den tisch gefallen. aber sie sind da, und ich werde sie veröffentlichen. bald schon. dann haben kochrezepte im blog erst mal eine pause.

Donnerstag, 27. Februar 2014

lasagne mit wirsing.


das rezept stammt aus dem februar-heft von essen & trinken und heißt dort hirschlasagne mit wirsing und taleggio. mein küchenchef hatte das rezept wegen dem "hirsch" ausgesucht. ich war und bin doch etwas irritiert, dass wir beim wildhändler festgestellt haben, dass hirsch jetzt (bis mai) schonzeit hat (ich bin keine jägerin), und es daher dieses fleisch momentan nicht gibt. ich bin wegen essen & trinken irritiert, die müssten doch wissen, dass man das fleisch jetzt nicht bekommt. gut, ersatzweise gemischtes hack steht im rezept, wir hatten rinderhack, das geht natürlich auch, macht das ganze rezept aber weniger exotisch, es bleibt eine lasagne mit wirsing. wir haben das halbe rezept gemacht.
zutaten: (für 2 personen)
für das ragout:
250 g rinderhack
75 g möhren
75 g staudensellerie
75 g zwiebeln
1-2 el olivenöl
1 tl tomatenmark
100 ml rotwein
1/2 kleine dose tomaten (200 g)
1/2 tl scharfes ungarisches paprikapulver
1 lorbeerblatt
2 wacholderbeeren
1 kl zweig rosmarin
salz, pfeffer, zucker

für die bechamel mit wirsing:
250 g wirsing
40 g butter
30 g mehl
175 ml vollmilch
salz, muskat
1 tl fein abgeriebene zitronenschale

für die lasagne:
30 g parmesan (oder grana padano)
etwas butter für die form
lasagne-platten
125 g taleggio
2 zweige rosmarin
1 el semmelbrösel

zubereitung:

  1. ragout zubereiten: gemüse putzen, schälen, sehr fein würfeln. öl in einer beschichteten pfanne erhitzen und das hackfleisch darin 5 minuten scharf anbraten (falls dabei flüssigkeit entsteht, diese komplett einkochen lassen). gemüse zugeben und weitere 10 minuten braten.
  2. tomatenmark einrühren, rotwein zugeben und vollständig einkochen lassen. 
  3. dosentomaten zerdrücken und mit 250 ml wasser zum hack geben. mit paprika, lorbeer, salz, pfeffer und zucker würzen, wacholderbeeren mit einer messerklinge andrücken und zusammen mit rosmarinnadeln in einen teebeutel geben, diesen verschließen (klammern, oder mit fleischfaden zubinden) und das säckchen mit in die pfanne geben. 
  4. sugo 1 stunde bei mittlerer hitze einkochen lassen, dann lorbeer und den teebeutel entfernen.
  5. bechamel: den wirsing putzen, grob schneiden und in kochendem salzwasser 3-4 minuten knapp garen. 375 ml wirsingwasser abmessen. wirsing eiskalt abschrecken, abtropfen lassen und zwischen küchentüchern gut trocknen.
  6. butter in einem topf zerlassen, mehl einrühren und nach und nach unter rühren mit dem wirsingwasser und der milch auffüllen. bechamel unter rühren 30-40 minuten bei mittlerer hitze kochen, am ende mit salz, muskat und zitronenschale würzen.
  7. wirsing in sehr feine streifen schneiden und mit der hälfte der bechamel mischen.
  8. parmesan fein reiben,
  9. eine auflaufform (ca. 10 * 20 cm) (bei mir eine herzförmige) mit butter einfetten. eine schicht sugo darin verteilen. lasagneplatten darauflegen und andrücken. bechamel daraufstreichen, etwas rahmwirsing darauf verteilen und mit parmesan bestreuen. abwechselnd sugo, bechamel, wirsing, nudelplatten und parmesan in die form schichten und gut andrücken. die letze schicht soll bechamel sein.
  10. taleggio in dünne scheiben schneiden und mit klein gehackten rosmarinnadeln auf der bechamel verteilen. mit dem restlichen parmesan bestreuen.
  11. im vorgeheizten backofen bei 190 grad auf der 2. schiene von unten 30-35 minuten goldbraun backen.
  12. lasagne aus dem backofen nehmen. 10 minuten ruhen lassen und servieren.

Dienstag, 25. Februar 2014

bohnenküchle mit schnittlauchjoghurt.


im original heißen sie bohnenbuletten, die schwäbin macht daraus wie beim fleisch küchle. bei petra sind sie mir aufgefallen, regelrecht ins auge gestochen ("was ist das??? das sieht super aus!"), und petras foto ist imo auch viel ansehnlicher als das foto in essen & trinken (heft 3/2014). ganz spontan wurde das rezept nachgekocht, zumal sich noch eine dose weiße bohnen (mit abgelaufenem mindesthaltbarkeitsdatum) im vorrat fand. die bohnen waren übrigens noch einwandfrei, das hatte ich auch nicht anders erwartet. das nächste mal koche ich die bohnen dann selbst. dazu salat.
zutaten: (2 personen)
1 kleine dose große weiße bohnen (240g abtropfgewicht)
40 g italienischer hartkäse (bei mir parmesan)
1/2 bund petersilie
1 zweig rosmarin
1 ei
6 el panko-brösel
muskat, salz, pfeffer
1 bund schnittlauch
125 vollmilchjoghurt (bei mir türkisches mit 10%)
1 prise zucker
öl zum braten
zubereitung:

  1. bohnen in ein sieb gießen, kalt abspülen, gut abtropfen lassen und grob hacken.
  2. käse fein reiben. petersilienblätter und rosmarinnadeln abzupfen und fein hacken.
  3. bohnen, käse, kräuter, ei und 2-3 el panko gut mischen und mit muskat, salz und pfeffer würzen.
  4. masse zu 8 küchle formen.
  5. schnittlauch in röllchen schneiden, mit joghurt, salz und 1 prise zucker verrühren.
  6. öl in einer beschichteten pfanne erhitzen. küchle in den restlichen bröseln wenden, küchle bei mittlerer hitze 3 minuten auf jeder seite goldbraun braten.
  7. küchle auf küchenpapier abtropfen lassen, mit einem salat und dem joghurt servieren.

nachtrag nach einer weiteren zubereitung:

  • ein wenig pikantes gewürz tut der bohnenmasse gut, z.b. paprika, piment d'espelette, pul biber, isot biber ..., ganz nach geschmack
  • sollte die bohnenmasse bröselig sein, vorsichtig ein wenig wasser untermischen

im rezept gibt es einen hübschen feldsalat mit kleinen tomaten dazu, bei uns aus kühlschranktechnischen gründen einen wintersalat aus zwei geraspelten möhren, einem chicoree, einer orange in einer essig-öl-sauce mit einem löffelchen schmand abgeschmeckt.

die bohnenküchle hat's nicht zum letzten mal bei uns gegeben.

Sonntag, 23. Februar 2014

fingerfood-menu.


Steinburg
hoch über würzburg, dort wo einem die ganze stadt zu füßen liegt, befindet sich die steinburg. hotel, konferenzen, restaurant. wir haben mal getestet, in einer runde unter freunden, und das fingerfood-menu probiert. sechs gänge (mehr sind auch möglich), auswählbar aus zwölf, kleine portionen, und es gibt natürlich besteck dazu.
amuse bouche oder gruß aus der küche.
lolli von lachs-ziegenkäse-roulade.
 kalbshaxen-carpaccio auf meerrettich-pesto.
 gefülltes schollen-schleifchen auf portweinschalotten.
 spanferkelfilet auf orangen-kohlsalat.
 hirschrücken an gebratenen champignons.
gratinierter gorgonzola an walnüssen.

das ergebnis: es war sehr gut, und alle sind satt geworden. unser eindruck von der küche war sehr positiv, auch der service hat gepunktet. unser fazit: man kann dort sehr gut essen, wenn man sich mal was leisten will. die aussicht gibts dazu.
SCHLOSS STEINBURG
Mittlerer Steinbergweg 100
D-97080 Würzburg
Tel +49 931-97020
www.steinburg.com

Dienstag, 4. Februar 2014

kürbis-flammkuchen.


das ist so ein weiterreich-rezept. ich habe es bei cahama gesehen, die haben es von chefkoch. die kürbiszeit ist ja eigentlich vorbei, aber mein küchenchef hat letzte woche einen nudel-kürbisauflauf fabriziert, und da ist jetzt noch kürbis zu verbrauchen. backtag war auch, und wenn der ofen dann schon mal heiß ist, gibt es bei uns entweder pizza oder flammkuchen. so hat sich das rezept geradezu angeboten.
zutaten:
flammkuchenteig für 2 flammkuchen (macht mein küchenchef)
200 g hokkaido-kürbis, kerne entfernt
150 g zwiebeln (bei mir war's eine rote, wegen der farbe)
40 g getrocknete tomaten
1 cm ingwerwurzel
100 g schmand
50 ml schlagsahne
80 g würziger käse (bei mir brebis)
80 g bergkäse, gerieben oder fein geschnitten
salz, pfeffer, scharfer paprika

zubereitung:

  1. kürbis raspeln, ingwer schälen und fein reiben, zwiebel schälen, halbieren, längs in streifen schneiden, tomaten fein würfeln. alles in einer schüssel mischen, salzen, pfeffern, etwas (vom guten ungarischen) paprika dazu.
  2. sahne in einem topf erhitzen, den würzigen käse in kleinen würfeln zugeben und bei milder hitze auflösen. abkühlen lassen und den schmand unterrühren.
  3. flammkuchenteig ausrollen, die schmandmischung darauf verstreichen. kürbis-zwiebel-mischung draufgeben, den geriebenen bergkäse darauf verteilen.
  4. im vorgeheizten ofen (250°C) ca. 8-10 minuten backen.

die rezepte unterscheiden sich hauptsächlich durch den verwendeten käse. chefkoch rührt gorgonzola in die sahne (was ich mir sehr gut vorstellen kann), cahama nimmt dafür schafskäse, den ich nicht da hatte. ich nahm brebis (auch ein schafskäse) aber in anderer konsistenz. der flammkuchen ist lecker, durch das raspeln wird der kürbis gut gar.
Rezeptquellen:
cahama: http://cahama.wordpress.com/2014/01/31/kurbis-flammkuchen/
chefkoch: http://www.chefkoch.de/rezepte/2204171353343148/Kuerbis-Flammkuchen.html

Montag, 3. Februar 2014

französischer markt.

manchmal kommt die große welt auch nach würzburg. wenn französischer markt ist, zum beispiel. jetzt, mitten im winter, der heuer zum glück ja nicht so kalt ist. nur so nebenbei: so kann's von mir aus auch bleiben.
nun, wir sind ja extra hingegangen, und wir haben auch eingekauft. weder bei den wurstwaren aus dem anjou noch beim käse (vacherin mont d'or, comté, brebis) konnten wir widerstehen. und damit die hände nach dem essen auch wieder sauber werden, durfte auch noch lavendelseife (flüssig) mit.

Sonntag, 2. Februar 2014

foodbloggertreffen, zum ersten.

da gönnt man sich mal einen faulen tag, und mittags war ja auch noch alles in ordnung. abends dann wurde mir drastisch vor augen geführt, dass ich geschlampt hatte. nun hatten sich einige foodblogger in und um würzburg nebst einem gast aus der ferne zu einem ersten stammtisch getroffen, und einige hatten bereits fleissig darüber berichtet. ich natürlich nicht, weil .... zuerst marktbesuch (da kommen auch noch fotos), und dann war eben fauler tag.
das muss heute nachgeholt werden. wir trafen uns in einem italienischen restaurant, das ich noch nicht kannte. ich finde es gut, wenn man seine erfahrungen erweitern kann. es ist wirklich ein restaurant, und der tageskarte nach liegt der schwerpunkt eher auf fisch. der wurde bei uns am tisch auch gegessen und gelobt.
wir begannen mit einem gruß aus der küche, bruschetta mit thunfischcreme. das war schon mal gut.
lecker pizzabrot begleitete ...
... die vorspeisen, eine platte mit carpaccio, vitello tonnato, auberginenauflauf, frittata, gebratenem gemüse, und ...
als hauptgang hatte ich dann tagliatelle mit trüffeln und filetspitzen.
neben dem leckeren essen konnten wir uns austauschen, es hat großen spaß gemacht, danke für's organisieren und vor allem für's kommen!
il castello 
leistenstr. 6
97082 würzburg
di-sa 17 bis 23 uhr
so 11:30 bis 14 und 17 bis 23 uhr
mo ruhetag
www.ilcastello-wurzburg.de