Dienstag, 25. Oktober 2011

Chili-Quitten

Quitten1

Unsere Nachbarin hat mich auch in diesem Jahr wieder mit Quitten bedacht, und da Süßes nicht so mein Fall ist, hatte ich bereits im letzten Jahr auf ein Rezept von lamiacucina zurückgegriffen, das gut gelungen war. Nur so richtig darüber gebloggt hatte ich im letzten Jahr nicht.

Zutaten für 2-3 Gläser:
500g Quitten
ca. 400ccm Wasser
Saft einer Limette
150g Zucker (ich habe nur 110g verwendet)
1 frische rote Chili-Schote
1 Lorbeerblatt
1 Tl Meersalz

Zubereitung:
Quitten abreiben, um den Flaum zu entfernen, dann waschen, vierteln, das Kernhaus rausschneiden. Die Quittenviertel schälen, längs halbieren und in Stücke schneiden, meine waren etwa 5mm dick. Die Scheiben in das Limettenwasser legen.

Quitten2

(Trotzdem verfärben sie sich etwas, aber das geht beim Kochen wieder weg)
Mit allen Zutaten aufkochen bis sie weich sind, das dauert nur wenige Minuten.
(Unsere Chili-Ernte war dieses Jahr sehr spärlich, daher habe ich welche vom Vorjahr verwendet, dafür aber mit Kernen, dafür sind die Lorbeerblätter eigene Ernte frisch vom Strauch)

Quitten_im_Topf

In Gläser mit Deckel abfüllen und verschließen.

Chili-Quitten

Da ich viele Quitten bekommen hatte, machte ich die dreifache Menge und habe nun sechs Gläser scharfes Kompott im Keller stehen. Das schmeckt gut zu Käse (auch Raclette) oder kaltem Braten.

Montag, 24. Oktober 2011

Cézanne Renoir Picasso & Co.

Das ist der Titel der aktuellen Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen. Dabei handelt es sich um einen Rückblick auf sehr erfolgreiche Ausstellungen in der Kunsthalle, die vor 40 Jahren gegründet wurde. Götz Adriani gelang es in der 1980-er und 90-er Jahren herausragende Werke der klassischen Moderne aus der ganzen Welt für seine Ausstellungen zu bekommen. Entsprechend groß war der Erfolg, der dann häufig auch als "Wunder von Tübingen" bezeichnet wurde. Wartezeiten von mehreren Stunden und jeweils über 400.000 Besucher bei den Ausstellungen über Paul Cézanne und Auguste Renoir kennzeichneten diese Zeit.
Die aktuelle Ausstellung bringt nun einen Rückblick auf diese Werke. Wir waren mit einer Gruppe dort und hatten eine Führung von einer knappen Stunde. Die Dame (habe den Namen leider nicht notiert) kannte sich (a) blendend aus, konnte (b) gut erzählen und (c) sich in der kurzen Zeit so beschränken, dass wir gut durchgekommen sind. Großes Lob von mir!
Wer damals schon geschaut hat, dem bietet sich die Gelegenheit auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten, also mit Bildern, die in früheren Ausstellungen schon gezeigt wurden.
Dazu einige Links zu den Abbildungen auf der Website der Kunsthalle.
Auguste Renoir, Die kleine Irene, 1880
Henri de Toulouse-Lautrec, Im Bett, 1892
Henri Rousseau, Waldspaziergang, um 1886
Es gab für mich noch mehr "alte Bekannte", aber sie sind auf der Website leider nicht abgebildet.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Barrelhouse Jazzband in Lauda

Auch in diesem Jahr konnten wir wieder ein Konzert der Barrelhouse Jazzband in der Provinz, in der 14.000-Einwohner-Stadt Lauda(-Königshofen) hören. Es findet schon seit über 20 Jahren immer in der Aula des Gymnasiums statt, und entsprechend heimelig-familiär ist die Atmosphäre.
Sie spielten wieder klasse, und ich lasse es dabei bewenden, denn Musik muss man hören, nicht lesen.
Das diesjährige Motto war "New York meets New Orleans".
Anbei noch ein kurzer, sehr amateurhafter Ausschnitt des Finales:
video
Wen es interessiert, hier noch Links der Band und der Gastsolisten:
Barrelhouse Jazzband
Laura Fedele (Jazzpiano)
Scotty Barnhart (Trompete)
Nancy McCracken (Posaune)
Scott Hamilton (Saxophon)

Sonntag, 16. Oktober 2011

Sonntägliche Ansichten

Die beiden Bilder stammen vom letzten Sonntag, wunderbare Sonne, kalter Wind, schöne Ausblicke auf frisch verschneite Berge.

Blick ins Antholzer Tal

Antholzer Tal

Blick ins Hochpustertal

Winteransicht

Samstag, 15. Oktober 2011

Ende des Kirchtagmichelbaums

Erinnert ihr euch? An unserem ersten Ferientag war in Oberolang Kirchtag. Hier seht ihr den Kirchtagmichelbaum nach seinem Ende als solcher, sauber abgelängt auf jeweils vier Meter.

Ende_Kirchtagmichelbaum

Auch unsere Ferien gehen dem Ende entgegen. Hier gibt es vielleicht noch den einen oder anderen Nachklapp, also, bitte wieder reinschauen!

Freitag, 14. Oktober 2011

nochmal Galadiner

Während unseres Aufenthalts gab es nochmals ein Galadiner.
Erster Gang: Geräuchertes Forellenfilet mit Meerrettich-Panna cotta. Diese war sensationell, eingewickelt in dünne gebratene Zucchinischeiben, im Bild links.
Dazu Pinot Bianco, Jahrgang 2009, Kellerei Franz Haas, Montan.

Forellenfilet

Zweiter Gang: Consommé double mit Kerbelklößchen.

Kerbelklößchen

Dritter Gang: Thymiantagliatelle mit Wildragout.
Dazu:  Merlot "Levad", Jahrgang 2008, Kellerei Nals.

Wildragou

Vierter Gang: Zitronensorbet. Wie immer fand ich es zu süß. Die Zitronenscheibe oben auf war hauch dünn, hart getrocknet und in kleinen Stückchen wunderbar aromatisch. Damit ließ das süße Sorbet gut ausgleichen.

Zitronensorbet

Fünfter Gang: Rindstagliata auf Rauke-Balsamicosalat, Gratinkartoffeln und Grilltomate.
Dazu: Fontalloro, Jahrgang 2004, Kellerei Felsina (Toskana).

Rindstagliata
Zum Dessert, das bei uns ein Stück Linzer Torte war, gab es Rosenmuskateller, Jahrgang 2008, Kellerei Kloster Muri, Gries.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Bruneck

Bruneck ist der Hauptort im Pustertal, liegt auf 836m Höhe und hat etwa 15.000 Einwohner. Die Altstadt ist schön renoviert.

Bruneck1
Bruneck3
Bruneck2

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Was gibts am Markt

Nachfolgend einige Eindrücke bei diversen Marktbesuchen.

Nach dem Kälteeinbruch war der Maronibrater ganz schnell zur Stelle.
Maronibrater

Bauernkäse
Bauernkäse

Steinpilze gibt's überall
Steinpilze

Teufelchen, nett gebunden
Teufelchen

Dienstag, 11. Oktober 2011

Der Kreuzgang in Brixen

Kreuzgang1
Der Brixner Kreuzgang wurde um 1200 als Teil der romanischen Münsteranlage erbaut, im Nordflügel befindet sich das große romanische Portal des alten Doms. Die Rundbögen am Innenhof stammen aus der Erbauungszeit. 15 der 20 Arkaden des Kreuzgangs sind an Wänden und Gewölben vollständig mit Fresken bedeckt. Die Ausmalung beruhte auf Stiftungen reicher Domherren, die sich zu verschiedenen Zeiten Maler verschiedener gotischer Stilphasen kommen ließen und ihnen die Ausführung einzelner Bilder oder die Ausstattung ganzer Arkaden übertrugen weshalb sich an den Wänden die vollständige Entwicklung der gotischen Malerei in Tirol ablesen lässt.
Die vorstehende Beschreibung stammt aus dem Kunst-Reiseführer "Südtirol" von Walter Pippke, Ida Pallhuber, (c) 1981 DuMont Buchverlag, Köln

Romanische Doppelsäulen
Kreuzgang2

Kapitell
Kapitell

Deckenfresko
Deckenfresko

Wandfresko, das Motiv kennt wohl jeder
Wandfresko

Montag, 10. Oktober 2011

Anziehungspunkt Brixen

Brixen
Brixen liegt im Eisacktal, wenige Kilometer nachdem das Pustertal ins Eisacktal mündet. Die Altstadt liegt eng beieinander, enge Gassen, der Domplatz, zwei Laubengassen, viele kleine Läden. An einem Samstagvormittag war alles recht belebt, viele Leute saßen in Cafes auf den Gassen, Touristen und Einheimische gemischt, keine Gruppe hat die Überhand.

Brücke über den Eisack
Eisackbrücke

Der Domplatz
Domplatz1

Der Dom am Domplatz
Domplatz2

Der Turm der Pfarrkirche, Gasse
Pfarrkirche

Sonntag, 9. Oktober 2011

Buch: Alles über Sally

Schon im vergangenen Jahr hatte ich mir den Titel "Alles über Sally" von Arno Geiger auf Grund einer Empfehlung (vermutlich aus der FAZ) aufgeschrieben. "Wenn du mal wieder ein Buch suchst und nicht weißt, was ...". Die Gelegenheit ergab sich erst jetzt kurz vor den Ferien, und ich ließ es mir schicken. Nun ist es ausgelesen.
Kurz gesagt, mein Fall ist es nicht so. Kein Totalverriss, aber richtig weiter empfehlen würde ich es auch nicht. Als Schulnote würde ich eine Drei geben.
Die Story spielt im Zeitraum von irgendwann in den Sommerferien bis nach Weihnachten. Erzählt wird von einem Ehepaar, Sally und Alfred, sie 52, er 57 Jahre alt, etwa 30 Jahre zusammen, davon etwa 25 Jahre verheiratet, 3 Kinder, wohnhaft in Wien.
Die Ferien werden jäh unterbrochen, weil in ihrem Haus in Wien eingebrochen wurde, die Einbrecher haben nicht nur Dinge gestohlen, sondern das Haus auch verwüstet. Zitat: "Nur der Kirschsirup an den Wänden erweckte ein wenig den Eindruck, hier sei jemand im Blutrausch abgestochen worden;" Die Organisation der Renovierung bleibt an Sally hängen, Alfred bedauert abhanden gekommene Dinge und vor allem sich. Sally gönnt sich eine Affäre und wird kurz darauf selbst betrogen, da ihr Liebhaber seine Ehefrau und Sally zugunsten einer jungen Frau verlässt. Zitat: "Er meinte, wenn ihm lediglich noch zehn Jahre blieben, wolle er diese Zeit genießen." Eingewoben in die Schilderung der Jetztzeit sind Rückblicke auf das gemeinsame Leben mit Alfred, die Zeit des Kennenlernens, des Hauskaufs, als die Kinder klein waren. Doch all diese Erlebnisse werden überwiegend vom sexuellen Standpunkt betrachtet. Schilderung der Erinnerung und wie sie Sex mit Alfred hatte, wo, warum. Interessiert mich das? Ich für mich: Nein.
Im vorletzten Kapitel kommt Alfred zu Wort, der besessene Tagebuchschreiber, und er teilt sich über sein Tagebuch mit. Es zeigt sich, dass er nicht ganz so weltfremd und in sich verschlossen ist, wie Sally glaubt, er bekommt einiges mit, zieht es jedoch vor, zu schweigen. Zitat: "... ich kann sagen, diesmal bleibt Sally für ein Jahr zu Hause, wurde auch Zeit, das weiß ich, ich weiß es still bei mir und bin klug genug, es zu verbergen, tief drinnen, viel tiefer drinnen, als ich an irgendeiner Stelle bereit bin, dort liegt das Wissen, dass Sally eine ganze Weile zu Hause bleibt, und auch das Wissen, dass sie nicht ganz gehen wird, ...". Ob man dieses Buch wirklich als "die Geschichte einer großen Liebe" bezeichnen sollte, wie es der Klappentext tut, das bezweifle ich jedoch.
Link zur Leseprobe bei Amazon.

Samstag, 8. Oktober 2011

Wetterumschwung

Bisher war hier schönstes Spätsommerwetter, die Sonne schon morgens strahlend, Temperaturen über 20°C, man konnte nicht meckern. Der Umschwung hatte sich ja bereits angekündigt, im Fernsehen konnten wir schon den Regen in Norddeutschland sehen, und es war klar, dass das große Tief auch bei uns vorbeikommen würde.
Erinnern wir uns, die Tage sah der Blick aus dem Fenster zum Kronplatz noch so aus.
Kronplatz Spätsommer

Den Regen lassen wir mal weg, am Vormittag begann es sich schon aufzuhellen. Hier der Kronplatz.
Kronplatz vormittags

Gleicher Zeitpunkt mit Blick zum Riesenfernergebirge. 
Riesenferner vormittags

Und nach Mittag sah es schon wieder ganz angenehm aus, der Kronplatz.
Kronplatz mittags

 Und das Riesenfernergebirge.

Riesenferner mittags

Freitag, 7. Oktober 2011

Galadiner

Einmal pro Woche gibt es in unserem Hotel ein Galadiner mit Weindegustation. Serviert werden sechs Gänge, dazu vier dazu passend ausgesuchte Weine.
Erster Gang: Seeteufel-Lachscarpaccio auf Salatherzen mit Melonenfächer fein garniert.
Dazu einen Veltliner, Jahrgang 2009, aus dem Kloster Neustift (Eisacktal).

Seeteufel-Lachscarpaccio

Zweiter Gang: Kraftbrühe mit Kräuterklößchen.

Brühe mit Kräuterklößchen

Dritter Gang: Offener Raviolo mit Riesengarnelen und Babyspargeln auf Champagnerschaum.
Anmerkung: Dieser Gang war für mich der Hit. Zwischen den beiden Teigplatten, die lose aufeinander lagen, versteckte sich knackig gedämpfte Julienne aus Möhren und Staudensellerie.
Dazu einen Riesling, Jahrgang 2009, Kellerei Pacherhof (ebenfalls Eisacktal).

Raviolo

Vierter Gang: Erdbeersorbet. Anmerkung: Es war mir persönlich zu süß.

Erdbeersorbet

Fünfter Gang: Kalbsfilet, gebraten am Stück, Berner Rösti und mediterranes Gemüse.
Anmerkung: Das Filet war perfekt rosa gebraten und saftig, die Sauce lecker abgeschmeckt und aus etwas bereitet, das viel und häufig reduziert wurde.
Dazu ein Cabernet Löwengang, Jahrgang 2005, Kellerei Alois Lageder.

Kalbsfilet

Sechster Gang: Geschmorte Ananas mit Vanilleeis.
Dazu ein Saphir, Jahrgang 2004, Kellerei Laimburg.

Ananas mit Vanilleeis

Insgesamt war das Essen sehr gut, Höhepunkte für mich der Zwischengang und das Hauptgericht. Auch der Wein zum Hauptgericht (der Cabernet) passte hervorragend. Bekanntermaßen sind Süßspeisen nicht mein Leibgericht, so dass nicht zu erwarten ist, dass diese in meiner Einschätzung vorne landen. Die geschmorte Ananas, gewürzt mit etwas Basilikum, war aber überraschend im Geschmack und lecker.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Herrliches Herbstwetter

Antholzer Tal

Es ist immer noch sommerlich warm, die Sonne angenehm, die Luft klar. Noch färben sich die Blätter nicht. Die Berge sind fast zum Greifen nah. Und doch, wir wissen, lange wird es nicht mehr dauern, der Wetterumschwung ist schon vorhergesagt.

Olang
Umso mehr genießt man die Tage.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Alte Säge

Lipper Säge
Vor Ort nennen sie sie Lipper Säge, manchmal auch Lippa Säge, ganz frisch restauriert, sie wurde 1851 erbaut und war bis 1958 in Betrieb. Es ist eine sogenannte Venezianer Säge, selbst fast ganz aus Holz gebaut, ein Gatter mit einem (1) Sägeblatt.

Wasserrad
Der Antrieb erfolgt durch ein oberschlächtiges Wasserrad. Es war nicht in Betrieb, als wir vorbei kamen.

Wasserzuleitung
Das Wasser wird vom Bach abgeleitet und über diese Wasserleitung zum Wasserrad geführt. Schauen  wir uns nun den Ablauf des Sägens an.

Rundholz
Hier lagert das vorbereitete Rundholz, bereits auf die richtige Länge abgesägt und von Rinde und Ästen befreit.

Sägehalle
Der Stamm wird dann auf dieser rollbaren Vorrichtung befestigt.

Sägeblatt
Mit diesem Sägeblatt wird ein Brett nach dem anderen abgesägt. Nach Angaben an der Säge dauerte dies etwa 8 Minuten.

Sägeblätter
Die Sägeblätter werden an einer Art Regal aufbewahrt, ein Blatt kann auch mal brechen oder stumpf werden, dann sollte man Ersatz vorrätig haben.

Bretter
Hier lagern nun die fertig gesägten Bretter und trocknen.