Dienstag, 10. Februar 2009

Bild des Tages: Dienstag

Das Bild ist von gestern, zugegeben, es wird zum Bild des Tages, weil diese beiden netten Kriegsschiffe heute früh immer noch vor der Bucht liegen, den Bug Richtung offenes Meer. Nun werden wir hier schon seit 24 Stunden verteidigt. Gegen wen?

BdT0210

11 Uhr: Der Wetterbericht sagt Sonne voraus, aber es regnet.
12 Uhr: Es regnet immer noch. Von den zwei großen Booten aus fahren viele kleine und einige Landungsboote mit Panzern über die Bucht Richtung Land, drehen aber bald ab. Sollten wir nicht verteidigt, sondern angegriffen werden?
12:45: Vor unseren Augen wird Krieg gespielt, und wir sitzen Loge, erste Reihe.

Kriegsspiele

Kurz vor 14 Uhr kam die Sonne raus.
Abends waren alle Kriegsschiffe verschwunden.

Montag, 9. Februar 2009

Bild des Tages: Montag

Es ist Ebbe, es hat geregnet, es ist trüb, aber es könnte sein, dass die Sonne doch bald durchkommt.

BdT0209

Update vom Nachmittag: kurz nach 10:30 Uhr kam die Sonne durch und schien den ganzen Tag. Wir konnten am Strand und im Kiefernwald laufen, in der Sonne sitzen, es war wieder ein richtig schöner Tag.

Sonntag, 8. Februar 2009

Fahrplanänderung

Wir wollten heute mit dem kleinen Katamaran nach Cádiz, doch er fuhr nicht. Wegen schlechter Wetteraussichten, meinte das "Mädle", das hinter dem Fahrkartenschalter stand. Draußen schien die Sonne. Ich fragte noch mal nach, wies sie auf das schöne Wetter hin. "Die wissen das besser, vielleicht schlägt es bald um." Als Alternative bot sie einen Bus an, aber das wollten wir nicht. Wir machten also gleich unseren Spaziergang. So lange noch die Sonne schien, falls das Wetter umschlagen würde. Was es aber nicht tat. Warum das Boot nicht fuhr, werden wir wohl niemals erfahren. Als wir vor vielen Jahren in Hurgada am Roten Meer auf das Flugzeug aus Kairo warteten, das erst sehr verspätet kam, sagte man uns, in Kairo sei Sandsturm. In Wirklichkeit hatte der Flugkapitän verschlafen. Unser damaliger Reiseleiter hatte das rausgekriegt. Im Fall des Katamaran werden wir dumm sterben.

Rota zum Ersten

Rota ist eine auffällig saubere Stadt, nach den Unwettern vor unserer Anreise haben sie alle Spuren ruckzuck beseitigt, den Sand weggekehrt, die herumfliegenden Blätter eingesammelt, alles war wieder tiptop. Im Schatten beträgt die Temperatur tagsüber so 14-16°C, in der Sonne kann man gut ohne Jacke gehen und sitzen.
Der Ort hat eine kleine Markthalle, bedeckt von einem offenen Glasdach. Die Händler haben ihre Stände unter den Arkaden. Dieser Ort strahlt eine überaus angenehme Atmosphäre aus. Auf der Seite zur Stadt ein Café, in dem die alten Männer sitzen und sich austauschen.

Mercado

Rota liegt auf einer Landzunge, dort befindet sich der Hafen, nach beiden Seiten gehen Strandpromenaden ab. Richtung Osten, Playa de Rompidillo, die Strandpromenade renoviert, eingeweiht letzten Freitag, am Tag unserer Ankunft hier. "Des wär au net needig gwä" könnte der Schwabe in uns sagen. Von der Seite aus sieht man Rota so.

Rota_rompidillo

Samstag, 7. Februar 2009

Flug nach Jerez

Um vier Uhr aufgestanden, kurz vor fünf kam das Taxi, kurz nach sechs flogen wir nach Palma de Mallorca. Air Berlin hat dort ein ganzes Terminal für sich und betreibt ein Drehkreuz für Flüge von Deutschland nach Spanien/Portugal. Ab acht Uhr morgens landet eine Maschine um die andere aus Deutschland, einige Passagiere bleiben auf Mallorca, und die anderen verteilen sich auf die Maschinen.

Palma_AirBerlin

Kurz vor zehn Uhr geht es dann weiter, Starts nach Santiago de Compostela, Asturias, Faro, Valencia, Bilbao, Sevilla, Malaga und eben auch nach Jerez. Nachmittags dasselbe in die andere Richtung.
Nach Jerez fliegt man parallel zur andalusischen Mittelmeerküste, sieht die verschneiten Berge der Sierra Nevada, aber auch das Meer in der Ferne.

SierraNevada

Irgendwann endet das Gebirge dann, bei Jerez ist die Landschaft hügelig, Felder und Weinberge bestimmen sie.

Landschaft_Jerez

Der Flughafen von Jerez ist so richtig schön provinziell. Man steigt aus dem Flugzeug, geht zu Fuß zum Gebäude, die Gepäckbänder werden direkt außen beladen, trotzdem kommt es zu Wartezeiten.

JerezAirport

Am Gepäck kann man heutzutage gut abschätzen, was die Leute vorhaben. Zwei wollten surfen, und jede Menge anderer wollten golfen. Wir haben noch nie so viele Golfsäcke, und -koffer gesehen. Die Golfhotels liegen im Hinterland, und weil wir die einzigen waren, die an die Küste wollten, wurden wir mit dem Taxi gebracht. Es war sonnig, ein starker Wind wehte, aber kein Regen. Wir gingen spazieren, der Wind ließ nach, und wir konnten die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres genießen. Wir sind angekommen.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Konzerthusten

Winterzeit ist Kulturzeit, jetzt finden die Veranstaltungen in geschlossenen Räumen statt, und niemand will sich stattdessen im Freien aufhalten. Und im Winter blüht er, der spezielle Konzerthusten. Nie gehört? Bestimmt doch! So bezeichne ich die leisen Räusperer bis kräftigen Beller, die da kurz vor Beginn der Musik, in den kleinen Pausen zwischen zwei Sätzen, mehr oder weniger verschämt losgelassen werden. Keine noch so kleine Musikpause ohne Konzerthusten.
Ich gehöre zu den Leuten, die im Konzert husten, und mir graut davor. Bei mir blüht der Husten nicht nur zur Winter-Erkältungszeit, sondern auch im Sommer, wenn ich außerhalb von Konzertsälen gar keinen Husten habe. Psychisch halt, gestört. Nur ist er im Sommer nicht so schlimm. Da ich schon ahne, was kommen wird, präpariere ich vor jedem Konzertbesuch meine Handtasche, die bestimmten Bonbons müssen griffbereit liegen. Und in ausreichender Anzahl. Zu wenige könnten den ersten Anfall von Konzerthusten bereits viel zu früh auslösen, schon im 1. Satz, und wie soll ich dann mit zu wenig Bonbons den Rest des Konzerts überstehen? Nun besteht die Kunst darin, die Bonbons richtig zu dosieren, nicht zu früh, aber bevor der kleine Reiz im Hals sich schon zum Reizhusten gesteigert hat. Ich huste nie in den kleinen Musikpausen. Ich huste sowieso nie, ES hustet, meist völlig unkontrollierbar. Außer durch Bonbons. Und tiefes Durchatmen.
Schlimm sind die zweiten Sätze, die Adagios und Andantes, ruhiges, schönes Musizieren, die Instrumente singen. Jeden noch so kleinen Räusperer hört man da. Mal eben kurz husten? Völlig unmöglich! Ruhig atmen, aufs Atmen konzentrieren, nicht an den Husten denken.
Da lobe ich mir die großen Orchesterwerke, Mahler zum Beispiel. In so einer Sinfonie wie der zweiten, mit etwa 90 Minuten Aufführungsdauer, sind viele Passagen, in denen Orchester einschließlich Schlagwerk einen solchen Höllenlärm veranstaltet, dass die Gewerbeaufsicht einschreiten würde, wenn es sich nicht um Kunst handeln würde. In diesen Passagen kann man ungeniert husten, wenn es jemand merkt, dann höchstens der unmittelbare Nachbar.
Doch zurück zur Kammermusik. Dritte Sätze sind meist fesch und fegen vorbei, keinen Anlass zum Husten finden! Dann Satz Nr. 4, meist schnell, damit die Musiker ihr Können zeigen können, viel Bewegung, gute Lautstärke. Also, nochmal atmen, nicht husten, und geschafft. Pause.

Samstag, 10. Januar 2009

Eistage

Heute ist nun schon der 8. Tag in Folge, an dem die Tageshöchsttemperatur nicht null Grad erreicht, sondern deutlich darunter bleibt. Diese Tage nennen die Meterologen Eistage. Heute haben wir die deutlichen Folgen der Kälte gesehen, der Neckar oberhalb von Esslingen hatte eine Eisschicht. Ich konnte weder sehen, wie dick sie war, noch ob das Wasser ganz durchgehend von Eis bedeckt war. Aber Eis auf dem Fluss habe ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen.
Sooooo kalt!

Dienstag, 6. Januar 2009

Weltweihnachtszirkus

Weltweihnachts-Zirkus_2008-2009
Kaum eine Veranstaltung besuchen wir so regelmäßig wie den Weltweihnachtszirkus, der diese Saison einen ganzen Monat lang die Zuschauer in und um Stuttgart erfreut. Zwei Vorstellungen täglich, über die Feiertag auch drei, alle Artisten sind Weltklasse, viele haben bereits Auszeichnungen in Monte Carlo oder bei anderen Festivals gewonnen, viele fahren direkt von Stuttgart zum Festival nach Monte Carlo.
Alle Nummern waren sehr schön, und man kann nur die Leistung aller Athleten bewundern. Ganz witzig der Anfang, ein Mann mit einem riesengroßen Luftballon auf dem Kopf. Er zieht ihn über den Kopf, verschwindet schließlich ganz darin, Kopf und Körperteile tauchen hin und wieder auf, bis dem Ballon zuletzt die Luft ausgeht und er sozusagen verdampft.
Es gab natürlich wieder eine große Bandbreite, russische Schaukel mit Reck, Schleuderbrett, Jongleure, Löwen, Dromedare und Pferde, Mädchen auf Fahrrädern, Umkleidekünstler, ikarische Spiele und nicht zuletzt der Clown Fumagalli.
Besonders gut gefallen haben mir die Vertikalseilnummern, zuerst das russische Paar, dann die große Gruppe der Chinesen.
Zirkus_2009.01.06_02

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Auch die Pferdenummer mit Geraldine Katharina Knie war super. Besonders schwierig erschien mir die Schlappseilnummer, sich auf diesem wackelingen Seil nicht nur zu halten, sondern sogar auf einer Leiter zu balanzieren bzw. mit einem Rad zu fahren ist extra Klasse.

Zirkus_2009.01.06_01

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Donnerstag, 1. Januar 2009

Entspannung

Die freien Tage zu Weihnachten und zum Jahreswechsel laden regelrecht zur Entspannung ein. Bald geht die Arbeit weiter, und die wöchentliche Tretmühle beginnt wieder, sich zu drehen. Entspannen kann man wie hier zu sehen durch leichtes Schaukeln mit diesem Stuhl. Auch die Katze weiß dies zu schätzen und schaukelt mit.
Schaukelstuhl

Prosit Neujahr!

Neujahr2009