Freitag, 7. Juni 2019

Auswärts. Schlossmuseum Wolfshagen.

Wir haben auf der Reise durch die Altmark nun viele Kirchen und Klöster gesehen, die meisten wurden im 12. Jahrhundert gegründet, nachdem das Gebiet erobert und die Slawen christianisiert worden waren. Nun wird es neuzeitlicher. Wir starten mit einem Gutshaus / Schloss des märkischen Landadels.
Schloss
Das Schlossmuseum Wolfshagen in der Prignitz ist im ehemaligen Gutshaus der Familie Gans zu Putlitz untergebracht. Die Familie kam bereits 1147 mit dem Kreuzzug gegen die Slawen ins Land und siedelte in der Folge dort. Das heutige Haus wurde 1787 auf der Bausubstanz von Vorgängerbauten aus der Renaissance gebaut. Nach 1945 waren in dem Gutshaus Flüchtlinge untergebracht, ab 1952 wurde es als Schulgebäude genutzt.
Das Museum zeigt im Erdgeschoss die für die Gegend typische Einrichtung eines Adelshauses. Die Einrichtung stammt meist aus weiteren Gutshäusern der Prignitz und wurde vom Förderverein für das Museum zusammengetragen.
Die Bibliothek mit Ahnenbildern (Leihgaben anderer märkischer Familien).
Bibliothek
Das Schreibkabinett.
Schreibtisch
Ein barocker Schrank.
Barockschrank
Besteck, Gläser und Blumenschmuck für eine Festtafel.
Festtafel
Im ersten Stock wird die Porzellansammlung von Herrn von Barsewisch ausgestellt.
Porzellansammlung
Porzellansammlung
Zwiebelmuster.
Porzellansammlung
Für uns zur Stärkung gab es diesen leckeren Kuchen und Kaffee.
Kuchen
Der Ort: Wolfshagen ist rot markiert, bereits besuchte und im Blog beschriebene Orte sind grün markiert, noch nicht besuchte Orte sind blau markiert.

Donnerstag, 6. Juni 2019

Auswärts. Wunderblutkirche in Wilsnack.

In dem sehr beschaulichen (Bad) Wilsnack steht die Wunderblutkirche St. Nikolai, einst der größte Wallfahrtsort Norddeutschlands und der fünftgrößte in Europa.
Wunderblutkirche St Nikolai
Der Legende nach verwahrte die Kirche Hostien, denen Wunderkraft zugeschrieben wurde. 1384 stellte der Papst einen Ablassbrief zugunsten des Aufbaus der Wallfahrtskirche in Wilsnack aus. Der erste evangelische Pfarrer verbrannte 1539 die sogenannten Wunderhostien, und damit waren die Wallfahrten vorbei.
Die Kirche ist sehr groß und das Querhaus weit und gut geeignet für Prozessionen.
Wunderblutkirche St Nikolai
Ungewöhlich ist der Schmuck der Säulen und die gedrehten Dienste.
gedrehte Dienste
Die Hostien wurden in einem Schrein in einer Seitenkapelle aufbewahrt, die Innenseiten des Schreins waren bemalt.
Türen des Hostienschreins
Türen des Hostienschreins
Der Altar ist mehrteilig, der obere Teil stellt Maria mit den Vierzehn Nothelfern dar, der untere zeigt Maria inmitten der zwölf Apostel.
Altar
Der Ort: Bad Wilsnack ist rot markiert, grün sind die bereits besuchten Orte, die noch zu besuchenden Orte sind blau markiert.

Mittwoch, 5. Juni 2019

Auswärts. St. Marien in Havelberg.

Der Dom St. Marien zu Havelberg liegt auf einer Anhöhe über der Havel, hier der Blick vom Domplatz hinunter.
Blick auf die Havel
Bei unserem Besuch war es bedeckt und ein kalter Wind wehte. Umso bedrohlicher sah der über 30 Meter hohe Westriegel aus, der den Kirchenbau verdeckt. Man sieht dem Gebäude an, dass es in einer Zeit der Eroberung und Christianisierung gebaut wurde (Mitte 12. Jahrhundert) und Angriffen standhalten musste.
Dom St. Marien Westriegel
Nach einem Brand 1279 wurde der Dom bis 1330 "unter Verwendung der romanischen Bausubstanz im gotischen Stil wieder aufgebaut"*.
Dom St. Marien
Dieses Glasfenster mit Ornamenten in Grisaillemalerei mit farbigen Einsätzen wird auf ca. 1330 datiert.
Dom St. Marien Glasmalerei
Der Lettner wurde vermutlich 1411 vollendet und "stellt den umfangreichsten Zyklus der Steinplastik in Norddeutschland dar. In der Mitte des Lettners wurde die von vier Säulen gestützte Lesekanzel errichtet, die über eine Treppe an der Rückseite des Lettners zu erreichen ist."*
Dom St. Marien Lettner
Die barocke Kanzel stammt aus dem Jahr 1693.
Dom St. Marien Kanzel
Der Ort: Havelberg ist rot markiert. Bereits besuchte und im Blog beschriebene Orte sind grün markiert. Noch zu besuchende Orte sind blau markiert.
Die kunsthistorischen Angaben stammen aus dem PEDA-Kunstführer Nr. 137/1997. Verena Friedrich. Dom zu Havelberg. Passau. 1997.
* und kursive Schrift kennzeichnet Zitate aus dem genannten Kunstführer.

Dienstag, 4. Juni 2019

Auswärts. St. Nikolaus in Stendal.

Der heutige Bau der Kirche St. Nikolaus in Stendal entstand in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
St Nikolaus
Die dreischiffige Hallenkirche ist berühmt für die mittelalterlichen Glasmalereifenster, die zum großen Teil original erhalten sind, ein Teil wurde im 19. Jahrhundert restauriert. Die Fenster haben den Zweiten Weltkrieg unversehrt überstanden, weil sie rechtzeitig ausgebaut worden waren.
St Nikolaus
Christusfenster im Chor mit Szenen aus seinem Leben mit Kreuzigung und Himmelfahrt (mittleres Fenster).
St Nikolaus Glasmalerei Passion

Barbarafenster mit Szenen aus ihrem Leben und Martyrium.
St Nikolaus Glasmalerei
Fenster mit Passionsszenen Christi.
St Nikolaus Glasmalerei Grablege
Weitere hier nicht gezeigte Fenster stellen Leben und Martyrium von Heiligen dar, insgesamt gibt es 22 alte Fenster mit Glasmalerei.
Damit verließen wir den Bereich links der Elbe wieder.
Elbe
Der Ort: Stendal ist  rot markiert, grün markiert sind Orte, die wir bereits besucht haben und über die ein Eintrag im Blog existiert, blau markierte Orte werden noch besucht.

Montag, 3. Juni 2019

Auswärts. Tangermünde.

Die Stadt Tangermünde ist nach dem Fluss Tanger benannt, der dort in die Elbe mündet. Die Stadt gehörte bis 1488 der Hanse an und war von 1373 bis 1378 Zweitsitz von Kaiser Karl IV und markgräfliche Residenz auch der ersten Hohenzollern (ab 1415), bis diese die Residenz nach Cölln (heute Berlin) verlegten.
Wir betraten die Stadt durch das Neustädter Tor.
Stadttor
Über der Tordurchfahrt Wappen mit Adlern (v.l.n.r.) Preußischer Adler - Reichsadler mit Hohenzollernschild - Tangermünder Adler - Adler des Heiligen Römischen Reichs - Brandenburgischer Adler (Quelle: klick).
Stadttor Wappen Adler
Ein Hingucker ist das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert mit der 24 Meter hohen Schauwand. Der Baumeister erbaute auch die Katharinenkirche in Brandenburg, die wir bereits besucht haben. Auch dort durchbrochenes Maßwerk.
Rathaus
Auch von anderen Seiten sehenswert.
Rathaus
Rathaus
Der Storch im Nest auf dem Giebel des Rathauses bei der Gefiederpflege.
Storch
Der Stadtbrunnen vor der Kirche zeigt Persönlichkeiten im Zusammenhang mit wichtigen Ereignissen der Stadtgeschichte, z.B. 1009 die erste urkundliche Erwähnung der Burg.
Brunnen
Nach einem Brand 1617 entstanden viele prächtige Fachwerkhäuser wie z.B. dieses.
Fachwerk
Die Kirche St. Stephan wurde 1188 begonnen und im 14. Jahrhundert erweitert. Es entstand eine dreischiffige Hallenkirche mit Bündelpfeilern.
St Stephan
Aus dem Jahr 1619, also bereits nach Beginn des Dreißigjährigen Kriegs, stammt die prächtige Kanzel.
St Stephan Kanzel
Die Stadtmauer am Ufer des Tanger.
Stadtmauer
Die Mündung, vorne im Bild der Tanger, hinten die Elbe.
Tangermündung
Der Ort: Tangermünde ist rot markiert, bereits besuchte Orte sind grün markiert, die blauen Orte werden noch besucht.

Sonntag, 2. Juni 2019

Auswärts. Kloster Jerichow.

Das Kloster in Jerichow ist der älteste Backsteinbau Norddeutschlands, es wurde 1144 gestiftet und beherbergte Prämonstratenser-Chorherren.
Prämonstratenserkloster
Die Kirche ist spätromanisch, die Türme sind 60 Meter hoch und tragen gotische Spitzen.
Prämonstratenserkloster
Der Fuß des Osterleuchters.
Fuß des Osterleuchters
Die Krypta.
Krypta
An der Säule, die den Altar im Chor darüber "trägt" ein Kapitell aus Granit, das aus dem Magdeburger Dom stammt, den Kaiser Otto I gegründet hatte.
Kapitell aus Magdeburg
Der Kreuzgang.
Kreuzgang
Das Sommerrefektorium. Heutzutage wird hier geheiratet.
Sommerrefektorium
Das Winterrefektorium.
Winterrefektorium
Das Foto vermittelt nochmals einen Eindruck von der Größe der Kirche.
Prämonstratenserkloster
Der Ort: Jerichow ist rot markiert, grün sind die Orte markiert, die bereits besucht wurden und über die es auch einen Eintrag im Blog gibt, die blauen Orte werden noch besucht.

Samstag, 1. Juni 2019

Auswärts. Kloster Lehnin.

Das Zisterzienserkloster Lehnin wurde nach 1180 gegründet, kurz danach begann der Bau der Kirche im romanischen Stil. Der Ostteil der Kirche ist noch original erhalten einschließlich des Dachstuhls, im Westen wurde öfter angebaut und erweitert. Bereits im 19. Jahrhundert musste rekonstruiert werden, ein großes Anliegen des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV.
Längs- und Querschiff mit Dachreiter.
Zisterzienserkloster
Zur Gründung des Klosters gibt es eine Legende mit einem Errettungserlebnis des zweiten Markgrafen Otto I. im Traum, der daraufhin die Zisterzienser 1180 zum Klosterbau an dieser Stelle aufforderte.
Zisterzienserkloster
Das Kloster war auch Grablege der Askanier, des ersten Markgrafengeschlechts, auch der erste Markgraf der Hohenzollern wurde hier begraben.
Zisterzienserkloster
Der Marienaltar, entstanden Ende 15. Jahrhundert.
Zisterzienserkloster
Das Kornhaus auf dem Klostergelände.
Kornhaus Der Ort: Lehnin ist rot markiert, besuchte Orte sind grün, noch nicht besuchte Orte blau markiert.