Samstag, 7. April 2007

Anziehungspunkt Ellwangen

Ellwangen ist eine kleine, etwas verschlafen wirkende Stadt im Osten von Baden-Württemberg.

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Bis 1802 unter kirchlicher Herrschaft, sind besonders kirchliche Bauten erhalten, in der Stadt die Kirche St. Veit, innen barockisiert, außen sieht man den romanischen Ursprung, außerhalb der Stadt die barocke Wallfahrtskirche Schönenberg. Das heutige Landgericht ist ein weltliches Gebäude, an dessen Entstehung ein berühmter Architekt des 18. Jahrhunderts mitgewirkt hat, Balthasar Neumann, besonders bekannt durch die Residenz in Würzburg.

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In der Stadt läßt es sich schön flanieren, Ellwangen hat die Muffigkeit abgelegt, die es vor 40 Jahren noch ausgestrahlt hat.

Freitag, 6. April 2007

Anziehungspunkt Brombachsee

Der Brombachsee ist Teil des fränkischen Seenlandes, südlich von Ansbach-Nürnberg gelegen, zwischen Altmühl und Main-Donau-Kanal. Die Seen wurden in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts geschaffen und dienen zum Wasserausgleich zwischen dem wasserreichen Donaugebiet, zu dem auch die Altmühl zählt, und dem Regnitz-Maingebiet, das traditionell Wassermangel hat. Der Brombachsee ist der größte dieser Seen und ein Freizeitparadies.

Brombachsee_1

Brombachsee_2

Schwimmen, surfen, segeln in und auf dem Wasser, wandern oder Radfahren am Ufer. Dies alles umgeben von fränkischen Dörfern mit traditionellen Gasthöfen, in denen man hervorragend essen und trinken kann. Echte Anziehungspunkte eben.

Mittwoch, 4. April 2007

Anziehungspunkt Römische Thermen Weißenburg

Ein weiterer Anziehungspunkt sind die römischen Thermen in Weißenburg. Das römische Kastell Biriciana und die Thermen liegen westlich der mittelalterlichen Altstadt, das Kastell wurde ab 1889 ausgegraben, die Thermen beim Aushub für Reihenhäuser vor 30 Jahren zufällig entdeckt.
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Das Gebäude, das zum Schutz der Ausgrabungen errichtet wurde, ist wirklich sehenswert. Wie ein großes Zeltdach spannt es sich, Glasziegel lassen das Tageslicht herein. Auf einem Steg spaziert der Besucher über die Ausgrabungen hinweg, kann von oben alles bestens einsehen.
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Alle Räume des recht großen Bads wurden durch Fußbodenheizung von unten beheizt. Der Fachbegriff lautet Hypokaustum und ist wie nicht anders zu erwarten in Wikipedia nachzulesen. Der Fußboden der Baderäume wurde erhöht, stand über einem Hohlraum, durch Pfeiler aus Ziegeln gehalten, wie man im folgenden Bild gut sieht.
RömThermen_2 In den Hohlraum strömte heiße Luft und erwärmte Fußboden und Wände. Es konnten Raumtemperaturen von über 50°C erreicht werden. Die Feuerstellen sind an den Außenseiten des Gebäudes, für jeden zu heizenden Raum eine Feuerstelle. Die Öffnung zu Feuerstelle hin ist an der rückwärtigen Wand zu sehen.
Interessante Details sind unter den Links im Text oben nachzulesen. [Anmerkung: die Links wurden am 3.12.2017 entfernt, das sie ins Leere führten, die Fotos in größerer Auflösung angezeigt. Inhaltlich gab es keine Änderungen.]

Dienstag, 3. April 2007

Anziehungspunkt Weißenburg

Weißenburg i. Bay. ist die offizielle Bezeichnung dieser Stadt, die zwar noch fränkisch ist, geographisch jedoch etwa in der Mitte des Bundeslandes Bayern liegt. (Ja ich weiß, die Bayern nennen sich Freistaat.) Schon die Römer hatten hier ein Kastell, Biriciana, eine Befestigung unweit des obergermanischen rätischen Limes. Später war Weißenburg freie Reichsstadt, am Kreuzungspunkt von Handelsstraßen gelegen, deren Zölle eine Grundlage mittelalterlichen Wohlstands bildeten.

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Aus dieser Zeit stammt auch das Gotische Rathaus.

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Hier von der Südseite zu sehen, mit dem Schweppermannsbrunnen.

Weißenburg_3
Die alte Lateinschule als Beispiel für das Stadtbild, geprägt von Fachwerkhäusern und einer gut erhaltenen Stadtmauer.
Das moderne Weißenburg ist eine Kreisstadt im Regierungsbezirk Mittelfranken mit Kreiskrankenhaus und Landgericht.

Montag, 2. April 2007

Anziehungspunkte

Ist man mal auf Tagesausflügen oder Wochenendtouren im näheren Umkreis unterwegs, stellt man immer wieder fest, dass Deutschland sehr schöne Landschaften und Städte besitzt, viele mit äußerst interessantem geschichtlichen Hintergrund, den die meisten wieder vergessen haben, so sie ihn je gewußt haben. Und meist wird dann gemeinsam festgestellt, dass man ja weit gereist ist, sich in allen möglichen fernen Ländern bestens auskennt, aber diese "Hingucker" im eigenen Land zumindest bisher links liegengelassen hat.
Auf solche Orte möchte ich im Rahmen dieses Blogs in einer unregelmäßigen Reihe hinweisen. Der vielleicht nur vorläufige Titel dieser Reihe soll "Anziehungspunkte" heißen. In den nächsten Tagen wird hier über erste Anziehungspunkte zu lesen sein.

Montag, 5. März 2007

Eichenhain

Gestern hatten wir wunderschönes Frühlingswetter, richtig einladend zu einem Spaziergang im Eichenhain. Ein Besuch lohnt immer, schon der alten Baumriesen wegen. Die Sonne tat gut, leider waren trotz des warmen Winters an den Bäumen noch keine Triebe zu sehen, kein frisches Grün.

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Noch ohne Blattgrün beeindrucken die knorrigen Äste besonders.

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Mein Freund, der Baum, möchte man sagen und hoffen, dass diese alten Riesen noch möglichst lange stehen bleiben.

Sonntag, 4. März 2007

Bayerischer Erfolgsfilm

entrada
"Wer früher stirbt ist länger tot" behauptet nicht ohne Hintersinn der Titel dieses Films. Und mit ähnlichem Hintersinn geht es weiter in diesem Film aus der bayerischen Provinz. Sebastian, ein elfjähriger Junge, nimmt die Worte der Erwachsenen meist ganz wörtlich und tappt in seinen naiven Reaktionen darauf von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen. Wir Zuschauer lachen uns kaputt, und dabei wird uns nur ein Spiegel vorgehalten, wie dumm wir manchmal mit Kindern umgehen. Wir Zuschauer sind in diesem Film wie im Kasperltheater die Wissenden, die Darsteller tappen im Dunkeln. Und so kann das dreimalige Läuten eines Telefons einen ganzen Kinosaal zu schallendem Gelächter veranlassen, obwohl der Anlass gar nicht zum Lachen ist. Ganz gut gemacht! Eine Kostprobe in längerer, mittlerer und kürzerer Länge gibt es zu sehen und zu hören, wenn man den Links folgt.

Sonntag, 25. Februar 2007

Regenbogen

Regenbogen

Gestern Nachmittag zeigte sich plötzlich dieser Regenbogen, und er war sogar für eine kurze Zeit doppelt. Auf dem Foto kann man es leider nur noch ganz schwach sehen, rechts vom Haupt-Regenbogen. In diesem Artikel in Wikipedia wird genau beschrieben, welche Voraussetzungen alle erfüllt sein müssen, damit ein Regenbogen sichtbar wird. Nach Lektüre dieser Voraussetzungen wundere ich mich nicht mehr, dass wir so selten einen sehen.

Dienstag, 20. Februar 2007

Karneval und Musik

Ich bin ein bekennender Faschingsmuffel, dieses Verhalten wurde von klein auf gelernt. Bis ich, dem Kindesalter entwachsen, Bekanntschaft mit Liedern aus Köln ("kölsche Lieder") und dem Kölner Dialekt machte. Begonnen hatte alles mit der Gruppe "Bläck Fööss". Es entwickelte sich eine große Begeisterung für diese Musik, die nach wie vor anhält. Von aktiver Beteiligung am närrischen Treiben mit Kostüm halte ich, nebenbei gesagt, nach wie vor nichts. Von Jahr zu Jahr verstehe ich auch mehr Wörter des Dialekts, das macht alles viel einfacher. In den Fernsehübertragungen vom Kölner Karneval werden jedes Jahr die populären Gruppen gezeigt und die Hits der Session gespielt. Und ich kann gemütlich im Fernsehsessel sitzen und mitsingen, wenn ich will.

Vergangenen Samstag fand ich zufällig auf der Suche nach Karneval im Fernsehen eine Sendung im WDR "Loss mer singe", eine Sendung über eine Reihe von Veranstaltungen in Kneipen, bei denen die Karnevalshits gespielt und Textzettel verteilt werden, womit zum Mitsingen - zumindest des Refrains - aufgefordert wird. Die Teilnehmer stimmen anschließend über die Lieder ab, so dass eine Hitparade entsteht. Die Lieder der bekannten Gruppen wie Bläck Fööss, Paveier, Räuber, Brings oder Höhner wurden als Aufzeichnung aus dem Gürzenich gezeigt. Ein Lied wurde von einem Video begleitet, wohl weil der Sänger nicht im Karneval aufgetreten war. Dies Lied hat auch die ganze Tour gewonnen, es heißt "du bes Kölle", gesungen von Tommy Engel. Tommy Engel war mal der führende Kopf der Bläck Fööss, und seit er sich von denen getrennt hat, geht es mit der Gruppe musikalisch leider abwärts. Nun hat er den Hit der Session 2007 gelandet, ohne im Karneval aktiv zu sein. Superstark!

Es sollte noch besser kommen. Zum Abschluss der Sitzung der Prinzengarde, die am Rosenmontag in der ARD übertragen wurde, sangen der Elferrat zusammen mit Prominenten dieses Lied. Der Text stand auf Zetteln, die verteilt wurden, wie bei Loss mer singe. Für mich ist Tommy Engel der Gewinner der Karnevalssession 2007. Wat ne superjeile Zick! Noch ein anderesVideo zum mithören! Und zum mitlesen.

Mittwoch, 14. Februar 2007

Wieder in Deutschland

Nach vier Wochen auf der schönen Insel Teneriffa sind wir wieder zu Hause gelandet, alles lief prima, was nicht immer ganz selbstverständlich ist. Wir haben gearbeitet, nicht ganz so viel wie zu Hause, doch jeden Arbeitstag. Das Wetter war fast immer schön, nur am Wochenende ließ es meist zu wünschen übrig. Wenn ich nun zurück denke, sehe ich vor meinem geistigen Auge fast immer diesen Strand, und zur Erinnerung an kanarisches Winterwetter ist dies ein Bild nach dem Regen.

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