Mittwoch, 4. September 2013

Zwetschgen-Chutney.


Spätsommer oder Frühherbst, auf jeden Fall ist Einkochzeit. Nachdem die Vorratsregale inzwischen ziemlich leer geworden sind, bin ich in diesem Jahr wieder dran. Zwar mache ich gelegentlich auch Marmelade selbst, da ich jedoch nur wenig Süßes esse, entspricht ein Chutney mehr meinen Vorstellungen. Dieses hier schmeckt fruchtig-süß von den Zwetschgen, bekommt etwas Säure vom Essig und Schärfe von Chili. Dazu noch Gewürze. Eine schöne Mischung, die gut zu Käse oder kaltem Braten passt. Oder ein Löffelchen davon in eine Bratensauce gegeben peppt diese ungemein auf.

Zutaten:
15 cm Zimtstange
2 El Koriandersamen
1 El schwarze Pfefferkörner
2 kg Zwetschgen
2 große Zwiebeln, gehackt
5 Knoblauchzehen, gehackt
2 rote Chilischoten, nach Belieben für ein milderes Ergebnis die Samen entfernt, gehackt (ich nahm nur eine Schote der höllisch scharfen Sorte Chilis Pequin)
5 cm frische Ingwerwurzel (ca. 60g), gerieben
Abgeriebene Schale und frisch gepresster Saft von 2 Bio-Zitronen (im Original 1 Zitrone und 2 Limetten, meine Zitronen sind sehr groß, daher insgesamt nur 2)
500 ml Rotweinessig (bei mir Apfelessig)
500 g heller Muscovado-Zucker

Zubereitung:

  1. Zimt, Koriander, Pfeffer und die Chilischote in einer Gewürzmühle zu einem feinen Pulver mahlen. Die Zwetschgen halbieren, entsteinen und grob hacken.
  2. Alle Zutaten in einen weiten Topf füllen und langsam zum Kochen bringen, dabei häufig umrühren, damit sich der Zucker auflöst.
  3. Sobald der Zucker aufgelöst ist, 50-60 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Chutney dick eingekocht ist. Die Mischung gegen Ende der Einkochzeit häufig umrühren, damit sie nicht am Topfboden ansetzt und anbrennt. (Bei mir hat das wesentlich länger gedauert, ich vermute, dass die Zwetschgen einfach besonders saftig waren.)
  4. Sobald das Chutney die gewünschte stark reduzierte Konsistenz erreicht hat, den Herd ausschalten und 10 Minuten abkühlen lassen.
  5. In frisch sterilisierte, heiße Gläser abfüllen, mit säurefesten Deckeln verschließen und beschriften. Vor dem Verzehr mindestens 1 Monat an einem kühlen, dunklen Ort durchziehen lassen.

Das Rezept stammt aus dem Buch "Marmeladen, Chutneys & mehr" aus dem Verlag Dorling Kindersley. die deutsche Ausgabe stammt von 2009. Im Buch heißt es "Chutney mit Pflaumen, Limette und Koriander", da ich Zwetschgen statt Pflaumen und keine Limetten verwendet habe, ist das Rezept bei mir umbenannt.

Hiermit reiche ich das Buch mit obigem Rezept beim DKduW-Event von Foodfreak ein.
Ich habe das Buch wohl kurz nach Erscheinen gekauft, weil ich ein Rezeptbuch für Chutneys gesucht habe, jedoch keines gefunden hatte. Ich habe inzwischen einige Rezepte daraus gemacht, auch mal eine Marmelade, doch meist werde ich eher auf der herzhaften Seite fündig. Mir gefällt, dass auch die Techniken (u.a. Herstellung von Konfitüre, Gelee, Curd und Fruchtpaste, Herstellung von Chutneys, Relishes und Pickles) gezeigt werden und nicht nur Rezepte aufgelistet werden.
Der Inhalt ist gegliedert nach Beeren & Co., Steinobst, Gemüseklassiker, Kernobst, Kräuter & Blüten, Wildfrüchte & Co., Exotische Früchte, Chilis & Gewürze, Zitrusfrüchte.
Für alle, die gerne englische Kochbücher nutzen, das Original heißt "Jams & Chutneys" und ist 2008 im oben genannten Verlag erschienen.

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