Sonntag, 18. März 2012

Umzug

Umziehen ist Wandel. Zurück lassen eines Ortes, auf zu neuen Ufern. Wir haben den Schritt sehr bewusst getan, uns schnell entschieden, als die Gelegenheit da war, und haben den Umzug die letzten Wochen und Monate vorbereitet.
Es geht im eine andere Stadt, die nicht gerade um die Ecke liegt. Wir müssen uns verkleinern, obwohl wir immer noch sehr großzügig wohnen werden. Wir können nicht alle Möbel mitnehmen, da sie eingebaut waren, was die Planung schwierig macht.
So haben wir die letzten Monate Dinge aussortiert, verschenkt (leider wollte kaum jemand etwas haben), zum Wertstoffhof gebracht oder einfach nur weggeworfen. Das fiel am Anfang relativ schwer, momentan ist wegwerfen der erste Reflex. Umziehen verändert.
Seit dieser Woche Montag ziehen wir nun um, und wir wohnen noch nicht in der neuen Wohnung. Zum Glück haben wir eine Ausweichmöglichkeit.
Es begann am Montag mit dem Einpacken. Sechs Mann hoch fielen über unsere Wohnung her und begannen, ALLES einzupacken. ich schaffte es z.B gerade noch, mir einen Espresso mit einem Stück Zucker zuzubereiten, N kam wenig später buchstäblich zu spät, hätte zwar einen Espresso machen können, aber nirgendwo stand Zucker zur Verfügung, alles eingepackt. In der Zeit des Einpackens kann man als Umziehender nicht viel tun. 
In Tag zwei wurde die Wohnung immer leerer. Ich bin dann zuerst ins neue Domizil gefahren, und konnte gleich die Enttäuschung aufnehmen: die Küche war nicht wie vereinbart eingebaut, sondern stand in Einzelteilen in unserem Wohnzimmer, einschließlich dem dazu gehörigen Werkzeug.
So kam es, dass am ersten Auspacktag im neuen Domizil sich die Umzugsleute und die Schreiner, die die Küche einbauen wollten, gegenseitig auf die Füße traten und zudem der Platz zum Abstellen von Möbeln oder Kartons extrem knapp war. 
Der übliche Ablauf beim Umzug geht so: Möbel aufbauen, dann einräumen. Das ging bei uns nicht, weil alles mit KÜCHE nicht ausgepackt werden konnte. So musste Karton für Karton, anstatt seinen Inhalt wieder preisgeben zu können, auf irgendeinen Stapel wandern. Und der Platz  für Stapel wurde kanpp. Am vierten Umzugstag, dem zweiten Auspacktag, schleppten die Jungs die letzten Teile und Kartons in die neue Wohnung, um sich dann zu verabschieden. so können wir nun sehen, wie wir klar kommen. 
Seit Freitag Mittag kann in der Küche eingeräumt werden, was wir nun nach und nach erledigen. Für Freitag Abend waren wir zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Um 15:30 suchte ich noch heftig nach Wäsche, um mich überhaupt nach dem Duschen frisch einkleiden zu können. Hätte ich sie nicht gefunden, wir hätten absagen müssen. 
Heute ist das Ende von Tag sechs unseres Umzugs, und wir waren wieder bis zur Erschöpfung tätig. Aber es liegt noch eine gewaltige Strecke vor uns.

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