Sonntag, 31. März 2013

Fotos. Nürnberg. Ostermarkt.

Gegenüber von der St. Lorenzkirche steht das Nassauer Haus, ehemals ein mittelalterlicher Wohnturm.

Auf dem Platz zwischen Kirche und Nassauer Haus ein Ostermarkt, bei der Kälte frieren Obst und Osterhasen gleichermaßen vor sich hin.


Samstag, 30. März 2013

Fotos. Nürnberg. St. Lorenzkirche.

Es will immer noch nicht Frühling werden. Wir waren in Nürnberg und sehr beeindruckt von der Altstadt. Wer Gotik mag wird in Nürnberg voll auf seine Kosten kommen.
St. Lorenzkirche


Die St. Lorenzkirche wurde ab 1250 erbaut, der letzte Teil, der gotische Chor, wurde 1477 fertig gestellt. 1525 wurde die Kirche evangelisch, einen großen Bildersturm scheint es bei der Fülle der erhaltenen Kunstwerke jedoch nicht gegeben zu haben. Bei einem Bombenangriff 1943 wurde die Kirche schwer beschädigt, jedoch nach dem Krieg wieder aufgebaut. Sie ist im Äußern wie im Innern reich an gotischen Kunstwerken. Innen ist Fotografieren verboten, daher hier nur Bilder von der Westfassade.


 Gleiches Motiv, hur etwas mehr im Detail.
Wirklich ganz herausragend, sowohl an Anzahl als auch an Qualität.

Dienstag, 26. März 2013

Montag, 25. März 2013

Spinatnocken


Mein Küchenchef entwickelt sich zum Knödelmeister. Nach dem anfänglichen Desaster (hier erwähnt) ist dies nun schon das dritte Rezept nacheinander, das gute Knödel ergeben hat. Was heißt gute, die Spinatnocken waren traumhaft. Das Rezept stammt aus Essen & Trinken 3/2013, in dem ein "Tris von Nocken" für 6 Personen beschrieben wird. Wir haben nur eine Sorte hergestellt, die mit Spinat, und ein Drittel der Knödelmasse verwendet, und trotzdem ist noch eine volle Portion übrig. Spinatknödel gibt es auch im Kochbuch "Österreich vegetarisch", aber das habe ich hier nur zur Bestätigung des Rezepts herangezogen, z.B. als mir die Spinatmasse sehr reichlich erschien und ich Zweifel hatte, ob die Nocken halten würden. da hat mich beruhigt, dass in diesem Buch erheblich mehr Spinat verwendet wird.

Zutaten (2-3 Pers.):
200 g frischen Blattspinat
250 g Weißbrot (vom Vortag) (wir hatten Knödelbrot, das hier noch weich verkauft wird)*
3 Stiele glatte Petersilie
50 g Zwiebeln
50 g Butter
125 ml Milch
2 Bio-Eier (Kl. M)
Salz, Pfeffer, Muskat
evtl. Mehl
15 g fein geriebener alter Hartkäse (Parmesan)
* Meine Abweichungen und Ergänzungen in kursiv.

Zubereitung:

  1. Den Spinat gründlich waschen, putzen, in kochendem Salzwasser blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken und in einem Sieb abtropfen lassen. Den Spinat mit den Händen sehr gut ausdrücken. Mit Küchenpapier Feuchtigkeit entfernen. Spinat fein schneiden und im Blitzhacker sehr fein pürieren.
  2. Weißbrot in 1 cm große Würfel schneiden, in eine große Schüssel geben.
  3. Petersilienblätter abzupfen und fein hacken.
  4. Zwiebeln in feine Würfel schneiden. 20 g Butter in einem kleinen Topf erhitzen, Zwiebeln darin glasig dünsten. Milch zugießen und erhitzen.
  5. Die Mischung über das Brot gießen. Eier und Petersilie dazugeben, kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Alles einmal richtig mit den Händen durchkneten.
  6. Spinat zugeben und durchkneten, bis alle Zutaten gut vermischt sind. Evtl. Mehl zugeben, so dass die Masse nicht matschig ist. Nochmals durchkneten, abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
  7. In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Mit angefeuchteten Händen einen Probeknödel formen und ins kochende Wasser geben. Prüfen, ob der Knödel zusammenhält, sonst nochmals Mehl zugeben.
  8. Aus der restlichen Masse noch 11 Nocken (länglich) formen und ins kochende Wasser geben. Danach die Hitze reduzieren und die Nocken offen in ca. 10 Minuten gar ziehen lassen. 
  9. Die restliche Butter bei mittlerer Hitze so lange erhitzen, bis sich die weiße Molke hellbraun färbt. 
  10. Die Nocken mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und auf vorgewärmten Tellern anrichten. Mit Butter beträufeln und mit Käse bestreuen. Sofort servieren.
Sie schmeckten super gut, waren locker und fluffig, ein Traum.

Die Knödelmasse.

Frisch aus dem Wasser.

Sonntag, 24. März 2013

Samstag, 23. März 2013

Fotos. März. Käppele.

Hoch über dem Main liegt die Wallfahrtskirche Käppele, sie wurde 1748-1750 erbaut nach Plänen von Balthasar Neumann.


Eine der Stationen, im Hintergrund die Festung Marienberg.

Freitag, 22. März 2013

Foto. Auf gehts.

Aufgang zum Käppele (Details siehe nächsten Beitrag).

Samstag, 16. März 2013

Fotos. Märzschnee #4.

Zum Abschluss der Serie noch einige Bilder mit Sonnenschein. Es ist immer noch viel zu kalt für die Jahreszeit, aber inzwischen ist zumindest gelegentlich die Sonne wieder zu sehen. Das sollen die letzten Winterbilder für diese Saison sein, weiter geht es hoffentlich bald (!) mit Frühlingsbildern.




Freitag, 15. März 2013

Fotos. Märzschnee #3.

Soo viel Schnee!

Kein Entrinnen. 


Donnerstag, 14. März 2013

Fotos. Märzschnee #2.

Die Orangerie im Hofgarten.


Es schneit, und die Parkskulpturen stehen trocken.



Mittwoch, 13. März 2013

Fotos. Märzschnee #1.

Nach einigen sonnigen und warmen Frühlingstagen ist der Winter zurückgekehrt. Und wie. Auch im klimatisch eher begünstigten Würzburg.
Ein Spaziergang im Schneegestöber, nicht sehr angenehm, auch nicht für die Kamera. Das Resultat sind Bilder, die man nicht häufig aufnehmen kann.
Spurensuche.




Sonntag, 10. März 2013

Schwäbischer Hefezopf


Lange schon suche ich frischen Hefezopf, der so schmeckt wie ich ihn aus der Kindheit in Erinnerung habe, und den gibt es bei den Gebäcken vom Bäcker einfach nicht.
Es liegt aber nicht nur am Bäcker, selbst wenn der Zopf gut gemacht ist. Das wurde mir letzten Sommer beim Seminar zum Manz-Ofen klar, bei dem wir Hefezopf gebacken haben. Der sah gut aus, der schmeckte auch gut, aber es fehlte was. Butter. Ich meinte mich zu erinnern, dass im Hefezopf meiner Mutter Butter drin war. Also nachgesehen im bereits mehrfach zitierten Kochbuch des Schwäbischen Frauenvereins von 1930. Da kommt Butter rein. Es hat nun bis heute gedauert, bis ich gebacken habe, hatte das Rezept aus dem alten Schätzchen rausgesucht, wollte die halbe Menge backen (mit 500 g Mehl), da bin ich die Essen & Trinken-Hefte nochmals durchgegangen, ob nicht in der Serie "Wie macht man eigentlich ..." Hefezopf behandelt ist. Er wird, in Heft 4/2011. Fast genau die Zutaten, es fehlten lediglich Zitronenabrieb, Rosinen und Mandelblättchen. Die Überraschung war noch größer, als ich bei der Erläuterung zum Rezept las:
"Zum Glück ist unsere Kollegin Hege Marie Köster gebürtige Norwegerin. Zu ihrem hinreißenden Hefezopf hat sie sich nämlich von einer Bio-Bäckerei ihrer skandinavischen Heimat inspirieren lassen. Das Rezept für die sensationellen Rosinenbrötchen dieser Bäckerei hat Hege als Basis für den Hefezopf genutzt. Dazu muss man wissen, dass die Norweger einen wahren Kult um selbst gemachte Rosinenbrötchen betreiben. "Bolle" werden die genannt, und jede Hausfrau, die etwas auf sich hält, hat ihre eigene Formel und befindet sich mit anderen im Dauerwettstreit um das beste Backwerk." 
Den Dauerwettstreit um den besten Hefezopf lieferten sich auch die schwäbischen Hausfrauen alter Art. Aber die sind inzwischen fast ausgestorben.
Wie nun aus dem schwäbischen Rezept der 1930-er Jahre ein praktisch identisches Rezept in Norwegen wurde, das bleibt vermutlich ein Geheimnis. Ich habe es nun nachgebacken, mit allen Zutaten.
Zutaten:
250 ml Milch
20 g frische Hefe
75 g Zucker
1 Ei (Kl. L)
1 1/2 Tl Meersalz
500 g Mehl (Type 550)
75 g weiche Butter
Zitronenabrieb von einer Bio-Zitrone
25 g Rosinen, eingeweicht (meine baden lange in Rum mit Vanille)
20 g Mandelblättchen (dieses Mal gehackte Mandeln)
Mehl zum Bearbeiten
2 El Hagelzucker

Zubereitung:

  1. Milch lauwarm erwärmen. Hefe in einer Schüssel zerbröseln und mit wenig lauwarmer Milch und dem Zucker glatt rühren. Ei verquirlen, 3 El davon zugedeckt kalt stellen. Restliches Ei, restliche Milch, Salz und Mehl hinzufügen und mit den Knethaken der Küchenmaschine bei niedriger Geschwindigkeit 3 Minuten kneten. Tempo erhöhen, weitere 5 Minuten kneten. Butter würfeln und nach und nach unter den Teig kneten. Den Zitronenabrieb zugeben. Bei hohem Tempo weitere 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten.
  2. Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen. Der Teig sollte sich verdoppelt haben.
  3. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten, dabei die Rosinen unterkneten.. Den Teig dritteln und zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen.
  4. 3 Stränge von je 40 cm Länge ausrollen und sehr locker flechten. Den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.
  5. Nach 20 Minuten den Backofen vorheizen (Manz auf 160 Grad, sonst 200 Grad*).
  6. Den Hefezopf mit dem gekühlten Ei bestreichen, mit Hagelzucker und Mandelblättchen bestreuen und im Ofen (auf der zweiten Schiene von unten) 25 Minuten backen. Die letzten 10 Minuten evtl mit Alufolie abdecken.
Bestreut wird mit Hagelzucker und (hier) gehackten Mandeln.

Fertig.

Angeschnitten mit lockerer Krume.

Mit etwas Butter und Marmelade als Sonntagsfrühstück - soooo lecker! Ob er so schmeckt wie ich ihn erinnere, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall viel besser, als alle Hefezöpfe, die ich die letzen Jahre gegessen habe.

Nun noch mein Originalrezept aus dem Kochbuch von 1930.

* Die Backtemperatur habe ich aus dem Seminar zum Manz-Ofen übernommen, es hat etwas länger gedauert als hier angegeben, bis der Zopf schön goldgelb gebacken war.

Dienstag, 5. März 2013

Kartoffel-Lachs-Gratin


Dieses Rezept ist in mehreren Punkten ganz nach meinem Geschmack. Es ist einfach herzustellen, absolut gelingsicher, und es schmeckt traumhaft gut. Es ist ein Gratin aus Lachs und gekochten Kartoffeln, dazu ein Salat aus frischer und eingelegter Gurke.
Auch dieses Rezept stammt aus Essen & Trinken Heft 1/2013, heißt dort allerdings Hamburger Pannfisch-Gratin mit Gurkenhäckerle. Da ich mir als Süddeutsche unter dem Namen nicht das Richtige vorgestellt habe, habe ich mir erlaubt, einen für mich verständlichen Titel zu wählen.
Ich habe das Rezept halbiert, es ist nun für 2 (hungrige) Personen.
Zutaten:
für das Gratin
400 g Kartoffeln (meine waren wunderbare mehlige, die trotzdem nicht zerfallen)
1/2 Tl Kümmel
150 g Zwiebeln
1 El Öl
75 g Räucherlachs (in Scheiben)
300 g Lachsfilet ohne Haut
Salz, Pfeffer
100 ml Schlagsahne
2 Tl körniger Dijon-Senf
1 Bio-Ei (Größe XL)
Fett für die Form

für den Gurkensalat
1 kl. Schalotte
etwa 100 g Salatgurke
70 g Gewürzgurken (ich habe keine Senfgurken, wie im Rezept: 45 g Gewürz- und 30 g Senfgurken)
3 Stiele Dill
1 El Rapskernöl

Zubereitung:

  1. Kartoffeln ungeschält mit Kümmel 20 Minuten dämpfen, ausdämpfen lassen, pellen, und abkühlen lassen.
  2. Zwiebeln in 1/2 cm dicke Ringe schneiden oder hobeln und in einer beschichteten Pfanne in heißem Öl bei mittlerer Hitze hellbraun dünsten. Zwiebeln in eine gefettete Auflaufform geben.
  3. Räucherlachs würfeln, auf die Zwiebeln geben.
  4. Kartoffeln und Lachsfilet in 1 cm dünne Scheiben schneiden, abwechselnd fächerförmig in der Form verteilen. Dazwischen salzen und pfeffern.
  5. Sahne, Senf und Ei verquirlen und über Lachs und Kartoffeln geben. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad auf dem Rost der mittleren Schiene 20 Minuten gratinieren. Dabei   evtl. während der letzten 5 Minuten den Backofengrill zuschalten, um das Gratin zu bräunen.
  6. Inzwischen die Schalotte fein würfeln, in einem Sieb kurz mit kochend heißem Wasser überbrühen, abschrecken und abtropfen lassen. Salatgurke schälen, der Länge nach vierteln und entkernen. Alle Gurken in 1/2 cm kleine Würfel schneiden. Dillspitzen abzupfen und fein schneiden. Schalotte, Gurkenwürfel, Dill und Rapskernöl mischen. Evtl. etwas salzen und pfeffern.
  7. Gratin vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen und mit dem Gurkensalat anrichten.
Zubereitungszeit 45 Minuten plus Garzeit 45 Minuten.

In der Mitte unten sieht man noch das Bett aus gedünsteten Zwiebeln und Räucherlachs, auf das die Kartoffeln und das Lachfilet geschichtet werden.

Ab in den Ofen!

Liebe Freundin, die du mir vor vielen Jahren diese Form geschenkt hast, solltest du dieses Rezept überhaupt und dann auch noch bis zum Ende gelesen haben, du siehst, ich verwende sie immer noch, die Größe ist sehr gut für 2 Portionen geeignet. Und jedes Mal eine liebe Erinnerung an dich!

Sonntag, 3. März 2013

Fotos. Erster Frühlingstag.

Wir haben den sonnenärmsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hinter uns. Wir sehnen uns nach Sonne. Und nach Frühling. Am Tag des meteorologischen Frühlingsanfangs, am 1. März, war es so trüb und kalt wie die Tage davor. Aber einen Tag später: morgens schon Sonne, und sie blieb den ganzen Tag. Man musste sich noch warm anziehen, denn höher als 8°C stieg das Thermometer nicht, aber der Sonnenschein tat so gut! Ganz Würzburg war auf den Beinen, wir natürlich auch.
Am Unteren Markt.

Auf der Alten Mainbrücke wird im Straßenverkauf der sogenannte Brückenschoppen ausgeschenkt. Man holt sich ein Glas Wein (oder Aperol Spritz oder Hugo) und steht dann auf der Brücke. An so einem schönen Tag muss man ganz schön lange anstehen, bis man sein Getränk bekommt.


Auch der Balkon der Alten Mainmühle ist schon gut gefüllt. Vorne einige Brückenschöppler.

Am Mainufer sind alle Bänke besetzt, und das Jungvolk sitzt auch auf der Kaimauer. Einfach nur genießen!