Sonntag, 31. Januar 2010

Maulaffenbäck

Es gibt davon noch einige in Würzburg, die "Bäck", einfache und ursprüngliche Weinstuben, früher Nebenerwerb einer Bäckerei, heute traditionsverbundene Gastronomie. Eines davon ist das Maulaffenbäck, das sich hinter diesen einladend freundlich leuchtenden Scheiben verbirgt.

Maulaffenbäck

Man kann es kaum beschreiben, man muss es erleben. Schon vor fast 40 Jahren konnte ich beobachten, wie sich die Würzburger nach dem Einkaufen, dick bepackt mit Tüten, dort zu einem Schoppen oder auch zwei niederließen. Das ist auch heute noch so, nur sind alle 40 Jahre älter geworden.
Es ist fast immer brechend voll. Ist man nur allein oder zu zweit sollte man sich nicht abschrecken lassen, auch wenn kein Platz mehr frei scheint. Man wende sich stattdessen freundlich fragend an eine der Kellnerinnen, die es dann meist fertig bringen, irgendwo noch Platz zu schaffen. So kann man, wenn man Glück hat, auch als Auswärtiger am Stammtisch Platz nehmen, der normalerweise nur für bestimmte Gäste reserviert ist. Und wenn man dies geschafft hat, sollte man gut zuhören, es lohnt sich immer.
In diesem Lokal kann man sich etwas zu Essen mitbringen, es gibt jedoch auch fränkische Küche. Mein Lieblingsgericht im Maulaffenbäck ist (ganz klar und eindeutig) "Blaue Zipfel", das sind Bratwürste in einem sauren Sud. Dort ist der Sud ganz hervorragend gewürzt, das Wurzelgemüse besonders fein geschnitten, eine Delikatesse.

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