Sonntag, 21. Juli 2019

Rezept. Risi e bisi.

Reis mit Erbsen, das kennt man schon, und mit den zur Zeit frisch erhältlichen Erbsen ist das besonders lecker, aber immer etwas trocken. Nicht bei diesem Rezept, das in der Zubereitung zeitlich ein wenig dauert, schwierig ist es keinesfalls. Denn es wird aus den Erbsenschoten ein Püree gekocht, das bringt viel Geschmack, und es wird Risottoreis verwendet, gegart wie ein Risotto, nur "darauf achten, dass der Reis schön flüssig bleibt - Risi e bisi liegt von der Konsistenz her zwischen einer Suppe und einem Risotto." (Zitat aus Italien Vegetarisch) und damit ist dieser Post #Werbung.
Zutaten für 2-3 Personen:
400 g frische Erbsen in der Schote
30 g Parmesan gerieben
1/2 Bund glatte Petersilie, mit Stängeln fein geschnitten
1/2 Zwiebel, fein geschnitten
30 g Butter
200 g Risotto-Reis
ein Schluck Weißwein
Gemüse- bzw. Hühnerbrühe

Zubereitung:
  1. Erbsen schälen, die leeren Schoten gründlich waschen und 1 Stunde in 200 ml Gemüsebrühe zugedeckt weich kochen. Die Schoten pürieren, durch ein feines Sieb passieren, salzen.
  2. Hühner- oder Gemüsebrühe erhitzen.
  3. Zwiebel in einem Topf mit etwas Butter glasig dünsten.
  4. Reis dazugeben, glasig werden lassen, mit dem Weißwein ablöschen, die Flüssigkeit verkochen lassen. Von der Hühner- oder Gemüsebrühe zum Reis geben, salzen, köcheln lassen.
  5. Nach 5 Minuten Erbsen, Erbsenschotenpüree und Petersilie zum Reis geben. Weiter nach und nach mit Brühe auffüllen, köcheln lassen bis der Reis noch leicht Biss hat und die oben erwähnte relativ flüssige Konsistenz erreicht ist.
  6. Restliche Butter und Parmelsan einrühren. Guten Appetit!

Freitag, 19. Juli 2019

Rezept. Zucchiniauflauf.


Das Rezept stammt aus dem Kochbuch Italien Vegetarisch, durch die Nennung des Titels ist dieser Post als #Werbung zu kennzeichnen, das Buch habe ich selbst gekauft und bezahlt, und ich schreibe dieses Rezept ohne Auftrag.
Man erhält ein Gericht, das heiß, lauwarm oder kalt schmeckt, die Zubereitung ist sehr ähnlich wie Verheiratete Kartoffeln aus demselben Kochbuch.
Ich musste erst ausprobieren, welche Auflaufform mit welcher Menge gut zu befüllen ist. Für die verwendete mit ca. 20 cm Durchmesser habe ich 3 mittelgroße Zucchini verwendet. Diese werden gewaschen und längs in 5 mm dicke Scheiben geschnitten. 2 mittelgroße Knoblauchzehen schälen und in feine Scheibchen schneiden. Glatte Petersilie (ca. 1 Bund) mit den Stängeln fein schneiden. Semmelbrösel, Salz, Pfeffer, Olivenöl und geriebenen Parmesan bereitstellen.
  1. Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Den Boden der Auflaufform leicht einölen. 
  3. Eine Lage Zucchini einschichten, salzen, pfeffern, Semmelbrösel, Petersilie, Knoblauch und wenig Olivenöl darüber verteilen, etwas Parmesan nicht vergessen.
  4. Auf diese Weise weitere Lagen schichten bis alles aufgebraucht ist. Ich habe die Lagen jeweils um 90 Grad versetzt.
  5. Im Ofen 30 bis 40 Minuten backen, bis die Zucchini gar sind und sich eine schöne Kruste gebildet hat.
  6. Vor dem Servieren etwas ruhen lassen. Guten Appetit!

Wir haben dazu gebratenen Lammrücken gegessen, ein Rest schmeckte kalt zwei Tage später nochmals super.

Sonntag, 14. Juli 2019

Uni. Wir haben Bücher gerettet.

Im letzten Jahr habe ich über eine Aktion des Alumni-Vereins der Uni Würzburg berichtet, an der wir uns beteiligt haben. Alte Bücher konnten daraufhin fachgerecht restauriert und anschließend digitalisiert werden. Wir konnten heute einige der restaurierten Bücher begutachten und das Digitalisierungszentrum der Universitätsbibliothek kennen lernen.
Man kann es nicht oft genug wiederholen: In Bayern bekommt nur die Universität in München einen (hohen sechsstelligen) jährlichen Betrag zur Restaurierung von alten Büchern, die Universität Würzburg muss dies selbst aus dem allgemeinen Haushalt bestreiten. Wieder ein Grund, sich in den nicht-bayerischen Teilen des Bundeslands Bayern von den Bayern benachteiligt zu fühlen.
Zur Digitalisierung von Handschriften und alten Büchern hat man hier spezielle Geräte entwickelt. Es ist wichtig, das Buch sicher und ohne dass es beschädigt wird, platzieren zu können, so dass gleichzeitig die Aufnahme in allen Bereichen scharf und in hoher Auflösung erstellt wird. Uns wurde berichtet, dass manche Bücher nicht bis 90 Grad (rechter Winkel) geöffnet werden können, ohne dass sie beschädigt werden. Im Foto sehen wir Teile der Vorrichtung, in die das Buch gelegt wird, dabei wird der Buchrücken unterstützt.
Aufnahmetisch
Das Buch liegt bereit zur Aufnahme.
Aufnahmetisch
Die Kamera mit der Auflösung von ~70 Megapixel.
Kamera für Scan
Diese Seite wird aufgenommen.
zu scannende Seite
Am Bildschirm kann das Bild beliebig vergrößert werden.
Detail eines Scans
Die folgenden Bilder zeigen einige der durch Spenden restaurierten Bücher.
restauriert: Schedelsche Weltchronik restauriert: Lutherbibel restauriert restauriert
Die virtuelle Bibliothek mit den digitalisierten Büchern und Handschriften erreicht man unter:
http://libri-kiliani.eu/
Welche Bücher in dem  Projekt restauriert und digitalisiert wurden, steht hier.

Vom Eingang der Uni-Bibliothek hat man diesen Blick auf die Festung auf der anderen Mainseite.
Blick von der UB zur Festung

Freitag, 12. Juli 2019

#12von12. Juli 2019.

Dieser zwölfte Tag des Monats fällt auf einen Freitag, und außer einem Abendtermin stehen nur alltägliche Pflichten auf dem Programm.
Morgens erst mal die Pflanzen auf dem Balkon begrüßen. Bienen und Hummeln lieben die Borretsch-Blüten, und die Meisen und Grünfinken holen sich hinterher die Samen. Das alles gefällt uns.
Das Wetter zeigt sich von der schönen Seite und widerspricht der Vorhersage. Also, Balkonplatz richten.
Aber vorher noch einen Blick auf den Marktplatz werfen, ob alle Buden da sind.
Rechnung zahlen muss auch noch sein.
Dann ein paar Seiten lesen und den zweiten Kaffee des Tages genießen.
Die Aprikosen aus der Region sind reif, Aprikosenmarmelade to be.
Vorfreude auf den Abend.
Waschmaschine hat fertig.
Nun hat sich das Wetter doch auf die Vorhersage besonnen. Wie so oft hier regnet es aber nicht richtig, sondern nur so viel, dass man den Außenplatz aufgibt. 
Aprikosenmarmelade gekocht und abgefüllt.
Nun ging's zu unserem Abendtermin, schön war's.

Weitere #12von12 vom Juli findet ihr bei Draußen nur Kännchen. Wie #12von12 funktioniert, lest ihr hier.

Sonntag, 30. Juni 2019

Essen. Rückblick Mai/Juni.

Ende Mai hatte ich gedacht, ich hätte unsere Speisen nicht fotografiert, aber dann fanden sich doch noch Bilder auf der Karte im Fotoapparat. Zusammen mit Juni wird das dann etwas länger, da durch das anhaltende warme Wetter bereits viele Sommergerichte ausprobiert wurden. Außerdem war Spargelzeit, die wir in diesem Jahr sehr genossen haben.
Ich kennzeichne diesen Beitrag als #Werbung, da ein von mir selbst gekauftes Kochbuch erwähnt wird.
Wir begannen im Mai mit einem Linsensalat aus Alblinsen mit Wurzelgemüse und Roastbeef.
Nochmals Roastbeef, diesmal kalt, mit Kohlrabi-Radieschen-Slaw, einem großen Liebling aus dem letzten Jahr, und Bratkartoffeln.
Das Rezept für Linsensalat mit Avocado, Spargel und Erdbeeren stammt aus Spanien Vegetarisch und wurde noch nicht verbloggt.
Die Spargeltarte hatten wir schon lange nicht mehr gemacht, schmeckte super.
Salat mit Kichererbsen, Kirschtomaten, Frühlingszwiebeln und panierten Hähnchenbruststreifen.
Jetzt im Sommer bietet der Metzger des Vertrauens wieder Lammrücken an, hier mit Ofenzwiebeln und Kürbisgnocchi aus dem Vorrat.
Am Stand des regionalen Käseerzeugers auf dem Markt gab es sogenannte Knäudele, das sind Kugeln aus Ziegenkäse, ca. 3 cm Durchmesser, in der Konsistenz relativ fest, etwa wie Crottin de Chavignol. Die habe ich mit dünnen Zucchinischeiben umwickelt, mit Zahnstochern fixiert und in der Pfanne vorsichtig rundum gebraten. Das auf einen Salat, in den auch die restlichen Zucchinistücke wanderten, ebenfalls kurz angebraten.
Spargel-Rhabarber-Tarte, der Rhabarber schmeckte gar nicht sauer.
Abschluss der Spargelzeit, in diesem Jahr mochten wir ihn am liebsten in der Pfanne gebraten, natürlich mit Flädle.
Wenn mein Küchenchef Backtag hat, gibt es meist Pizza.
Das ist das Mischbrot, das am Backtag in doppelter Menge gebacken wurde.
In diesem Jahr gab es die ersten regionalen Artischocken bereits im Juni. Ich freue mich immer besonders, dass so etwas Leckeres vor unserer Haustüre wächst und gedeiht. Wir haben das Rezept Artischocken und Erbsen mit Linguine aus dem letzten Jahr nachgekocht und waren wieder begeistert. Allerdings waren die Erbsen noch aus dem TK, das wird sich aber bald ändern.
Das war Resteverwertung vom Feinsten. Die Flädle habe ich in einer Pfanne ohne Fett nochmals erwärmt und mit Bärlauchpesto vorsichtig gewürzt. Dazu zwei Salate, Kohlrabi-Radieschen-Slaw und konfierte Tomaten, einige Oliven und als Top Büffelmozzarella mit Bärlauchpesto und ein wenig vom besten Olivenöl drüber geträufelt. Ein Traum, einmalig, wird sich vermutlich nie so wiederholen.

Freitag, 21. Juni 2019

Rezept. Spargel-Rhabarber-Tarte.

Das Rezept habe ich aus dem Kochbuch al forno von Claudio del Principe nachgekocht und an unsere Verhältnisse angepasst. Da Buch und ein Autor genannt werden, sollte ich das wohl als #Werbung kennzeichnen.

Die Saison ist ja nun fast vorbei, aber einige Tage bleiben noch für Spargel, und Rhabarber gibt es auch noch. Das Rezept klingt zuerst etwas merkwürdig, aber das Ergebnis war so gut, dass es wert ist, es für andere und für mich für kommende Spargel-Jahre festzuhalten.
Mein Rezept ist für eine 24 cm Tarte-Form, je nach Appetit werden zwei bis drei Leute davon satt.

Zutaten:
  • Mürbeteig für eine 24 cm Form (bei mir aus dem TK, aber selbst gemacht)
  • Back- oder Pergamentpapier und Hülsenfrüchte zum Blindbacken (wiederverwendbar)
  • einige Stangen Spargel, ich hatte 500 g Köpfe, ca. 8 cm lang, geschält, was nicht verwendet wurde, kam in eine Spargelsuppe
  • 2 Stangen Rhabarber, geputzt, geschält
  • 2 Scheiben gekochter Schinken (Zugabe von mir)
  • 2 Eier
  • ca. 200 ml Sahne
  • ein Handvoll Mandelstifte zum Bestreuen (Original: Haselnüsse)
  • Salz, Zucker (ca. 1 gehäufter Tl), Pfeffer, Piment d'Espelette
 Zubereitung:
  1. Die Tarte-Form buttern, Teig ausrollen, einschließlich Rand in die Form geben, festdrücken.
  2. Back- oder Pergamentpapier in die Form geben, getrocknete Hülsenfrüchte zum Blindbacken darauf verteilen, in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen geben und ca. 30 Minuten backen.
  3. Etwas abkühlen lassen, Papier und Hülsenfrüchte entfernen, beides kann wieder verwendet werden.
  4. Den Schinken auf den Tarte-Boden legen.
  5. Spargel und Rhabarber abwechselnd darauf verteilen.
  6. Die Eier, Sahne und Gewürze zu einem Guss verrühren und in die Form geben.
  7. Die Mandelstifte drüber streuen.
  8. Bei 180 Grad etwa 30 bis 40 Minuten backen, bis die Tarte schön gebräunt ist.
  9. Etwas abkühlen lassen und dann nur noch genießen.
Es schmeckte sehr gut, und ich war positiv überrascht, dass der Rhabarber gar nicht sauer war.

Samstag, 15. Juni 2019

Auswärts. Reise durch die Altmark. Zusammenfassung.

Dieser Post fasst alle Beiträge zusammen, die in einer langen Serie über die Reise in die Altmark erschienen sind, von hier aus können alle Posts direkt aufgerufen werden.
Thematisch sahen wir zuerst überwiegend Bauten, die ab dem 12. Jahrhundert bei Christianisierung der Slawen in der Altmark errichtet worden waren, Kirchen und Klöster befestigt wie Burgen.
Prämonstratenserkloster
Dann gingen wir über zu den Residenzen, Jagd-, Privatschlössern und Wohnsitzen der Kurfürsten bzw. der Könige in Preußen.
Schloss
Und überall Seen.
See
Zum Abschluss die Karte mit allen besuchten und beschriebenen Orten.
Kirchen und Klöster:
St. Katharinen in Brandenburg an der Havel
Das Pauli-Kloster in Brandenburg an der Havel
Der Dom St. Peter und Paul in Brandenburg an der Havel
Zur Erinnerung an Loriot: Waldmops in Brandenburg an der Havel
Kloster Lehnin
Kloster Jerichow
St. Stephan in Tangermünde
St. Nikolaus in Stendal
St. Marien in Havelberg
Die Wunderblutkirche in Wilsnack
St. Trinitatis in Neuruppin

Residenzen, Wohnsitze und Schlösser, welcher Art auch immer, in der zeitlichen Reihenfolge ihrer "Lieblingsnutzer":
Tangermünde (Residenz der ersten Markgrafen aus dem Haus Hohenzollern von 1415 bis 1488 und Zweit-Residenz von Kaiser Karl IV von 1373-1378)
Schloss Caputh (Sommersitz von Dorothea Sophie von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1636-1689), der 2. Ehefrau des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688))
Schloss Königs Wusterhausen (Lieblingsschloss des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I (1688-1740)
Schloss Rheinsberg (Wohnsitz von Friedrich dem Großen (1712-1786) als Kronprinz von 1736 bis 1740)
Schloss Paretz (Sommersitz von Friedrich Wilhelm III (1770-1840) und seiner Ehefrau Luise von Mecklenburg-Strelitz (1776-1810)
Kutschen- und Schlittenmuseum in Paretz
Schloss Wolfshagen (Wohnsitz der Adelsfamilie Gans von Putlitz) 

Freitag, 14. Juni 2019

Auswärts. Schloss Königs Wusterhausen.

Wir wurden von den bereits Ende Mai wunderschön blühenden Rosen empfangen.
Rosen
Schloss Königs Wusterhausen war die Lieblingsresidenz des Soldatenkönigs (Friedrich Wilhelm I.), er nutzte es als Sommersitz und Jagdschloss. Hier tagte sein Tabakskollegium, davon später mehr. Nach dem Tod des Soldatenkönigs 1740 fiel das Schloss in eine Art Dornröschenschlaf, erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde es wieder als Jagdschloss genutzt.
Schloss
Hölzerne Kapitelle in einem Saal im Erdgeschoss.
Schnitzerei Schnitzerei
Tisch mit Einlegearbeiten.
DSC03045
Mehrere Wände mit Leutnantportraits.
Leutnantsgalerie
Das Tabakskollegium im Bild ...
Tabakskollegium
und mit Tisch.
Tabakskollegium
Der Ort: Königs Wusterhausen ist rot markiert, alle anderen Orte, die wir bereits besucht und beschrieben haben, sind grün markiert.