Mittwoch, 12. April 2017

#12von12. April 2017.

Der 12. April 2017 war ein ganz normaler Mittwoch in der Karwoche, ohne besondere Termine. Wir hatten nur einige Besorgungen zu erledigen.
Morgens natürlich erst mal einen Kaffee.
Der Weg führte zum Unteren Markt, der noch nicht von Ostereinkäufern überflutet war.
Dieses Halbrelief findet man am Obelisk in der Mitte des Platzes.
Noch große Auswahl am Käsestand.
Auch der Spargel ist gerichtet und wartet auf Kunden. Wir werden erst nach Ostern "anspargeln".
Die Marktbärbel dreht dem Platz den Rücken zu, ihre Gans hat ein Kränzlein als Osterschmuck umgehängt bekommen.
Der Weg führte an der Marienkapelle vorbei zum Oberen Markt.
Zum Falkenhaus.
Darin ist die Stadtbücherei untergebracht.
Zum ersten Mal nutzte ich die automatische Rückgabe, sowas von einfach!
Beim Blick zurück - Dächer, Dächer, Obelisk und die Festung Marienberg.
In Würzburg dauern die Baustellen in der Innenstadt ewig, denn kaum ist der Untergrund aufgegraben, kommen die Archäologen und fotografieren, zeichnen, messen. Manchmal finden sie einen alten Tresor(er war allerdings leer), manchmal graben sie mittelalterliches Pflaster aus und schaffen es ins Depot.
Weitere #12von12 vom April findet ihr bei Draußen nur Kännchen. Wie #12von12 funktioniert, lest ihr hier.

Freitag, 31. März 2017

Essen. Rückblick März.

In den beiden vergangenen Monaten wurde zwar regelmäßig gekocht, aber nicht so häufig fotografiert, dass es für einen Monatsrückblick gereicht hätte. Im März war ich nun ein wenig aktiver.
Pfannengemüse kann man sehr stark variieren, sowohl in der Zusammensetzung als auch in der Zubereitung. Hier gab es Möhren, Broccoli, Champignons, Staudensellerie aus dem Wok mit chinesischen Nudeln, in Kokosmilch und scharf abgeschmeckt.
An einem Brotbacktag, wenn der Ofen sowieso schon heiß ist, gibt es bei uns meist Flammkuchen oder Pizza. Diesmal war Pizza dran.
Das Kartoffel-Lauch-Gratin hatte ich bei Chili und Ciabatta gesehen, als ich es nachkochen wollte, hatte ich zwar Lauch besorgt, entschied mich dann jedoch aus kühlschranktechnischen Gründen, statt Lauch Broccoli zu verwenden. Schmeckte auch sehr gut.
Immer wieder große Klasse ist Pasta e fagioli aus Italien Vegetarisch. Diesmal mit Risoni, wie Reiskörner aussehende Pasta aus Hartweizen.
Auf dem Markt gab es bei unserem Gemüsebauern ganz frischen Spinat, er ergab eine wunderbare Frittata.
Die Bolognesevorräte in der Tiefkühltruhe waren aus, da musste Abhilfe geschafft werden. Diesmal habe ich das Rezept aufgeschrieben. Wir hatten einmal Spaghetti Bolognese und im Tiefkühler ganz viele Vorräte.
Ein Klassiker ist der Nudelauflauf, er schmeckt am Besten mit breiten Nudeln, finde ich.
Den lauwarmen Salat aus Süßkartoffeln hatte ich in zwei anderen Blogs gesehen und nachgemacht.
Zwiebeln, Champignons, Hühnerbrust, Blattspinat vereint in einer Nudelpfanne, mit Parmesan.

Donnerstag, 30. März 2017

Rezept. Lauwarmer Salat aus Süßkartoffeln.

Der Salat war mir bei Schöner Tag noch aufgefallen, und etwas später sah ich ihn bei Rausgelinst, das war Empfehlung genug. Die Süßkartoffeln werden im Backofen mit Rosmarin gegart, mit einem Chili-Dressing gemischt und mit Feta und Pinienkernen garniert serviert.
Bei mir gab es einige kleine Änderungen. Für 2 Personen habe ich eine Süßkartoffel in Würfel geschnitten, mit Salz, gehacktem Rosmarin und 1 El Olivenöl vermischt. In einer Pfanne (oder auf einem Backblech mit Backpapier) im Ofen bei 200°C etwa eine halbe Stunde garen.
In der Zwischenzeit aus 1 El Weißweinessig, Senf und scharfem Paprika (Original: Chili) eine Salatsauce rühren. 1 El Buchweizen (Original: Pinienkerne) in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Ziegenfrischkäse (Original: Feta) in Stücke zerteilen. Die Süßkartoffeln mit der Sauce mischen, den Käse und den Buchweizen darauf verteilen und kleingeschnittene Frühlingszwiebel (Original: Kresse) drüberstreuen.

Mittwoch, 29. März 2017

Rezept. Nudelauflauf klassisch.

Das ist so ein Klassiker, den ich schon als Kind gerne gegessen habe. Ich habe den nie nach Rezept zubereitet, doch ein Blick in das Kochbuch meiner Mutter (erschienen 1930!) verrät, es gab eines.
Für 4 Portionen nehme ich 250g Bandnudeln, am besten breite Nudeln oder Papardelle, sofern man Nudeln italienischer Herstellung bevorzugt, und kocht sie in Salzwasser. In eine gefettete Auflaufform gibt man etwa ein Drittel der Nudeln, die Hälfte von kleingeschnittenem gekochten Schinken, Nudeln, Schinken und zum Schluss Nudeln. In einem Rührbecher mische ich mit einem Rührblitz 4 Eier mit 2 El Sauerrahm, 2 El Sahne und einem Schuss Milch. Ich würze mit Salz, Pfeffer, wenig scharfem Paprika oder Chili, Muskat, es darf schon würzig sein, denn die Nudeln "schlucken" die Würze. Die Auflaufform in den auf 180-200°C vorgeheizten Backofen geben. Je nach Temperatur braucht der Auflauf 30-45 Minuten, die Ei-Rahm-Masse sollte gestockt sein und die Oberfläche gebräunt. Etwa 20 Minuten vor Ende gebe ich Käse auf den Auflauf, gerieben oder in Stücken, von Gouda bis Parmesan, was zum Überbacken geeignet ist. 
Die Variante im oben abgebildeten Rezept mit Semmelbröseln und Butterflöckchen werde ich beim nächsten Mal ausprobieren.
Dazu gibt es eine Tomatensauce, 1 Dose (400g) passierte Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Rosmarin und Thymian, schön köcheln lassen und mit Salz, Pfeffer, Paprika bzw. Chili abschmecken.

Sonntag, 19. März 2017

Rezept. Bolognesesauce.

Das ist so ein Klassiker, für den es bei uns kein festes Rezept gibt. Man kann zwar auch eine schnelle Variante machen, Hackfleisch anbraten, Tomaten dazu, kurz köcheln, aber wir haben vor vielen Jahren schon entdeckt, dass die Sauce ungleich besser schmeckt, wenn man sie mit viel Gemüse lange und langsam schmort.

Ich nehme dazu 1 Kilo Hackfleisch, meist gemischt 700g vom Rind, 300g vom Schwein. 2 größere oder 3 kleine Zwiebeln, 3 Knoblauchzehen (confiert), 2 Stangen Staudensellerie, 1 große Karotte, Tomatenmark, 1 große Dose geschälte Tomaten (pelati). Gewürze: Salz, Pfeffer, Kümmel, Piment (beides frisch gemahlen), 2-3 LorbeerblätterChili oder ungarischen Paprika scharf.
Zwiebeln, Karotte, Staudensellerie fein würfeln und in Olivenöl anbraten bis die Zwiebeln gut glasig sind und sich die ersten Röststoffe am Topfboden bilden. Knoblauch kurz mitbraten. Dann das Hackfleisch bei großer Hitze unter ständigem Rühren anbraten, bis es krümelig ist. Tomatenmark, Kümmel, Piment und Paprika (sofern verwendet) kurz mitbraten, dann mit einem Schuss Rotwein ablöschen. Wein verdampfen lassen. Dann die Tomaten hinzufügen, alles gut verrühren, Salz, Lorbeerblätter, Chili (sofern verwendet) hinzufügen. Bei milder Hitze etwa 3 Stunden schmoren lassen. Eine Stunde vor Ende der Schmorzeit füge ich noch Rosmarin und Salbei hinzu (bei uns meist vom Balkongarten) und eine Viertelstunde vor Ende noch frischen Thymian. Getrockneten Thymian würde ich auch schon vorher zugeben.
Damit hat man ein Superessen und viel Vorrat zum Einfrieren für die schnelle, aber dennoch hausgemachte gute Küche.

Sonntag, 12. März 2017

#12von12. März 2017.

Auch an diesem zwölften waren wir nicht zu Hause, sondern am Vortag zu einer fröhlichen Geburtstagsfeier mit vielen Leuten eingeladen. So zeigte die morgendliche Wetterkontrolle mit dem Blick aus dem Hotelfenster eine neue Gegend.
Frühstück im Hotel, das Büffet mit Wurst und Käse.
 Die Brötchenauswahl.
Meine Auswahl.
 Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Heimweg.
Zu Hause war schönes Wetter.
Mein Tischnachbar am Vorabend hatte eine ganz frische Erkältung und nieste den ganzen Abend wild um sich. Bisher habe ich nichts gemerkt, damit das auch so bleibt, zur Sicherheit eine Nasenspülung.
Am Main war richtig viel los, die Leute genossen den Vorfrühling. Auf der Kaimauer sitzen - wie immer - die jungen Leute.
Bei so einem Wetter ist beim Brückenschoppen auf der Alten Mainbrücke immer viel los, hier schon zu sehen, dass richtig viele Leute da sind. Viele schauen auch nur zu und genießen die Stimmung.
Nun, wir sind wieder daheim angekommen, schön war's.

Weitere #12von12 vom März findet ihr bei Draußen nur Kännchen. Wie #12von12 funktioniert, lest ihr hier.

Sonntag, 26. Februar 2017

Rezept. Spanische Tortilla.

Und die Geschichte vom Tortillawender.
Seitdem mir von einem spanischen Freund die Grundlagen der Herstellung einer Tortilla, genauer: einer spanischen Tortilla, das heißt, einer Tortilla mit Kartoffeln, beigebracht wurden, gibt es regelmäßig Tortilla bei uns, aber bisher hat das Rezept noch nicht den Weg ins Blog gefunden. So geht's natürlich nicht, und nun ergab sich die Gelegenheit, dies nachzuholen.
Sehr praktisch beim Wenden einer Tortilla ist eine Keramikplatte mit einem Standfuß, den man beim Wenden als Griff verwendet. Da die flachen Topfdeckel, die auch gut geeignet wären, in meinem Haushalt schon seit den 1990-ern ausgestorben sind, haben wir in Spanien lange nach einem solchen Teil gesucht. Auf den Kanaren, unserem damaligen Aufenthaltsgebiet, gab es so was nicht. Wir fragten in jedem Eisenwarengeschäft (auf den Kanaren ein Laden, der ALLES für den Haushalt hat) und stöberten bei jedem Keramikstand. Nichts zu finden. Wir hatten die Suche dann gedanklich aufgegeben, bis wir dann in Kastilien, in the middle of nothing wie die Amerikaner oft sagen, nach einer Klosterbesichtigung in den Auslagen eines Keramikladens, eine solche Platte sahen. Der Laden war geschlossen - Mittagsruhe - doch ein Schild forderte uns auf zu klingeln. Im ersten Stock öffnete sich ein Fenster, eine Frau fragte nach unserem Begehren. Sie kam herunter, und wir zogen glücklich mit einer Platte zum Wenden der Tortilla von dannen. Besonders schön finde ich sie zwar nicht, aber sie erfüllt ihren Zweck hervorragend. Hat man weder diese spezielle Platte noch einen flachen Deckel alter Art nimmt man einen großen Teller zum Wenden zur Hilfe, einige Zentimeter größer als die Pfanne.
Sollten Sie mit Spaniern über die Zubereitung einer Tortilla sprechen, ich warne eindringlich, Vorsicht! Das kann sehr vermintes Gelände sein. Es beginnt schon bei der Frage mit oder ohne Zwiebeln. Mit Zwiebeln schmeckt sie besser, und sie wird saftiger, aber machen Sie das mal einem Zwiebelhasser klar. Nächster möglicher Konflikt ergibt sich bei der Zubereitung, denn "richtig" werden die rohen Kartoffeln und Zwiebeln in der Pfanne in Öl gebraten, bis sie weich sind. Sie dürfen dabei nicht braun werden. Dabei muss man entweder ständig rühren, oder man nimmt eben immer wieder Öl, was die Tortilla dann unnötig fett macht. Mein spanischer Freund kennt einen Trick, den ich übernommen habe, aber er schreibt dazu ...
Nein, erzählen Sie nicht weiter, welchen Trick ich bei meiner tortilla de patatas anwende. Y sobre todo, no se lo cuenten a ningún español, porque me lincharía. (Deutsch: Vor allem, erzählen Sie es keinem Spanier, der würde mich lynchen.)*
Es geht nämlich auch mit vorgekochten Kartoffeln. Das erfordert viel weniger Fett, und auf dieser Grundlage ist nun auch mein Rezept.
Zutaten:
pro Person
1 große Kartoffel
1 mittelgroße Zwiebel
1 Ei
Salz, Öl
Es ist wichtig, eine Pfanne zu verwenden, in der nichts anhängt. Die Pfanne sollte eher einen kleinen Durchmesser haben, denn die Tortilla sollte eine Höhe von 2-3 Zentimetern erreichen.

Zubereitung:

  1. Die Kartoffeln mit der Schale in Wasser kochen, dämpfen geht auch. Abkühlen lassen, pellen und in Würfel von ca. 1 cm schneiden.
  2. Die Zwiebeln schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl glasig dünsten. Die Kartoffelwürfel hinzugeben, salzen, und unter Wenden einige Minuten anbraten, die Masse soll heiß sein, aber es darf nichts braun werden.
  3. In einer großen Schüssel (es müssen die Eier plus die Kartoffelmasse hineinpassen) die Eier verquirlen, salzen. Die Kartoffelmasse in die Schüssel geben und gut mit den Eiern mischen.
  4. Die Pfanne mit einem Küchentuch auswischen, etwas Öl darin erhitzen und den Inhalt der Schüssel (Kartoffeln, Zwiebeln, Eier) in die Pfanne geben, gleichmäßig verteilen, dazu die Pfanne etwas hin und her rütteln. Bei mittlerer Hitze braten. 
  5. Ist die Unterseite schön gebräunt und die Eimasse fast gestockt, die Tortilla wenden. Dazu mit der Unterseite auf eine Platte gleiten lassen, evtl. Reste aus der Pfanne entfernen, ein wenig Öl auf die Oberfläche der Tortilla geben und die Pfanne umgedreht auf die Platte setzen. Hat die Platte einen Griff, ist es ganz einfach, Pfanne und Platte gleichzeitig zu wenden. Sonst die Pfanne mit hitzebeständigen Lappen o.ä. mit der Platte fixieren und mit Schwung umdrehen.
  6. Die zweite Seite der Tortilla braten, bis sie schön gebräunt ist.
  7. Schmeckt lauwarm oder kalt, auch am nächsten Tag noch.
*Zitat aus: G. Aparicio, Spanisch für Besseresser, Band I, Schmetterling Verlag, 2004, S. 71 ff.

Hier nun noch uralte Fotos von dem Ort, in dem wir den Tortillawender fanden. Am rechten Bildrand sieht man einige Keramikwaren, dort fanden wir zufällig den Tortillawender.
Mauer, Keramik
Zum Abschluss noch einige Eindrücke aus der Abtei Santo Domingo de Silos, in der Einsamkeit Kastiliens.
Kreuzgang Kaptelle
Die Bilder habe ich vor Urzeiten mal eingescannt, mit minimaler Auflösung, die Qualität ist daher nicht so doll.

Freitag, 24. Februar 2017

Vor 5 Jahren. Teneriffa.

Die dritte Woche unserer Kanarenreise vor 5 Jahren sollte uns auf die uns bestens bekannte Insel Teneriffa führen, hier wollten wir Erinnerungen auffrischen. Das Wetter spielte weiterhin nicht mit, und die andauernde Kälte machte uns mehr und mehr zu schaffen. Immerhin hatten wir zwei tagsüber sonnige Tage, und die nutzten wir für Ausflüge. Der erste ging ans nordöstliche Ende der Insel.
Punta de Teno
Punta de Teno
Rund um Buenavista gibt es noch reichlich Bananenplantagen.
Buenavista
Weitere Fotos in Land's End Teneriffa.
Der zweite Ausflug führte uns hoch in die Berge, in die Kraterlandschaft um den Teide, Spaniens höchsten Berg mit 3616 Meter.
Teide
Teide
Canadas
Canadas
Weitere Fotos in Canadas del Teide.
Manchmal kam tatsächlich die Sonne durch, doch der kalte Wind blieb. Deshalb war der Strand auch so leer.
Playa Jardin
Meist hingen jedoch die Wolken über der Küste.
Puerto Leuchtturm
An unserem Abreisetag war das Wetter äußerst vielversprechend, aber da war es auch schon egal. Wir flogen heim nach Deutschland und freuten uns über angenehm geheizte Wohnungen und Bäder.
Aussicht vom Hotel
Seit diesem wettermäßig völlig missglückten Urlaub haben wir die "glücklichen Inseln" nicht mehr betreten.