Samstag, 22. September 2018

Auswärts. Memling und Michelangelo in Brügge.

In Brügge haben wir nicht nur die schönen Gebäude der mittelalterlichen Stadt bewundert, sondern auch zwei Museen und die Liebfrauenkirche besucht. Im Folgenden nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Memling-Museum (Sint-Jans-Hospitaal) und der Liebfrauenkirche.
Das Sint-Jans-Hospitaal war - ähnlich unserem Bürger- bzw. Juliusspital - im Mittelalter ein Ort, in dem Arme, Waisen, Kranke oder Pilger versorgt wurden. Heute werden hier Werke des Malers Hans Memling ausgestellt.
Der Ursulaschrein in Form eines Hauses stellt die Legende der Heiligen Ursula dar.
Ursulaschrein von Hans Memling
An den Seiten wird in je drei Bildern die Legende bildlich erzählt.
Ursulaschrein von Memling
An einer Stirnseite eine Darstellung der Heiligen Ursula.
Ursulaschrein von Memling
Der Altar von Hans Memling stellt in der Mitte die Mystische Vermählung der hl. Katharina dar, links und rechts die beiden Johannes, links der enthauptete Täufer, rechts der Evangelist. Johannesretabel Hans Memling
Das berühmteste Kunstwerk in der Liebfrauenkirche stammt von Michelangelo Buonarotti, eine Madonna aus Marmor von 1503.
Madonna von Michelangelo Liebfrauenkirche
Sehr ansehnlich auch die Schnitzereien an den beiden Beichtstühlen.
Beichtstühle
Beichtstühle
Dieses Grabmal für Maria von Burgund entstand um 1500. Sie war als einziges Kind Karls des Kühnen Alleinerbin von Burgund und mit dem späteren Kaiser Maximilian I. verheiratet. So kam das burgundische Erbe und damit auch Flandern zum Haus Habsburg. Maria verstarb bereits mit 25 Jahren, in Brügge ist sie begraben.
Grab  von Maria von Burgund Liebfrauenkirche
Kunsthistorische Angaben u.a. aus wikipedia und
Detlev Arens, Flandern, Dumont Reiseverlag, 2012.

Freitag, 21. September 2018

Auswärts. Brügge.

Brügge wird auch als die Krone Flanderns bezeichnet, und die vielen alten, gut in Stand gesetzten Häuser machen die Stadt zu einem touristischen Anziehungspunkt ersten Ranges. Entsprechend voll ist es auch. Im Mittelalter stand die Stadt in höchster Blüte, sie war Umschlagplatz für viele Güter. Wolle aus England, Tuch aus Gent, Getreide aus der Normandie, Weine aus Bordeaux und von der Loire wurden in Brügge gehandelt. Zu der Zeit war der Hafen von Brügge für Seeschiffe erreichbar, als die Bucht im 15. Jahrhundert versandete, leitete das den wirtschaftlichen Niedergang Brügges ein und eine besser erreichbare Stadt wie Antwerpen stieg wirtschaftlich auf.
Prächtige Gebäude am Großen Markt.
Markt
Proviciaal Hof
Das Rathaus.
Rathaus
Das Freiamt.
Freiamt
Der Belfried.
Belfried
Viele Kanäle durchziehen die Stadt.
Stadtansichten
Stadtansichten
Sehr beliebt bei den Touristen sind die Bootsfahrten durch die Kanäle.
Bootsfahrten
Die sogenannten Gotteshäuschen sind Sozialwohnungen aus dem Mittelalter, in denen Alte und Bedürftige wohnen konnten.
Gotteshäuschen
In Brügge wirkten die großen Künstler der Zeit, die Brüder van Eyck und Hans Memling. Ihnen und anderen ist der nächste Beitrag hier im Blog gewidmet.

Kunsthistorische Angaben u.a. aus wikipedia und
Detlev Arens, Flandern, Dumont Reiseverlag, 2012.

Donnerstag, 20. September 2018

Auswärts. Tournai.

Tournai ist eine sehr alte Stadt, sie war Sitz der Merowinger, deren erster "fassbarer" König Childerich I. (+482) auch dort begraben wurde. Sein Grab wurde 1653 entdeckt. Das was davon noch übrig ist, befindet sich heute im Louvre in Paris. Die Bauten, die wir uns anschauten, entstanden erst über tausend Jahre später.
Die Kathedrale Notre Dame wird momentan innen wie außen renoviert.
Kirche Notre-Dame
Der Lettner aus der Renaissance. Lettner
Detail im Lettner: Jonas mit dem Wal.
Lettner Detail Jonas mit dem Wal
Der älteste Belfried Belgiens am Ende des großen Platzes.
Belfried Der Große Platz.
Großer Platz
Kunsthistorische Angaben u.a. aus wikipedia

Dienstag, 18. September 2018

Auswärts. Gent.

Wir waren einige Tage in Belgien unterwegs und haben vor allem die flandrischen Städte und ihre Kunst angeschaut, seien es Bauten, Plastiken oder Bilder aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit. Unser Standquartier für diese Reise war in Gent, und diese Stadt haben wir auch als erstes besucht.
Das historische Zentum von Gent liegt auf mehreren Inseln zwischen den Flüssen Schelde und Leie. Die Stadt hatte ihre Blütezeit im Mittelalter als Zentrum der Tuchweberei. Zuerst wurde heimische Wolle verarbeitet, ab dem 12. Jahrhundert brachten die Engländer ihre Wolle nach Gent und importierten das Tuch von dort. Traditionell hielten es die städtischen Pratrizier, die die Geschicke der Stadt lenkten, mit den Engländern, ihren Geschäftspartnern, und der flämische Adel hielt zu den Franzosen, ihren Lehnsherrn. Im Hundertjährigen-Krieg (~1337-1453) führte das zunehmend zu innerstädtischen Konflikten, die sich u.a. in Aufständen entluden. Ende des 14. Jahrhunderts kam es in Folge einer Blockade der Engländer zu einer Wirtschaftskrise, aus der Gent nie wieder ganz zu alter Blüte und Macht zurück fand.
Um das Jahr 1000 stand hier die Abtei St. Bavo, deren Kirche Karl V. nach 1536 abreißen und durch eine Zitadelle ersetzen ließ. Von der Zitadelle ist heute nichts mehr übrig. Man hat an die Ausdehnung und Säulen der Kirche mit Büschen markiert, die einen Eindruck von der imposanten Größe vermitteln.
ehem. Abteikirche St. Bavo nachgebildet durch Bäume ehem. Abteikirche St. Bavo nachgebildet durch Bäume
Befestigter Herrensitz aus dem 13. Jahrhundert, genannt Geerard de Duivelsteen (Gerhard der Teufelsstein), der schon viele Nutzungen und Renovierungen durchmachte, unter anderem als Gefängnis. Heute beherbergt er das Reichsarchiv von Gent.
Geerard de Duivelsteen
Geerard de Duivelsteen
An der Ostseite der Kathedrale St. Bavo steht ein Denkmal für die Brüder Hubert und Jan van Eyck, die Maler des Genter Altars, den man in der Kathedrale besichtigen (aber nicht fotografieren) kann. Es ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt, ob wirklich beide Brüder an der Gestaltung und Erstellung des Altars beteiligt waren. Hier werden sie beide gewürdigt.
Denkmal für die Brüder van Eyck
Das Portal der Kathedrale St. Bavo. Kathedrale St. Bavo
Die Kanzel aus dem Jahr 1741 aus Eichenholz und Marmor von Laurent Delvaux. Kathedrale St. Bavo Altar
Die Tuchhalle begrenzt die andere Seite des Platzes vor der Kathedrale, dahinter der hohe Belfried. Tuchhalle
P1050681
Gildehäuser am Ufer der Leie. Zunfthäuser
Trutzig die Burg Gravensteen aus dem 12. Jahrhundert. Gravensteen
Detail eines Giebels.
Giebel mit Figuren
Kunsthistorische Angaben u.a. aus wikipedia und
Detlev Arens, Flandern, Dumont Reiseverlag, 2012.

Sonntag, 16. September 2018

Auswärts. Pfalzkapelle in Aachen.

Auf dem Weg nach Belgien machten wir in Aachen halt und besichtigten die Pfalzkapelle Karls des Großen, die das Zentrum des Aachener Doms bildet. Sie besteht aus einem Achteck mit Kuppel, das von einem Sechzehneck umgeben ist. Zahlreiche Anbauten (Chor, Kapellen, usw.) erweitern die Pfalzkapelle.
Pfalzkapelle
Bereits 2014 habe ich die Zahlensymbolik zitiert, die in den Maßen des Bauwerks zu Tage kommt. Oktogon
Der Radleuchter (gestiftet ~1165-1170) von Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Radleuchter
Blick in die Kuppel. Kuppel
Detail einer Marmorsäule. Pfeiler
Prachtvolle Ausstattungen von Wänden und Bögen im Umgang. Innenausstattung
Innenausstattung
Innenausstattung
Der Marienschrein enthält die wichtigsten Reliquien des Doms. Marienschrein
Der Ambo Heinrichs II. (Kanzel) (gestiftet  ~1002-1014). Pfalzkapelle

Freitag, 14. September 2018

Auswärts. Wochenmarkt in Mainz.

Treue LeserInnen dieses Blogs werden es bemerkt haben, ich gehe gerne auf Märkte, hier und anderswo. Bei einem Besuch bei Freunden in der Nähe von Mainz spazierten wir an einem Samstag gemeinsam durch die Stadt und über den Markt, der sich über viele Plätze ausdehnt.
Markt
Markt
Sommerblumen
Die Nagelsäule wurde im Ersten Weltkrieg zur Unterstützung Bedürftiger gestiftet.
Nagelsäule
Dom
Kreuzgang
Markt
Schöner Markt!