Montag, 23. April 2018

Rezept. Spinat-Ziegenkäse Crespelle/Flädle.

Dieses wohlschmeckende Gericht wäre fast verschütt gegangen. Ich betrachte mein Blog als Archiv für Rezepte, die ich gut finde und die ich vielleicht irgendwann einmal wieder kochen möchte. Rezepte aus anderen Blogs sind auf dem Rechner gespeichert, manche sind auch auf einer Cloud, wenn ich vom Tablet darauf zugreifen will. Zum Glück hat mein Küchenchef eine eigene Sammlung, Papierseiten in einem Ordner, Seiten aus Zeitschriften, aber auch ausgedruckte Rezepte. Und beim Suchen, was wir in den ersten in diesem Jahr noch so kalten Apriltagen leckeres kochen könnten, fanden wir dies Rezept aus dem Jahr 2012, ausgedruckt, mit handschriftlichen Bemerkungen von mir versehen, was zeigt, dass das Gericht irgend wann einmal zubereitet wurde. Auf dem Rechner oder gar auf dem Blog war es nicht zu finden, das wird hiermit nachgeholt. Gefunden hatte ich es ursprünglich im Blog von lamiacucina.
Ich mache das halbe Rezept, etwas abgewandelt, für 6 Crespelle (Flädle). Aus 2 Eiern, Mehl, Milch rühre ich einen relativ flüssigen Flädleteig, salze, und lasse ihn mindestens 30 Minuten ruhen. Die Flädle nacheinander ausbacken, aufeinanderlegen.
Für die Füllung blanchiere ich 200g gewaschenen Spinat in Salzwasser, gieße ihn ab, überbrause mit kaltem Wasser, lasse das Wasser abtropfen. Das dann noch vorhandene Wasser am Spinat auswringen. Spinat grob hacken. In einer Pfanne 1 fein gewürfelte Schalotte in Olivenöl anschwitzen, 1 Knoblauchzehe (fein gehackt) mit dünsten, den Spinat zugeben, alles zusammen verrühren und dünsten. Salzen. In einer Schüssel 150g Ziegenfrischkäse, angedünsteten Spinat, 20g geriebenenen Parmesan und 50g Schmand gut mischen, würzen mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Piment d'Espelette und dem Schalenabrieb einer halben Biozitrone.
Für die Tomatensauce 1 fein gehackte Schalotte in Olivenöl andünsten, 1 kleine fein gehackte Knoblauchzehe kurz mit dünsten, 1/2 Dose Pomodori pelati (450g) zugeben und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Auf jedes der 6 Flädle in die Mitte den sechsten Teil der Füllung geben und die Flädle aufrollen. Eine feuerfeste Form ausbuttern, die Tomatensauce unten hineingeben und die gefüllten Flädle draufsetzen. Mit etwas geschmolzener Butter einpinseln und mit 20g Parmesan bestreuen. Im Ofen bei 175°C ca. 30 Minuten backen. Guten Appetit!

Donnerstag, 12. April 2018

#12von12. April 2018.

Ein Donnerstag im April, und ich hatte den ganzen Tag irgendwelche Termine.
Der Blick auf die Wetterseite stimmte zuversichtlich für den Tag.
Es gab gleich etwas zu notieren am Morgen.
 Einkäufe erledigt.
Liebevoll gerichtetes Obst für mich, danke!
Nun ein bisschen Korrektur lesen.

Aus dem Auto unterwegs fotografiert: die Magnolien blühen jetzt.
Mit Autochen bei der Zahnärztin, alles gut.
Kurzer Abstecher zum Main, auch alles gut.
Die Bäume schlagen aus.

Auf dem Weg zum Theater ein kräftiger Regenbogen.

Kaum hatten wir das Theater betreten, goss es draußen wie aus Kübeln.
Es gab Mahler auf die Ohren, da braucht man viel Platz für viele Musiker.

Weitere #12von12 vom April findet ihr bei Draußen nur Kännchen. Wie #12von12 funktioniert, lest ihr hier.

Sonntag, 8. April 2018

Ganz nah. Frühling im Ringpark.

Bei schon sommerlich zu nennenden Temperaturen muss man natürlich raus. Und siehe da, der Frühling ist inzwischen im Ringpark angekommen.
Ringpark
Ringpark
Ringpark

Montag, 2. April 2018

Rezept. Schwäbischer Hefezopf 2.0.

Dies ist laut Statistik eines der beliebtesten Rezepte in meinem Blog, und auch ich benutze diesen Eintrag selbst immer wieder, wenn ich Hefezopf backen will. Nur habe ich das Rezept inzwischen umgestellt und verwende viel weniger Hefe, genauer gesagt, nur noch 5 Gramm statt 20 Gramm.
Der Teig ruht dann 18 bis 24 Stunden im Kühlschrank, das bedeutet, man fängt einen Tag früher an, macht den Teig, parkt ihn im Kühlschrank und macht am nächsten Tag weiter mit formen des Zopfs und backen. Durch die längere Ruhezeit ist der Geschmack des Hefezopfs besonders gut.
Wer den ursprünglichen Eintrag nochmals ansehen will, hier der Link.

Zutaten:
250 ml Milch
5 g frische Hefe
75 g Zucker
1 Ei (Kl. L)
1 1/2 Tl Meersalz
500 g Mehl (Type 550)
75 g weiche Butter
Zitronenabrieb von einer Bio-Zitrone
25 g Rosinen, eingeweicht
20 g Mandelblättchen
Mehl zum Bearbeiten
Hagelzucker nach Belieben

Zubereitung:
  1. Milch lauwarm erwärmen. Hefe in einer Schüssel zerbröseln und mit wenig lauwarmer Milch und dem Zucker glatt rühren. Ei verquirlen, 3 El davon zugedeckt kalt stellen. Restliches Ei, restliche Milch, Salz und Mehl hinzufügen und mit den Knethaken der Küchenmaschine bei niedriger Geschwindigkeit 3 Minuten kneten. Tempo erhöhen, weitere 5 Minuten kneten. Butter würfeln und nach und nach unter den Teig kneten. Den Zitronenabrieb zugeben. Bei hohem Tempo weitere 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten.
  2. Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und den Teig im Kühlschrank 18 bis 24 Stunden gehen lassen. Der Teig sollte sich verdoppelt haben. 
  3. Den Teig eine Stunde vor Arbeitsbeginn aus dem Kühlschrank nehmen, damit er Raumtemperatur annimmt. Hat man weniger Zeit, z.B. nur 15 Stunden, nimmt man den Teig noch früher raus und lässt ihn in der Küche gehen.
  4. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten bzw. dehnen und falten, dabei die Rosinen unterkneten. Den Teig dritteln und zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen.
  5. 3 Stränge von je 40 cm Länge ausrollen und sehr locker flechten. Den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.
  6. Nach 20 Minuten den Backofen vorheizen (180 bis 200 Grad).
  7. Den Hefezopf mit dem gekühlten Ei bestreichen, mit Mandelblättchen (und evtl. auch mit Hagelzucker) bestreuen und im Ofen (auf der zweiten Schiene von unten) 25-35 Minuten backen. Ich nehme 180 Grad und backe 35 Minuten, dann ist der Zopf schön goldbraun. Die letzten 10 Minuten evtl. mit Alufolie abdecken. 
Nun die Zubereitung in Bildern.
Seit über 25 Jahren tut diese Küchenmaschine bei uns gute Dienste, besonders beim Brot oder eben Hefezopf backen.
Der Teig ist fertig. Ab in den Kühlschrank.
Raus aus dem Kühlschrank, Raumtemperatur annehmen lassen, kurz dehnen und falten und in 3 gleiche Teile teilen, diese 10 Minuten entspannen lassen.
3 Stränge formen, einen lockeren Zopf flechten. 45 Minuten zugedeckt gehen lassen.
Der Teig ist weiter aufgegangen. Mit Ei einstreichen und mit Mandelblättchen bestreuen. Ab in den Ofen.
 Der Anschnitt mit Rosine. Schön locker ist der Zopf geworden.

Samstag, 31. März 2018

Essen. Rückblick März.

Der März ist kulinarisch gesehen ein schwieriger Monat, wenn man überwiegend saisonal und regional kochen möchte. Das Lagergemüse geht einem so langsam auf die Nerven, und Frisches von hier gibt es nur wenig.
Zu geröstetem Rosenkohl passt auch eine Meerrettichsauce gut.
Zwischen den beiden Kältewellen mit ganztägigen Minustemperaturen gab es auch mal frischen Spinat, der gleich zu einer Frittata verarbeitet wurde. Das war das Gefühl von Frühling, der dann nicht kam.
Leckere Rahmmöhren mit Kardamom, und wie so oft beste fränkische Bratwürste. Die Möhren nach diesem Rezept zubereitet.
Kindheitserinnerungen. Nudelauflauf mit Tomatensauce.
Schaschlik.
Da es immer noch nicht wärmer ist, tut eine Rahmgerstensuppe gut.
Aus dem TK und dennoch selbst gekocht, Rouladen mit Spätzle, diesmal mit Feldsalat (nicht im Bild)


Sonntag, 25. März 2018

Ganz nah. Aussicht Sahneschnittchen.

Das ist DIE Aussicht in unserer schönen Stadt. Und darf trotzdem (nicht deswegen) ins Blog.
Abendansicht3
Abendansicht2
Abendansicht1

Sonntag, 18. März 2018

Rezept. Rouladen mit Spätzle.

Wegen solcher Traditionsrezepte habe ich vor Jahren begonnen, in mein Blog auch Rezepte aufzunehmen, weil sie nämlich sonst nirgendwo festgehalten sind. Das hier ist auch noch Fusionsküche, denn das Rouladenrezept hat der Hausherr von seiner Familie aus dem Ruhrgebiet mitgebracht, und die Spätzle stammen von mir, ebenso wie die grundsätzliche Idee, zu Rouladen überhaupt Spätzle zu essen, denn bei meinen Schwiegereltern gab es dazu Kartoffelklöße.
Die Rouladen werden gesalzen und gepfeffert, mit Senf bestrichen (gerne scharfen Löwensenf, wir hatten diesmal fränkischen Meerrettich-Senf, etwas schärfer als mittelscharf, aber nicht so scharf wie Löwensenf), mit einer Mischung aus durchwachsenem Speck, fettem Speck (Verhältnis ca. 2:1), Zwiebeln und Kapern gefüllt. Die Rouladen füllen ist Sache des Hausherrn.
Mit Fleischfaden verschnüren. Ab hier ist die weitere Zubereitung meine Sache.
Portionsweise anbraten.
Die Rouladen werden geschmort, dazu brate ich Wurzelgemüse (Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Lauch) an, gebe Tomatenmark dazu, lösche mit Rotwein ab und lasse diesen fast ganz verkochen. Sind die Rouladen angebraten, löse ich in der Pfanne die Röststoffe mit etwas Wasser und gebe dies auch in den Schmortopf. Die Rouladen auf das Gemüse setzen und noch etwas Wasser und evtl. Wein angießen. Sie sollen nicht ganz von der Flüssigkeit bedeckt sein. Der Schmortopf kommt mit Deckel in den Backofen bei 120 bis 140 Grad (bevorzugt 120, dann sollte man ihn mindestens 2 Stunden drin lassen, bei 140 sind die Rouladen schneller fertig, aber evtl. nicht ganz so zart).
Zum Spätzlesteig nimmt man Mehl, Eier, Wasser und Salz. Hier hatte ich ca. 400 g Mehl (Spätzlesmehl oder doppelgriffiges Mehl), 6 Eier, etwas Wasser, ca. 1/2 Teelöffel Salz. Ich verrühre erst die Eier mit dem  Mehl und gebe dann vorsichtig Wasser hinzu, um die Konsistenz zu kontrollieren. Je nachdem, mit welchem Gerät man die Spätzle machen will, sollte die Teigkonsistenz zum Gerät passen. Den Teig auf jeden Fall mindestens eine halbe Stunde quellen lassen, gelegentliches Umrühren schadet nicht.
Meine Spätzle werden vom Brett geschabt, da ist die Teigkonsistenz relativ egal, ich mag es jedoch lieber, wenn der Teig relativ fest ist.
Das war das Ergebnis, eine Platte handgeschabte Spätzle.
Wenn die Rouladen fertig geschmort sind, aus dem Topf nehmen und warm stellen. Die Sauce abgießen, etwas einreduzieren lassen, binden (entfällt bei mir meist) und abschmecken. Dabei tut ein wenig Süßwein (z.B. Málaga) gute Dienste. Spätzle, Rouladen, Sauce, Rotkraut anrichten und genießen.

Montag, 12. März 2018

#12von12. März 2018.

Ein Montag, ohne Termine, kein Markt, keine Einkäufe. Das ist dann meist der #12von12-Tag mit den Fotos von Zahnpasta auf Zahnbürsten oder vom ersten Kaffee bzw. dessen Zubereitung. Nun, solche Fotos gibt es bei mir heute nicht.
Früh im Hof Lärm von Handwerkern, der Lastenaufzug des Gerüsts gegenüber wird abgebaut.
 Noch steht es in voller Größe.
Um die Ecke eine neue Baustelle, wir hatten nur eine kurze Pause nach ewig langen Bauarbeiten, und jetzt geht es von Neuem los.
Im Kaisergärtchen sind die Knospen der Magnolienbäume erkennbar, aber noch weit vom Öffnen entfernt.

Auf diesem Foto sieht man die wesentlichen Zutaten des Buchs, das mich momentan beschäftigt, eine Damenhandtasche (im Buch viel größer und malvenfarben), ein rotes Notizbuch und ein Stift von MontBlanc. Und eine schöne Geschichte, bei der ich mir oft sage "Oh, genau so! Das habe ich auch so empfunden / erlebt".
Das Buch heißt "La femme au carnet rouge" (Die Dame mit dem roten Notizbuch) und ist von Antoine Laurain. Auf deutsch heißt der Titel "Liebe mit zwei Unbekannten", was ich total doof finde, denn nach Lektüre von etwa 80% des Textes hat noch keine "Liebe" stattgefunden. Viel zu vorauseilend, dieser Titel, und zu reißerisch.




Als es etwas aufklarte, machte ich mich auf auf der Suche nach Anzeichen von Frühling. Auf der Alten Mainbrücke, beim Kilian, standen einige Brückenschöppler und ließen es sich gut gehen. Das Wetter: weiterhin grau.
Die Schlösser rosten, und was ist mit der Liebe?
Viel Wasser heute.
Auf der Häfelesmess' kann man sich für den anstehenden Frühjahrsputz rüsten.
Osterdeko!
Frühling in Form von Blüten gab es nur bei den Blumenhändlern.
Mindestens so gut wie auf der Brücke schmeckt der Schoppen in einer Weinstube.

Weitere #12von12 vom März findet ihr bei Draußen nur Kännchen. Wie #12von12 funktioniert, lest ihr hier.