Samstag, 16. Juli 2016

Uni. So war mein Sommersemester 2016. Vorlesungen.

Nach dem ersten Teil mit Ringvorlesungen und Einzelvorträgen, bei denen immer unterschiedliche Personen vortragen, schreibe ich nun über die Vorlesungen, bei denen eine Person über das Semester hinweg ein Thema umfassend behandelt. Die hier gewählte Reihenfolge geht zeitlich nach der behandelten Epoche von alt nach neu.
Die Vorlesung Methodische Grundlagen der Frühen Neuzeit behandelte einmal nicht Herrscher oder Politik, sondern kümmerte sich um die Inhalte und Methoden, mit denen sich die Geschichtswissenschaft beschäftigt, hier eingegrenzt auf die Frühe Neuzeit. Nach einer Einführung über den Begriff Frühe Neuzeit, ihre Räume und Epochen, ging es an die Teilbereiche Quellenkunde (was ist eine Quelle, welche Quellen kennt die Frühe Neuzeit, welche Hintergründe können abgeleitet werden), Paläographie & Typographie (die Lehre von den Schriften, welche gab es in der Frühen Neuzeit, und vom Drucken), Chronologie (Kalenderrechnung), Genealogie (Ahnenforschung). Die historischen Forschungsmethoden und ihre Entwicklung über die Zeit, die Wechselwirkung Quelle - Wissen bzw. Quelle - Fragestellung und die Forschungskontroversen schlossen diese interessante Vorlesung über die Grundlagen der Geschichtswissenschaften ab.
Ein ganzes Themenfeuerwerk wurde in der Vorlesung Vom Wiener Kongress bis zur Reichsgründung 1815-1871 abgebrannt. Von den Strukturen des Alten Reichs über die Modernisierungen in der Napoleonischen Ära, dem Dualismus Österreich - Preußen, der Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ab 1803, dem Wiener Kongress, dem Mächtesystem der Pentarchie bis zu den Revolutionen 1848/49 eilten wir im Sauseschritt. Der Krimkrieg und seine Folgen für das Mächtesystem, die Industrialisierung und der Liberalismus folgten. Damit waren die Vorarbeiten zum Verständnis der politischen Situation in Preußen ab 1860 und dem Eintritt Bismarcks in die preußische Politik 1862 gegeben. Im Detail hörten wir über Bismarcks Realpolitik und außenpolitische Erfolge zur Lösung innenpolitischer Blockaden, um dann mit dem preußisch-österreichischen Krieg und der Schlacht bei Königgrätz die Entscheidung für die kleindeutsche Lösung und damit die Voraussetzung für die Reichsgründung erreicht zu haben.
In diesem Semester konnte ich endlich mal eine Vorlesung über Kunstgeschichte finden, die nicht morgens um 8 Uhr stattfand, für mich ein absolutes Ausschlusskriterium. Sie handelte vom Bauhaus, der Kunst-, Handwerks- und Designschule, die 1919 in Weimar gegründet wurde, 1925 nach Dessau umzog, dort am 30.09.1932 geschlossen wurde und in viel kleinerer Form in Berlin noch bis zum April 1933 bestand. In dieser Vorlesung wurden die Künstler und ihre Werke vorgestellt, man sah Fotos von Häusern, von Stühlen (sehr viele Stühle!), von Bildern, Designobjekten, Skizzen usw. Der  Professor machte auch einen Abstecher in das Projekt Neues Frankfurt von Ernst May, in dem der Urtyp der modernen Einbauküche, die Frankfurter Küche, entwickelt wurde. Dazu zeigte er uns einen Werbefilm, schwarz-weiß, ohne Ton, aus der Zeit. Dabei war ihm wichtig, mehrfach zu betonen, dass die neue Küche auch eine neue Frau bedeutet, kein Hausmütterchen mit Schürze, sondern eine elegante Frau mit Kurzhaarschnitt und natürlich ohne Schürze. Zu sehen ab ca. 3:05, Dauer insgesamt 7:35. Viel Spaß!

Freitag, 15. Juli 2016

Uni. So war mein Sommersemester 2016. Vorträge und Ringvorlesungen.

Es war spannender und unterhaltsamer, als ich noch im letzten Semester befürchtet hatte, auch musste ich nichts wegen Wiederholung streichen. Dazu kam eine Reihe von interessanten Vorträgen.
Weil dieser Beitrag schon viel länger ist, als alles, was ich sonst so zu schreiben pflege, teile ich ihn in zwei Teile. Der erste Teil behandelt die Ringvorlesungen und Vorträge, Teil zwei dann die Vorlesungen.
Die erste Vortragsreihe, Physik am Samstag, startete bereits im März und bestand aus drei Vorträgen. Die in dieser Reihe Vortragenden beherrschen die Kunst, informativ über ihr Fachgebiet zu Laien zu sprechen, so dass Laien es sowohl verstehen als auch fachlich etwas mitnehmen können. Wir hörten über die Rolle der Wahrscheinlichkeit in der Physik, die spielt in der klassischen Physik eine Rolle bei Gasen. Gase bestehen aus einer sehr großen Anzahl an Teilchen, die sich bewegen, und für die die klassischen Gesetze Newtons gelten, aber man kann sie in der Praxis nicht anwenden, weil die Anzahl der Teilchen viel zu groß ist, es wären viel zu viele Gleichungen zu lösen. Man hat es aber verstanden, die Eigenschaften von Gasen in Abhängigkeit von Mittelwerten zu erklären. Zum guten Schluss erfuhren wir über die Quantenphysik und die Doppelspaltexperimente mit Teilchen, bei denen für ein Teilchen immer nur angegeben werden kann, mit welcher Wahrscheinlichkeit es an einem bestimmten Ort anzutreffen ist, nicht jedoch, wo es sich wirklich befindet. Das klingt für Laien immer ein wenig schräg.
Der zweite Vortrag in der Reihe war mit Reise zurück zum Urknall recht reißerisch betitelt, inhaltlich wurde uns im Wesentlichen das heute gültige Standardmodell für die Teilchen, aus denen Materie besteht, nahe gebracht. Dabei bekamen wir auch Einblick in den Teilchenbeschleuniger am CERN in Genf, mit dessen Hilfe die Existenz bestimmter Teilchen im Experiment nachgewiesen wird. Interessant fand ich noch die abschließende Aussage, dass wir nur 5% des Universums kennen, aber wissen, dass der Rest zu 25% aus dunkler Materie und zu 70% aus dunkler Energie besteht. Was immer das ist, wir warten auf die Vorträge der nächsten Semester.
Der dritte Physikvortrag behandelte blaues Licht, genauer, blaue Leuchtdioden (LEDs), die die Basis für weiße LEDs sind. Die Grundlagenentwicklung für blaue LEDs ist 2014 mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet worden, und es gibt in diesem Forschungsgebiet eine Vielzahl von aktuellen Herausforderungen und Weiterentwicklungen.
Sehr sympathisch ist  bei der Reihe Physik am Samstag das junge Publikum, Acht- bis zehnjährige Jungs (leider, wirklich leider, haben wir keine Mädchen in dem Alter gesichtet), die angespannt-fasziniert den Vorträgen folgen.
In der Ringvorlesung des Würzburger Alterumswissenschaftlichen Zentrums hörten wir über Exil. Flucht, Vertreibung, Deportation im Altertum. Es begann mit Judäer im babylonischen Exil nach neuen keilschriftlichen Quellen aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Interessant fand ich, dass nach Auswertung der Keilschriften die Judäer im babylonischen Reich zwar als ethnisch geschlossene Gruppe in Königsland angesiedelt wurden, dass sie jedoch keine Sklaven waren, sondern die gleichen Rechte und Pflichten hatten, dass sie unternehmerisch tätig waren, dass ihr Wohlstand wuchs, und dass sie die babylonischen Rechtsinstrumente aktiv nutzen, mit Personen außerhalb und innerhalb ihrer ethnischen Gruppe.
Der zweite Vortrag, den wir hörten, hieß: Antike Schicksale zwischen Völkerwanderung und individuellem Exil und brachte vier Beispiele. Es begann mit Troja und was der Untergang einer Stadt in der Antike für ihre Einwohner bedeutete. Das zweite Beispiel berichtete von den Helvetiern, die 61 v. Chr. freiwillig ihre Heimat verließen und sich weiter im Westen neu ansiedeln wollte. Caesar verhinderte dies, und die Helvetier mussten wieder zurückkehren. Das dritte Beispiel behandelte die gotische Völkerwanderung um 350-380 n. Chr. Die Goten baten die Römer auf der Flucht vor den Hunnen um Aufnahme in das römische Reich, was ihnen unter Auflagen gestattet wurde. Die Goten hielten sich aber nicht an die Auflagen, es kamen viel mehr Goten ins römische Reich, sie waren bewaffnet und sie blieben zusammen. Als die Römer gegen sie militärisch vorgingen, unterlagen sie. Das letzte Beispiel behandelte einen römischen Senator, der ins Exil nach Smirna geschickt wurde. Er nahm dort das Bürgerrecht an und blieb in Smirna, auch als seine Vertreibung aufgehoben worden war.
Die letzte Ringvorlesung, die wir hörten behandelte die Seevölker im östlichen Mittelmeer, die sowohl im alten Testament als auch in ägyptischen Tempeln erwähnt bzw. abgebildet wurden. Nach vielen Theorien über Ursprung und Verbreitung der Seevölker in vergangener Zeit erforscht man heutzutage die Herkunft der für die Seevölker typischen Waffen, genauer, wo das Kupfer herkam, und man wurde in der Region Trient fündig.
Ein echtes Highlight war der Vortrag über Chruschtschow und die Entstalinisierung der Sowjetunion. Nach Stalins Tod 1953 wurde die Sowjetunion durch ein Kollektiv geführt. Chruschtschow wurde Führer der Kommunistischen Partei KPdSU, die unter Stalin komplett entmachtet worden war und konnte sie wieder beleben. Der Terror wurde eingestellt, die Folter verboten, die Macht der Sicherheitsorgane beschränkt. Ab dann war wieder Kritik möglich, ohne dass man das Leben riskierte. Nach einer Rede auf dem 20. Parteitag der KPdSU 1956, in der Chruschtschow mit Stalins Personenkult abrechnete, wurde eine grundlegende Wende in der Sowjetunion eingeleitet. Etwa zwei Millionen Menschen wurden aus den Lagern entlassen und rehabilitiert. Die Integration dieser zwei Millionen machte in Bezug auf Arbeitsplätze und Wohnraum große Schwierigkeiten, worauf ein gigantisches Wohnungsbauprogramm gestartet wurde. Die Sowjetunion öffnete sich, es gab wieder Ausländer in Moskau, sowjetische Künstler konnten im Ausland gastieren. Es gab Vorbehalte gegen Chruschtschow und die neue Führung in der Bevölkerung, weil sie auch an den Verbrechen Stalins beteiligt gewesen waren, aber das war ein Problem des ganzen Landes, irgendwie waren während des stalinistischen Terrors alle sowohl Täter als auch Opfer, und in Stalins engsten Kreis kam niemand, der nicht vorher entsprechende Untaten verübt oder befohlen hatte, schon damit Stalin ein Druckmittel hatte, sollte einer aufmucken wollen. Die Partei löste diesen Widerstand, indem sie alle, auch die Opfer, zu Siegern im großen vaterländischen Krieg (der zweite Weltkrieg gegen die Deutschen) erklärte.
Chruschtschow wurde im Oktober 1964 abgesetzt, Leonid Breschnew war sein Nachfolger.
Heute ist Chruschtschow eine Unperson in Russland, Stalin ist sehr populär, jedoch weiß keiner, was er gemacht hat, er wird verehrt als der Sieger des vaterländischen Krieges. Im Schulunterricht werden beide nicht erwähnt.
Bei der anschließenden Diskussion stachen die Parallelen und Unterschiede, die von einem Althistoriker mit den römischen Kaisern des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. aufgezeigt werden konnten, besonders hervor, auch wurde über die verschiedenen Phasen der Aufarbeitung kollektiver Verbrechen diskutiert, auch hier gibt es viele Ähnlichkeiten.

Sonntag, 10. Juli 2016

Auswärts. Stadtansichten von Vigevano.

Mit diesem Post endet die Reiseberichterstattung über die Lombardei. Eine der größeren Städte in der Lomellina ist Vigevano mit etwa sechzigtausend Einwohnern, und im Zentrum liegt der große Platz Piazza Ducale mit einem barocken Dom.
großer Platz mit Dom
großer Platz
großer Platz
Wir haben auf der Reise viele schöne, gleichzeitig auch sehr alte Städte gesehen, mit großer Vergangenheit.
Die Lombardei heutzutage ist ein wirtschaftlich prosperierender Teil Italiens.
Und als wir über die Floating Piers im Iseosee gelaufen sind, waren wir, laut seinem Urheber Christo, Teil eines Kunstwerks.

Quelle: wikipedia

Weitere Posts über die Lombardeireise:
Römische Reste und der Alte Dom in Brescia
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Wasserburg
Mailänder Dom
Mailänder Scala
Galleria Vittorio Emanuele
Stadtansichten von Pavia
Reisfelder

Karte Vigevano

Samstag, 9. Juli 2016

Auswärts. Reisfelder.

Die Reise durch die Lombardei neigt sich nun langsam dem Ende zu. Dies ist der vorletzte Post, diesmal geht es in die Natur.
Die Lomellina ist ein Gebiet in der Poebene nordwestlich von Pavia. Dort wird Reis angebaut, und Reisfelder haben ein ganz spezielles Grün, so auch hier in der Lombardei.
Reisfelder
Reisfelder
Reisfelder
Kranich

Quelle: wikipedia

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Stadtansichten von Pavia
Stadtansichten von Vigevano

Karte Vigevano

Freitag, 8. Juli 2016

Auswärts. Stadtansichten von Pavia.

Weiter geht es mit der Reise durch die Lombardei. Am Ende jedes Beitrags findet sich eine Karte, auf der der jeweilige Ort grün markiert ist, und eine Liste mit den Links zu allen anderen Posts über diese Reise.
Unser Besuch in Pavia begann etwas außerhalb in der Kartause Pavia (Certosa di Pavia), einem ehemaligen Kartäuserkloster, das gleichzeitig als prächtige Grablege der Familie Visconti, Herzöge von Mailand, dienen sollte. Der Bau wurde Ende des 14. Jahrhunderts begonnen.
äußerer Eingang
Zwar hatten die Kartäusermönche das Ordensideal von Armut und Einfachheit, dies wurde in dieser Anlage jedoch vom Wunsch des Mailänder Herzogs überlagert, der für sich und seine Familie eine standesgemäß prächtige Anlage haben wollte.
Eingangsportal
Im Innern des Klosters und der Kirche ist fotografieren verboten, und das Verbot wird streng überwacht. Im Wikipedia-Eintrag sind einige Bilder zu sehen bzw. man kann von dort auf die Seite des Klosters verzweigen (Sprache italienisch), wo auch Fotos zu sehen sind.
Wir setzten den Besuch in der Stadt Pavia fort. Am Rande der Altstadt steht das Schloss der Visconti aus dem 14. Jahrhundert.
Schloss
Pavia hat eine sehr alte und sehr berühmte Universität. In einem der vielen Höfe, die sich aneinanderreihen, steht die Statue für Alessandro Volta, den Physiker, nach dem die Einheit für die elektrische Spannung benannt ist.
Universität
Der zentrale Platz Piazza Vittoria mit Blick auf den Dom, den wir wegen der ausgedehnten Mittagsruhe nicht besuchen konnten.
Platz mit Dom

Quelle: wikipedia

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Mailänder Dom
Mailänder Scala
Galleria Vittorio Emanuele
Reisfelder
Stadtansichten von Vigevano

Karte Pavia

11. Bloggeburtstag.

Heute feiert dieses Blog seinen elften Geburtstag und kann auf 1003 Posts zurückblicken.
Zum zehnten hatte ich einen Rückblick über die ersten Jahre zusammengestellt, wer noch mal ein wenig stöbern möchte, der erste Post ist hier.
Es geht dann bereits heute weiter mit Berichten über die Lombardei.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Auswärts. Galleria Vittorio Emanuele in Mailand.

Weiter geht es mit der Reise durch die Lombardei. Am Ende jedes Beitrags findet sich eine Karte, auf der der jeweilige Ort grün markiert ist, und eine Liste mit den Links zu allen anderen Posts über diese Reise.
Direkt neben dem Mailänder Dom beginnt die älteste Einkaufspassage der Welt, die Galleria Vittorio Emanuele II, und am anderen Ende kommt man an der Piazza della Scala raus.
Galleria Vittorio Emanuele
Hier ist immer Betrieb.
Galleria Vittorio Emanuele
Und im Zentrum der Passage MUSS ein Selfie geschossen werden.
Selfies allenthalben
In den Läden der Kopfgebäude rund ums Zentrum der Passage sind Versace, zwei Mal Prada und Louis Vuitton vertreten.
Galleria Versace
Aber auch viele andere schöne Sachen sieht man in den Schaufenstern.
Absolute Touristenpflicht ist auch die Einnahme eines Camparis in der Bar Camparino, gleich am Eingang am Domplatz.


Quelle: wikipedia

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Reisfelder
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Karte Mailand

Mittwoch, 6. Juli 2016

Auswärts. Mailänder Scala.

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An der Piazza della Scala in Mailand steht diese Statue zum Andenken an Leonardo da Vinci, der viele Jahre in Mailand gewirkt hat.
Denkmal Leonardo da Vinci
An einer Seite des Platzes findet man das Opernhaus Teatro alla Scala, das ab 1776 an Stelle der Kirche Santa Maria alla Scala errichtet wurde, und das alla Scala blieb im Namen erhalten. Äußerlich ist der Bau recht unscheinbar. Teatro alla Scala
Im Innern gibt es ein Museum, dessen Zugang über dieses Foyer im ersten Stock führt. Wir hatten noch das Glück, einige Minuten der Probe zum Ballett Schwanensee zusehen zu dürfen. Da war Fotografieren natürlich verboten. Teatro alla Scala Foyer
Ein besonders schönes Cembalo aus dem 18. Jahrhundert. Mit Intarsien ist (auf Latein) der Satz zu lesen: Mit ungeschickter Hand wage nicht mich zu berühren.
Teatro alla Scala Cembalo
Auch der 14-jährige Mozart hielt sich einige Zeit in Mailand auf und komponierte. Hier seine Statuette.
Teatro alla Scala Mozart

Quelle: wikipedia

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Karte Mailand

1000 Posts.

Mal eben so festhalten: mitten in der Serie über die Lombardei gibt es den tausendsten Post, und das zwei Tage vor dem elften Bloggeburtstag.

Dienstag, 5. Juli 2016

Auswärts. Der Mailänder Dom.

Weiter geht es mit der Reise durch die Lombardei. Am Ende jedes Beitrags findet sich eine Karte, auf der der jeweilige Ort grün markiert ist, und eine Liste mit den Links zu allen anderen Posts über diese Reise.
Domplatz
Da steht er nun, an einem wunderschönen Platz, der Mailänder Dom. Begonnen wurde der Bau im 14. Jahrhundert, und erst 1965 beendet. Ein fünfschiffiger Bau im Stil der Hochgotik, die Fassade wurde schließlich, nachdem viele andere Plänen gemacht und wieder verworfen wurden, ebenfalls überwiegend gotisch ausgeführt.
Domplatz
Das Hauptschiff mit prächtiger Ausstattung, doppelt so breit wie die Seitenschiffe.
Dom Hauptschiff
Dom Seitenschiff
Der Boden aus Marmor wurde 1885 begonnen und Mitte des 20. Jahrhunderts fertiggestellt.
Dom Fußboden
Dom Fußboden
Im Boden ist eine Linie aus Messing eingelassen. Durch ein kleines Loch im Gewölbe fällt das Licht der Sonne um Mittag auf diese Linie. Da sich der Sonnenhöchststand jahreszeitlich verändert, kann man auf der Linie die Tage markieren und hat so einen Kalender. Hier sieht man die Symbole der Tag- und Nachtgleiche bzw. Frühlings- und Herbstanfang am 22. September und 20. März.
Dom Meridian
Diese Plastik, bei der die Muskelpartien des Menschen so besonders herausgearbeitet sind, stellt den Hl. Bartholomäus dar, dem der Legende nach bei lebendigem Leib die Haut abgezogen wurde. (Ich kann dies weder ansehen noch darüber schreiben, ohne dass mich schaudert) Ohne Haut sieht man die darunter liegenden Muskeln im Detail.
Dom St. Bartolomeo
Von der Seite erkennt man, dass die abgezogene Haut in der Darstellung wie ein Mantel über dem Rücken hängt, einschließlich des Gesichts. (*schauder*)
Dom St. Bartolomeo
Dieses Detail der Eingangstüren aus Bronze zeigt die den Würzburg-Kennern so vertraute Szene von Mariä Verkündigung, nur ganz anders ausgeführt.
Dom Eingangstüre

Quelle: wikipedia

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