Freitag, 21. November 2014

Fotos. Umbrien. Assisi.

Assisi liegt wie die anderen bedeutenden umbrischen Städte auf einem Hügel, lang gestreckt. Gekrönt wird die Stadt durch eine Burg, die unter den Staufern errichtet wurde. Sie wurde zerstört und ab 1367 wieder aufgebaut.

Assisi - Stauferburg
In der Oberstadt steht der Minervatempel aus der Römerzeit (rechts) direkt neben dem Palazzo del Capitano aus dem 13. Jahrhundert. Goethe sah den Minervatempel auf seiner Italienreise und flippte vor Begeisterung fast aus. Es war, wie wir heute wissen, das erste antike Denkmal, das er life sah.
Assisi - Minervatempel
Assisi wird beherrscht von den Pilgern, die San Francesco, die Grabeskirche des gleichnamigen Heiligen, besuchen wollen. Sie wurde ab 1228 erbaut, zwei Jahre nach dem Tod des Ordensgründers. Die Kirche (eigentlich sind es zwei übereinander) lag zur Bauzeit außerhalb der Stadt. Erst im 14. Jahrhundert wurde die Stadtmauer entsprechend erweitert.
Assisi - San Francesco
Die Außentreppe zur Oberkirche.
Assisi - San Francesco, Treppe
Der doppelstöckige Kreuzgang.
Assisi - San Francesco, Kreuzgang
Der untere Platz von San Francesco, unten etwa in der Bildmitte sieht man den Eingang zur Unterkirche, der Eingang zur Oberkirche ist unter der Rosette oben rechts.
Assisi - San Francesco, Vorplatz
In den beiden Kirchen ist das Fotografieren streng verboten und das Verbot wird überwacht, daher gibt es keine Fotos von der Architektur oder den reichhaltigen Fresken in beiden Kirchen.

Montag, 17. November 2014

Fotos. Essen. Reisers, Würzburg.

Bevor es in der Chronologie von Kraut & Rüben mit weiteren Fotos aus Umbrien weiter geht, sieht man hier Bilder von einem Essen im Restaurant Reisers am Stein. Wir waren zu zweit dort, zu einer persönlichen Feier, die mit einer runden, für Menschen ziemlich großen Zahl zu tun hatte.
Wir entschieden uns für das Fünf-Gänge-Überraschungsmenü mit Weinbegleitung und haben das nicht bereut. Genauer: es war sehr, sehr gut.
Es begann mit dem Gruß aus der Küche, etwas mit Sellerie mariniertem Salzfleisch und Kressebutter.
Variation vom Hummer: Schere, Tartar, Eis (v.l.n.r), dazu eine Scheurebe 2013, halbtrocken, die mit ihren vielfältigen Aromen, aber auch der leichten Süße hervorragend zur Vorspeise passte.
Fettucine mit Meeralgen, Wachtelei, Bottarga und Milchschaum, dazu ein Chardonnay 2012 vom Weingut Flick (Rheingau).
Schweinebäckchen gepökelt mit Spitzkohl und Dijonsenfsauce, dazu ein fränkischer Silvaner 2013 von Weingut am Stein, Alte Reben.
US-Roastbeef mit Mangold, dazu ein Ribera del Duero, mehr dazu im nächsten Bild.
Der Wein wurde aus einer 12-Liter-Flasche ausgeschenkt (!), die Wasserflasche daneben ist keine kleine, sondern eine 0,75-Liter-Flasche. Abgesehen davon war der Wein geschmacklich sensationell.
Das Dessert mit Muscovadosavarin und Birne, dazu ein fränkischer Silvaner Auslese von 2012.
Die Speisekarte listet für das Überraschungsmenü nur die Zutaten. 
Reisers am Stein

Samstag, 15. November 2014

Fotos. Perugia. Dom und Aussichten.

Diese beiden Bilder vom Dom San Lorenzo von Perugia schließen die Serie der Sehenswürdigkeiten dieser Stadt ab. Wir hatten nur gut zwei Stunden, um das alles anzusehen, ein straffes Programm, und anschließend wartete Assisi, das hier in den nächsten Tagen ins Bild rücken wird.
Perugia - Dom1

Perugia - Dom2

Ausblick auf weitere Teile Perugias mit Stadtmauer.
Perugia - Ausblick2

Umbrische Landschaft, von Perugia gesehen.
Perugia - Ausblick1

Freitag, 14. November 2014

Fotos. Perugia. Fontana Maggiore.

Auf der Piazza IV Novembre, zwischen dem Dom und dem Palazzo dei Priori steht dieser Brunnen, Fontana Maggiore. Ein ganz unglaubliches Teil, ungeheuer anziehend, man kann sich kaum davon trennen. Der Brunnen wurde 1278 fertiggestellt.
Perugia - Fontana Maggiore1
"Der Aufbau ist dreigeschossig. Zuunterst ein großes, polygonales Marmorbecken mit 25 Ecken. 36 Säulen und eine mittlere Stütze tragen ein zweites Becken mit 24 Ecken (wobei jede Ecke nach innen eingezogen ist). Durch die verschiedene Zahl ihrer Ecken sind die beiden Becken in ihren Achsen voneinander unabhängig."
Perugia - Fontana Maggiore2
"Drei Frauenstatuetten tragen eine Amphora, aus der das Wasser hervorquillt."
Die obere, gegossene Brunnenschale.
Perugia - Fontana Maggiore3
"Die Sünde aber zwang den Menschen zur Arbeit. So werden in dem zweiten Zyklus die jahreszeitlich wechselnden Arbeiten des Landmanns, seines Sozius und seiner Frau in verschiedenen Lebensaltern vorgeführt. Jedem Monat ist das entsprechende Tierkreiszeichen beigegeben."
Links das Tierkreiszeichen Löwe (leo).
Perugia - Fontana Maggiore4

Die Tätigkeiten des Landmanns.
Perugia - Fontana Maggiore5

Hinweis: Die kunstgeschichtlichen und geschichtlichen Angaben stammen meist aus dem Dumont Kunst-Reiseführer Umbrien von Klaus Zimmermann.
Die mit * gekennzeichneten und kursiv gedruckten Zitate sind dem Buch direkt entnommen.

Donnerstag, 13. November 2014

Fotos. Perugia. Rocca Paolina und Palazzo dei Priori.

Wir kamen mit der vollautomatischen Seilbahn, wie im letzten Post beschrieben, nach oben. Dann standen wir vor den Resten der Mauern der Festungsanlage Rocca Paolina, die nach 1540 nach der Niederlage Perugias gegen den Papst Paul III (daher "Paolina") erbaut wurde
Perugia - Rocca Paolina
"um den Hochmut der Perugianer zu zähmen". Mehr als drei Jahrhunderte blieb Perugia mit kurzen Unterbrechungen dem Kirchenstaat unterworfen. Zu einem ersten Ansturm auf die Rocca kam es bei der Revolution von 1848/49, dabei wurde der obere Teil niedergerissen. Vollständig abgetragen wurde die Rocca erst bei der Einigung Umbriens und Italiens, 1859/60. *
Hier sieht man also nur die Außenmauern der Festungsanlage, die zur Stabilität stehen blieben, nicht die Festung selbst. In die Mauer wurde jedoch ein Stadttor aus etruskischer Zeit integriert:
Die Porta Marzia, das zweite monumentale etruskische Stadttor Perugias, lag an der nach Rom führenden Ausfallstraße. An der Außenseite erkennt man über dem Bogen eine von kannelierten Pilastern unterteile Galerie.*
Perugia - Porta Marzia

Man erreicht dann nach dem Tor ein unterirdisches Stadtviertel, das nach Aushebung des Schutts der Rocca (begonnen 1932, fortgeführt 1965) freigelegt wurde und dessen Häuser von 1436 stammen. Leider ist es so schlecht beleuchtet, dass man nicht fotografieren konnte. Mit Rolltreppen gelangt man ganz nach oben, auf die Piazza Italia.
Das Zentrum des Zentrums die Piazza IV Novembre. Hier der Palazzo dei Priori,
erst von der Seite
Perugia - Palazzo dei Priori2
dann vom Platz aus
Perugia - Palazzo dei Priori1
Hinter der Freitreppe die Sala dei Notari, der Ort der Peruginer Volksversammlungen. Ab 1582 wurde er Sitz der Zunft der Notare. Die Wände sind sind mit Fresken bemalt.
Perugia - Sala dei Notari1

Perugia Sala dei Notari2
Hier nochmals der Palazzo dei Priori in der Totalen, mit dem Brunnen davor wird sich der nächste Post befassen, er ist ein wahres Wunderwerk.
Perugia - Palazzo dei Priori3

Hinweis: Die kunstgeschichtlichen und geschichtlichen Angaben stammen meist aus dem Dumont Kunst-Reiseführer Umbrien von Klaus Zimmermann.
Die mit * gekennzeichneten und kursiv gedruckten Zitate sind dem Buch direkt entnommen.

Dienstag, 11. November 2014

Fotos. Perugia. Mal ohne Sehenswürdigkeiten.

Perugia ist die Hauptstadt der Region Umbrien und damit von ganz anderer Kategorie als die bisher besuchten Städte. Es sind einfach zu viele Bilder und Eindrücke für einen einzigen Beitrag, so dass es mehrere geben wird. Es beginnt mit Eindrücken der Straßen, ohne die Sehenswürdigkeiten. Und zum Ende des Beitrags wird es dann ein wenig kulinarisch.
Perugia liegt auf Hügeln, wie die bisher besuchten Städte auch.
Perugia Auch in Perugia hat man eine Aufstiegshilfe in die Stadt gebaut, größer und moderner als alle bisher in Umbrien gesehenen. Sie basiert auf der Seilbahntechnik, die Wagen laufen auf einem Rundkurs vollautomatisch ohne Fahrer, wie im Skizirkus die modernen Aufstiegshilfen, gebaut von einem Südtiroler Unternehmen. Es gibt sechs Stationen, die erste an einem riesigen Parkplatz außerhalb der Stadt gelegen, eine am Bahnhof, und das Ende oben in der Stadt.
Dort findet man viele beeindruckende Palazzi, doch leider war zu der Zeit als wir da waren, ein Schokoladenfestival, das nicht nur viele zusätzliche Besucher in die Stadt lockte, sondern die Straßen waren auch durch Buden zugestellt, so dass fotografieren der Häuser und Straßen nur eingeschränkt möglich war.

Perugia_2
Es zog allerhand Volk durch die Straßen, auf der Suche nach dem Schokoladengenuss.
Perugia_1
Maske im Freien.
Maske
Auch Stelzenmänner telefonieren mobil.
Artist
Ohne diese Bar, Sandri, geht nichts in Perugia, sagte man uns.
wichtig
Ein Brötchen mit Spanferkelbraten ist ein kulinarisches Highlight im Straßenverkauf.
Spanferkelbraten
Am Abend durften wir noch Weine probieren.
Weinprobe
Serviert wurde von der jungen Dame, und die Nonna passte eine Weile auf, dass auch alles in ihrem Sinne lief.
Nonna und Enkelin

Donnerstag, 6. November 2014

Fotos. Umbrien. Spoleto.

Spoleto war schon zur Zeit der Römer ein wichtiger Stützpunkt an der Via Flaminia, der Straße, die von Rom fast direkt nach Norden, über den Apennin an die Adria führte. Spoleto beherrscht auf einem Hügel das Tal des Tessino, in dem die Straße lang führt. Entsprechend viel römische Bausubstanz findet man noch in den Gebäuden der Stadt. Im 6. Jahrhundert eroberten die Langobarden Spoleto und errichteten ein Herzogtum, das nach dem Sieg von Karl dem Großen über die Langobarden von den Franken übernommen wurde. Spoleto war auch unter den Karolingern und viele weitere Jahrhunderte ein wichtiger Stützpunkt auf dem Weg nach Rom.
Diese beherrschende Festung, Rocca Albornoz, wurde Ende des 14. Jahrhunderts zur Sicherung von Spoleto für den Kirchenstaat errichtet.
Spoleto - Rocca
Das enge Tal des Tessino, Blick vom Viadukt.
Spoleto - Flußtal
Das Viadukt Ponte delle Torri, der Übergang.
Spoleto - Ponte delle Torri
Ein Brunnen mit Satyrmaske aus dem 17. Jahrhundert.
Spoleto - Fontana del Mascherone
Der Triumphbogen stammt aus römischer Zeit und wurde 23 n.Chr. für Drusus und Germanicus, den Sohn und Adoptivsohn von Kaiser Tiberius errichtet. Die linke Seite ist voll in die Hausmauer integriert. Rechts unten sieht man, auf welcher Höhe das Straßenniveau zu römischer Zeit lag.
Spoleto - Dusus-Bogen
Fonte di Piazza, ein Brunnen, der mit einer Palastfassade verbunden ist.
Spoleto - Fonte di Piazza
Der Dom mit seiner Westfassade.
Spoleto - Dom
Die Apsis des Doms ist mit Fresken von Filippo Lippi ausgemalt, der in Spoleto 1469 verstarb, ohne das Werk vollständig beendet zu haben. Die Fresken stellen Szenen aus dem Leben von Maria dar, hier die Verkündigung. Die Würzburg-Kenner werden sich an die Szene über dem Nordportal der Marienkapelle erinnern und Halbrelief und Fresko vergleichen.
Spoleto - Dom - Verkündigung
Das Motiv kennt doch fast jeder. Ochs und Esel in einem Stall betrachten einen Säugling: Christi Geburt.
Spoleto - Dom - Christi Geburt
In der Kuppel und damit über allem anderen die Krönung Mariens.
Spoleto - Dom - Krönung Mariens
Der Fußboden stammt wohl noch aus der Zeit des Kirchenbaus Ende des 12. Jahrhunderts.
Spoleto -Dom - Fußboden
Auf dem Domvorplatz eine weitere Kirche (rechts), Santa Maria della Manna d'Oro, links davon ein Palazzo, der heute als Theater genutzt wird.
Spoleto - S.Maria della Manna
Die Unterstadt von Spoleto.
Spoleto

Hinweis: Die kunstgeschichtlichen und geschichtlichen Angaben stammen meist aus dem Dumont Kunst-Reiseführer Umbrien von Klaus Zimmermann.