Donnerstag, 3. September 2015

Auswärts. Wasserburg Trakai.

Wasserburg Trakai
Knapp 30 Kilometer außerhalb von Vilnius liegt malerisch an einem See die Wasserburg Trakai, sie wurde Ende des 14 Jahrhunderts auf drei Inseln erbaut. Das was wir heute sehen, wurde im 20. Jahrhundert restauriert.
Donjon
Im Innern befindet sich ein Museum, das Münzen, Waffen und Kunsthandwerk aus der Geschichte Litauens zeigt.
Eckturm

Karte:
der altrosa Marker im rechten, unteren Bereich zeigt die Position von Trakai.
Quelle: wikipedia

Mittwoch, 2. September 2015

Auswärts. Vilnius - weltliche Gebäude.

Die Altstadthäuser sind größtenteils renoviert.
Altstadt

Vilnius hat einen sehr großen Marktplatz.
Rathausplatz

Dies ist die Gartenseite des Präsidentenpalasts, und mit Stolz wird berichtet, dass bereits Napoleon in diesem Palast übernachtet hat.
Präsidentenpalast

Die Tür der Universitätsbibliothek. Die Universität von Vilnius ist die älteste im Baltikum und wurde 1578 gegründet, um die Gegenreformation in Litauen zu stärken und durchzusetzen. Welche Parallele zur Würzburger Universität, die 1582 zum gleichen Zweck wiederbegründet wurde.
Tür der Uni-Bibliothek

Der freistehende Glockenturm des Doms.
Glockenturm des Doms

Karte:
der braune Marker rechts außen zeigt die Lage von Vilnius.

Dienstag, 1. September 2015

Auswärts. Vilnius - die Kirchen.

Litauen ist ein sehr katholisches Land, verständlich, wenn man weiß, dass es über Jahrhunderte in Personalunion mit Polen regiert wurde, und entsprechend zahlreich sind die Kirchen in der Hauptstadt Vilnius. Daher gibt es für sie einen eigenen Eintrag im Blog.
Wir beginnen außerhalb der Altstadt mit St. Peter und Paul.
Kirche St. Peter & Paul

Barock und Stuck, erbaut 1668-1675, Stuckarbeiten ab 1676 von italienischen Künstlern.
Kirche St. Peter & Paul

Kirche St. Peter & Paul

Das Tor der Morgenröte, Teil der Stadtmauer, beherbergt eine Ikone, die von katholischen und orthodoxen Christen gleichermaßen verehrt wird.
Tor der Morgenröte

Die orthodoxe Heiliggeistkirche, ohne Kirchenbänke.
orthodoxes Zentrum

Die ehemalige Jesuitenkirche St. Kasimir.
Jesuitenkirche (St. Kasimir)

Die St. Annen-Kirche, seltenes Beispiel für Gotik in Litauen.
St. Annen-Kirche

Karte:
der braune Marker rechts außen in der Karte zeigt Vilnius.


Quelle: wikipedia

Montag, 31. August 2015

Auswärts. Litauisches Freilichtmuseum.

Das Freilichtmuseum umfasst ein großes Gelände an einem See, mit Wäldern und Feldern und Gebäuden aus verschiedenen Gegenden Litauens, zeitlich zwischen Mitte 18. bis Mitte 19. Jahrhundert. In dem abgebildeten Haus aus Ostlitauen besteht der Fußboden noch aus gestampften Lehm.
Ostlitauen

Jetzt im Sommer blühen die Blumen in den Bauerngärten vor den Häusern.
Ostlitauen

In dem runden Gebäude ist eine mechanische Vorrichtung zum Dreschen installiert.
Südwestlitauen Scheune mit landwirtschaftlichen Hilfsgeräten

Dieses Haus eines Großbauern in Südwest-Litauen ist mit Ziegeln gedeckt und hat einen Fußboden aus Backstein, es war das modernste Gebäude, das wir gesehen haben.
Südwestlitauen, Ziegeldach

Karte:
Das Freilichtmuseum wird durch den roten Marker in der Bildmitte dargestellt.


Weitere Beiträge über Museumsdörfer in diesem Blog:
Museumsdorf auf El Hierro
Freilichtmuseum in Veßra (Thüringen)

Sonntag, 30. August 2015

Auswärts. Die Altstadt von Klaipeda.

Klaipeda gehört seit 1925 zu Litauen, es ist eine sehr alte Stadt, 1252 wurde vom Livländischen Orden (einer Organisation vergleichbar mit dem bekannteren Deutschen Orden) eine Burg errichtet. Die Stadt hieß bis 1925 Memel. Im 14. Jahrhundert gingen Stadt und Burg an den Deutschen Orden, und mit diesem 1525 ins Herzogtum Preußen über. Schweden und Russland hatten die Stadt jeweils einige Jahre lang besetzt, aber die meiste Zeit gehörte sie zu Preußen.
Auf diesem Bild sind alt und neu vereint. Das Hochhaus, ein Hotel, bildet mit diesem Gebäude den Buchstaben K (für Klaipeda), ein weiteres Hochhaus am linken Bildrand den Buchstaben P (ebenfalls für Klaipeda). Das weiße Gebäude ist das ehemalige Rathaus von Memel, in ihm wohnte der preußische König Friedrich Wilhelm III mit seiner Frau Luise im Jahr 1807-1808, als Napoleon Berlin und weite Teile Preußens besetzt hatte. Und die Statue steht für die Fischerzunft im Kurischen Haff.
ehemaliges Rathaus

Dieses ehemalige Segelschulschiff wird von den Bürgern von Klaipeda als Wahrzeichen der Stadt betrachtet. Es wurde von Finnland als Reparationsleistung an die ehemalige Sowjetrepublik Litauen geliefert und bis 1966 zur Ausbildung von Marinesoldaten eingesetzt.
Segelschulschiff

Inzwischen wurde es restauriert und dient als Restaurant.
Segelschulschiff

Eine Sammlung von Grabkreuzen von aufgelassenen Friedhöfen.
Sammlung der Kreuze

Altstadt

Der Dichter des Volkslieds "Ännchen von Tharau" hieß Simon Dach und stammte aus Memel. Auf dem Platz vor dem Theater steht ein Brunnen zu seinem Gedenken, und Ännchen oben drauf.
Ännchen-Statue

Das Theater von Klaipeda, frisch renoviert, bei unserem letzten Besuch sah es noch ganz anders aus.
Theater

Karte:
Klaipeda: der blaue Marker links

Quelle: wikipedia

Freitag, 28. August 2015

Auswärts. Die Kurische Nehrung.

Wir waren mal wieder unterwegs, es ging ins Baltikum, nach Litauen, Lettland und Estland. Wir starteten in Litauen, genauer, auf der Kurischen Nehrung. Das ist ein schmaler, teilweise bewaldeter Sandstreifen von Süd nach Nord, dessen südlicher Teil zum russischen Gebiet Königsberg (Kaliningrad Oblast) gehört, und der nördliche Teil zu Litauen. Wir kamen per Fähre aus Kiel nach Memel (heute: Klaipeda) und fuhren an der nördlichen Spitze der Nehrung vorbei.

Spitze der Kurischen Nehrung

Der Hafen von Memel mit vielen Kränen links, rechts die Nehrung, in der Mitte sieht man eine Fähre, die fast im fünf Minutentakt von Memel zur Nehrung und auch wieder zurück fahren. Der Hafen ist für Litauens Wirtschaft von großer Bedeutung
Hafen Klaipeda & Fähre zur Nehrung

Für deutsche Touristen unverzichtbar ist das Ferienhaus von Thomas Mann, das er nach einem Besuch der Nehrung, deren Landschaft ihn begeisterte, 1929 im einheimischen Stil erbauen ließ, und in dem er samt Familie die Sommer 1930 bis 1932 verbrachte. Danach sahen die Manns das Haus nie wieder. Heute beherbergt es ein Museum und nennt sich Thomas-Mann-Kulturzentrum.
Thomas Mann Haus

Das ist der berühmte Italienblick vom Thomas-Mann-Haus auf das Haff.
sogenannter Italienblick
Die Kurenwimpel dienten zur Identifikation der Fischerboote, ursprünglich um zu kontrollieren, ob das jeweilige Boot zur Fischerei berechtigt war. Sie sind aus Holz oder aus Metall und geben umfangreiche Auskunft über den Heimatort und die persönlichen Verhältnisse des Fischers.
Kurenwimpel_Collage

Auf dieser Buhne hatten sich Kraniche niedergelassen, die sich durch die vorbei spazierenden Fußgänger in keiner Weise stören ließen.
Kraniche in Nidden

Am Ende des litauischen Teils liegt die große Düne, auch ostpreußische Sahara genannt.
große Düne

Sand, Sand, nichts als Sand.
große Düne
Karte:
Kurische Nehrung: hellblauer Marker links.
Quelle: wikipedia

Donnerstag, 20. August 2015

Essen. Ziegenkäse in Zucchini.


Hier kommt was für Ziegenkäsefans. Schon vor vielen Jahren bekamen wir als leckere Kleinigkeit zum Wein einen Crottin de Chavignol überbacken serviert, und seitdem versuche ich immer wieder, dies so nachzubasteln, dass der Käse einerseits weich-cremig wird, aber nicht total verläuft. In diesem Jahr habe ich einen Ziegenkäse in Zucchini gehüllt auf einem Foto von Sammelhamster gesehen und nachgebaut.
Dazu nahm ich pro Person einen Crottin de Chavignol, quer halbiert, jedes Stück umhüllt mit zwei dünnen Streifen von Zucchini, zuvor gesalzen und etwas ziehen lassen, das Wasser dann abtupfen. Mit Zahnstochern fixieren. In einer Pfanne in etwas Olivenöl bei milder Hitze anbraten und dann 5 Minuten in den auf 150 Grad vorgeheizten Backofen. Die beiden äußeren Scheiben der Zucchini habe ich in Streifen geschnitten und nach dem Anbraten in die Pfanne gegeben.
Wir hatten ein wenig Schnittsalat vom Balkon dazu, und das Ergebnis war der beste Crottin, den ich je selbst gemacht habe.

Dienstag, 18. August 2015

Auswärts. St. Michaelis in Hildesheim.

Bischof Bernward von Hildesheim gründete auf einem Hügel nördlich des Doms ein Benediktinerkloster und begann 1010 mit dem Bau dieser Kirche. Sie wurde im März 1945 durch Bomben zerstört und ab 1947 nach den ursprünglichen Plänen wieder aufgebaut.
St. Michaelis

Diese Holzdecke entstand ungefähr im Jahr 1230, sie war im Krieg ausgelagert und ist daher erhalten.
St. Michaelis Decke

Kapitell (Detail).
St. Michaelis Säule2

St. Michaelis Säule1

Sonntag, 16. August 2015

Auswärts. Der Dom in Hildesheim.

Zum Besuch in Hildesheim hat uns dieser Artikel in der FAZ animiert, der vor allem über das neue Dommuseum schreibt und Konzeption und Ausführung nicht genug loben kann. Die Antoniuskirche im Südflügel des Kreuzgangs wurde umgebaut und nach Osten erweitert.
Dom
Man erreicht das Museum über die oberen Arkadengänge und hat schon gleich Einblick in das Innere des Kreuzgangs,
Dom Kreuzgang
aber auch auf die Apsis des Doms und den Tausendjährigen Rosenstock, der zwar keine tausend Jahre alt ist, aber mit mehreren hundert immer noch sehr alt ist, wie ich finde.
Dom Kreuzgang Rosenbusch
Die Schätze des Dommuseums stammen überwiegend aus der Romanik, 10. und 11. Jahrhundert, geschickt und geschmackvoll ergänzt mit modernen Werken. Neben all dem Reichtum, den die mittelalterlichen Reliquiare und liturgischen Gefäße zur Schau stellen, bewundere ich immer die große Kunstfertigkeit, die notwendig war, um solche Gegenstände anzufertigen.

Die Nordseite des Doms mit dem hoch aufragenden Westwerk.
Dom

Das Innere wurde nach der Zerstörung 1945 in frühromanischer Gestaltung wieder aufgebaut. Aus dem 11. Jahrhundert stammt der Helizoleuchter mit sechs Meter Durchmesser.
großer Leuchter

Quellen: Wikipedia, Dommuseum Hildesheim, FAZ

Freitag, 14. August 2015

Auswärts. Der Marktplatz in Hildesheim.

Wir waren nach Norddeutschland eingeladen und wollten noch ein oder zwei Tage dranhängen und etwas besichtigen, was nicht allzu weit von unserer Reiseroute entfernt lag. Da lasen wir diesen Artikel der FAZ über Hildesheim und nach einem Blick auf die Landkarte fanden wir das Reiseziel Hildesheim sehr passend. Bistum und Stadt wurden 815 unter Ludwig dem Frommen, einem Sohn Karls des Großen gegründet und begehen die 1200-Jahrfeier mit einem speziellen Programm, das schon seit März läuft und bis Oktober dauert.
Hildesheim hat am Ende des Zweiten Weltkriegs ein ganz ähnliches Schicksal erlitten wie Würzburg. Sechs Tage nach der Zerstörung Würzburgs wurde Hildesheim am 22. März 1945 von britischen und kanadischen Bombern innerhalb von 20 Minuten fast vollständig zerstört.
Der historische Marktplatz ist der touristische Mittelpunkt der Stadt. Historisch heißt der Marktplatz, weil die Gebäude ab den 1980-er Jahren nach den historischen Vorbildern neu erbaut wurden. Viel Fachwerk, sehr prächtig.
Die nördliche Seite, das Gebäude mit der Rokokofassade in der Mitte beherbergt ein empfehlenswertes Hotel. Marktplatz

Das Knochenhaueramtshaus.
Knochenhaueramtshaus

Detail am Knochenhaueramtshaus.
Detail Knochenhaueramtshaus

Der Rolandbrunnen vor dem Rathaus.
Rolandbrunnen

Das Wedekindhaus.
Marktplatz

Quelle: Wikipedia