Freitag, 27. Februar 2015

Foto. Schlutzkrapfen reloaded.


Es war mal wieder Zeit für Schlutzkrapfen, die bereits hier im Blog beschrieben wurden. Wir haben das Rezept aus "Österreich Vegetarisch" wieder genau so gemacht, den einzigen Unterschied machte der Ravioli-Ausstecher, der endlich mal zum Einsatz kommen sollte.
Schlutzkrapfen sind normalerweise größer und halbmondförmig, der Teig wird mit einem Ring oder einem Glas von etwa 8 cm Durchmesser ausgestochen, mit Fülle belegt und zusammengelegt, die Ränder mit einer Gabel festgedrückt.
Hier nun sind sie etwas kleiner und rund, mit gezacktem Rand. Ein Vorteil war auch, dass wir diesmal mit Teig und Fülle genau hingekommen sind, beim letzen Mal blieb uns mehr Teig übrig.
In brauner Butter geschwenkt und mit Bergkäse bestreut - eine Delikatesse.
Und zum Glück sind einige Portionen übrig geblieben, die nun im Tiefkühler auf ihren Einsatz als schnelles und dennoch selbst gemachtes Essen warten.
Rezept hier oder in Österreich Vegetarisch, Seite 226.

Montag, 23. Februar 2015

Fotos. Essen. San Buca, Würzburg.

Ein neues Restaurant in Würzburg, die (Küchen)-Chefin kochte bisher im Reiser's. Wir waren gespannt und nutzten die Gelegenheit etwas Persönliches zu feiern für einen ersten Test.
Das Lokal ist klein, sechs Tische und eine Theke. Die Speisekarte steht auf einer großen Tafel, und die Chefin stellt die Gerichte vor und erklärt sie.
Die Vorspeisen, Jarfood genannt, meist vegetarisch, Gemüse der Saison, im Glas (jar) mit den Gewürzen bzw. Aromen mariniert, bis zu drei Wochen, serviert auf kleinen Schalen, und man kann durchaus mehrere davon essen. Wir hatten vier.
Rote Bete / Rotkohl / Orange

Schwarzwurzel / Rauchgeschmack / irgendwas mit Tee / was Weißes zum dippen

Pumpernickel / Kohlrabi / Granatapfel

Petersilienwurzel / Mohn / Ziegenkäse

Dann gab es zwei Zwischengänge, einmal Pasta, einmal Fisch, wir hatten beides als Hauptgang.
Mit Kürbis gefüllte Taschen / Mangold / Hokkaido / Amaranth

Adlerfisch / Blutwurst / Sellerie /Comté

Wir waren begeistert von der Vielfalt der Aromen, und wie gut sie aufeinander abgestimmt waren.
Wein gibt es aus Franken und aus Venetien, einige Sorten auch glasweise. Wir fühlten uns beim Aperitif und Wein gut beraten. Nachtisch und Espresso haben es nicht mehr aufs Foto geschafft.

San Buca
Balthasar-Neumann-Promenade 10
97070 Würzburg
Tel. 0931 80100356
Di - So 18 - 23 Uhr

Sonntag, 22. Februar 2015

Foto. Weihnachtsstern.


Weihnachten ist zwar vorbei, aber der Weihnachtsstern steht nach wie vor in voller Blüte.
Er war den ganzen Sommer draußen auf dem Balkon, und im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, als er zu Ostern oder gar erst zu Pfingsten blühte, war er diesmal pünktlich zu Weihnachten bereit.

Samstag, 21. Februar 2015

Fotos. Genussbloggertreffen im Februar.

Kaum hat man ein paar Rezepte und Fotos auf dem Blog veröffentlicht, und den einen oder anderen Plan mal wieder verschoben, denn die Bilder werden auf der Festplatte ja nicht schlecht, da waren schon wieder vier Wochen rum und unser Bloggertreffen stand an. Zwei fehlten, einer aus unserer Runde (die Grippe!) und Cheffe (war der Urlaub genehmigt???). Cheffe hat aber für Sonderbetreuung durch La Mamma gesorgt, die sich rührend um uns bemüht hat.
Wir hatten zwei Vorspeisen: Pizza bianca mit Pilzen und Salciccia

Vitello tonnato, Carpaccio, gegrilltes Gemüse, Frittata, Auberginenauflauf.

Nun kam Mammas Spezialvorspeise: apulische Foccacia mit lecker-scharfer Gemüsefüllung.

Der Hauptgang: Wildschweinragout auf Pilzravioli

und diverse Gemüse.

Ein Espresso zum Abschluss.

Die Stimmung war gut, wir hatten nette Gespräche, und hoffen, dass alle Grippegeschädigten bald wieder fit sind, und beim nächsten Treffen die ganze Runde anwesend sein kann.

Montag, 16. Februar 2015

Foto. Kartoffelplätzchen mit Rote-Zwiebel-Sauce.


Die Benennung dieses Gerichts ist ein Beispiel für die unterschiedliche Verwendung von Begriffen im deutschen Sprachraum. Als ich vor vielen Jahrzehnten meinen späteren Schwiegervater kennenlernte, erzählte ich irgendwas von Kartoffelpuffern. Wir kamen dann drauf, dass diese bei ihm Reibekuchen heißen. Und Kartoffelpuffer, genauer Püfferken, wurden aus Resten von Kartoffelbrei gemacht. So wie diese hier, die in "Österreich Vegetarisch" Erdäpfelnockerl genannt werden. Ich habe nun mal einen meiner Meinung nach neutralen hochdeutschen Begriff gewählt.
Wir haben sie bereits ein Mal aus Resten von Kartoffelbrei zubereitet, diesmal haben wir die Kartoffeln zusammen mit anderen, die dann tatsächlich zu Brei bzw. Stampf verarbeitet wurden, gedämpft, durch eine Presse gedrückt und aufbewahrt. Sie werden dann mit Ei und Crème fraiche weiter verarbeitet und knusprig gebraten. Die Sauce aus roter Zwiebel passt prima dazu.
Dazu dann noch Feldsalat, unser Star am Winter-Salat-Himmel.
Wer das Kochbuch "Österreich Vegetarisch" sein eigen nennt, findet das Rezept auf Seite 181.

Samstag, 14. Februar 2015

Rezept. Bratwurst im Rock.

Die Idee kam mir spontan. Es sollte Bratwürste und Lauchgemüse geben, da dachte ich mir, das kann man doch auch in die Dreiecke aus Yufka-Teig packen, von denen ich noch welche im Vorrat habe. Also habe ich den Lauch gewaschen und das Weiße und Hellgrüne verwendet, in Sonnenblumenöl angedünstet, mit Salz und reichlich Pfeffer pikant abgeschmeckt und ganz zum Schluss etwa einen Esslöffel Sahne untergezogen. Etwas abkühlen lassen.
Zwischendrin Bratwürste in der Pfanne in wenig Öl gebraten, auf Küchenkrepp abtropfen und ebenfalls etwas abkühlen lassen.
Ein Yufkablatt (dreieckig) mit etwas Sahne einpinseln, ein Stück Bratwurst (bei mir ca. 1/3) drauflegen, Lauchgemüse drumherum, seitlich einschlagen und locker aufrollen. In eine gefettete Auslaufform setzen mit dem losen Teil unten. Mit den restlichen Bratwürsten und dem Lauch ebenso verfahren. Die Rollen mit Sahne bestreichen.

Die Auflaufform bei 180-200 Grad in den vorgeheizten Backofen stellen, ca. 40 Minuten backen. Mit etwas gewürztem Sauerrahm servieren.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Rezept. Skrei in Würzbutter mit gebratenem Chicoree.

Neulich hatten wir endlich mal drangedacht und Skrei besorgt, den Winter-Kabeljau von den Lofoten. Ich suchte in den Kochblogs nach Rezepten, bin nicht so richtig fündig geworden, meist passten die Zutaten nicht zu meinen Vorräten im Kühlschrank. Das folgende Rezept habe ich mir selbst ausgedacht. Die Anregung, eine Würzbutter mit orientalischen Gewürzen zu verwenden, habe ich von Arthurs Tochter Kocht, allerdings habe ich den Fisch nicht wie bei ihrem Rezept confiert, sondern in der Pfanne gebraten.
Für die Würzbutter habe ich ca. 50 Gramm Butter mit Zimt (3 cm Stange), 3 Kardamomkapseln (aufgeknackt) 2 Pimentbeeren (etwas angedrückt) und Macisblüte in einer Pfanne heiß werden lassen. Butter durch ein feines Sieb geben, damit die Molke zurückbleibt. Den Skrei mit Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette würzen, zuerst mit der Hautseite etwa 3 Minuten, dann 1 Minute auf der Fleischseite braten, dabei vor allem die Fleischseite mehrfach mit der Würzbutter begießen. Bei 70°C in den Ofen stellen.
Parallel dazu den Chicoree waschen, vierteln, den Strunk herausschneiden. Von der Kante her in Streifen schneiden. In wenig Sonnenblumenöl andünsten, mit wenig Gemüsebrühe angießen, diese wieder verdampfen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Normalerweise würde ich jetzt ein Löffelchen Sahne zugeben, aber hier wartet ja die gigantische Würzbutter.
Fisch auf Chicoree mit Würzbutter servieren.
An dem Tag, an dem ich diesen Post verfasst habe, hat Arthurs Tochter Kocht eine Übersicht ihrer liebsten Skrei-Rezepte auf diversen Blogs veröffentlicht, wenn Sie mal schauen möchten.

Dienstag, 10. Februar 2015

Foto. Gnocchi alla Romana bzw. Grießschnitten.


Die hätte ich doch fast vergessen zu bloggen, dabei ist das Gericht das erste, das wir aus dem Kochbuch "Italien Vegetarisch" gekocht haben. Kalorienarme Kost ist anders, aber die mit Käse überbackenen Grießschnitten sind äußerst schmackhaft.
Wir hatten eine selbst geköchelte Tomatensauce dazu (Tomaten aus der Dose) und einige Basilikumblättchen vom Fensterbrett der Küche durften auch noch mit hinein.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Rezept. Zitronen-Ingwer-Tee.

Gestern musste ich in der Apotheke aus gutem Grund einige Bestände von Medikamenten gegen Erkältung auffrischen. Die Apothekerin gab mir unter anderem so ein Beutelchen mit. Nun ist die Zubereitung von heißer Zitrone wahrhaft kein Hexenwerk, aber vielleicht soll Kranken hier durch ganz einfache Handhabung unter die Arme gegriffen werden.
Dummerweise habe ich mir auch die Rückseite des Tütchens angesehen. Ich habe es gerade so nur mit Hilfe der Brille geschafft, die Zutatenliste zu entziffern. Immerhin war der Einsatz der Lupe nicht notwendig. Dort steht:
Zutaten: Inulin (74,5%), Säuerungsmittel Citronensäure, Calciumcarbonat (5,1%), L-Ascorbinsäure (Vitamin C: 1,8%), Aroma, Fruchtpulver Zitrone (1% (Maltodextrin, Zitronensaftkonzentrat)), Süßstoff Aspartam (0,5%), Farbstoff Ribaflavin-5'-phosphat. Enthält eine Phenylalaninquelle.
Will man das wirklich zu sich nehmen? Nicht wirklich, habe ich für mich entschieden.
Da gebe ich hier mal unser Rezept für Zitronen-Ingwer-Tee preis, das wir nach einem "Ingwertee" aus einem Hotel nachgebaut haben, nachdem uns die freundliche Bedienung abends an der Bar ohne unsere Nachfrage mitgeteilt hatte, dass dieser selbst gekocht wird, nur aus Ingwer, Zucker und Zitronen. Wir mögen es nicht so süß, so enthält unser "Tee" nur ganz wenig Zucker, aber das kann jeder halten wie er will.
Zutaten:
ca. 10 cm Ingwerwurzel
1 Biozitrone
1 El Zucker
1-1,5 l Wasser

Zubereitung:

  1. Ingwer und Zitrone waschen.
  2. Beides in Scheiben schneiden, Ingwer ca 1-2 mm dick, Zitrone 3-5 mm dick.
  3. Ingwer und Zitrone mit dem Zucker und Wasser in einen Topf geben, mit einem Deckel verschließen.
  4. Langsam zum Kochen bringen, ca. 10 Minuten leise kochen lassen.
  5. Auf der ausgeschalteten Platte langsam abkühlen lassen.
  6. Abgießen und kühl stellen.
  7. Zum Gebrauch (nach Geschmack) mit heißem oder kaltem Wasser verdünnen, ich nehme meist halb "Tee", halb Wasser.