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Montag, 5. Mai 2025

Auswärts. Hambacher Schloss.

In und um Neustadt kommt man zumindest optisch nicht am Hambacher Schloss vorbei, Hambach gehört inzwischen zum Stadtgebiet. Schon von Weitem fällt der markante Bau auf einem Kegelberg auf, ungefähr 200 Meter höher als die umgebenden Ortschaften.
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Kommt man näher ...
von Ferne
Den Rest hinauf geht man zu Fuß.

Nahansicht

Wir waren bereits bei einem früheren Besuch der Pfalz auf dem Hambacher Schloss und haben es auch innen besichtigt. Ich war überzeugt, dass es darüber bereits einen Beitrag auf dem Blog gibt, aber: Fehlanzeige. Die folgenden Fotos sind von damals, nur der Aussenbereich. Innen durfte wie so oft nicht fotografiert werden.
Hambacher Schloss
Hambacher Schloss
Der Grund, warum für uns das Hambacher Schloss so wichtig bleibt, ist das nach ihm benannte Hambacher Fest, das Ende Mai 1832 stattfand. Wie in dem verlinkten Artikel nachzulesen ist, war dies ein wichtiges Ereignis auf dem Weg zu einer Demokratie in Deutschland, und das mitten in der Restauration, die von Metternicht und der Mehrheit der deutschen Fürsten zwischen 1815 und 1848 betrieben wurde und die die Bestrebungen zu Einheit und Mitbestimmung der Bürger lähmte und eindämmte.
Leider ist unsere Demokratie heute mehr in Gefahr als vor einigen Jahren, und wir sollten Schloss und Fest als Mahnung verstehen, die damals angestrebten Werte nicht fahrlässig und mutwillig preiszugeben.
Hambacher Schloss
Von oben kann man auch gut ins Land schauen.
Blick vom Schloss auf Diedesheim

Sonntag, 4. Mai 2025

Auswärts. Stiftskirche in Neustadt a.d.W.

Die Stiftskirche in Neustadt an der Weinstraße stammt aus dem 13. Jahrhundert und liegt direkt am Marktplatz. Auffällig sind die beiden unterschiedlichen Kirchtürme.
Stiftskirche Türme
Stiftskirche Südseite
Die Kirche hat eine Besonderheit, die man in der Kurpfalz in Orten, in denen es nur eine Kirche für beide Konfessionen gab, mehrfach findet: sie wurde 1707/08 gemäß der kurpfälzischen Religionsdeklaration in einen katholischen und einen protestantischen Teil aufgeteilt und die beiden Teile durch eine Mauer getrennt. Davor wurde das Gotteshaus von beiden Konfessionen genutzt, und es hatte dabei wohl Probleme gegeben. Die Protestanten erhielten das Langhaus und die Türme, dies war der größere Teil.
Der protestantische Teil.
Stiftskirche ev. Teil
Zum katholischen Teil führt diese Tür.
Stiftskirche schöne Tür
Der katholische Teil der Kirche wurde von den Jesuiten mit einem prächtigen barocken Hochaltar ausgestattet.
Stiftskirche kath. Teil
Die Orgel stammt aus dem Jahr 1879, ihr barockes Aussehen erhielt sie 1935 durch Verblendung mit einem Barock-Prospekt von 1788. Mehr Information zur Orgel [klick].
Stiftskirche kath. Teil Orgel mit Putten

Samstag, 3. Mai 2025

Auswärts. Neustadt a.d.W.

a.d.W. steht für "an der Weinstraße", und dieses Neustadt liegt am Ostrand der Haardt, dem Ostrand des Pfälzer Walds. Wir machten einen Spaziergang durch die sehenswerte Fußgängerzone der Altstadt.
Um den Marktplatz die zentralen Gebäude, hier das Rathaus.
Rathaus
am Marktplatz
Das Scheffelhaus.
Scheffelhaus
Die Südseite der Stiftskirche. Die Kirche wird im nächsten Beitrag beschrieben.
Stiftskirche Südseite
Der Elwetritschenbrunnen, unweit vom Marktplatz.
Elwetritschenbrunnen

Samstag, 12. April 2025

Gute Stimmung.

Wenn es draußen so schön ist wie auf dem Foto
Blühender Baum
dann schmeckt die Riesling-Schorle aus dem Dubbeglas gleich noch mal so gut.
Rieslingschorle

Sonntag, 5. Mai 2024

Auswärts. Blitzbesuch in Landau.

Es war nur ein ganz kurzer Besuch in Landau, an einem Samstag, und da ist in Landau Markt.
Der Marktplatz ist sehr groß, er wurde zu den Zeiten, in denen Landau eine Festungsstadt war, für Paraden und Aufmärsche genutzt.
Marktplatz
Das Reiterstandbild stellt den bayerischen Prinzregenten Luitpold dar, geboren 1821 in Würzburg. Marktplatz
Nette breite Fußgängerzone, und ganz ohne Autos. (Würzburger:innen verstehen das)
Fußgängerzone

Rundblick über den Marktplatz.

Freitag, 3. Mai 2024

Auswärts. Annweiler.

Annweiler ist eine kleine Stadt im Südosten des Pfälzer Walds, nicht weit von der Weinstraße entfernt. Bekannt wurde sie durch die Reichsburg Trifels, die im 12. und 13. Jahrhundert für das Heilige Römische Reich große Bedeutung hatte. Annweiler erhielt die Stadtrechte 1219 vom Stauferkaiser Friedrich II.
Das prächtigste Haus am Marktplatz.
Keysersches Haus
Die evangelische Stadtkirche.
Stadtkirche
Das Flüsschen Queich fließt durch Annweiler, es war einerseits Teil der Befestigung der Stadt, andererseits war das Wasser wichtig für die vielen Gerber in der Stadt.
Queich
In der Mühle wird heute "Strom gemacht", früher wurde Eichenrinde gemahlen, um den Rohstoff zum Gerben zu gewinnen.
Wasserrad
Queich
Die Burg Trifels hoch über der Stadt im Gegenlicht.
Burg Trifels

Donnerstag, 2. Mai 2024

Auswärts. Speyer.

Die Wettervorhersage war nicht die beste, so planten wir einen Museumsbesuch in Speyer. Als wir dort eintrafen, schien die Sonne, wir nutzten die Zeit für einen Bummel durch die Fußgängerzone, die schön breite Maximilianstraße, die vom Dom zum Altpörtel führt.
Maximilianstraße
Die andere Seite wird vom Dom abgeschlossen.
Dom
Der Altpörtel ist das westliche Stadttor der ehemaligen Stadtbefestigung.
Altpörtel
Immer wieder beeindruckend sind die mächtigen Säulen im Dom. Bereits 2017 hatte ich hier im Blog ausführlich über die Baugeschichte berichtet.
Dom
Vor dem Dom der Napf. Die lateinische Inschrift besagt unter anderem, dass nach Wahl eines neuen Bischofs der Napf mit Wein "für das gesamte Volk" gefüllt werden muss, der Napf fasst 1580 Liter. Die letzte Füllung gab es 1611, danach verhinderten Kriege und Zerstörungen weitere größere Feste. 1794 entfernten französische Revolutionstruppen den Napf, danach wurde Speyer säkularisiert.
Domnapf
Dom
Wir besuchten im Historischen Museum der Pfalz Speyer die Ausstellung König Ludwig I. - Sehnsucht Pfalz, sie ist noch bis Ende August 2024 zu sehen, sie zeigt die Verbindungen von Bayern in die Pfalz auf. Die Pfalz gehörte bis 1945 zu Bayern, das ist vielen sicher nicht bewusst.
Ein Portrait von Ludwig im Krönungsornat.

Mittwoch, 1. Mai 2024

Auswärts. Deidesheim.

Das kleine Städtchen Deidesheim wurde in den 1980-er Jahren bekannt, vor allem, weil der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl Staatsgäste hierher einlud und gerne auch mit Pfälzer Saumagen bewirten ließ. Die schmucken Häuser laden auch heute noch zum Bummeln ein.
Das historische Rathaus.
Rathaus
In diesem Haus am Marktplatz wurden Kohls Gäste bewirtet.
Promi Gasthaus
Andreasbrunnen
Brunnen
Der Schlosspark im ehemaligen Schlossgraben.
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Freitag, 14. September 2018

Auswärts. Wochenmarkt in Mainz.

Treue LeserInnen dieses Blogs werden es bemerkt haben, ich gehe gerne auf Märkte, hier und anderswo. Bei einem Besuch bei Freunden in der Nähe von Mainz spazierten wir an einem Samstag gemeinsam durch die Stadt und über den Markt, der sich über viele Plätze ausdehnt.
Markt
Markt
Sommerblumen
Die Nagelsäule wurde im Ersten Weltkrieg zur Unterstützung Bedürftiger gestiftet.
Nagelsäule
Dom
Kreuzgang
Markt
Schöner Markt!

Montag, 15. Mai 2017

Auswärts. Der Dom zu Speyer.

Der Speyerer Dom ist heute die größte romanische Kirche der Welt.* Der Bau wurde kurze Zeit nach 1025 begonnen und war zur damaligen Zeit architektonisch führend. Er wurde mehrfach umgebaut, auch schon im Mittelalter, und mehrfach, meist durch Feuer, zerstört. Im 19. Jahrhundert entfernte man den barocken Teil der Westfassade und rekonstuierte sie angelehnt an das ursprüngliche Aussehen mit einem Wechsel von rotem und gelben Sandstein.
Westfassade
Auch im Innern ging man auf die usprünglichen Bauformen zurück, ohne Malereien. So kommen die wuchtigen Säulen besonders gut zur Geltung.
Chor innen
Das Westportal von innen.
Westtüre innen
Die 1041 geweihte Krypta befindet sich unter Querhaus und dem Chor des Domes und ist mit einer überbauten Fläche von 850 m² und einer Höhe von 7 m die größte romanische Säulenhalle Europas.** Kaiser Konrad II (990-1039), der den Bau begonnen hatte, hatte den Dom für sich und seine Frau Gisela als Grablege bestimmt. Alle weiteren Salierkaiser wurden auch dort begraben, auch einige Staufer, Rudolf von Habsburg (der erste Kaiser der Habsburger) und sein Sohn.Krypta
Als französische Truppen 1689 Speyer niederbrannten, griff das Feuer auch auf den Dom über und der hintere Teil des Langhauses stürzte ein. Unter Franz Ignaz Michael Neumann, dem Sohn des berühmten Barockbaumeisters Balthasar Neumann, wurde 1772–1778 die klaffende Lücke im westlichen Teil des Langhauses in der ursprünglichen Form geschlossen.** Auf dem Foto unten sieht man an dem Mauerstück links von dem mit der Regenrinne alte und neuere Steine aneinandergrenzen. Außerdem erhielt der Vierungsturm in dieser Zeit das geschweifte Dach, das er bis heute trägt.
Querhaus mit Vierungsturm
Unter Kaiser Heinrich IV wurde der Chor abgerissen und höher wieder aufgebaut. Aus dieser Zeit (bis 1106) stammen die üppigen Fensterverzierungen.
Fensterschmiuck am Chor
Auf dem großen Platz vor der Westfassade des Doms steht der sogenannte Domnapf oder einfach nur Napf. Er markierte die Grenze zwischen dem Gebiet der Freien Reichsstadt Speyer und dem Dombezirk, der nur dem Bischof unterstand. Kam ein neuer Bischof in die Stadt, musste er den Domnapf mit Wein füllen, etwa 1560 Liter, und jeder Bürger durfte davon trinken.
Napf
Quellen:
Internetseite des Doms (Zitat ist in kursiver Schrift und mit * gekennzeichnet)
Wikipedia (Zitate sind in kursiver Schrift und mit ** gekennzeichnet)