Freitag, 28. März 2014

... aber sie schmecken super! [shortbread]

dies ist die dokumentation eines halben fehlversuchs, eines missgeschicks, das mir leider immer mal wieder passiert. das missgeschick besteht darin, dass das zeug einfach nicht gut aussieht. ich arbeite zu grobmotorisch. halb ist der fehlversuch, weil es nur optisch missglückt ist, der geschmack ist absolut super.
ich rede hier von shortbread, einem schottischen süßen mürbeteiggebäck (lt. wikipedia). so ganz gelegentlich backe ich auch süßes, am liebsten kleine, gut portionierbare teile, als begleitung zum espresso am nachmittag, aber eben nicht jeden nachmittag. so sind mürbe kekse, die auch noch gut aufzubewahren sind, ideal.

ich hatte nun immerhin - jetzt im märz - die letzten zu weihnachten gebackenen plätzchen aufgegessen, und nachschub sollte her. ich erinnerte mich an einen beitrag von katharina seiser und bin in ihrem blog esskultur auch gleich fündig geworden. wenn man ein wenig zeit mitbringt, lohnt es sich ihre geschichte ganz zu lesen, von anfang an. sie ist ein profi was lebensmittel angeht, und ich bewundere an ihr die leidenschaft, mit der sie nur die besten zutaten akribisch zusammenträgt und versucht, auch gute rezepte noch weiter zu verbessern. sie verweist in ihrem beitrag auf shortbread-rezepte in effilee und küchentanz, von denen sie ausgegangen ist, so dass meine leserInnen die entwicklung ebenfalls rückverfolgen können. ich habe mich für die mengen an effilee gehalten, es ergab ein dreiviertel blech. ich mache lieber erst mal eine nicht so große menge, so lange ich noch nicht weiß, ob es mir schmeckt. beim nächsten mal nehme ich dann die bei katharina seiser angegebenen mengen für ein ganzes blech.
zutaten:
250 g weizenmehl type 405
125 g reismehl
250 g butter
125 g puderzucker
mark einer vanilleschote
1/2 bis 1 tl meersalz, im mörser oder in der salzmühle zerkleinert
zubereitung:

  1. die butter sehr weich werden lassen. mit vanillemark, puderzucker und salz schaumig rühren.
  2. die mehle miteinander vermischen, auf die butter sieben.
  3. mit dem k-haken der küchenmaschine vorsichtig unterrühren, bis sich alles zu gleichmäßigen groben streuseln formt, achtung! das geht sehr schnell. nicht mit den händen kneten!
  4. die streusel auf das blech (mit backpapier) geben und andrücken. mit einem wellholz möglichst gleichmäßig verteilen und festdrücken, auch an den rändern.
  5. mit einem scharfen messer mit dünner klinge in gleichmäßige (!) streifen schneiden.
  6. mit einer gabel oder 2 chinesischen stäbchen mit dünner spitze gleichmäßig einstupfen. (war bei mir nicht möglich)
  7. eine stunde im kühlschrank ruhen lassen.
  8. nach 30 minuten backofen auf 150 grad vorheizen.
  9. nach weiteren 30 minuten blech aus dem kühlschrank nehmen und in den ofen schieben. etwa 50 minuten backen, das shortbread sollte noch hell sein.
  10. aus dem ofen nehmen und mit dem messer an den gleichen stellen wie vorhin in streifen schneiden.
  11. vorsichtig vom blech nehmen und auf einem gitter auskühlen lassen.
  12. einige stunden später in eine blechdose füllen und mindestens einen tag durchziehen lassen.

wo war nun das missgeschick? ich war so angefixt von den beschreibungen, dass man den teig gar nicht mit der küchenmaschine machen sollte, rechtzeitig aufhören sollte, dass ich den teig noch in sehr sehr streuseligem zustand aufs blech gegeben habe. dadurch konnte ich weder die löcher in den teig stupfen - die oberfläche wurde dadurch nur wieder richtig krümelig - noch hielten die schnitte. das backergebnis ist jedoch einwandfrei, es bildeten sich tatsächlich (sehr mürbe) kekse. ich konnte mich gerade einen knappen tag zurückhalten, dann musste ich probieren. der geschmack ist wirklich fantastisch, knusprig, buttrig, nur wenig süß, ein hauch von vanille, und gelegentlich ein bisschen salz.

der trick bei alledem ist wohl die verwendung von reismehl, das hatte effilee herausgefunden, und küchentanz und esskultur haben noch etwas mehr salz verwendet. das reismehl habe ich trotz allem was ich vorher gelesen hatte, im asia-laden um die ecke besorgt, es roch überhaupt nicht muffig oder so, sondern sehr fein.
die ruhezeit im kühlschrank habe ich eingefügt, ich mache das immer so bei mürbeteig, und habe beste erfahrungen damit. also auch bei kuchen mit mürbeteigboden: den teig direkt in die form geben, er lässt sich direkt aus der küchenmaschine hervorragend verarbeiten und formen, dann erst in den kühlschrank und ruhen lassen, dann erst belegen und backen.
bei esskultur lesen wir auch, dass shortbread nicht zum kaffee passt. nun, dann muss ich halt mal für eine weile auf tee umsteigen.

Kommentare:

sammelhamster hat gesagt…

Shortbread liebe ich!
Mit Reismehl ist mir neu....wenn das der Trick für besonders mürbe Kekse ist, muss ich mir sofort welches besorgen!

Kraut und Rüben hat gesagt…

es lohnt sich. und es muss nicht ganz so bröselig sein wie bei mir, die masse hätte etwas homogener sein können, dann klappts auch mit dem vorschneiden. ;-)

Rezeptefinden hat gesagt…

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