Dienstag, 14. Mai 2013

Julius Echter. Universität.

Julius Echter hat 1582 die Universität Würzburg wieder begründet. Wieder, weil die erste Gründung bereits 1402 erfolgt war, die Universität jedoch in erster Linie wegen fehlender Finanzmittel nur etwa zehn Jahre Bestand hatte. Zur Wiedergründung wurde ein Kollegiengebäude neu erbaut, das 1591 fertiggestellt wurde. Es war zur Bauzeit das größte zusammenhängende Universtitätsgebäude überhaupt. Würzburg war damals ganz vorne.
Eine Art steinerne Stiftungsurkunde befindet sich über der Einfahrt zum Innnenhof.


Das Gebäude beherbergte alles, was man zur Universität benötigte. Räume für die Lehrtätigkeit, die Fakultäten, die Verwaltung, die Bibliothek und zwei Internate. Und eine Kirche, die Neubaukirche. Heute nennen wir das Gebäude die Alte Universität, es wird heute von der Juristischen Fakultät genutzt.
Der linke Flügel zeigt die Neubaukirche mit gotischen Fenstern, rechts ein Seminargebäude mit Fenstern im Renaissancestil.

Dieser Stilmix aus gotischen Elementen zusammen mit Elementen der Renaissance nennt man auch Echter- oder Julius-Stil. Dabei sind oft die kirchlichen Elemente und Gewölbe im gotischen Stil, repräsentative wie Säulen und Portale im Stil der Renaissance.

Auf engem Raum zeigt sich das an der Westfassade der Neubaukirche. Die Giebel oben wie unten: Renaissance, dazwischen eine gotische Rosette.

Teil 1: Julius Echter und der Dom.
Teil 3: Julius Echter. Jesuitenkolleg und Priesterseminarkirche.

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