Sonntag, 31. August 2008

Immer Ärger mit dem Eierkocher

Eierkocher sind völlig unnötige Geräte, meine ich. Aber man bekommt sie geschenkt, und dann fühlt man sich auch verpflichtet, sie zu benutzen. Genauso gut, wenn nicht besser, kann man Eier auf ganz traditionelle Weise in einem Topf in heißem Wasser kochen. Erst vor einigen Wochen habe ich den ersten Eierkocher, den ich geschenkt bekommen hatte, beim Sperrmüll abgegeben, obwohl er noch funktioniert hat. Technisch war er ok, meinen Zorn hat er sich jedoch zugezogen, weil immer mindestens eines der Eier aufgeplatzt war, da konnte ich vorher die Luftblase vorsichtig anpieksen wie ich wollte. Und wenn dann erst mal Eiweißfäden in so einem Kocher unterwegs sind, sich verdichten, den Dampffluss hemmen, so dass sich der Deckel hebt und das Wasser rausblubbert, dann ist die Sauerei perfekt.
Seitdem hat der zweite Eierkocher seine Chance. Eines jedoch scheint wohl Eierkocher-typisch zu sein, und diese Konstruktion kann nur einem Menschen einfallen, der in der Praxis keine Eier kocht, sondern nur beruflich über diese Geräte nachdenkt. Konstruktion ohne Praxisbezug. Ich meine den Brummer, der eingeschaltet wird, wenn alles Wasser verdampft ist und der Boden des Eierkochers trocken und heiß ist. Anstatt den Brummer einzuschalten, könnte man doch ganz einfach den Eierkocher ausschalten, oder nicht? Schalter ist Schalter, meine ich, und den Brummer könnte man auch noch einsparen. Ich bleibe dabei, Eierkocher braucht man nicht, man bekommt sie geschenkt.

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