Montag, 5. November 2007

Was habt ihr gegessen?

Was habt ihr gegessen? So lautet meist die Frage, wenn man aus dem Urlaub nach Hause kommt. Und so kurz vor Urlaubsende kann man schon mal Bilanz ziehen, in Teilbereichen zumindest. Wir wohnen ja in einem gemieteten Ferienhaus, ein vierflammiger Gasherd steht uns zur Verfügung. Oft selbst gekocht haben wir nicht, mal Nudeln mit Tomatensauce, zweimal Tortilla (spanisches Omelett aus Eiern und Kartoffeln), und Nudelsalat. Außerdem haben wir weitere Salate zubereitet, meist aus Tomaten, Zwiebeln, Avocado, auch mal mit Thunfisch.
Eine Mahlzeit am Tag haben wir meist in einem Restaurant eingenommen. Da gab es häufig Fisch, mehrfach den roten Alfonsiño mit seinen Glubschaugen, ebenso Filete de Gallo (heißt zwar übersetzt Filet vom Hahn, ist aber trotzdem ein sehr leckerer Fisch), Vieja (Papageienfisch, typisch für El Hierro) und Mero (Zackenbarsch), auch Fischkroketten hausgemacht, die mit den Fischstäbchen, die wir als Tiefkühlware kennen, nichts, aber auch gar nichts zu tun haben.
Wer nachsehen will, wie die Fische aussehen, die ich hier aufgeführt habe, gibt entweder in Google "Fische der Kanaren" ein, oder sieht hier nach.
Von den Meeresfrüchten gab es Chocos (kleinere Tintenfischtuben, ich kenne kein passendes deutsches Wort) und die äußerst leckeren Camarones (größere Krabben).
Bei den Fleischgerichten hatten wir mal Reis mit Kaninchen, mehrfach leckeres in der Tonform geschmortes Fleisch mit allem drin und dran, samt den Kartoffeln, und unvergleichlich gute Filetsteaks mit einer Fleischqualität, die es bei uns einfach nicht mehr gibt.
Und so nebenbei wurden wir verwöhnt mit Knoblauchsuppe, Mojo de queso (Käsecreme), Magdalenas (Rührkuchen in Förmchen gebacken, die wie aus dem Sandkasten aussehen), Palmeras (wir sagen Schweinsöhrchen) und Cabello de Ángel (eine Blätterteigtasche mit süsser Kürbisfüllung). Und als herbstliches Dessert Süßkartoffeln mit Kastanien aus dem Ofen. Wem das alles spanisch vorkommt, dem empfehle ich eine Reise nach Spanien.

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