Freitag, 19. Januar 2007

Musik, Musik, Musik

Casa Golosina
Wir sind durch Zufall dort gelandet, weil wir in der Nähe wohnen und spät am Abend noch ein Bier trinken wollten. Gleich fiel uns auf, dass wir in dieser Bar altersmäßig ganz oben waren. Nur junge Leute drin. Überraschend viele, obwohl von weisser Hautfarbe, mit Rastazöpfen. Wir bekamen unser Bier, preislich ganz in Ordnung, und wir konnten beobachten, wie die Anwesenden untereinander und mit der Wirtin die Probleme von Gott und der Welt diskutierten. Ein junger Mann konnte sich gar nicht aus der Diskussion lösen, obwohl seine Freundin mehrfach nach ihm rief, er musste sich weiter dem drängenden philosophischen Problem widmen.
Beim nächsten Mal gerieten wir in die wöchentliche Jam Session, die von Francesco (Violine) und Charly (Gitarre) angeführt wurde, und in einer unglaublichen Stimmung kulminierte. Musik und Rythmus hatten Publikum und Musiker förmlich mitgerissen.
Zwei Tage später, ich hatte nicht schon wieder mit Livemusik gerechnet, spielte Liliana Ponce, eine argentinische Liedermacherin. Ihre Texte waren auch für uns gut verständlich, passten wunderbar zur Musik, noch ein ganz schönes und beeindruckendes Erlebnis.
Nun konnte es ja nicht immer so weitergehen. Eparquio, den Liedermacher, der Mittwoch auftrat, konnten wir nicht gut verstehen, auch fehlte ihm ein wenig Musikalität. Und die Jam Session am gestrigen Abend war, sofern nicht Francesco und Charly alleine spielten, einfach nur laut. Ist mal ganz lustig, nur hatten wir durch die Vorgabe der Woche zuvor, einfach mehr erwartet.
So man ein wenig Spanisch versteht, kann man das Programm hier nachlesen unter Casa Golosina.